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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Ich fand die Frage nach der Berufstätigkeit einen guten Gedankenanstoß! Niemand würde fragen, ob man mit Beruf glücklicher ist als ohne. Aber das Kinderthema wird ständig derart mit Bedeutung aufgeladen, dass es kracht. Furchtbar!

    Ich bin ohne Kinder sehr glücklich, ich hätte mir niemals vorstellen können, Mutter zu sein, nicht eine Minute lang. Und doch ahne ich manchmal, dass ich etwas sehr Schönes verpasst habe.
    Meine Schwester wäre kreuzunglücklich ohne ihre Kinder, für sie war Muttersein essentiell. Und doch hätte sie ihre Kinder oft genug gegen die Wand klatschen können.

    Glück ist individuell, nicht messbar und vor allem nicht konstant.

    Aber eins habe ich gelernt: Glück ist sehr viel stabiler, wenn ich es an dem festmache, was ich habe - und nicht an dem, was ich gern hätte.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.

    "In Deinem Alter..."
    "Ich bin nicht in meinem Alter!"


    It‘s called a joke. We used to tell them before people became offended by everything.

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Ich kenne auch die Untersuchungen, die das Ergebnis haben, dass Eltern unglücklicher sind.
    Ich weiß ja nicht, wann man diese Eltern befragt hat. Beim Zahnen? Oder in der Pubertät?
    Das finde ich nur Augenblicksmomente (wenn zugegeben, manchmal etwas langwieriger).
    Ich habe 3 und das dritte Kind sogar mit zeitlichem Abstand. Würden Kinder unglücklich machen, hätte ich mir das 3. bestimmt erspart.
    Ich werde gerade wieder Großmutter. Und ich beneide meiner Schwiegertochter. Diese nege innige Verbindung mit dem Kind in der Schwangerschaft, diese Hochgefühle nach der Entbindung.... durch nichts zu toppen.
    Und dann sind alle 3 Kinder groß, sehr erfolgreich privat und im Beruf, gehen aufrecht durch ihr Leben...
    Wenn wir alle am Tisch sitzen, mit Kindern, Schwiegerkindern, Enkeln und Großeltern, dann weiß ich... deshalb hat sich mein Leben gelohnt. Ich werde Spuren hinterlassen. Mag egoistisch und großspurig (vielleicht auch sinnlos) klingen, aber ich empfinde es so.

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Das ist eine Frage, die man nicht beantworten kann. Was weiß denn ich, ob ich als Kinderlose glücklicher wäre? Wie soll ich das herausfinden? Dazu müsste ich SEHR viele Annahmen treffen.

    Wer weiß, ob ich diesen Mann geheiratet hätte, der ja einen Kinderwunsch hatte?
    Wer weiß, ob ich nicht doch einen Kinderwunsch gehabt hätte, der mich dann unglücklich machte?
    Wer wieß, ob ich meinen Job, meinen Lebensstandard so hätte? Besser? Schlechter? Anders?

    Ob ich eine glückliche Beziehung gehabt hätte ohne Kinder?
    Da spielt so viel rein, und umgekehrt ist es doch genau so.

    In meinem Umfeld zahnen jetzt im Alter 55plus, wo die Eltern hinfällig werden, manche schon, dass sie keine Kinder haben. Aber letztlich sind in dem Alter auch die Kinder idR. erwachsen. Meine werden gerade flügge. Und ob ich dann im Altenheim besucht werde oder nicht, who knows. ;-)

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Sitzt man auf dem Abi-Ball und hört die Tochter die Rede des Abiturjahrgangs halten, dann ist man glücklich. Kinderlose kennen diese Situation nicht.

    Wird man des Nachts von einem Anruf der Polizei geweckt, man möge doch seine betrunkene und randalierende Tochter von der Polizeistation abholen, ist man unglücklich. Kinderlose kennen diese Situation nicht....

    Meist liegen die Faktoren für unglückliche Momente nicht im Fakt, Kinder zu haben, sondern werden durch äußere Umstände erzeugt. Beziehungsprobleme, Betreuungsprobleme, finanzielle Probleme hat man meist auch ohne Kinder, manchmal verschärfen sie das Unglücksgefühl. Aber auch das Glücksgefühl kann durch Kinder wachsen.

    Für meine Frau gesprochen: sie wäre ohne Kinder definitiv unglücklich geworden....Heute haben wir fünf Kinder und erwarten das erste Enkelkind. Ich bin mir sicher, ein Leben mit einem solch starken Fokus auf Kinder ist nicht jederfraus Sache. Für mich ist es die Quelle meines Lebensglücks.
    Hans Dampf, herzlichen Dank für diesen wunderbaren Beitrag.
    Ich fühle ähnlich.

    Und möchte ergänzen: Ohne meine Tochter, ach, ich hätte eine ganze Welt verpasst!
    Be a voice not an echo.

  5. Inaktiver User

    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Für meine Frau gesprochen: sie wäre ohne Kinder definitiv unglücklich geworden. Ein solches Leben wäre ihr sinnlos erschienen.
    Das habe ich auch mal gedacht. Es ist aber anders gekommen. Und - ich bin glücklich. Es geht. Zumindest für mich ging es.
    Denn genau dieser Gedanke war es, der mich dann "aufgeweckt" hat - würde ich meinem Kind vermitteln wollen, dass sein Leben sinnlos ist, wenn es keine eigenen Kinder bekommt?
    Würde meine Mutter denken, mein Leben wäre sinnlos, nur weil ich keine Kinder habe? Ganz sicher nicht. Sie wäre vermutlich sehr traurig gewesen, wenn sie mitbekommen hätte, dass ich so dächte.

    Ich weiß nicht, wie es mit eigenen Kindern wäre, ja.
    Aber niemand, der Kinder hat, weiß, ob er auch ohne glücklich geworden wäre.

    Man hat in jeder Lebensform die Möglichkeit zu verbittern - oder auch nicht.
    Daher finde ich die Frage, sind Mütter unglücklicher als Nicht-Mütter genauso albern wie umgekehrt.
    Unglücklich macht einen wohl eher die Einstellung die jeweilige Lebensform nicht annehmen zu können.

    Was bei Kinderlosen vielleicht noch dazu kommt ist die gesellschaftliche Erwartung nicht erfüllt zu haben.
    Sie sich dann ja auch mit dem eigenen Vorstellungen gedeckt hat.

    Was bei mir aber immer klar war. Oder ne - was nicht immer klar aber doch deutlich und dann vollkommen klar war, dass ich kein Kind "um jeden Preis" wollte, sondern eines mit einem Mann, den ich liebe.
    Also in einem familiären Rahmen.

    Also, ich hätte - und habe - jetzt nicht versucht, auf andere Weise schwanger zu werden, durch eine Affaire, einen Samenspender o.ä. und habe mich auch dagegen entschieden ein Pflegekind aufzunehmen (habe das mal durchgespielt).

    Allerdings - wäre ich ungewollt schwanger geworden, hätte ich das Kind bekommen.
    Und wäre vielleicht auch glücklich (oder besser zufrieden, man springt ja nicht jeden Tag vor Glück durch die Gegend) geworden - ich hätte diese Situation nur nicht bewusst gewählt.

    Ich bin trotzdem froh, dass ich tolle Nichten und Neffen habe und auch sonst Kinder um mich herum. Ich habe auch einige tolle Tanten und Onkels die keine eigenen Kinder hatten - zu denen hatte ich teils eine engere Beziehung als zu denen, die eigene hatten.
    Wenn ich mich umsehe, dann merke ich dass ich manche Familienleben schön finde, manche erscheinen mir persönlich nicht so schön.
    Dass Mütter generell unglücklicher sind als Nicht-Mütter glaube ich nicht, auch umgekehrt nicht.

    Ich habe zum Beispiel eine Freundin, die wollte nie Kinder und hat jetzt 2.
    Das ist schon schräg weil genau umgekehrt wie bei mir.
    Aber auch sie mag ihr Leben so wie es jetzt ist glaub ziemlich gern.
    Geändert von Inaktiver User (24.06.2020 um 15:26 Uhr)

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Die FRage ist doch: ist man mit Kindern unglücklicher?! Nicht, ob man mit oder ohne glücklich sein kann.

    Nur, ob Kinder unglücklich machen, ob man ohne Kinder glücklicher wäre.

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Aber es ist doch klar, dass es darauf keine allgemeingültige Antwort geben kann.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.

    "In Deinem Alter..."
    "Ich bin nicht in meinem Alter!"


    It‘s called a joke. We used to tell them before people became offended by everything.

  8. Inaktiver User

    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    @Overknee

    Die Frage habe ich auf meine Art zu beantworten versucht.
    Kurz: Nein, ich glaube es nicht, es kommt auf die Lebenseinstellung an, das Leben anzunehmen wie es ist.
    Ob mit oder ohne Kindern, ob der Wunschvorstellung entsprechend oder nicht.
    Ansonsten kann ja jeder hier nur für sich sprechen oder aus der Beobachtung. Und da beobachte ich es eben genau so.

    Ich kenne Mütter, die sind sehr angestrengt und wirken auf mich fast überfordert. Sind aber auch Typen, die in allen Bereichen sehr ehrgeizig sind und viel von sich fordern. Daher, woher solle ich wissen, ob so eine Mutter dann ohne Kinder nicht genau so angestrengt und oft erschöpft wäre wie so? Ich kenne nämlich auch kinderlose Frauen, die so sind...

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Ich spreche nur für mich: Wäre es mir verwehrt gewesen, ein Kind zu bekommen, mich persönlich hätte das lange gequält.
    Ich hätte mich sicher damit arrangiert irgendwann und hätte eben die Zeit zu Zweit mit meinem Mann genossen, so gut es eben geht. Mein Mann hatte z.B. auch einen riesigen Kinderwunsch! Auch IHM hätte was gefehlt ohne Kind.
    Be a voice not an echo.

  10. Inaktiver User

    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Aber es ist doch klar, dass es darauf keine allgemeingültige Antwort geben kann.
    Ich finde es auch müßig, ich glaube fast auch, dass die die so furchtbar bereuen Kinder bekommen zu haben eher auch die sind, die genauso bereut hätten keine zu haben, weil sie immer auf das schauen was sie nicht haben und sich mehr auf ihr Unglück focussieren als auf ihr Glück.

    Ich für mich denke, mein Leben wäre ohne Kinder sicher in Teilen einfacher und problemloser gewesen, aber Glück ist für mich kein sorgloses Dahingleiten, sondern liegt in der Fülle, in der Abwechslung, und da gehören Schwierigkeiten und Herausforderungen die man bewältigt auch dazu. Das macht mich glücklich, etwas geschafft zu haben, nicht, es leicht zu haben, etwas zu kontrollieren und komplett im Griff zu haben, das langweilt mich auf Dauer eher. Ich mag grad das Chaos und das Unkontrollierbare, das mit Kindern einhergeht.

    Und da ich ja das Leben ohne Kinder auch kenne weiß ich von mir, ein Leben ohne diese Herausforderung wäre mir (!) zu eintönig gewesen. Die meisten anderen Herausforderungen oder Chancen, etwa im Job, hab ich ja mit Kindern genauso. Und dauernde Umzüge, sportliche oder berufliche Höchstleistungen oder ähnliches, wovon einen Kinder vielleicht tatsächlich abhalten oder zumindest einschränken, wären eh nicht meins gewesen.

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