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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Ausschließlich für mich gesprochen, ich bin sicher mit Kindern glücklicher zu sein, als ich es ohne wäre. Wobei für mich erst mit 28 klar war, dass ich überhaupt welche möchte. Ich habe es, abgesehen von den Momenten wo man sie aus dem Fenster werfen möchte,niemals bereut. Viele jammern doch aus Prinzip und ob ein Mann seinen Anteil wahrnimmt, kann man doch in der Regel schon vorher sehen.

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Habe aber ein paar mehr Freundinnen mit Kind, die eigentlich gar nicht groß klagen. Die machen einfach ihr Ding (oder klagen über andere Sachen) ... Kinder und Familie ist eine Entscheidung.

    Möchte man das.

    Nicht "macht das glücklich". :)
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.

  3. Moderation

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Ich bin in meinem Leben glücklich.
    Trotzdem überlege ich immer wieder, was gewesen wäre, wenn ich

    - meinen ersten Freund geheiratet hätte
    - wenn ich Kinder hätte
    - wenn ich A statt B studiert hätte
    - wenn ich in X statt Y studiert hätte
    - wenn ich gestern rechts rum statt links rum gegangen wäre.


    Fest steht, mein Leben wäre anders gewesen, unter Umständen ganz anders, aber nicht zwangsläufig glücklicher oder unglücklicher.
    Deswegen habe ich beschlossen mehr im Moment zu leben und das zu genießen und gut zu finden was ich habe und daraus das beste zu machen.

    ICH bin froh keine Kinder zu haben, ich stelle es mir unendlich stressig vor und es hätte nicht zu mir gepasst.
    Ich kenne aber eine Menge Eltern, die sehr glücklich sind Kinder zu haben, ich kenne auch Eltern, die (in sehr kleiner vertrauter Runde) sagen, es war keine gute Entscheidung und ihr Leben wäre ohne das Kind/die Kinder besser und glücklicher, ich kenne glückliche Kinderlose und ich kenne (hauptsächlich) Frauen, die sich sehnlichst ein Kind wünschen und meinen dann endlich glücklich zu sein.


    Ich denke die Frage, was glücklicher macht ist müssig und sehr individuell - es gibt Menschen, die sind immer unglücklich und gestresst, egal in welcher Lebenssituation - und es gibt Menschen, die sind immer glücklich und zufrieden, egal wie die tatsächlichen Lebensumstände gerade sind.
    Die meisten Menschen leben irgendwo dazwischen.


    Interessant finde ich allerdings, dass du offenbar ausschließlich mit Frauen kommuniziert, weil du nur glückliche Frauen ohne Kinder und unglückliche Frauen mit Kindern kennst - kommen Männer in deiner Welt nicht vor?
    Lassen Sie mich niemals in den gewöhnlichen Fehler verfallen, zu meinen, dass ich verfolgt werde, wann immer mir widersprochen wird. Ralph Waldo Emerson

    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Unsere Kleine ist jetzt 4 Monate alt.
    Ich hab mich während der Schwangerschaft auch damit beschäftigt, dass es möglich sein kann das Kind zu bereuen, dass ich eine fiese Wochenbett-Depression bekomme, hab mich auf ein Schreikind eingestellt - so die 'schlimmsten' Dinge, ich wollte davon nicht überrascht werden. Mein enges Umfeld hab ich in diese Überlegungen auch einbezogen, damit ich aufgefangen werde falls es mir wirklich schlecht gehen sollte. Man steckt ja nicht drinne und ich war lange genug gegen eigene Kinder, so dass ich die negativen Dinge ja selber schon Jahre vorher breitgetragen habe.

    Alles gut gegangen, weder bereue ich die Mutterschaft noch hab ich eine Depression bekommen. Ich hab ja immer sonst was gedacht wie mich selber das Leben mit Kind ändern wird, aber Nein, es ist wirklich wirklich nicht schlimm 😄 Es ist aufregend, spannend, langweilig, lustig, nervig, erfüllend - wie das Leben generell. Ich bin glücklich über mein Leben mit Kind, war und wäre es auch ohne. Sooooo viel beeinflusst das Deine Grundstimmung nicht. Bei mir zumindest gar nicht.

    Es sind Ausnahmen, Menschen die ihre Elternschaft bereuen, grundsätzlich geht es einfach weiter mit dem Leben. Aber ich versteh den Thread trotzdem, ich hatte auch immer 1000 eher negative Gedanken dazu, wie das wohl mit Kind ist und habe ehrlich Leute bemitleidet, die schwanger wurden. Heute schmunzel ich da drüber. Es ist nur ein neuer Mensch dazugekommen, nicht mehr und nicht weniger.

  5. Moderation

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Mit Kindern kommen ganz viele Aufgaben ins Leben, die man vorher nicht hatte und deren Ausführung meistens nicht akut glücklich macht: Popos putzen, nachts um drei Bettwäsche wechseln, Streit um einen roten Legostein schlichten, Apfelmus vom Boden wischen, bei Elternabenden über den Zuckeranteil im Müsli diskutieren. Ich kann für mich klar sagen, dass ich in diesen Momenten nicht glücklich bin.

    Trotzdem gibt es dieses Grundglück über meine zwei gesunden, fröhlichen Kinder. Das ist immer da.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"

  6. Moderation

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    BeachGirl, ich möchte nicht crossposten, aber es geht mir tatsächlich darum die Fragestellung besser einordnen zu können, und da fällt mir im Zusammenhang mit Deinem anderen Strang auf, dass Glück "messen" und vergleichen gerade irgendwie Thema bei Dir zu sein scheint. Hat das einen persönlichen Aspekt, stehst Du z.B. selbst gerade vor einer Entscheidung (muss ja nicht zur Kinderfrage sein), oder beschäftigt Dich das gerade allgemein?

    Vorerst zur Frage:
    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Kinder machen weder automatisch glücklich noch unglücklich.
    So ist es. (Zustimmung auch zum Rest des Posts!)
    Und die Frage, ob Kinder glücklich machen, ist auch relativ neu, jetzt menschheitsgeschichtlich gesprochen.
    Da hat sich in unheimlich kurzer Zeit unheimlich viel getan. In weniger als 100 Jahren wandelte das Thema sich von "man hat halt Kinder" zu: man entscheidet dank Verhütung ob und wann, bis hin zu größerer Prominenz der ungewollten Kinderlosigkeit, wozu längere Ausbildungszeiten, höhere Ansprüche in der Partnerwahl und auch eine Abwertung der Mutterrolle beitrugen. Dass wir uns richtig verstehen: ich finde es absolut richtig, dass Frauen (oder allgemein Menschen) lernen können, solange sie möchten, dass sie nach einer harmonischen Partnerschaft und keiner Zweckbeziehung streben, und dass einer Frau nicht exklusiv Mutterschaft als Lebensinhalt offensteht! Aber all das drückt dann Kinder eben nach unten auf der Prioritätenliste, das ist ganz neutral so. Und gleichzeitig werden Kinder dadurch, ich formuliere es bewusst so kommerziell, von bloßem Schicksal zur begehrten Kommodität. Von der man sich selbstredend auch maximalen (Glücks-)Gewinn verspricht.

    Und ich meine, weil das so schnell ging, hinken wir emotional und teilweise gesellschaftlich hinter dieser Entwicklung her. Kinder sind jetzt eher ein "nice to have", sollen aber trotzdem gleichzeitig die allumfassende Erfüllung sein. Frauen dürfen bzw müssen viele andere Rollen außer der der Mutter erfüllen, gleichzeitig ist da aber immer noch der Anspruch - übrigens auch von Müttern selber! - gerade in der Mutterrolle völlig aufzugehen. Gleichzeitig aber auch nicht, denn dann ist man ja allzuschnell ein dummes Heimchen am Herd. Ich sehe hier wirklich große Inkongruenz, und es ist vergleichsweise sehr neu, dass Frauen diese Zerrissenheit und De-Idealisierung aussprechen.

    Die ganze Debatte rührt aus meiner Sicht überhaupt nur aus dieser noch nicht abgeschlossenen und harmonisierten Umstellung. Oder was meinst Du, was hier los wäre hättest Du gefragt:
    'Mal ehrlich, macht Berufstätigkeit unglücklich? Ich kenne niemanden (- besser noch: 'keine Frau' -), der sich nicht gelegentlich bis häufig über den Job beklagt.'
    Nur bei Kindern wird wegen Alltagsklagen (also nicht nur #regretting motherhood) sofort die gesamte Entscheidung infrage gestellt.

    (Wobei mir damals schon auffiel, dass auch (!) völlig unspektakuläre Gefühle wie: 'Ich bin glücklich über meine Kinder, aber trotzdem manchmal völlig erschöpft', zu #regretting motherhood aufgebauscht wurden. Auch wenn die motherhood explizit nicht regrettet wurde.Das führt vielleicht O.T., illustriert aber auch wieder diese Zerissenheit.)
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
    Userin Minstrel02 im Forum Erziehung

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Ich wollte immer Kinder und davon viele.

    Das hat sich nach dem ersten Kind dann relativiert

    Ich hatte immer das Gefühl, wenn ich ungewollt kinderlos geblieben wäre, hätte ich das nie verwunden und auch nicht durch Plan B des Lebens ersetzen können

    Was ich jedoch -so hier unter uns gesagt - unschön fand, dass es so/zu oft vorkam, dass ich froh war, wenn sie abends im Bett waren, Mittagsschlaf hielten oder selten genug, fremdbetreut wurden

    Da hab ich mich dann schon gefragt, warum ich denn Kinder..........
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Flau, tolle Gedanken!

  9. Moderation

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
    Userin Minstrel02 im Forum Erziehung

  10. Moderation

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    AW: Sind Mütter unglücklicher?

    Ach so, da ich jetzt fahrlässigerweise von Copic ermutigt wurde , hier noch meine Theorie betreffs Frauen und Klagen:
    Ich beobachte häufig, auch gerade wieder hier im "Missgünstig"-Strang, dass Frauen oft einen "Wettbewerb des Leidens" führen, wobei das unwert ist, was nicht mit irgendwelchen Härten einhergeht.
    Während bei Männern derjenige der tollste Hecht ist, der Abc geschafft und Xyz erworben hat, und das alles natürlich mit links, ist die tollste Hechtin diejenige, die es am schwersten hat(te). Daher auch das Jammern tatsächlich oder vermeintlich Privilegierter, und in Reaktion darauf der "Jammerneid" der anderen: "Ey was jammert die, ich hab's viel schwerer!"
    Und eine objektive Wahrheit ist, dass Elternschaft unendliches Leidenspotential birgt. Mehr noch: würde man sagen oder zugeben, es wäre alles easy (was auch tatsächlich selten zutrifft), hätte frau unter den Hechtinnen nichts mehr zu melden, da zu weit unten auf der Leidens-Skala.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
    Userin Minstrel02 im Forum Erziehung

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