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    AW: Einkindmamas gefragt

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Was mich nervt, ist dieses Geseier von wegen "verwöhntes Einzelkind". Das stimmt meiner Erfahrung nach so nie und nimmer, im Gegenteil. Einzelkinder passen sich gerne an, sie sind quasi drauf angewiesen, dass man sie gerne mag, denn sie brauchen Freunde und Verbündete außerhalb der Familie.
    Geht mir auch auf den Keks, das Gerücht hält sich aber leider wacker.

    Ich habe mein Kind immer sehr früh viel und lange mit vielen anderen Kindern spielen lassen. Früher bin ich 2x täglich auf den Spielplatz, in Parks, ans Flüsschen - Hauptsache raus, immer andere Leute getroffen - und die Kinder tobten zusammen. Auch viel mit Urlaubskindern.

    @Metaline: Dein Kind ist doch erst 4 Wochen alt! Frisch geboren quasi! Jetzt versuch dich doch erstmal auf das Hier und Jetzt zu besinnen...Verdau all die Eindrücke, all die Erfahrungen...Lass dich ganz auf dein Baby ein: Diese Zeit ist so anstrengend, aber auch so wertvoll. Macht schöne Fotos, bitte mach auch welche, auf denen du vielleicht mal total zerstört aussiehst nach einer durchwachten Nacht (später lacht man drüber!).

    Kuschel auch viel mit deinem Mann. Ihr seid jetzt frisch gebackene Eltern! Seid stolz und freudig über alles.

    Jetzt ist nicht die Zeit, schon im Kopf zum nächsten Ereignis oder Plan zu hüpfen.

    Viel Glück
    Be a voice not an echo.

  2. Moderation

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    AW: Einkindmamas gefragt

    Das wäre auch mein Rat: genieße dein Leben, euer Leben mit deinem Mann und eurem Kind.
    Konzentriere dich voll und ganz auf das unerwartete und schöne dass du JETZT in deinem Leben hast.


    Und ich war ein sehr glückliches Einzelkind, dass immer froh war, dass es keine Geschwister hatte. Vielleicht wäre ich auch mit einem Geschwister glücklich gewesen, aber gewollt oder vermisst habe ich es nie.
    Lassen Sie mich niemals in den gewöhnlichen Fehler verfallen, zu meinen, dass ich verfolgt werde, wann immer mir widersprochen wird. Ralph Waldo Emerson

    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
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    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Einkindmamas gefragt

    Zitat Zitat von Metaline Beitrag anzeigen

    Einkindmamas: Kennt Ihr diese Situation? Wie seid Ihr damit umgegangen? Findet Ihr Euer Leben und das Leben Eurer Einzelkinder so, wie es ist, voll in Ordnung oder nicht doch etwas einsam oder anderweitig defizitär? Seid Ihr über Eure (eventuelle) Sehnsucht nach einem weiteren Kind hinweg gekommen?

    Ich bin auf Eure Erfahrungen gespannt!
    Vielen Dank
    Metaline
    Ja, ich kenne die Situation sehr gut. Mich beschäftigt die Frage seid ca. 6 Jahren und ich habe nun weitestgehend einen Weg für mich gefunden.
    Unsere Tochter ist nun 6 und sollte von Anfang an Einzelkind bleiben. Vor allem mein Mann hat stets ausdrücklich betont, dass er nur ein Kind möchte. Ich war total ok damit, da ich sowieso nie den ausgeprägten Kinderwunsch hatte. Ich war 36 bei der Geburt. Für mich war auch nach den anfänglichen Strapazen klar, dass es bei einem Kind bleiben sollte. Nun hatte es sich auch bei mir ein zweiter Kinderwunsch eingeschlichen, den ich nicht wirklich loslassen kann. Nach vielen Gesprächen mit meinem Mann habe ich nun beschlossen abzuschließen und es dabei zu belassen. Ich fühle mich mit 42 nun wirklich zu alt für ein zweites Kind, das hohe Risiko von Fehlgeburten muss ich nicht eingehen. Außerdem sehe ich schon auch, dass zwei Geschwister nicht unbedingt viel miteinander anfangen können.

    Ich kann aber die Sehnsucht nach dem zweiten Kind verstehen. Aber man kann damit leben. Manchmal überkommt mich auch die Sehnsucht nach meinem kinderlosen leben. Und ich stelle immer wieder fest, dass ich eigentlich gerade glücklich bin wie mein Leben jetzt ist. Wahrscheinlich packt einem immer auch der Wunsch nach dem was man nicht hat. Irgendwann habe ich auch innerlich zu meiner Tochter gesagt "du bist großartig, du bist mir genug! Du bist genug!

    Zum Thema Einzelkind. Ich sehe kaum, dass meine Tochter ein Geschwisterkind vermisst. Sie hat eine beste Freundin, die auch Einzelkind ist. So ergibt es sich sehr oft, dass wir die Kinder gegenseitig bei uns haben. Sie haben ein total inniges Verhältnis zueinander. Ein innigeres Verhältnis als bestimmt oft zwischen Geschwister. Außerdem habe ich das Gefühl ihr wirklich Gerecht sein zu können. Wäre noch ein Kind da, würde einiges zu kurz kommen. Nicht zuletzt habe ich erlebt, dass Geschwister eine Belastung für das ganze Leben sein können. Zumindest geht das meinem Mann und mir so. Wir haben beide gerade keinen Kontakt zu unseren Geschwistern. Konkurrenzdenken und Ignoranz haben uns immer sehr belastet. Mir wurde von meiner älteren Schwester immer vermittelt, dass sie mir überlegen ist. Ich denke mittlerweile ohne Schwester wäre ich freier aufgewachsen.

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    AW: Einkindmamas gefragt

    Danke für diesen Strang! Er betrifft und berührt auch mich.

    Ich bin ebenfalls Einzelkind-Mama. Ob "gewünscht" oder "passiert" ist schwer aufzudröseln. Ich hatte mir seit meiner Jugend maximal ein Kind gewünscht. Dann kam erstmal eine "erfolglose" Kinderwunschzeit und irgendwann eine Vielzahl von Diagnosen. Operation eines fehlgebildeten Uterus, Hormonbehandlung, schließlich irgendwann eine Fehlgeburt und dann eine erfolgreiche Insemination (ich bin unendlich dankbar, dass wir keine "echte" künstliche Befruchtung brauchten). Während der gesamten Schwangerschaft immer wieder Blutungen, Unklarheit, ob die Narbe bis zum Schluss hält, mehrfache Nabelschnurumschlingung bei der Geburt - irgendwie 9 Monate absolute Panik. Als meinem Uterus dann auch noch die nach der Geburt eingesetzte Spirale Richtung Bauchraum "verloren ging" war klar: Diesem Organ vertrau ich nix mehr an - schon gar kein Kind.

    Mir ist klar, dass mein Mann nichts gegen zwei Kinder gehabt hätte ... Und auch ich selbst habe mir oft die Frage gestellt: Was wäre, wenn ...? Wird unser Kind nicht irgendwann unter ihrem Einzelkind-Status leiden? Geschwister vermissen? Dann kam Corona. Das schlechte Gewissen ist natürlich am Anfang der Isolations-Zeit wieder ordentlich hochgekocht. Und was ist passiert? Unsere mittlerweile 7-Jährige hat von sich aus (ungestützt) mehrfach und in größeren Abständen geäußert, wie froh sie doch sei, keine Geschwister zu haben. Ihre beiden besten Freundinnen, mit denen sie während der Ausgangsbeschränkungen auch viel Video-Telefonie-Kontakt hatte, haben kleine Geschwister - und sie hat gesehen, wie unendlich genervt die beiden von ihren Geschwistern waren. Nun weiß ich, dass es Geschwister gibt, die einander heiß und innig lieben - aber offenbar nicht nur bzw. nicht immer.

    Und wenn ich hier lese, dass es sogar erwachsene Einzelkinder gibt, die froh sind, Pflegeangelegenheiten der Eltern nicht mit Geschwistern ausmachen zu müssen, bin ich ehrlich erleichtert - spätestens da hatte ich eigentlich vermutet, dass jedes Einzelkind Geschwister vermisst ...

    Ich bin nach wie vor nicht sicher, ob es nun gut oder schlecht ist, ein Einzelkind zu sein ... Aber ich glaube mittlerweile: Es gibt Schlimmeres Und: Es gibt individuelle Umstände, in denen es besser ist, glücklich zu sein mit dem, was man hat. (Gesunde) Kinder zu haben ist nichts Selbstverständliches.

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    AW: Einkindmamas gefragt

    Zitat Zitat von viv_1980 Beitrag anzeigen
    Ich bin nach wie vor nicht sicher, ob es nun gut oder schlecht ist, ein Einzelkind zu sein ... Aber ich glaube mittlerweile: Es gibt Schlimmeres Und: Es gibt individuelle Umstände, in denen es besser ist, glücklich zu sein mit dem, was man hat. (Gesunde) Kinder zu haben ist nichts Selbstverständliches.

    Darauf gibt es wie ich finde eine einfache Antwort: es ist gut ein Kind zu sein, dass von seinen Eltern bedingungslos geliebt wird - ob in einer großen oder kleinen Familie ist dabei völlig nebensächlich.
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    AW: Einkindmamas gefragt

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Darauf gibt es wie ich finde eine einfache Antwort: es ist gut ein Kind zu sein, dass von seinen Eltern bedingungslos geliebt wird - ob in einer großen oder kleinen Familie ist dabei völlig nebensächlich.

    Damit is doch schon alles gesagt .

    Ich denke schon oft, ein Geschwister würde meinem 7-jährigen gut tun, aber mir nicht, da muss ich ehrlich sein. Ich würde es mir schon für mein Kind wünschen, ich selbst war als Kind mit Geschwister glücklich, aber eine glückliche Kindheit hängt davon sicherlich nicht ab. Mein Mann will/wollte schon recht schnell bei einem bleiben, "überreden" wäre sowieso schief gegangen, also alles gut. Ich fühle mich auch seit 40+ zu alt dafür.

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    AW: Einkindmamas gefragt

    Ich habe ein Einzelkind. Tochter, mittlerweile 15 Jahre alt. Ein Geschwisterchen war keine Option. Eigentlich wollten wir gar keine Kinder, nachdem sich die kleine Motte in meinen Bauch geschlichen hat, war sie aber durchaus gewollt und gewünscht. Da ein Kind aber schon 100% mehr war als wir je wollten, ist es dabei auch geblieben.

    SIe ist froh ein Einzelkind zu sein. Kennt genug Negativ-Beispiele von ihren Freundinnen und deren nervigen Geschwistern. Kennt natürlich auch gute und angenehme Beispiele, hat trotzdem nie den Wunsch nach Geschwistern verspürt. Ist sicherlich auch typ-abhängig. Sie ist generell eher introvertiert und eher ein Einzelgänger. Von daher läßt sich glaube ich derzeit gar nicht sagen, "braucht" dein Kind Geschwister oder eher nicht.

    Ich habe selbst 3 ältere Brüder. Diese sind allerdings deutlich älter (15 Jahre (Zwillinge) und 19 Jahre älter). Ich bin also mehr oder weniger als Einzelkind aufgewachsen. Ich habe auch nie etwas vermisst. Hatte viele Freunde, war aber auch immer ein Mensch, der seinen Rückzug und Ruhe braucht. Ein wirklich gutes Verhältnis habe ich zu meinen Brüdern nicht. Dafür sind wir einfach altersmäßig zu weit auseinander

    Ich glaube, dass Einzelkinder genauso glücklich sein können wie Kinder in Mehrkindfamilien - oder eben auch nicht! Ich hätte niemals noch ein Kind bekommen, nur, um ein Geschwisterchen für meine Motte zu haben.

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    AW: Einkindmamas gefragt

    Ich kann dich gut verstehen. Ich wurde auch überraschend und spät schwanger, mein 4-Jähriger hat nur einen 15-jährigen halbbruder aus einer vorigen Beziehung meines Mannes. Er ist also auch so gut wie Einzelkind. da ich die Jüngste von vier Geschwistern bin (4, 11 und 13 Jahre älter), die ich über alles liebe, und meine Eltern beide als Einzelkinder sehr gelitten haben (und ihr Leben lang davon erzählt haben), habe ich auch gehadert mit dem Schicksal meines Sohnes. Mein Mann wollte aber partout kein Kind mehr und hat sich sterilisieren lassen.

    Eine zeitlang war ich sehr traurig, auch, weil ich immer noch eine Tochter wollte. Mit der Zeit habe ich versucht, die Perspektive zu verändern: ich bin jetzt glücklich dafür, dass ich überhaupt einen gesunden (wenn auch frühgeborenen und etwas entwicklungsverzögerten) Sohn bekommen durfte! Das ist vielen Frauen nicht vergönnt. Ich sage mir, dass das Leben - entegegn unserer oftmaligen erwartung - halt kein Reißbrett ist, auf dem wir die Umstände gänzlich planen können, wie es uns beliebt. Das Kind (deines; meines) wollte kommen und basta. Ein weiteres (bei dir, bei mir) sollte nicht sein. Punkt. Das ist das Leben. Wir tun gut daran, es anzunehmen und zu umarmen.

    Ich hoffe, mein Kind wird nicht darunter leiden, keine Geschwister zu haben. ich kenne sogar Leute, die gern Einzelkind waren. Lebe deinem Kind vor, selbst ein liebevoller, authentischer Mensch zu sein, dann wird er gute Freunde und Menschen um sich haben, die ihn begleiten und zu ihm stehen.

    Es ist was es ist. Alles Liebe!!

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    AW: Einkindmamas gefragt

    Liebe Metaline,

    ich sehe erst jetzt, dass bei euch ein zweites Kind theoretisch eh noch möglich ist. bitte entschuldige. ich musste aber ein wenig schmunzeln: das ist ganz typisch für die zeit, die du jetzt durchlebst, dass du verwirrt, melancholisch, problemsuchend, unrund, grüblerisch bist... kann sein, dass du in zehn bis 20 Monaten völlig im Reinen bist mit deiner kleinen Familie.

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    AW: Einkindmamas gefragt

    Ich bin momentan noch eine Einkind-Mama, und auch bei uns ist noch nicht klar, ob es dabei bleibt oder nochmals einen Versuch gibt...

    Ich kann Deine Gedanken nachvollziehen, bis auf das "ohne Geschwister unglücklich" - das glaube ich wirklich nicht. Es gibt so viele unterschiedliche Einzelkinder wie Geschwisterkinder, und ich würde das nicht als Leitplanke für Deine Entscheidung nehmen.

    Was ich einen sehr schönen Gedanken für das Einzelkind finde: Die Aufmerksamkeit, die Konzentration, das Einlassen, das Du Deinem einen Kind geben kannst. Wenn zwei da sind, wird man wohl gefühlt nicht immer beiden gerecht. Und genau diese ungeteilte Aufmerksamkeit, die ich meiner Tochter als bisher Einzelkind geben kann, geniesse ich sehr - auch für mich! Dieses Gefühl, mich ihr neben Job, Beziehung und eigener Freizeit voll und ganz widmen zu können, ohne ständig weggerissen zu werden....

    Und dann geniesse ich momentan auch die gute Balance, die wir als 3er-Team gefunden haben. Ab und zu hört man ja "ein Kind ist kein Kind". Natürlich ist das völlig übertrieben, aber so ein ganz kleines Fitzelchen Wahrheit hat es für mich in dem Sinn, dass eben für alles meistens gut Zeit bleibt: Für Kind, aber auch für mich allein. Ich kann meine Freizeitbeschäftigungen ausüben, ab und zu mal in die Massage, Abende mit Freunden über die Stränge schlagen, einigermassen konzentriert arbeiten und neue Projekte angehen... ohne meiner Tochter nicht gerecht zu werden. Ich denke, mit zwei Kindern wird das schwieriger.

    Ein Leben mit "nur" einem Kind finde ich deshalb sehr schön! Dennoch natürlich auch der Gedanke, wie es wäre, ein zweites Menschlein willkommen zu heissen und die Familie zu vergrössern.

    Lass Dir Zeit - trotz Deines Alters. Leb Dich erst mal mit Deinem Kind ein und entscheide dann, ob Du es überhaupt nochmals probieren möchtest.

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