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  1. Avatar von Sprachlos
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    AW: Ungeteilter Kinderwunsch... was tun?

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    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
    Geändert von Sprachlos (10.01.2020 um 12:12 Uhr)


  2. Registriert seit
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    AW: Ungeteilter Kinderwunsch... was tun?

    Zitat Zitat von sphx Beitrag anzeigen

    Glaub ihr, dass diese äußeren Einflüsse (Schwangerschaft von Freundinnen, z. B.) zu einer "Gemütsschwankung" führen können, die selbst dann auftreten kann, wenn man eigentlich tatsächlich anders denkt?

    Kann man absolut sicher und überzeugt davon sein, keine Kinder zu wollen, kann man damit wirklich glücklich sein - und dennoch unter gewissen Umständen plötzlich anders darüber denken?
    Ja.

    Ich habe, bis ich ca 36 war, Null Kinderwunsch verspürt. Wirklich Null. Mit Babys konnte ich nichts anfangen. Da haben wir noch nicht einmal drüber gesprochen, das war einfach klar. Dann kam irgendwann die Idee: warum eigentlich kein Kind? die dann schnell zum Kinderwunsch wurde. Mein Mann war sich nicht ganz sicher, er war damals auch schon über 40, aber wir haben es drauf ankommen lassen und es klappte sehr schnell.

    Den "alte Eltern"-Punkt kann ich leidlich entschärfen, das ist nicht wild, gerade, wenn man im Verhalten doch eher jung ist und die Kinder nicht in Gefahr laufen, altbacken aufzuwachsen.

    Alle Deine anderen Punkte kann ich jedoch gut nachvollziehen.

    "Besuchen im Alter" kannst Du aus Deinen Erwägungen streichen. Ist zwar sicher nett, aber die Bürde packt kein vernünftiges Elternteil (und Du schreibst ja vernünftig und reflektiert) seinem Kind auf. Es gibt viele, die Kinder haben und doch keinen Besuch bekommen. Oder eben nur einmal im Jahr.


  3. Registriert seit
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    AW: Ungeteilter Kinderwunsch... was tun?

    Zitat Zitat von sphx Beitrag anzeigen
    Ist das normal, oder doch eher ien Indiz dafür, dass die bereits geäußerten Überlegungen doch nicht so ganz solide sind?
    Das wäre mein erster Gedanke - deine Frau ist innerlich noch ambivalent, und durch die Freundin wird das Thema jetzt wieder Thema (so to say).

    Dass jemand wirklich 20+ Jahre keine Kinder will (und zwar mit Entschlossenheit), aber dann sich um 180Grad dreht - ist sicher möglich. Erlebt habe ich es noch nicht. Edit: okay, bei Pia war es dann wohl so. Wobei da immerhin eine Stringenz da war: von nein zu vielleicht zu ja - und ein dazu kompatibler Partner.
    Deine Frau, sphx, weiß ja im Grunde immer noch nicht, was sie will?

    Dritte Möglichkeit - sie will eigentlich eh keine Kinder, aber 20 Jahre lang war das zumindest noch möglich (es ist leicht, was abzulehnen, was man theoretisch haben kann). Wenn die fruchtbare Zeit zu Ende geht, ist es keine Entscheidung mehr, sondern das Leben serviert einem ein 'Friss oder Stirb'.

    Das ist dann ein Thema, das sie in erster Linie mit sich selbst durcharbeiten müsste. Klar kannst du sie dabei unterstützen und in einer liebenden Beziehung fände ich es auch seltsam, wenn nicht - so wie so ziemlich alle gravierenden Dinge nicht isoliert von jedem für sich angegangen werden.
    Aber ähnlich wäre es auch, wenn sie schlicht ihre Meinung geändert hätte, oder von 'unteschieden' auf 'ich will doch Kids' umgeschwenkt. Du vertrittst deinen Standpunkt (das ehrt dich auch im Gegensatz z.B. zu Männern, die zehn Jahre herumeiern, no pun intended, und dann kurz vor dem 40er der Partnerin leider doch abzuspringen. Sowas find ich immer heftig). Sie hat dadurch ja auch die Möglichkeit, ihren eigenen zu finden. Und gegebenenfalls ihre Entscheidung zu treffen (bei sphx bleiben und kinderfrei, oder neuen Mann suchen und - eventuell! - noch eine Familie gründen).

  4. Avatar von carassia
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    AW: Ungeteilter Kinderwunsch... was tun?

    Zitat Zitat von sphx Beitrag anzeigen
    Ja, haben wir. Ich habe ihr vom Beginn unserer Partnerschaft an klar gesagt, dass ich mir meine Zukunft in Zweisamkeit mit einer Partnerin, aber ohne Kinder vorstelle. Das kam vor der Eheschließung auch noch mehrmals zum Gespräch und wie erwähnt: Sie tendiert ja eben doch auch zu meinen Sichtweisen, scheint da aber dennoch gelegentlich "umzuschwenken"... sonst käme es wohl nicht zu den sporadisch auftretenden, gegenteiligen Überlegungen.
    Also, selbst ich, die ich nie (!) Kinder wollte (und auch keine habe), habe im Laufe meines Lebens immer mal wieder darüber nachgedacht - einfach, weil ich es normal finde, einmal getroffene Entscheidungen gelegentlich zu überprüfen, zu gucken, ob sie noch richtig sind oder ob sich was verändert hat.
    Von daher halte ich es nicht für ungewöhnlich, dass deine Frau da auch immer mal wieder drüber nachdenkt.

    Zitat Zitat von sphx Beitrag anzeigen
    Mehrere eurer Beiträge erwähnten auch, man könne das Schicksal entscheiden lassen.

    Auch das ist einer ihrer bereits mitgeteilten Gedanken, man könnte ja einfach aufhören zu verhüten und gucken was passiert.
    Diesen Rat finde ich absolut unbrauchbar, da du ja kein Kind willst. Wärest du unsicher, was du tun sollst, wäre das etwas anderes.

    Zitat Zitat von sphx Beitrag anzeigen
    Glaub ihr, dass diese äußeren Einflüsse (Schwangerschaft von Freundinnen, z. B.) zu einer "Gemütsschwankung" führen können, die selbst dann auftreten kann, wenn man eigentlich tatsächlich anders denkt?
    Ja, absolut. Das ist der klassische Trigger für solche Überlegungen.


    Zitat Zitat von sphx Beitrag anzeigen
    Kann man absolut sicher und überzeugt davon sein, keine Kinder zu wollen, kann man damit wirklich glücklich sein - und dennoch unter gewissen Umständen plötzlich anders darüber denken?
    Klar. Nimm mich als Beispiel: Ich bin 58 und bereue es nicht eine Sekunde lang, dass ich keine Kinder habe. Dennoch könnte ich mir heute vorstellen, dass es doch ganz schön hätte sein können; aber eben nicht so stark, dass ich meine Entscheidung bereue.

  5. Avatar von carassia
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    AW: Ungeteilter Kinderwunsch... was tun?

    Zitat Zitat von KittySnicket Beitrag anzeigen
    Dritte Möglichkeit - sie will eigentlich eh keine Kinder, aber 20 Jahre lang war das zumindest noch möglich (es ist leicht, was abzulehnen, was man theoretisch haben kann). Wenn die fruchtbare Zeit zu Ende geht, ist es keine Entscheidung mehr, sondern das Leben serviert einem ein 'Friss oder Stirb'.
    Das ist auch ein wichtiger Punkt. Vorher hatte sie im Prinzip alle Optionen, das geht nun zuende und damit muss man sich auseinandersetzen.

    Was mir noch einfällt: Mit 40 sind aller Wahrscheinlichkeit nach auch die allerersten Ausläufer der Wechseljahre da, das kann hormonell auch noch mal einiges durcheinanderbringen.

  6. Avatar von Sprachlos
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    AW: Ungeteilter Kinderwunsch... was tun?

    Ich könnte mir zumindest vorstellen, dass der Druck auf Frauen einfach viel stärker ist, incl. der Angst etwas zu verpassen und dass das in dem kritischen Alter (kurz bevor es dann eben nicht mehr gehen würde) einfach eskaliert, zumal es eben im Umkreis dann viele Schwangere bzw. junge Eltern gibt.

    Aus meiner Sicht können da nur lange und verständnisvolle Gespräche helfen, gerade weil sie ja in Wirklichkeit am ganz "kurzen Hebel" sitzt. Dass sie jetzt dich @sphx verlässt obwohl es in eurer Beziehung super klappt und sie ja schon eine entsprechende Historie gescheiterter Beziehungen hinter sich haben dürfte ist doch total unrealistisch.

    Realistischer wäre aus meiner Sicht, dass sie nicht über den unerfüllten Wunsch hinwegkommt, in den sie sich halt auch - dadurch dass die Umstände so sind wie sie sind - ganz großartig hineinsteigern könnte ...
    Es wird ja nicht alles besser mit Kind, sondern anders. Man macht Erfahrungen, die man ohne nicht gemacht hätte, andere Erfahrungen, die nur ohne Kind möglich sind bleiben einem verwehrt ...

    Ich denke einen Kinderwunsch sollte man heutzutage frühzeitig haben und ihm auch einiges unterordnen - oder eben nicht und dann sollte man damit auch irgendwann abschließen. Man ist ja heute kein Exot damit, dass man keine Kinder hat.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  7. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Ungeteilter Kinderwunsch... was tun?

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Wenn ihr das zusammen durchsteht, kann es euch als Paar wachsen lassen. Auf der anderen Seite eben aber auch scheitern.
    Zitat Zitat von sphx Beitrag anzeigen
    Dass man daran scheitern kann ist klar - aber ich danke dir auch sehr für die Erwähnung, dass man sowas durchaus auch durchstehen kann. Ein Aspekt, den ich nicht im Sinn hatte, bei dem ansonsten so verzweifelten Dilemma. Ein Hoffnungsschimmer, wenn man so will :-)
    Zitat Zitat von sphx Beitrag anzeigen
    Ich habe ihr vom Beginn unserer Partnerschaft an klar gesagt, dass ich mir meine Zukunft in Zweisamkeit mit einer Partnerin, aber ohne Kinder vorstelle. Das kam vor der Eheschließung auch noch mehrmals zum Gespräch und wie erwähnt: Sie tendiert ja eben doch auch zu meinen Sichtweisen, scheint da aber dennoch gelegentlich "umzuschwenken"... sonst käme es wohl nicht zu den sporadisch auftretenden, gegenteiligen Überlegungen.

    (Im übrigen bin ich ihr deshalb nicht böse - Dinge ändern sich, so ist das Leben nunmal.)...

    ... Nicht zuletzt durch eure Beiträge steht der Entschluss, dieses Thema nochmals mit der gebührenden Aufmerksamkeit auf den Tisch zu bringen. Ich werde sie darauf vorbereiten, dass dieses Gespräch ansteht. ...

    Glaub ihr, dass diese äußeren Einflüsse (Schwangerschaft von Freundinnen, z. B.) zu einer "Gemütsschwankung" führen können, die selbst dann auftreten kann, wenn man eigentlich tatsächlich anders denkt?

    Kann man absolut sicher und überzeugt davon sein, keine Kinder zu wollen, kann man damit wirklich glücklich sein - und dennoch unter gewissen Umständen plötzlich anders darüber denken?

    Ist das normal, oder doch eher ien Indiz dafür, dass die bereits geäußerten Überlegungen doch nicht so ganz solide sind?!


    Ich finde diesen Satz von dir, "bin ihr deshalb nicht böse - Dinge ändern sich, so ist das Leben nunmal" eine sehr gute Grundlage für eure anstehenden Gespräche. Und zwar deshalb, weil ja die Diskrepanz zu deiner konsistenten Haltung und auch Klarheit da sehr gross ist, und du es akzeptieren kannst, dass es so ist.


    Nach meiner Erfahrung ist genau das die Chance, wie zwei unterschiedliche Leute eine Beziehung führen können - bei sich selbst bleiben - den anderen akzeptieren, so wie er ist (nicht! einfach!, das), und dann im Austausch bleiben und sehen, was sich entwickelt.


    Aber eben, sehen, was sich entwickelt. Denn daran:


    Zitat Zitat von sphx Beitrag anzeigen
    ... müssen und werden wir uns in Ruhe und ausführlich darüber unterhalten - hoffentlich zum letzten mal, egal wie auch immer das ausgehen mag.

    glaube ich eher nicht. Das Thema wird, so oder so oder so, nicht einfach mit einer Unterhaltung in deinem Sinne vorbei sein. Das ist schon jetzt ein Weg, und der geht noch weiter - so oder so oder so.
    that was the river - this is the sea


    Moderation im Forum "Persönlichkeit"


  8. Registriert seit
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    AW: Ungeteilter Kinderwunsch... was tun?

    Dinge ändern sich, deshalb möchte ich doch - bitte wertfrei gemeint - noch in den Raum stellen, dass auch jemand der partout kein Kind wollte hinterher sehr glücklich sein kann wenn er doch eins bekommt.

    Dass man damit zwingend unglücklich wird weil man eigentlich keines wollte ist so wenig in Stein gemeißelt wie alles andere.

  9. Avatar von Sprachlos
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    AW: Ungeteilter Kinderwunsch... was tun?

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Das Thema wird, so oder so oder so, nicht einfach mit einer Unterhaltung in deinem Sinne vorbei sein. Das ist schon jetzt ein Weg, und der geht noch weiter - so oder so oder so.
    Das denke ich auf jeden Fall auch. Wenn ich mal von mir ausgehe ist etwas, was ich unfreiwillig loslassen muss(te) so ziemlich am Schwierigsten zu verarbeiten. Insofern sehe ich da selbst nachdem die Entscheidung gefallen ist und sämtliche Züge abgefahren sind noch immer ein Risiko für "Anfälle" von Traurigkeit und Bedarf zum Reden und aufgefangen werden von ihrer Seite.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)


  10. Registriert seit
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    AW: Ungeteilter Kinderwunsch... was tun?

    Ich seh schon, es war eine gute Idee mich hier anzumelden! :-)

    Es hilft schon alleine sich mitteilen zu können. Tatsächlich findet diese Diskussion im Freundeskreis nicht statt, da wird die jeweilige Meinung durchaus toleriert - aber eine Auseinandersetzung damit ist nicht wirklich möglich, leider.

    Ich hab viel zum nachdenken, lese aber natürlich gern eure Meinungen und Beiträge dazu.

    @maryquitecontrary: Wenn ich so darüber nachdenke... womöglich hast du recht. Ich sollte mich daran gewöhnen, dass sich dieses Thema nicht ein für alle mal ad acta legen lässt und uns durchs Leben begleiten wird. Danke für diesen Hinweis!

    @KittySnicket: Es macht den Anschein, dass sie irgendwie doch nicht weiß was sie will. Oder ich interpretiere ihre geäußerten Überlegungen dazu falsch. Jedenfalls - das mit dem "friss oder stirb" wird nicht zuletzt ein Grund für gelegendlich wiederkehrende Überlegungen zu diesem Thema sein, ob bewusst oder unbewusst... das Zeitfenster für Familienplanung schließt sich (ich würde sogar sagen: ist schon so gut wie zu) und es ist wohl nachvollziehbar, dass sowas dann auch nachdenklich stimmt.

    Ich wünsche allen ein schönes Wochenende, gleich ob mit oder ohne Kids ;-)

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