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  1. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Keine Kinder/Adoption aus ökologischen Gründen

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Weitet man den historischen Horizont etwas, ist die heutige Kinderlosenrate sehr niedrig. Im Hochmittelalter hatten in Mitteleuropa etwa 50% der Frauen keine Kinder, da sie aus ökonomischen Gründen nicht heiraten durften (und ihr Leben als Mägde fristeten).
    Es gab auch Gesellschaften, in denen 20% der Männer Kinder hatten, der Rest jedoch kinderlos blieb.

    Hans
    Völlig richtig.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.


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    AW: Keine Kinder/Adoption aus ökologischen Gründen

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Und für viele Gesellschaften ein Problem. Denn die Geburtenrate passt sich nur zögerlich an die verbesserte Situation an und in dieser Übergangsphase werden zu viele Kinder geboren und überleben, die die Gesellschaft ökonomisch und ökologisch belasten. Man sieht das heute vor allem in Afrika.

    Hans
    In genau der Phase hatten wir in Europa 2 Weltkriege und eine Grippewelle, oder?

  3. Inaktiver User

    AW: Keine Kinder/Adoption aus ökologischen Gründen

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Weitet man den historischen Horizont etwas, ist die heutige Kinderlosenrate sehr niedrig. Im Hochmittelalter hatten in Mitteleuropa etwa 50% der Frauen keine Kinder, da sie aus ökonomischen Gründen nicht heiraten durften (und ihr Leben als Mägde fristeten).
    Das finde ich interessant, hast Du dazu eine Quelle?


  4. Registriert seit
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    AW: Keine Kinder/Adoption aus ökologischen Gründen

    Für die Heiratsrate dürfte man leicht eine finden, aber soweit ich weiß gab es gerade im Mittelalter sehr viele uneheliche Kinder, ganze Schichten haben sich um Heirat nicht wirklich gekümmert.


  5. Registriert seit
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    AW: Keine Kinder/Adoption aus ökologischen Gründen

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    In genau der Phase hatten wir in Europa 2 Weltkriege und eine Grippewelle, oder?
    Jein. Der stärkste Rückgang der Geburtenrate in Deuutschland und Westeuropa fand zwischen 1870 und 1914 statt, also vor WK1 und der Grippewelle. Parallel zum Ausbau der öffentlichen Gesundheitswesens, der Verbesserung der Volksbildung und der industriellen Revolution.

    Hans
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    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.


  6. Registriert seit
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    AW: Keine Kinder/Adoption aus ökologischen Gründen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das finde ich interessant, hast Du dazu eine Quelle?
    hier einige qualitative Aussagen:

    Familienlegenden - SPIEGEL GESCHICHTE 1/2015

    Nicht nur für die jungen Männer, die lange Jahre unverheiratet bleiben mussten, bedeutete die aufgeschobene Heirat oft erhebliche Frustration. Ein hoher Anteil der Menschen musste dauerhaft unverheiratet bleiben: Nicht nur die zölibatär lebenden Kleriker und Nonnen, sondern auch jene, die - wie mancherorts alle außer dem ältesten Sohn - nicht erbten und somit nicht in der Lage waren, eine Familie zu ernähren.

    Wie viele uneheliche, also illegitime Kinder es im Mittelalter gegeben hat, darüber streiten die Historiker bis heute. Manche glauben, dass bis zu einem Drittel der Kinder unehelich waren, andere gehen nur von einem sehr geringen Prozentanteil aus. Der Historiker Neithard Bulst kommt aufgrund von Quellenstudien zu der Ansicht, dass in den Städten zwischen drei und zehn Prozent der Kinder illegitim waren, auf dem Land eher weniger.

    Und damals lebten 90% der Menschen auf dem Land.

    Hans
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  7. Inaktiver User

    AW: Keine Kinder/Adoption aus ökologischen Gründen

    Interessant, der Artikel räumt ja auch sonst mit einigen Mythen auf.

  8. Moderation
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    AW: Keine Kinder/Adoption aus ökologischen Gründen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Äh, natürlich wäre das nicht ok. Worauf beziehst Du Dich da jetzt?
    Jemand, der mit Kinder zu tun hat, sagt, daß jedes einzelne dieser Kinder besser nicht geboren wäre: Instant-Aufreger. Braucht man nicht mal mit warmen Wasser aufgießen. Deswegen habe ich kein gesteigertes Verlangen, diese Sau mit durchs Dorf zu treiben.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Debatte die "Überbevölkerung" zu reduzieren - da schwingt ja schon ein "zu viel" mit. Das kann man auch zweischneidig sehen.
    Deswegen ist es, wenn man diese Ansicht hat, auf jeden Fall besser, mit dem "Keine Kinder haben" bei sich selber anzufangen, und ansonsten darauf hinzuarbeiten, Frauen (Männer sind gegebenenfalls mitgemeint) gesellschaftliche und rechtiche Gleichstellung, medizinische Versorgung und soziale Absicherung zu verschaffen.

    Es sei denn, man will, daß so viele Kinder wie möglich geboren werden, dann sollte man wohl danach streben, daß Frauen all das nicht haben. Oder sich ernsthaft mit Reproduktionsmedizin befassen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  9. Inaktiver User

    AW: Keine Kinder/Adoption aus ökologischen Gründen

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Jemand, der mit Kinder zu tun hat, sagt, daß jedes einzelne dieser Kinder besser nicht geboren wäre: Instant-Aufreger. Braucht man nicht mal mit warmen Wasser aufgießen. Deswegen habe ich kein gesteigertes Verlangen, diese Sau mit durchs Dorf zu treiben.
    Ok, Du beziehst Dich auf das Buch. Klar, das ist als Aufreger gedacht. Aber ganz so arg ist die Frau auch nicht, sie sagt, dass sie Kinder klasse findet und auch gern mit denen arbeitet nur für sich selbst (unter anderem) aus ökologischen Gründen keine will.

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Deswegen ist es, wenn man diese Ansicht hat, auf jeden Fall besser, mit dem "Keine Kinder haben" bei sich selber anzufangen,.
    Na, das ist ja genau die Haltung der Autorin.

    Ich halte Kinderkriegen eher für ein sehr persönliches, auch (nicht negativ gemeint) egoistisches Verhalten und finde das auch ganz ok so.

    Ich habe Dir nur entgegnet, dass die Freiheit der Entscheidung die Du eher bei den kinderreichen Familien und Frauen eingeschränkt siehst, nicht unbedingt nur bei denen eingeschränkt ist, sondern auch bei Frauen (und Männern) die keine oder wenige haben.
    HansDampfs Beiträge ergänzen das ja noch - in vielen Gesellschaften ist oder war es ein Privileg, Kinder haben zu dürfen.

    Es gibt zum Beispiel Bauernfamilien in denen ein großer Kindersegen in den 1940er/1950er Jahren sehr angestrebt war - und da reden wir nicht von 3 sondern von bis zu 10 Kindern. Und zwar Wunschkindern.


  10. Registriert seit
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    Beiträge
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    AW: Keine Kinder/Adoption aus ökologischen Gründen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ok, Du beziehst Dich auf das Buch. Klar, das ist als Aufreger gedacht. Aber ganz so arg ist die Frau auch nicht, sie sagt, dass sie Kinder klasse findet und auch gern mit denen arbeitet nur für sich selbst (unter anderem) aus ökologischen Gründen keine will.
    In diesem Artikel der Zeit:
    Verena Brunschweiger: Mutter? Niemals! | ZEIT ONLINE

    kommt Frau Brunschweiger sehr widersprüchlich rüber.
    Obwohl sie mehrfach betont, dass sie Kinder mag, ist ihr Buch doch meistenteils Mütterbashing auf niedrigstem und sehr emotionalem Niveau. (Ich habe das Gefühl, sie mag Frauen überhaupt nicht, und Mütter schon gleich gar nicht).Ihre Argumente gegen Kinder (neben dem ökologischen) sind ebenfalls wenig rational und klingen in meinen Ohren sehr frustriert. Sie fühlt sich als verkannte Künstlerin und vertritt einen Feminismus, in dem ein Leben mit Kindern nur als negativ (für die Frau) wahrgenomen wird.

    Es gibt deutlich bessere Bücher, die Kinderlosigkeit als Lebensentwurf gleichberechtigt neben andere stellen (was ein völlig legitimes Vorgehen ist).

    Hans
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