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  1. Registriert seit
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    AW: Keine Kinder/Adoption aus ökologischen Gründen

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    a) für wen soll man denn die Welt retten? Da ist nun mal keiner, der sagt: "Oh, die nette Frau Galah hat extra keine Kinder bekommen, damit wir es gut haben."
    Man verschwindet unter der Erde und hat nichts dieser Erde hinterlassen und niemand denkt an einen oder fühlt gar Dankbarkeit. [...]
    Ich verstehe... man will ja, dass das bemerkt wird und man bewundert wird, und dann tut es natürlich weh, wenn die Welt davon keine Notiz nimmt oder das gar verschroben findet.
    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Und...für wen verzichtet man dann auf Kinder? Wenn die Menschheit ausstirbt? Für anderer Leute Kinder? Sich also einen Herzenswunsch zu verbieten, damit andere glücklich und in Freuden ihre Kinder haben und man selbst geht und hinterlässt... nichts.
    Was erreicht man als einzelne Person damit?
    @Cara123, Du schließt von Deinem Mindset auf andere. Das ist ein Denkfehler, denn neben Deiner Sicht gibt es noch andere - die Welt ist vielfältiger, als Du Dir offenbar vorstellen kannst.

    Zur Erweiterung Deines Weltbilds:
    • "Man will bemerkt und bewundert werden." - Nicht jeder.
    • "Sich einen Herzenswunsch zu verbieten..." - Kinder sind nicht für jeden ein Herzenswunsch.
    • "Ohne Kinder hinterlässt man nichts." - 1. kann man auch anderes hinterlassen, 2. Ob Kinder hinterlassen gut ist, hängt auch von den Kindern ab und von den Werten, die man ihnen mitgegeben hat, 3. gibt es auch Menschen, die gar nichts hinterlassen wollen.
    • "Ohne Kinder denkt niemand an einen oder fühlt gar Dankbarkeit." - Auch andere Angehörige können dankbar erinnern, und nicht jeder erstrebt das; es gibt auch den Typ, der still und unbemerkt Gutes tut, ohne dass der Empfänger explizit Dankbarkeit erweisen kann

    Deine Schlussfolgerung, dass die Menschheit ausstirbt, wenn Einzelne sich aus ökologischen Gründen gegen Kinder entscheiden, kann ich auch nicht nachvollziehen.

    Du sprichst ein im Strangkontext wichtiges Thema an, nämlich die Generativität.
    (Def. aus Wikipedia: Generativität ist die menschliche Fähigkeit, individuell bzw. kollektiv um das gegenseitige Angewiesensein der Generationen zu wissen, dies als individuelle bzw. kollektive Verantwortung aufzufassen und im individuellen bzw. kollektiven Denken und Handeln zu berücksichtigen. Generativität beschreibt insofern die Fähigkeit zur Sorge, Fürsorge oder Care für Menschen einer anderen Generation. Sie beinhaltet spezifische Potenziale der Sinngebung für das individuelle bzw. gesellschaftliche Leben.)

    Fast alle Psychologen und Philosophen sagen, dass Generativität oder "Weitergabe" (ohne expliziten Generationenbezug) unverzichtbar für die (tatsächliche oder gefühlte) Sinnerfüllung des Menschen ist.
    Dem stimme ich zu (- und akzeptiere auch, wenn Menschen ihren eigenen Lebenssinn ganz ohne G. definieren). Allerdings braucht Generativität keine leiblichen Kinder.
    Beispielsweise sehe ich Öko-Aktivisten wie Greta T. oder auch die Bri-Userinennen im Plastik-Vermeidungs-Strang im generativen Sinne unterwegs. Auch außerhalb des Ökologie-Kontexts kann Generativität gelebt werden, z.B. als Erfinder, Politiker, Jeden-Tag-Gutes-Tuer, Positive-Schwingungen-Verbreitender, etc. etc.

    Was dagegen nur einen Teil der Menschen, z.B. Dich, Cara, antreibt, ist der Rückkopplungsaspekt, dass einem generatives Engagement 1:1 und direkt gedankt wird.
    Das interessiert nur Menschen, deren Selbstbild von den Zuschreibungen anderer geprägt wird.
    The sky is always blue above the clouds.


  2. Registriert seit
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    AW: Keine Kinder/Adoption aus ökologischen Gründen

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    und niemand denkt an einen oder fühlt gar Dankbarkeit.
    Da kenne ich nun leider genug alte Leute, die alles für ihre Kinder und Enkelkinder getan haben, die jede Form von Unterstützung geleistet haben (finanziell, zeitlich...) und was kommt zurück? Die Kinder rufen nicht mal zum Geburtstag an. Nach dem Tod der Eltern/Großeltern wird das Grab sofort nach Ablauf der vorgeschriebenen Nutzungsdauer aufgelöst, man will doch nicht weiter dafür zahlen.

    Kinder zu haben in der Hoffnung, dass jemand an einen denkt oder gar dankbar ist, kann schon zu Lebzeiten in einer bitteren Enttäuschung enden. Könnte man dann auch "mitleidig belächeln oder schlechtestenfalls darüber lachen" (deine Worte, nicht meine Denkweise).

  3. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Keine Kinder/Adoption aus ökologischen Gründen

    Moderationsansage:

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  4. Registriert seit
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    AW: Keine Kinder/Adoption aus ökologischen Gründen

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Dann... ist es es doch nur logisch weiterzudenken:

    a) für wen soll man denn die Welt retten?
    Es gibt weiss Gott genug Kinder anderer Leute, denen man Liebe und Fürsorge in diversen Formen zukommen lassen kann. Enge Verwandschaft ist dabei keine Voraussetzung. Es ist auch OK, weit entfernte Cousins (also alle Kinder anderer Leute - wir alle sind miteinander verwandt, wenn man nur lang genug zurück schaut) aufziehen zu helfen. Bedarf gibt's auf alle Fälle mehr als genug.

    Man verschwindet unter der Erde und hat nichts dieser Erde hinterlassen und niemand denkt an einen oder fühlt gar Dankbarkeit.
    ich würde nun nicht meinen, dass diese Aussage für Frauen wie zB Alice Schwarzer oder Simone de Beauvoir zutrifft.

    Ich frage mich auch, woher die Idee kommt, dass man im Alter allein ist, wenn man keine Kinder hat? Es gibt doch auch Freunde, Kollegen vom Hobby, Bekannte....? soziale Kontakte, die man pflegen kann und auch soll?

    Das ist nun mal die Wahrheit. Warum will man das beschönigen?
    nein, ich finde, du assoziierst da Dinge und nennst Zusammenhänge, die nicht obligatorisch so sein müssen.


    Ich verstehe... man will ja, dass das bemerkt wird und man bewundert wird, und dann tut es natürlich weh, wenn die Welt davon keine Notiz nimmt oder das gar verschroben findet.
    Wenn man "bemerkt und bewundert" werden will, gibt's dazu nun beileibe deutlich effizientere Methoden, als Kinder zu machen!

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  5. Avatar von chaos99
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    AW: Keine Kinder/Adoption aus ökologischen Gründen

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Das funktioniert auch rein praktisch nicht - hier wurde ein Artikel verlinkt, in dem die CO2-Kosten verschiedener Dinge beschrieben waren.

    Die für Kinder waren am höchsten - aber auch nur deshalb, weil auch noch die voraussichtlichen Kosten einiger Nachfahren des Kindes eingerechnet waren.
    Demzufolge sind Eltern, die aus ökologischen Gründen adoptieren, Umweltverschmutzer.

    Abgesehen davon, dass Kinder/Menschen dann, wie schon erwähnt, wie Welpen auf EBay zu finden sind, ist das ein exzellentes Beispiel für die echte Unsinnigkeit des Ökologieaspektes :))))))

    Wo ist der ökologische Unterschied zwischen eigenem Kind und adoptiertem?

    Das macht so argumentierende Leute dann schon verachtenswert.

  6. Avatar von Sugarnova
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    AW: Keine Kinder/Adoption aus ökologischen Gründen

    Immer weniger Mütter und Väter werden noch zu Hause gepflegt.

    Egal ob Kinder oder nicht, viele werden in Pflegeheimen "vergessen".

  7. Avatar von Sugarnova
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    AW: Keine Kinder/Adoption aus ökologischen Gründen

    Zum Thema - Kinder sind doch immer eine Herzens- und Bauchentscheidung. Hoffentlich zumindest.

    Die wenigen Male, wo sich ein Staat und-oder eine Ideologie einmischt, hat es - eher - negative Folgen.

  8. Inaktiver User

    AW: Keine Kinder/Adoption aus ökologischen Gründen

    Naja, es soll ja um ökologische Gründe gehen. Ich hatte das so n bisschen überlesen... :-)

    Immer mehr Absatz/Konsum erfordert auch mehr Menschen, oder/und noch mehr Sollbruchstellen. Wir sollen unbedingt konsumieren. Nur so wird ja etwas verkauft und Profit gemacht, kommen Steuern rein etc..
    Das ist alles sehr unlogisch(außer für die wenigen denen es nur um Gmax geht), denn die Ressourcen sind begrenzt.
    Wenn man es rational betrachtet, für die Erde wäre es besser keine Kinder in die Welt zu setzen, denn jeder hinterlässt seinen ökologischen Abdruck, konsumiert und trägt damit zur Zerstörung der Erde bei.

  9. Avatar von chaos99
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    AW: Keine Kinder/Adoption aus ökologischen Gründen

    Rational betrachtet...ja...ne...

    Achtung Ironie...
    Rottet die Menschheit aus, damit es der Erde wieder gut geht...

    So in der Richtung gibt es auch Untersuchungen, die nicht weit weg davon sind...
    Vorsicht...

    Klimawandel durch Volkermord – die Ausrottung der Indianer kuhlte die Welt ab | STERN.de

    Soviel dazu, zu jeder Meinung eine passende Untersuchung zu finden.
    Unfassbar.

  10. Inaktiver User

    AW: Keine Kinder/Adoption aus ökologischen Gründen

    [QUOTE=chaos99;34201258]Rational betrachtet...ja...ne...

    Achtung Ironie...
    Rottet die Menschheit aus, damit es der Erde wieder gut geht...

    So in der Richtung gibt es auch Untersuchungen, die nicht weit weg davon sind...
    Vorsicht...

    Klimawandel durch Volkermord – die Ausrottung der Indianer kuhlte die Welt ab | STERN.de[/QUO

    Du nun wieder. Das wird ja hoffentlich nie passieren.

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