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  1. Registriert seit
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    Fernbeziehung und Kinder

    Hallo, ich bin neu hier und hoffe etwas auf Unterstützung und ein paar Ratschläge. Denn zur Zeit geht es mir nicht mehr allzu gut (wenig Schlaf, Essen und neue Beziehungsumstände akzeptieren). Zu meiner komplizierten Situation: Ich lebe momentan in Scheidung und ich hatte keine leichte Ehezeit, mein ExMann war mir nie ehrlich und er hat immer wieder zur Flasche gegriffen. Ich habe mich damals vor dem Gericht zum Wechselmodell entschieden, ganz im Sinne des Kindeswohls. Bedienung war, dass mein Wohnort jetzt an dem sozialen Umfeld der Kinder gebunden ist. Zu Beginn war das auch alles einleuchtend, doch momentan weiß ich, dass es zwar das richtige für die zwei Kinder ist, aber damit ich glücklich werden kann fühlt es sich falsch an. Ich bin eine sehr glückliche Mama, daher umso erschütternder damit umzugehen. Ich gehe mal weiter ins Detail: Mein Exmann spielt das Wechselmodell in die Karten, denn er weiß unter den Umständen kann ich nicht so leicht aus seinem Umfeld mich bewegen. Er weißt immer öfter narzisstische Züge auf. Ich bin eigentlich ziemlich mittellos aus der Ehe gegangen, ich habe einen Nebenjob momentan und möchte aber langfristig auf finanziell eigenen Beinen stehen. In der Anfangsphase meiner Scheidung kämpfte mein jetziger Lebenspartner an meiner Seite und wir teilten uns einen Alltag, damit ich nicht alleine durch das alles muss. Er hat eine Menge emotionale Aufbauarbeit und Organisatorisches übernommen (da PKW/flexibel). Zu jener Zeit ist er 400 km umgezogen in meine Richtung und hat seinen Job gewechselt. Er arbeitet im sozialen Bereich, daher war sein Gehalt hier um die Hälfte geschrumpft im Vergleich zu seinem Land. Seit letzter Woche hat er mir unvermittelt gesagt, dass er kündigt (wir sind 1 1/2 Jahre zusammen), da wir in einen finanziellen Engpass geraten und er mit Blick auf seine Rente und auf die auswegslosen Situation hier in meiner Stadt, irgendein Entschluss treffen musste langfristig. Ich dachte immer, dass ich noch ein paar Monate und Jahre hätte bevor dies spruchreif werden könnte für mich. Seine Worte waren, dass meine Situation hier einen Strudel gleicht, er kam mit soviel Hoffnung hier zu mir um etwas zu ändern, aber er sieht so kommen wir nicht weiter. Ich bin gebunden an den Wohnort, Mann und Kinder. Zu dem hat mein größerer im letzten Jahr die Diagnose ADHS bekommen mit dringendem Rat ihm medikamentös zu behandeln. Meine Kinder erstmal wieder alltagsfit zu und stabil zu machen, hat natürlich immer Priorität. Meine Ausbildungs und schulische Bemühungen musste ich arg zurückstellen. Was mir perspektivisch natürlich Zukunftsängste schafft. Ab März führen ich und mein Partner eine plötzliche Fernbeziehung wieder (400km). Jedes Wochenende sollen wir uns sehen. Ich hab da natürlich ziemlich zu kämpfen, weil er in meinem und dem Alltag der Kinder verwurzelt war. Ich könnte vor Trauer explodieren, weil wir soviele Rituale hatten und er das ist, was ich immer gesucht habe. Und auf Dauer muss irgendwann eine Lösung her. Seine Worte waren: „ In der Situation hier bleibt alles auf der Strecke, vielleicht wird mir das irgendwann auch bewusst und ich komme ihm nach (denn ich Dreh mich auch im Kreis hier zwischen Kindern, Mann und Finanzen - bekomme keinen Unterhalt) oder er kommt in ein paar Monaten oder Jahren wieder auf mich zu (Zukunftsmusik eben). Das schlimme ist, dass ich weiß, das er recht hat. Hier komme ich auf keinen grünen Zweig. Ich mache mir daher oft die Gedanken, wie es ist sich später im Notfall für das Leben mit Aussicht und Sicherheit für mich zu entscheiden und daher viel Zeit der Kinder evtl einbüßen zu müssen, weil ich sie nie mitnehmen kann. Es ist schlimm zu wissen nach 10 Jahren Ehe und Zurückstellung nie was tun zu können als gute Mama, was mich mal glücklich macht. Denn ich bin mit den Nerven schon ziemlich angeschlagen und drehe mich nur im Kreis. Ich war noch nie in der Situation so Entscheidungen zu treffen. Daher mein hilfesuchendes Anliegen. Ich wusste immer, dass ich irgendwann mir Gedanken machen muss in seine Stadt/Land zu ziehen. Es geht da ja um unsere finanzielle Absicherung. Aber ich dachte bis dahin wären wir alle an einem Punkt, dass wir alle ein Stück gereift sind und unsere Entscheidungen nachvollziehbar sind. Ich fühle mich gerade ziemlich leer und alleine gelassen. Daher auch dieser Beitrag.

    Liebste Grüße:)


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    AW: Fernbeziehung und Kinder

    Hallo Astragar,

    zuerst - bearbeite deinen Beitrag nochmal und mach Absätze.
    Es ist unglaublich schwer das zu lesen und manch einer, wird es gar nicht erst versuchen.

    gibt dir und anderen die Möglichkeit, dich zu verstehen


  3. Registriert seit
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    AW: Fernbeziehung und Kinder

    dann- ich nochmal

    Eine schwierige Situation und für dich- wirtschaftlich gesehen (plus auf eine neue Partnerschaft) ein echte Dilemma.
    Hier sind die unschönen Seiten des Wechselmodells gut sichtbar- wie es auch sein kann.

    Bei allem "für die Kinder", sehe ich dennoch die Eltern als Fundament-geber sehr wichtig.
    Ich kenne mich zuwenig aus, aber ich würde mich zu diesen Umständen sowohl an das Jugendamt als auch an einen Anwalt für Familiienrecht wenden.

    Dort würde ich den partnerschaftlichen Aspekt ausklammern, es geht doch um das grundsätzliche Thema, dass du unter diesen Umständen finanziell nicht mehr auf die Beine kommst.
    Oder könnte dir dein Ex Unterhalt zahlen?

    wie alt sind denn die Kinder?

    Mir wäre die Regelung zum Thema Jobsuche tatsächlich erst mal am wichtigsten und die Beziehung käme "danach".
    Schwierige Situation für dich


  4. Registriert seit
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    AW: Fernbeziehung und Kinder

    Hallo kenzia,

    Entschuldige für die recht große Nachricht oben ohne Absätze. Aber ich denke das kommt dabei raus, wenn man eine Woche die Nacht schon nicht schlafen kann und ich viele Existenzsorgen habe und ich im Endeffekt Angst habe sie zu verlieren dadurch.

    Sie sind 7 und bald 9 Jahre und ich befinde mich momentan in einem Unterhaltsstreit mit guter Aussicht

    Ich bin ziemlich am Ende, weil ich immer das beste für die zwei Kinder möchte und ich gerade nicht weiß, was tun. Außer mit meinem Anwalt zu reden.

    Ganz lieben Gruß

  5. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Fernbeziehung und Kinder

    Auch ohne Wechselmodell darf man/frau bei gemeinsamem Sorgerecht nicht einfach wegziehen.

    Und Fernbeziehungen führen doch viele Paare, auch mit Kindern, wenn das z.B. aus beruflichen Gründen erforderlich ist.

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