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  1. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen

    Es gibt im Übrigen sehr unglückliche Eltern-Kind-Beziehungen, die aus den verschiedensten Gründen am Ende des Lebens sicher genauso schlecht - oder schlechter - bewertet werden, wie erst gar keine Kinder gehabt zu haben.
    Das würde ich mal eine existenzielle Erfahrung nennen.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  2. Inaktiver User

    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Das ist nicht zu bestreiten, das meint aber hier nicht der Begriff "existenziell".
    Eine Philosophie-Diskussion wird der TE wohl nicht helfen.

    Natürlich ist ein Kinderwunsch ein existentieller Wunsch, eben wie ein Wunsch nach Liebe, Gesundheit, eine Trennung, Verlust, nach gelungenen Beziehung etcpp.
    Aber Menschen können damit umgehen, dass auch existentielle Dinge verwehrt bleiben. Gerade beim Kinderwunsch gab es das schon immer und auch ungewollt Kinder zu bekommen war oft eine tragische Erfahrung.

    Eben wie jemand es beschrieb, annehmen, akzeptieren, trauern, verarbeiten.

    Ich glaube es ist eine existentielle Erfahrung in jedem menschlichen Leben dass man in vielen immer wieder machtlos ist.

    Das wird man immer wieder erleben und steht dem heute oft verbreiteten Gedanken entgegen alles sei machbar.
    Ist es nicht.

    Wenn man das akzeptiert, liebe TE, dann kann man auch einen Kinderwunsch loslassen.... und glücklich werden.

    Aber jetzt werden sich bestimmt ganz viele Menschen mit Kindern melden die sagen das gehe nicht....
    Doch, es geht.
    Wie in jedem Leben natürlich mit Momenten der Trauer und ja die können auch wieder kommen....das schliesst ja niemand aus.
    Es gehört halt beides zum Leben dazu.

    Alles Gute für Dich.

  3. Inaktiver User

    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Nicht nur.
    Nun ja ;-)
    Die, die keinen Wunsch verspueren, sich fortzupflanzen - willst du denen etwa einreden, dass ihnen was fehlt?

    Ich habe uebrigens geboren, und ja, fuer mich war das auch eine existentielle Erfahrung - aber deswegen gehe ich doch nicht davon aus, dass das fuer alle anderen Frauen (oder auch nur die Muetter darunter!) so ist.

  4. Inaktiver User

    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Kitty

  5. Avatar von Paraplumeau
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    03.11.2014
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    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nun ja ;-)
    Die, die keinen Wunsch verspueren, sich fortzupflanzen - willst du denen etwa einreden, dass ihnen was fehlt?
    Keineswegs.
    Aber sie werden dann diese existenzielle Erfahrung nicht machen, da braucht man doch nicht herumreden.
    Sie wird ihnen vielleicht auch nicht fehlen, aber sie haben sie nicht gemacht. Das ist doch ein Fakt.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  6. Inaktiver User

    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Aber sie werden dann diese existenzielle Erfahrung nicht machen, da braucht man doch nicht herumreden.
    Sie wird ihnen vielleicht auch nicht fehlen, aber sie haben sie nicht gemacht. Das ist doch ein Fakt.
    Das stimmt.
    Klingt vielleicht doof, aber es ist auch eine existentielle Erfahrung keine Kinder zu bekommen- bei bestehendem Kinderwunsch bewusst erlebt.
    Die werden dann halt die anderen nicht machen.

  7. Inaktiver User

    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von Ivonne2017 Beitrag anzeigen
    @Metaline: Es schmerzt, aber es geht vorüber. Jeder steht eines Tages vor seiner Realität. Du wirst einen erfüllenden Ersatz finden.
    Hilft das wirklich? Glaube ich nicht. Falsch - ich WEISS, dass das nix gegen die manchmal aufziehende Schwermut im Herzen hilft. Da hilft auch keine Adoption, keine Pflegschaft. Das ist einfach ein Loch im Herzen, das niemand schließen kann. Weil jemand fehlt im Leben - ein ganz wichtiger Mensch oder zwei. Ein Mensch, den man in der Fantasie schon hundertmal im Arm gehalten hat, ihm beigebracht hat zu laufen, zu sprechen, die Welt zu begreifen.

    Da hilft kein „dann rette ich halt den Rest der Welt“-Projekt. Mir zumindest nicht!

  8. Avatar von Ivonne2017
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    Beiträge
    5.145

    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hilft das wirklich? Glaube ich nicht. Falsch - ich WEISS, dass das nix gegen die manchmal aufziehende Schwermut im Herzen hilft. Da hilft auch keine Adoption, keine Pflegschaft. Das ist einfach ein Loch im Herzen, das niemand schließen kann. Weil jemand fehlt im Leben - ein ganz wichtiger Mensch oder zwei. Ein Mensch, den man in der Fantasie schon hundertmal im Arm gehalten hat, ihm beigebracht hat zu laufen, zu sprechen, die Welt zu begreifen.

    Da hilft kein „dann rette ich halt den Rest der Welt“-Projekt. Mir zumindest nicht!
    Es ist ähnlich wie mit Trauer. Auch die wird weniger...das meinte ich damit.
    Es gilt, sich mit dem Unabänderlichen abzufinden, will man (gut) weiterleben.
    LG Ivi


  9. Registriert seit
    22.03.2012
    Beiträge
    2.330

    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Das kann ich unterschreiben. Das Loch im Herzen ist immer da.

    Aber,.ich kann versuchen, das mein restliches Leben nicht in diesem Loch versinkt.

    Das gelingt mal mehr und mal weniger .


    Wir haben ein schönes Leben,.wäre es mit Kindern schöner?

    Diese Frage kann ich auf dem Sterbebett nicht beantworten.


    Metaline, nimm dir die Zeit zu trauern und lass die Trauer auch zu.

    Ein großer Herzenswunsch kann sich nicht erfüllen.

    Und das in der heutigen Zeit, in der so vieles möglich ist.

    Das ist sehr schwierig zu akzeptieren.

    Alles Gute für dich
    Fernsehen bildet.
    Immer, wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese.

    Groucho Marx

  10. Inaktiver User

    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Ich finde das ehrlich gesagt ganz schön unfair gegenüber einem (nicht vorhandenen) Menschen, zu erwarten, dass er/sie irgendein Loch stopft. Was für eine Bürde...

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