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  1. Avatar von LizzyBorden
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    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen



    Was ich noch gelernt habe: Mir zu erlauben die Vorteile, die Freiheiten die man hat, auch zu akzeptieren und wertzuschätzen.
    (Auch wenn ich dafür gleich gesteinigt werde).

    Das Leben hat den Sinn den man ihm gibt.
    Nö, warum sollte man Dich steinigen .....das ist oft auch einer der Schlüssel....z.B. die Erkenntnis, dass man ohne ein Kind mehr Raum für sich selbst, für den Partner, für etc. hat.


  2. Registriert seit
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    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von Metaline Beitrag anzeigen
    Darauf hin meinte ich zu ihm, dass es mir wohl mit dem Ein-Kind-großziehen so gehen wird: Eine Aufgabe, die ich so gerne hätte und erfüllen würde, was mir aber leider wohl verwehrt wird (bin knapp 42, kein Kind, und nach drei Fehlgeburten wird es immer unwahrscheinlicher ...). "Ermutigenderweise" nickte mein Freund dazu nur. (Er selbst hat das Problem nicht, da er schon eigenen Nachwuchs hat.)
    Zuerst mal find ichs wirklich gut, dass dein Freund es sich nicht leicht gemacht hat und dir mit irgendeiner Floskel geantwortet hat. Ich finde es ehrlich gesagt auch nicht schlimm, wenn man am Ende seines Lebens auf die Verluste und Entbehrungen blickt. Verschwendete Lebenszeit wäre es nur, wenn du die nächsten 40Jahre jeden Tag etwas bedauerst und bereust. Und ich würde mir ev. ansehen, was dein Herzenswunsch ist: willst du Mama sein, willst du ein Kind begleiten und sein Leben verbessern, willst du Anteil am Leben eines Kindes haben? Und dann schauen, was davon medizinisch, finanziell, emotional möglich ist und vielleicht auch, was der nächste Herzenswunsch von dir ist.

    Zitat Zitat von Metaline Beitrag anzeigen
    Ich glaube in diesem Zusammenhang auch nicht an das "Die Zeit heilt alle Wunden", weil es hier quasi um "Grundnahrungsmittel" geht: Familie, Geborgenheit, Zugehörigkeit, Liebe.
    All diese Dinge kannst du auch ohne Schwangerschaft haben oder mit eigenen Kind nicht haben.

    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Also, macht doch Vorschläge, die allgemein realistisch sind!

    Als Frau über 40, nicht verheiratet mit ihrem Partner, ist die Chance auf eine normale Adoption in Deutschland praktisch ausgeschlossen, zumindest, was Babys und Kleinkinder angeht.
    Natürlich, bei Akzeptanz einer Behinderung ist die Chance größer, oder wenn man din „großes“ Kind - mindestens Ende Grundschule will.

    Und Pflegschaft bedeutet, daß das Kind fast jederzeit wieder zur „biologischen“ Familie zurückgeführt werden kann.
    Auch wenn man selbst denkt, „das kann man dem Kind nicht antun, dahin“ - die Jugendämter haben da andere Kriterien.
    Ich wage zu bezweifeln, daß das etwas ist, das jemand mit Kinderwunsch wirklich gut verkraftet!
    Ich finds gut, dass du auf mögliche Gefahren bei Pflegekindern und auch eine realistische Einschätzung bei Adoption abgibst, aber es sind eben Möglichkeiten und diese sollte man auf keinen Fall von Grund auf ausschließen.

    Wir haben uns zb für Pflege entschieden und das hat über Umwege Jahre später zur Adoption geführt und die Pflegekinder sind noch immer ein total wichtiger Teil unseres Lebens - es gibt nicht nur Horrorgeschichten. Auslandsadoption haben wir für uns ausgeschlossen, eine enge Freundin von mir wurde aber aus dem Ausland adoptiert und außer sehr viel Neugier, auf ihre Herkunft, gibts mit der Familie und ihren Eltern keine Probleme. Es kommt schon auf viel darauf an, wie man damit umgeht. Und klar, man sollte schon offen sein, aber das sollte man auch bei einer Schwangerschaft sein, auch da gibts keine Garantie.

    Einem Pflegekind einige Zeit ein stabiles, liebesvolles Zuhause zugeben ist nicht weniger wichtig, nur weil es nicht für "immer" ist. Und ja, natürlich ist eine spätere Trennung schmerzhaft, aber man wird vorher ziemlich genau befragt, was man sich vorstellen kann und was man sich nicht zumuten kann und dementsprechend bekommt man dann auch die Pflegekinder - Ausnahmen gibts sicher überall, aber man sollte sich ebenso wie bei Mutterschaft schon bewusst sein, dass es dann nicht mehr um die eigenen Bedürfnisse geht, sondern die Priorität eben ein anderer Mensch bekommt.

    Liebe TE,
    falls Pflege für dich ein Thema sein könnte, informier dich einfach mal ganz unverbindlich - bis du überhaupt zugelassen wirst, vergeht sehr viel Zeit und du musst ohnehin einiges über dich ergehen lassen: Kurse, Gespräche, Überprüfungen, viele Dokumente usw und dann kannst du dich noch immer entscheiden, ob es für dich das richtige ist.
    Liebt Menschen und benutzt Dinge, weil das Gegenteil niemals funktioniert - The Minimalists


  3. Registriert seit
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    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von LizzyBorden Beitrag anzeigen

    Und es gibt keine Notwendigkeit, diesen speziellen Wunsch nach einem Kind im Leben wertiger zu nennen als andere Aufgaben und Ziele.
    Und woher rührt die Notwendigkeit, den zu relativieren?

    Ich weiß nicht wieso man in Abrede stellen muss, dass das etwas Existenzielles ist.

  4. Avatar von Kitty_Snicket
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    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht wieso man in Abrede stellen muss, dass das etwas Existenzielles ist.
    Sein _kann_.


  5. Registriert seit
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    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Äh, nein? IST?

    Ich wüsste nicht, was buchstäblich existenzieller ist als jemand auf die Welt zu bringen.

  6. Inaktiver User

    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Für den, der auf die Welt gebracht wird.

  7. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für den, der auf die Welt gebracht wird.
    Nicht nur.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  8. Inaktiver User

    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Man kann auch existieren, ohne einen Menschen auf die Welt zu bringen.

  9. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Man kann auch existieren, ohne einen Menschen auf die Welt zu bringen.
    Das ist nicht zu bestreiten, das meint aber hier nicht der Begriff "existenziell".
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  10. Avatar von Sprachlos
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    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht wieso man in Abrede stellen muss, dass das etwas Existenzielles ist.
    Ganz ehrlich gesagt gibt es genug Menschen, die gewollt kinderlos und offensichtlich zufrieden sind . So existenziell für den Einzelnen kann es also gar nicht sein, ein Kind zu bekommen.

    Ohne den Wunsch als solchen kleinreden oder bewerten zu wollen finde ich gerade solche Sprüche eben ganz fehl am Platze, weil sie doch einen erheblichen einen Druck von außen erzeugen.

    Es gibt im Übrigen sehr unglückliche Eltern-Kind-Beziehungen, die aus den verschiedensten Gründen am Ende des Lebens sicher genauso schlecht - oder schlechter - bewertet werden, wie erst gar keine Kinder gehabt zu haben.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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