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  1. Registriert seit
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    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen

    Auch in anderer Hinsicht hab ich heute manchmal den Eindruck, eine solche Trauer wird einem einfach nicht mehr zugestanden, alles muss man positiv sehen und möglichst noch dankbar sein für die tolle Erfahrung... Ich finde, das macht sehr viel Druck.

    Ich finde, es ist wichtig das anzunehmen und sich diese Trauer auch zuzugestehen und zu sagen, ja, hätte ich mir anders gewünscht, auch jetzt noch.

    Deshalb muss man ja nun trotzdem nicht sein Leben als verpfuscht ansehen und alles schlecht finden. Aber schönreden braucht man sich's eben auch nicht.

    Sich die Trauer zugestehen, innehalten, die Trauer annehmen. Trauern. Ja. Und dann nach vorne blicken. Und weitermachen. Und zulassen, dass die Trauer immer mal wieder kurz auftaucht. Aber sich dann neue Ziele setzen, andere Dinge wertschätzen und positiv sehen.


    Trauer zulassen einerseits und gleichzeitig andere positive Dinge im Leben wertschätzen schließt sich nicht aus.


  2. Registriert seit
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    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von Ivonne2017 Beitrag anzeigen
    Du wirst einen erfüllenden Ersatz finden. Kein Leben ist perfekt.
    Das glaube ich eben genau nicht.

    Ich wüßte nicht, was Kinder ersetzen könnte, oder was daran positiv sein soll, keine zu bekommen wenn man sich Kinder gewünscht hätte.

    Und daher denke ich auch, wenn man am Sterbebett nachdenkt wird man es auch dann noch bedauern dass einem das versagt geblieben ist, weil es eben etwas ganz Elementares ist.


  3. Registriert seit
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    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Also, macht doch Vorschläge, die allgemein realistisch sind!
    Was für dich unrealistisch ist, ist für andere vielleicht eine Lösung.
    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Als Frau über 40, nicht verheiratet mit ihrem Partner, ist die Chance auf eine normale Adoption in Deutschland praktisch ausgeschlossen, zumindest, was Babys und Kleinkinder angeht.
    Natürlich, bei Akzeptanz einer Behinderung ist die Chance größer, oder wenn man din „großes“ Kind - mindestens Ende Grundschule will.
    Wenn der Wunsch da ist, können sie doch heiraten. Eine Adoption funktioniert auch im Ausland - wenn man bereit ist das entsprechende Kleingeld dort zu lassen.
    Siehe da.
    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Und Pflegschaft bedeutet, daß das Kind fast jederzeit wieder zur „biologischen“ Familie zurückgeführt werden kann.
    Auch wenn man selbst denkt, „das kann man dem Kind nicht antun, dahin“ - die Jugendämter haben da andere Kriterien.
    Ich wage zu bezweifeln, daß das etwas ist, das jemand mit Kinderwunsch wirklich gut verkraftet!
    Dann frage ich mal meine kinderlose Bekannte, die interessanterweise genau das macht. Ihr geht es mehr als gut dabei, denn sie kann helfen und Liebe schenken. Ob das so verkehrt ist?

  4. gesperrt
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    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von knuffl Beitrag anzeigen
    Wenn der Wunsch da ist, können sie doch heiraten. Eine Adoption funktioniert auch im Ausland - wenn man bereit ist das entsprechende Kleingeld dort zu lassen.
    Siehe da.
    Wie ich schrieb „allgemein realistisch“.
    Eine Auslandsadoption ist lediglich für Menschen mit überdurchschnittlichem Einkommen/Vermögen eine Option!
    Und das soziale Umfeld sollte das auch verkraften. Sonst wird es ein Alptraum. (Ich habe ein „Haitibaby“ in der Familie).

    Dann frage ich mal meine kinderlose Bekannte, die interessanterweise genau das macht. Ihr geht es mehr als gut dabei, denn sie kann helfen und Liebe schenken. Ob das so verkehrt ist?
    Dann sieht sie das aber nicht als „ein eigenes Kind haben“ als solches, das ist ja ok.
    Den generellen Kinderwunsch, der im Fokus der TE steht, wird es sicher nicht „befrieden“.
    Eine Kinderlose Freundin arbeitet als Tagesmutter,denn sie will wenigstens „ein bisschen bemuttern“.
    Ich denke, das fällt in dieselbe Kategorie.


  5. Registriert seit
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    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Wie ich schrieb „allgemein realistisch“.
    Eine Auslandsadoption ist lediglich für Menschen mit überdurchschnittlichem Einkommen/Vermögen eine Option!
    Und das soziale Umfeld sollte das auch verkraften. Sonst wird es ein Alptraum. (Ich habe ein „Haitibaby“ in der Familie).
    Ich schätze, du kennst die TE genauso wenig wie ich. Damit auch ihre finanziellen Möglichkeiten und ihr Umfeld.
    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Dann sieht sie das aber nicht als „ein eigenes Kind haben“ als solches, das ist ja ok.
    Den generellen Kinderwunsch, der im Fokus der TE steht, wird es sicher nicht „befrieden“.
    Wieso meinst du für andere entscheiden oder bewerten zu müssen? Die TE ist sicher in der Lage meine Antworten für sich selbst zu beantworten.

    Anstatt meine Vorschläge an die TE zu bezweifeln, könntest du ihr auch einfach selbst einen Rat geben. Da wäre wenigstens jemandem geholfen.


  6. Registriert seit
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    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von Sonnenblume2019 Beitrag anzeigen
    Sich die Trauer zugestehen, innehalten, die Trauer annehmen. Trauern. Ja. Und dann nach vorne blicken. Und weitermachen. Und zulassen, dass die Trauer immer mal wieder kurz auftaucht. Aber sich dann neue Ziele setzen, andere Dinge wertschätzen und positiv sehen.


    Trauer zulassen einerseits und gleichzeitig andere positive Dinge im Leben wertschätzen schließt sich nicht aus.
    Liebe Metaline, dieses Post kann ich ganz und gar unterschreiben.

    Nimm dir Zeit zu trauern und abzuschließen.
    Zwischenzeitlich kommt die Trauer immer wieder, mal weniger, mal extrem stark.

    Aber; was bleibt uns übrig?
    Soll mein Leben mit Anfang 40 nicht mehr lebenswert sein?

    Es gibt keinen Ersatz für Kinder, das ist eine Tatsache, und jeder, der etwas anderes behauptet, spinnt.

    Wir haben nur dieses eine Leben,und das versuche ich mir so schön zu gestalten, wie es geht.

    Auf dem Sterbebett möchte ich mit Zufriedenheit liegen und auf die überwiegend sehr schönen Lebensjahre zurückblicken .

    Alles Gute dir🍀
    Fernsehen bildet.
    Immer, wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese.

    Groucho Marx

  7. gesperrt
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    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von knuffl Beitrag anzeigen
    Anstatt meine Vorschläge an die TE zu bezweifeln, könntest du ihr auch einfach selbst einen Rat geben. Da wäre wenigstens jemandem geholfen.
    Es gibt da nichts was man raten könnte, das muß jede mit sich selbst ausmachen, wie sie damit umgeht!
    Da gibt es kein „hat meiner Cousine auch geholfen“, denn gerade beim Kinderwunsch spielen soviele zutiefst persönliche Prägungen, Ansichten, Gefühle etc mit, daß die Optionen für jede anders sind.


  8. Registriert seit
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    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    @Sacrebleu
    Eben - jeder ist anders. Also lass doch bitte die TE entscheiden, wie sie fühlt.

  9. Inaktiver User

    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von Sonnenblume2019 Beitrag anzeigen
    Sich die Trauer zugestehen, innehalten, die Trauer annehmen. Trauern. Ja. Und dann nach vorne blicken. Und weitermachen. Und zulassen, dass die Trauer immer mal wieder kurz auftaucht. Aber sich dann neue Ziele setzen, andere Dinge wertschätzen und positiv sehen.

    Trauer zulassen einerseits und gleichzeitig andere positive Dinge im Leben wertschätzen schließt sich nicht aus.


    Sehe ich - auch aus eigener Erfahrung - ganz genau so.

    Natürlich ist es eine Schicksalsfrage - genau wie andere Themen die im menschlichen Leben "nunmal" dazu gehören, also nix mit Porsche oder Urlaub auf Hawai.

    Themen wie Krankheit, Familie, Liebe, Kinder, Behinderungen - das sind Dingen denen man sich stellen muss und kann, mit einer positiven Lebenseinstellung.

    Und andere die genau das "haben" was man nicht hat, jammern....

    Was ich noch gelernt habe: Mir zu erlauben die Vorteile, die Freiheiten die man hat, auch zu akzeptieren und wertzuschätzen.
    (Auch wenn ich dafür gleich gesteinigt werde).

    Das Leben hat den Sinn den man ihm gibt.

  10. Avatar von LizzyBorden
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    AW: Kinderlos bis ans Sterbebett?

    Zitat Zitat von beweme Beitrag anzeigen

    Es gibt keinen Ersatz für Kinder, das ist eine Tatsache, und jeder, der etwas anderes behauptet, spinnt.
    Es gibt keinen tatsächlichen Ersatz für irgendeinen Lebenstraum, der nicht in Erfüllung geht.

    Und es gibt keine Notwendigkeit, diesen speziellen Wunsch nach einem Kind im Leben wertiger zu nennen als andere Aufgaben und Ziele.

    Insbesondere bei Frauen habe ich zuweilen den Eindruck, daß die besondere Herausforderung in der Verarbeitung ist herauszufinden wie stark die ureigene Motivation für den Kinderwunsch ist und welche Anteile von außen (im weiteren Sinne auch Gesellschaft) ist.

    Man weiß inzwischen, dass nur ca. 30% Anteil biologisch "getrieben" ist. Ich bin gerade in einer Phase mit vergleichsweise viel Kontakt zu ungewollt kinderlos gebliebenen Frauen in den 40ern und da hat es einigen Geholfen für sich zu benennen, was die eigene Prägung ausmacht.

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