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  1. Avatar von Feeodora
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    AW: Neid auf Schwangere und Menschen mit Kindern

    Ich les hier nur mit, da mir zur aktiven Beteiligung die Kraft fehlt. Aber mir sprechen hier so viele aus der Seele und der Strang regt mich zum Nachdenken und auch Verstehen meines Denkens und Handelns. Ich schäme mich oft für meinen Neid, fühle mich teilweise sogar minderwertig wegen der ungewollten Kinderlosigkeit. Und grade was Pinguin schreibt bringt es auf den Punkt.


  2. Registriert seit
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    AW: Neid auf Schwangere und Menschen mit Kindern

    Zitat Zitat von simultan Beitrag anzeigen
    Aber dieses ständige “Du hast keine Ahnung”-sagen beschäftigt mich trotzdem noch. Es kommt jetzt nämlich wieder von den Müttern die zwei Kinder haben. “Du hast ja nur eins, Du hast ja überhaupt keine Ahnung”. Mir wurde auch schon mal gesagt, ich hätte keine Ahnung was Eltern so durchmachen und könne nicht mitreden, weil mein Kind relativ unkompliziert und pflegeleicht ist. Da fragt man sich dann schon, warum man überhaupt noch miteinander redet - denn ganz genau das gleiche Leben werden wir ja eh nie haben, so dass ich mir alles ganz genau selbst vorstellen kann was bei den andern grade los ist?
    Ich würde das aber nicht so sehr auf das Kinderthema beziehen, das ist doch eine grundsätzliche Haltung, und sehr oft anzutreffen.

    Du findest es nicht toll, heimliche Affäre zu sein? Kannst du nicht beurteilen, wenn du selbst noch nie Geliebte warst - um nur mal ein Beispiel zu nennen.

    Das ist der Spruch mit dem Urteilen, wenn du in den Schuhen desjenigen noch nie gegangen bist.

    Ist ja schon was dran, aber so absolut ist das Unsinn. Man kann vieles durchaus bewerten, auch wenn man es selbst noch nicht 100% so erlebt hat. Da geb ich dir völlig Recht.


  3. Registriert seit
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    Beiträge
    30

    AW: Neid auf Schwangere und Menschen mit Kindern

    Obwohl es im Rahmen der Thematik "ungewollte Kinderlosigkeit" besonders schmerzhaft ist, wenn einem bestimmte Erfahrungen offensiv abgesprochen werden, so glaube ich trotzdem, dass das eine allgemeinere Erscheinung ist.

    Die Lebensweirklickeiten sind heutzutage so unterschiedlich wie vielleicht nie zuvor und ich stelle fest, dass bereits kleinste Unterschiede im Ausgangssetting schon zu extrem unterschiedlichen Ansichten und in der Folge zu (ungefragten?) Meinungsäusserungen führen können, die dem anderen gegen den Strich gehen.

    Ich habe beispielsweise die ignorantesten Kommentare/Meinungen zum Thema nicht von Kinderlosen gehört, sondern von anderen Eltern, vor allem Müttern.

    a)Mütter, die mehrere Kinder haben, die aber aufgrund der Tatsache, dass sie sich seit Jahren in aufeinanderfolgenden Elternzeitphasen befinden, kein Bild davon haben, dass das Leben einer Einkindmutter, die aber Vollzeit berufstätig ist, eben doch nicht ganz so entspannt ist, wie der unsägliche "Ein Kind ist kein Kind" Spruch suggeriert.

    b) Mütter/Eltern mit Babies und/oder Kleinkindern, die völlig unrealistische Vorstellungen von dem Leben mit etwas größeren Kindern haben, aber nicht damit geizen, Ihre Vorstellungen, dass ja "Alles dann viel einfacher ist" bzw. "Mit so großen Kindern ist das doch alles kein Problem mehr" unters Volk zu bringen.

    c)Mütter/Eltern bereits erwachsender Kinder, die ihre vor 20 oder 30 Jahren in einem damals noch sehr anderen gesellschaftlichen Klima gemachten Erfahrungen als das non plus ultra anpreisen und von den Realitäten der Gegenwart recht unberührt argumentieren.

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