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  1. Inaktiver User

    AW: Abschied vom Kinderwunsch

    In der Arbeitswelt aber sind - meines Wissens nach - die "DINK's" (double income no kids) sehr begehrt, weil sie keine Kinder haben, nach denen sie sich richten müssen und gemäß Arbeitgeber "viel einsatzbereiter und flexibler" sind, will heißen: bereit, mehr Überstunden zu leisten und auch mal länger zu bleiben (Sie müssen die Kinder ja nicht von der Krippe abholen).
    *Stinkefinger den AGs gegenüber hebt*

  2. Inaktiver User

    AW: Abschied vom Kinderwunsch

    Aber es gibt nicht nur den unerfüllten Kinderwunsch. Das kann doch nicht darüber entscheiden, ob ein Leben schön ist oder nicht??
    Aber selbstverständlich kann er das - ich kann es mir zumindest sehr gut vorstellen.
    Wenn man diesen aufrichtigen Herzenzwunsch hat, gibt es dazu erst einmal keine Alternative.

  3. Inaktiver User

    AW: Abschied vom Kinderwunsch

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    *Stinkefinger den AGs gegenüber hebt*

  4. Avatar von Jo68
    Registriert seit
    04.03.2005
    Beiträge
    1.316

    AW: Abschied vom Kinderwunsch

    Ich muss Ana und Tristania unterstützen!

    Nein, Einewiekeine, Du bringst keinen neuen Blickwinkel, da waren wir alle auch schon. Wie oft habe ich mir in meiner Kiwu-Zeit gesagt: "Du hast aber doch so viel anderes, über das du dich freuen kannst." Das nützt in der akuten Situation aber herzlich wenig. Und um Deine Krankheitsanalogie zu benutzen: Wenn man mit einer fetten Grippe im Bett liegt, dann fühlt man sich nicht weniger elend, nur weil man sich sagt, "Hey, andere haben Krebs, das ist viel schlimmer." So funktioniert der Mensch einfach nicht.

    Und der Unterschied zwischen Kinderlosigkeit und Partnerlosigkeit oder Arbeitslosigkeit ist einfach der, dass im ersten Fall der Zug definitiv abgefahren ist, während die beiden anderen Situationen sich immer noch ändern können.

    Im Übrigen ist es ja auch so, dass Menschen, die endgültig ungewollt kinderlos bleiben, sich damit arrangieren und ein glückliches Leben führen. Es dauert aber bis man soweit ist, oft dauert es Jahre und meistens bleibt eine kleine Trauer immer, sie ist nur nicht mehr im Alltag relevant.

    Ehrlich gesagt habe ich oft den Eindruck, dass Außenstehende nicht nur nicht nachvollziehen können, wie man sich als ungewollt Kinderlose fühlt, sondern auch, dass sie es gar nicht wollen. Viele tun es mit "hab dich doch nicht so" ab, sie sehen nicht, wie sehr man darunter leiden kann, wie viele Aspekte der eigenen Persönlichkeit und der eigenen Lebensplanung und natürlich auch der Partnerschaft davon betroffen sind. Da sagt man dann eben schon mal schnell: "Mein Gott, stell Dich nicht so an, andere haben schlimmere Schicksale." (Kleine Randbemerkung: Ich finde es übrigens generell furchtbar sozusagen Hitlisten des Leidens aufzustellen, also beurteilen zu wollen was jeweils schlimmer ist.)

  5. Avatar von Bettyblu
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    4.497

    AW: Abschied vom Kinderwunsch

    Ja -Nein-Ja?
    Bis 33 wars DEFINITIV NEIN

    dann plötzlich vielleicht

    Seit ich 35 bin: plötzlich eher ja...
    Und seit einiger Zeit: JA!

    Biologische Uhr oder doch Angst davor anders zu sein oder was zu verpassen? Oder gar irgendwann zubereuen, keine Kinder zu haben.

    Wie gesagt ich hegte 33 Jahre überhaupt keinen Kinderwunsch.
    Und dann änderte es sich schleichend.... und wurde auch zum Problem in meiner langjährigen Partnerschaft. DEnn wir
    hatten uns kennengelernt, als wir beide keinen Kinderwunsch hatten...als dann bei mir das vielleicht anfing, wurd es plötzlich auch zur Bestandsaufnahme für die Beziehung.

    Aber für mich eher wegen der Frage, warum will DER Kerl von mir keine Kinder, will ER mich nicht wirklich oder so...?
    plötzlich kommen so Selbstwertgeschichten in die Frage mit rein...
    will ein Mann von mir ein Kind? Fühle ich mich auch alsFrau, wenn ich nicht Mutter werde?
    sehr seltsam...

    Als ich dann vor 1 Jahre meinen Ex wiedertraf (inzwischen 2 Kinder) und wir eine sehr intensive affäre hatten, wurde mir plötzlich klar was ICH WILL: Kinder und ein Mann, der von MIR Kinder will.
    Ich hab die Partnerschaft verlassen. Und die Affäre mich...
    Bin seit dem in ner psych. Krise... (was jetzt hier nebensache sein soll)
    aber Fakt ist: das Ganze belastet mich auch so weil ich Angst hab, dass es jetzt vielleicht zu spät sein könnte...
    wegen Partnersuche und dann noch Kindewunsch oder dass es so einfach dann nicht klappt...
    Ich bin 37 und habe Angst, Abschied vom Kinderwunsch nehmen zu müssen, obwohl ich all die Jahre ja wirklich eigentlich keine Kinder wollte...

    Habe Angst, es irgendwann zu bereuen, dass ich mich um das Thema nicht früher gekümmert habe, immer nur Job und Selbstverwirklichung und Resen im Vordergrund stand....
    Betty

    "Wir wussten nicht, dass es unmöglich ist, deshalb haben wir es geschafft!" (Jean Cocteau)

  6. Inaktiver User

    AW: Abschied vom Kinderwunsch

    Habe Angst, es irgendwann zu bereuen, dass ich mich um das Thema nicht früher gekümmert habe, immer nur Job und Selbstverwirklichung und Resen im Vordergrund stand....
    Davor fürchte ich mich auch, denn mir gehts jetzt, mit 33, so wie dir damals mit 33. Kinderwunsch? Nä! Jemals Kinder? Eher nicht. Lieber nicht. Aber was ist dann später, wenn.....? Diese "Was ist wenn...." Fragen.

    Zu den ungewollt Kinderlosen möchte ich nichts sagen, denn es ist sehr schwierig, zu verstehen und zu diskutieren, aufzumuntern, wenn man Außenstehende ist. Ich geb zu: bin ratlos, weiß nicht, was ich euch sagen soll, schweige zu dem Thema daher lieber.

  7. Avatar von Elch
    Registriert seit
    22.06.2004
    Beiträge
    1.434

    AW: Abschied vom Kinderwunsch

    Ich bin und bleibe ungewollt kinderlos - und unterstütze dennoch das, was einewiekeine sagt.

    Ja. Es ist tragisch. Traurig. Schrecklich. Ich dachte immer, ich würde Mutter. Ich KANN auch Kinder bekommen. Aber ich kriege keine wegen der Genkrankheit (hab ich ja geschildert).

    Dennoch: ich habe seit knapp 5 Jahren eine wundervolle Beziehung, die mit jedem Tag wächst und schöner wird. Wir haben letzten August geheiratet. Ich bin ansonsten gesund. Mein Mann auch. Wir haben beide einen Job, der nicht schlecht bezahlt wird. Wir haben gemeinsame Hobbies und ein schönes Leben.
    Ist das nichts?

    Ich wollte nie Kinder, um dem Leben einen Sinn zu geben. Ich wollte Kinder, weil ich welche wollte. Weil ich sie lieben wollte, weil ich sie gemeinsam mit meinem geliebten Mann "herstellen" wollte aus uns beiden. Weil ich Leben in der Bude wollte, wie es früher zuhause auch war. Weil ich ihnen die Welt zeigen wollte und sie gemeinsam mit meinem Mann großziehen wollte.

    Jetzt werde ich keine haben. Manchmal weine ich deswegen. Andere Schwangere kann ich nicht gut um mich haben. Als ich kürzlich im Fernsehen Ana von Rosenstolz sah, die offensichtlich auch schwanger ist, sagte ich: die sollen nicht alle schwanger sein. Ich gönne es ihnen nicht.
    Und mein Mann sagte: Gönns ihnen. Die sind nicht halb so gut wie du. (und mit Komplimenten, wie klasse ich sei, wirft er sonst nicht so um sich)

    Ich habe ein Leben. Ein schönes! Ich hätte mir Kinder gewünscht und bin traurig, dass ich nicht Mutter sein darf. Aber ich habe eine wundervolle Beziehung, einen Mann, der mich liebt. NICHT Kinder zu bekommen hat nicht mein Leben zerstört.
    Es ist schade, wenn man Kinder braucht, um damit dem Leben einen Sinn zu geben.

    Und jemandem, der mit 3 Kindern ohne Partner da sitzt und sagt: schätzt doch auch mal, was ihr alles HABT, zu sagen, dass die tolle große Liebe ja noch kommen kann, ist auch ein bisschen zu leicht gemacht.
    Umwege erhöhen die Ortskenntnis.

  8. Inaktiver User

    AW: Abschied vom Kinderwunsch

    Hallo Elch,

    das hat mir gutgetan - ich glaub, wir verstehen uns!!! Respekt für Deine Haltung, die sicher das Ergebnis eines langen, schweren Weges ist...

    Wenn jemand mit einer Grippe sich so leidtut wie jemand mit einer Tumorerkrankung, kann ich das nicht wirklich ernst nehmen, sorry. Und einem älteren Arbeitslosen weismachen zu wollen, das klappt schon wieder mit dem Traumjob ist genau die Art von Nicht-Ernstnehmen und Leid-Aufrechnerei, die mir zuwider ist.

    Unter einer ungewollten Kinderlosigkeit zu leiden ist absolut legitim. Deswegen aber sein ganzes Leben als nicht lebenswert zu betrachten ist für mich aber eine Entscheidung, die jeder für sich selber trifft. Oder nicht.

  9. Avatar von Jo68
    Registriert seit
    04.03.2005
    Beiträge
    1.316

    AW: Abschied vom Kinderwunsch

    Äh, wer betrachtet denn hier sein ganzes Leben als nicht lebenswert? Und wer behauptet denn hier, dass man Kinder braucht, um einen Sinn im Leben zu haben? Und wer sagt zynisch, ach das klappt schon noch mit Traumjob oder Traumpartner? Und wer behauptet, dass man sich mit Grippe so leid tut wie mit einem Tumor?

    Könnte es sein, dass viel hereingelesen wird, das nicht hier steht????

    Also noch mal ganz deutlich: Ungewollt Kinderlose bringen sich nicht um, sondern akzeptieren ihr Schicksal und führen ein glückliches, sinnerfülltes Leben - So sieht es zumindest für die absolut überwiegende Mehrheit aus. Aber bis sie soweit sind, haben sie einen langen und leidvollen Weg hinter sich. Und der lässt sich nicht mit tollen Ratschlägen à la "Es ist Eure Entscheidung" oder "sieh mal anderen geht es noch schlimmer" abkürzen.

  10. Inaktiver User

    AW: Abschied vom Kinderwunsch

    Ich bin und bleibe ungewollt kinderlos - und unterstütze dennoch das, was einewiekeine sagt.

    Ja. Es ist tragisch. Traurig. Schrecklich. Ich dachte immer, ich würde Mutter. Ich KANN auch Kinder bekommen. Aber ich kriege keine wegen der Genkrankheit (hab ich ja geschildert).
    Liebe Elch - Du bist zwar ungewollt kinderlos & das ist bedauerlich.
    Aber im Gegensatz zu anderen Frauen hast DU ganz persönlich aus gutem Grund eine aktive Entscheidung getroffen.

    Ich könnte mir Vorstellen, dass dies bei der Verarbeitung der problematik schon einen Unterschied macht.

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