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  1. Avatar von BlauerHimmel
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    AW: Abschied vom Kinderwunsch

    Die Erfolgsraten von IVF unterscheiden sich massiv(!) je nach Klinik. Leider dürfen die Krankenkassen genau diese Daten nicht rausgeben. Nur manchmal geben Kliniken ihre Erfolgraten raus, wenn das Erfolg verspricht.

    Ich darf hier glaube ich keinen Link angeben, aber es gibt eine Klinik in Deutschland, die nach vier Behandlungszyklen zu 70-80% Geburts(!)rate kommt - nicht nur klinische Schwangerschaften sondern Geburten. Klar ist vier dieser Zyklen durchhalten anstrengend, aber die 25% kannst du vergessen, die sind völlig untertrieben.

    Ich habe mal anonymisierte Statistiken gesehen, wo die Behandlung in gewissen Kliniken allerdings 4-5 mal schlechter war! Da hab ich Bauklötze gestaunt.

    Viele Grüße
    BlauerHimmel

  2. Inaktiver User

    AW: Abschied vom Kinderwunsch

    ...
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (26.11.2007 um 13:55 Uhr) Grund: Auf Wunsch des Users gelöscht

  3. Inaktiver User

    AW: Abschied vom Kinderwunsch

    Wir hätten mit med. Nachhilfe (Ursache: unregelmässiger Zyklus) leibliche Kinder bekommen können. Allerdings war uns eine Schwangerschaft nicht so wichtig und so haben wir uns intensiv mit dem Thema "Adoption" befasst. Als wir Mitte 20 waren, haben wir dann Adoption beantragt, zweieinhalb Jahre später haben wir unsere Tochter adoptiert und nochmal ein paar Jahre später haben wir unsere Pflegetochter in Obhut genommen.
    Wir gehen in unserer Rolle als Adoptiv- und Pflegefamilie voll und ganz auf :-).
    Um die leiblichen Kinder, die wir nicht bekommen haben (wir haben ab Adoantrag wieder verhütet, weil ja eine Sterilität nicht nachgewiesen war) haben wir nie getrauert.

  4. gesperrt
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    AW: Abschied vom Kinderwunsch

    Hallo!

    Ich weiß nicht, ob ich hierhiergehöre... aber ich versuche es einfach mal.
    Fast habe ich diejenigen ein bißchen beneidet, die hier über Hoffen, Warten, Leiden, Strapazen mit Kinderwunschbehandlung geschrieben haben.

    So weit bin ich ja noch nicht mal gekommen. Ich habe keine Ahnung, ob ich schnell schwanger werden würde oder weniger schnell oder gar nicht. Mir fehlte immer der richtige Partner zur Familiengründung.

    Seit ich denken kann, gehört ein Partner, gehören Kinder zu meiner Lebensplanung. Ich konnte mir nie etwas anderes vorstellen - obwohl ich einen tollen Beruf habe, den ich liebe, und den ich auch mit Kindern weiter ausüben würde/ausgeübt hätte.
    Trotzdem konnte ich mir nie vorstellen, allein zu bleiben.
    Und doch sieht es mittlerweile so aus, als wäre das mein Schicksal.

    Ich hatte in meinem Leben nur 2 feste Beziehungen, eine als ich 18 war (4 Jahre), und eine mit Ende 20 (damals glaubte ich, er wäre der Mann meines Lebens und Vater meiner Kinder, leider beendete er die Beziehung nach 6 Monaten). Wenn ich ehrlich bin, knabbere ich bis heute daran.

    Seitdem nichts mehr, nada.
    Als ich so Anfang 30 war, dachte ich, ich hab ja noch Zeit, der Richtige kommt schon noch. Auch mit Mitte 30 habe ich das noch geglaubt/gehofft.

    Nun werde demnächst 39 Jahre alt und muss mich wohl mit der Situation auseinandersetzen, dass ich mit ziemlicher Sicherheit kinderlos bleiben werde. Für mich ist das sehr sehr schmerzhaft. Manchmal liege ich nachts wach und spüre diesen Schmerz fast körperlich.

    Dann kenne ich auch solche Situationen wie sie schon am Anfang beschrieben wurden.
    Ich gehe auf eine Feier und bin die einzige Solistin zwischen Paaren und Familien. Ich bin die einzige, die nicht mitreden kann, wenn es um Schwangerschaft, Wehen, Kaiserschnitt, Stillen geht.
    Um die ersten Krankheiten, Schritte, Zähne...
    Ich bin die einzige, die nicht mitreden kann, wenn es um Hauskauf, Nestbau geht.
    Ich bin die einzige, der es vor dem Sommer graut, und alle in den Familienurlaub entschwinden, nur ich weiß nicht, mit wem ich fahren soll, ich hätte zwar genügend Geld, aber niemanden, der mit mir fährt, so dass es jedes Jahr ein trauriger Kompromiss wird.
    Ich würde so gern dazugehören.
    Ich beneide meine Freundinnen sogar, wenn sie über ihre Eheprobleme jammern. ICh hätte auch gern einen Mann, mit dem ich mich vielleicht mal streite, der aber trotzdem sein Leben mit mir teilt, der mir die Hälfte der Entscheidungen abnimmt, an den ich mich nachts ankuscheln kann.
    Alles besser als die ewige Einsamkeit.

    Und mein Hauptproblem ist wohl die nahende Endgültigkeit des Kinder-Themas. Manchmal könnte ich nur heulen und frage mich, was stimmt nicht mit mir? Warum alle anderen, warum ich nicht?

    Traurige Grüße
    Daniela

  5. Inaktiver User

    AW: Abschied vom Kinderwunsch

    Hallo, ihr Lieben,
    ich gehöre hier vielleicht auch nicht ganz her, denn obwohl ich schon 42 bin hab ich den Kinderwunsch noch nicht ganz aufgegeben. Es gibt auch keinen medizinischen Grund weshalb wir keine Kinder bekommen könnten, wenn auch nicht alles bis ins Detail untersucht und abgeklärt wurde. Dennoch ist es so, dass wir seit gut 2 Jahren erfolglos üben wenn auch nicht mit der letzten Konsequenz und in jedem Zyklus, aber doch so, dass es rein rechnerisch schon öfters hätte klappen können.
    Was ich aber vor allem Dani68 sagen wollte ist, dass ich meinen Traummann auch erst mit 39 kennengelernt habe. Bis dahin hatte ich werder einen ausgeprägten Kinderwunsch, eher im Gegenteil, noch den richtigen Mann an meiner Seite. Einige Jahre war auch ich Solistin und da ging es mir wie Dir, allein unter Paaren.
    Wir haben uns übrigens im Internet kennengelernt und auch wenn ich es manchmal immer noch nicht glauben kann, wir sind beide nach jetzt drei Jahren (seit zwei Jahren gemeinsame Wohnung) immer noch bis über beide Ohren verliebt. Wir wünschen uns auch beide sehnlichst ein Kind, wir hoffen beide noch, aber wir wissen auch, dass die Wahrscheinlichkeit noch Eltern zu werden eher gering ist. Ich hadere oft mit meinem Schicksal, denke an die "verlorenen Jahre", warum habe ich diesen Mann nicht früher kennengelernt, dann hätten wir jetzt vielleicht schon Kinder. Es ist nun aber mal nicht so und ich bin froh, dass ich ihn überhaupt habe. Mit einem Partner der dich liebt an der Seite ist das Schicksal kinderlos zu bleiben viel gelassener zu ertragen.
    Sicher ist es irgendwann mal zu spät Kinder zu bekommen, aber sich zu verlieben und den Partner fürs Leben zu finden, dazu ist es nie zu spät. Davon bin ich ganz fest überzeugt, und auch ein ideales Vorzeigeexemplar.
    Liebe Grüße Jacky

  6. Avatar von June
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    AW: Abschied vom Kinderwunsch

    liebe dani68,
    auch ich mag dir ein bisschen mut machen. ich hatte zwar schon einige partner, aber erst mit 36 habe ich den menschen kennengelernt, mit dem ich es mir vorstellen kann, kinder zu bekommen. wir werden es ab jetzt probieren und würden uns sehr freuen, wenn es klappt. was aber, wenn nicht? dann mag ich nicht mein leben verfluchen und nicht lebenswert finden, sondern das beste daraus machen und versuchen, träume zu leben, die mit kind nicht möglich wären.
    auch ich habe meinen freund übrigens im internet kennengelernt. gib nicht auf!
    liebe grüße, june

  7. gesperrt
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    AW: Abschied vom Kinderwunsch

    Hallo,
    ach, Ihr seid ja echt lieb, vielen Dank für's Mutmachen!
    Klar, verlieben funktioniert auch noch im "hohen Alter"!

    Trotzdem - ein bißchen Realismus kann auch nicht schaden, und die Wahrscheinlichkeit, noch Mutter zu werden, wird einfach immer geringer. Ich freu mich auch immer über Beispiele wie Jacky oder June, und ich habe auch eine Freundin, die eeeeewig allein war, von kurzen Affären abgesehen, und hat letzten September im stolzen Alter von 42 ihre Tochter bekommen!

    Schön und gut, aber das sind Einzelne, vielleicht 1% - dagegen stehen 99%, die in meinem Alter allein sind und keine Kinder mehr bekommen.

    Im Moment ist die Situation auch wirklich doof - weil alle Freundinnen glücklich unter der Haube sind, da komme ich mir schon vor wie die letzte "Übriggebliebene"

    Vielleicht muss ich einfach ein paar Jährchen Geduld haben, bis die große Scheidung/Trennungswelle mit plusminus 40 kommt???

    LG
    Dani

  8. gesperrt
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    AW: Abschied vom Kinderwunsch

    Ja, wie gesagt, die Hoffnung nicht aufgeben
    Trotzdem - der Titel "Abschied vom Kinderwunsch" hat mich angezogen (habe mich extra deswegen angemeldet).

    Und genau das ist der Prozess, den ich gerade durchmache - ich setze mich mit der Situation auseinander, dass es immer unwahrscheinlicher wird, dass ich noch Mutter werde - bisher habe ich das nämlich nicht getan, ich dachte immer etwas "blauäugig" - "das kommt schon noch".

    Nun bin ich so weit, mir einzugestehen, dass "das vielleicht nicht mehr kommt", und ich versuche, die positiven Seiten eines kinderlosen Lebens zu sehen und mich darauf einzustellen.

    Und wenn "das dann doch noch kommt" , umso besser!

    LG
    Dani


  9. Registriert seit
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    95

    AW: Abschied vom Kinderwunsch

    Hallo alle, hallo Chocolate,

    ich gehöre hier auch hin.

    Meine Geschichte ganz kurz: Nach 6jähriger Ehe sagten wir: Jetzt kann es passieren! Verhütungsmittel weggelassen und jahrelang (!!!) mit aller Lockerheit es auf uns zukommen lassen. Mein Mann hat schon ein Kind aus seiner 1. Ehe! Zwischendurch habe ich 2 Endo-Opn mit einer Eierstockentfernung hinter mich gebracht. Dann irgendwann in der KiWu-Klinik gelandet, um ganz schnell festzustellen, dass bei meinem Mann leider zu wenig lebensfähige Spermien vorhanden sind (zwischenzeitlich mal eine schwere Hodenentzündung gehabt). Es kam nur noch ICSI infrage und die verliefen leider negativ. Zur Kryo kam es nie, da ich leider nicht genug Eizellen produzierte. Außerdem noch eine hohe finanzielle Belastung, da ich extrem hohe Dosen an Hormonen benötigte und unsere Versuche nicht vollständig von der KK übernommen wurden.

    Ende vom Lied: Die Lockerheit schlug in eine Depression um, die bis heute nicht wirklich überwunden ist. Ich wollte und konnte mich dieser Medizin nicht mehr aussetzen.

    Liebe Freundinnen (und nur die wenigstens) versuchen in der Masse zu helfen, sofern dies überhaupt möglich ist. Zeitgleich zu unserer KiWu-Therapie wurde meine Freundinnen schwanger (sind alle aufgrund von Studium etc eher spät dran) und bekamen ihre Kinder. Es war teilweise die Hölle, obwohl ich mich sehr für sie gefreut habe.

    Am schlimmsten allerdings waren unbedachte Sprüche wie: Das klappt schon, wenn Ihr mal Urlaub habt! Noch schlimmer: Die Natur hat schon ihre Gründe! Der Spruch hat mich davon überzeugt, dass ich in der Lage sein könnte, jemanden voll in die Fr... zu hauen!

    Und nun bin ich noch immer der Verabschiedungsphase. Das Leben neu aufgestellt, aber immer ein Tröpfchen Hoffnung. Es gibt auch sehr viele positive Aspekte, wenn man keine Kinder hat. Jedoch bleibt immer die Tatsache: Ich habe mich nicht bewusst gegen eigene Kinder entscheiden können! Das macht das Akzeptieren für mich schwieriger.

    Allen "Schwestern im Geiste"

    Liebe Grüße

    Obsession

  10. Inaktiver User

    AW: Abschied vom Kinderwunsch

    Kennt Ihr auch das Gefühl, auf einem Geburtstag zwischen glücklichen Eltern oder noch schlimmer, nur Müttern zu sitzen?
    Das Gefühl zu haben, nicht dazu zu gehören. Sich kein Urteil erlauben zu dürfen, wenn es um die alltäglichen Probleme mit den lieben Kleinen geht.
    Habt Ihr auch schon nach solchen Feiern im Auto gesessen, und geheult.
    Ja, ich kenne diese Gefühle - aber mich belastet es im Gegensatz zu Dir nicht, weil ich keine Kinder haben möchte.

    Ich fühle mich ausgeschlossen, obwohl ich selbst ganz bewusst so entschieden habe.

    Vielleicht hilft es Dir ja ein wenig bei der Verabschiedung. Du wirst manchmal weiter mit dem Gefühl des "anders seins" leben müssen - aber das ist in grösseren Teilen unabhängig davon,. sich neu aufzustellen.

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