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  1. Avatar von Aen
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    AW: Zweites Kind - ich will, er (vermutlich) nicht...

    Zitat Zitat von madamexx Beitrag anzeigen
    und ja, irgendwie bin ich da auch ganz stolz auf uns, dass das immer wieder gelungen ist, den Anderen zu verstehen.
    Völlig zu recht. (Ich sehe 374 Eheberater hysterisch mitnicken. ;-)

    Und wenn Du das, was ihr da habt, mal versuchsweise neben Deine Angst (?) vor einem "fehlenden" zweiten Kind legst ...?
    Eine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag. -- A. Tschechow


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    AW: Zweites Kind - ich will, er (vermutlich) nicht...

    Zitat Zitat von madamexx Beitrag anzeigen
    Zur Erläuterung: wir hatten beide Stipendien für unsere Doktorarbeiten (das sind die Zusatzqualifikationen, war um Anonymität bemüht, lösche das vielleicht später wieder raus). Der Plan war eigentlich, in dieser Zeit ein Kind zu bekommen, das ging nicht auf. Depression und Kinderwunschbehandlung war ja nicht von uns so gewünscht... und Arbeiten mussten wir nach Ablauf der Stipendien irgendwann wieder... Meine Doktorarbeit habe ich in der Kinderwunsch- und Babyzeit zurückgestellt, möchte sie aber nun doch beenden. (Da hat mich mein Mann immer ziemlich gepusht, ich hätte es jetzt einfach mal gelassen, ist allerdings wegen dem Stipendium auch nicht ganz leicht zu legitimieren. Eine gewisse Stundenanzahl steht mir bei meiner Arbeit auch zu, ein großer Teil ist auch bereits fertig).
    Ich wollte auch nicht unterstellen, dass ihr die Kinderwunschbehandlung oder die Depression aus LAngeweile noch in euer volles Leben gepackt habt - aber ihr habt da in relativ kurzer Zeit ein extremes Programm gefahren und noch scheint eure Ehe intakt zu sein, ich würde wohl eher daran arbeiten, dass das so bleibt und die Zeit mit Kind endlich mal genießen, diese Jahre vergehen so furchtbar schnell.

    Ich würde auch nicht komplett aussetzen oder den Doktor nicht machen, wenn es schaffbar ist. Aber 2 Kinder sind nochmal um einiges mehr Arbeit und das sich Kinder gemeinsam spielen und man mehr Ruhe hat, halte ich auch nicht für den Regelfall, zumal wenn einige Jahre dazwischen liegen. Ihr hättet dann ein Baby und ein Kleinkind - 2 Kinder die abwechselnd oder nacheinander krank sind, noch mehr Tage, wo man sich beruflich freinehmen muss usw.

    Wenn dir ein 2tes Kind wirklich ein Herzenswunsch ist, würde ich es wahrscheinlich von der pragmatischen Seite angehen und im Vorfeld die größten Stolpersteine und Hinderungsgründe angehen und Lösungen finden und ihm einfach sagen, warum du dir unbedingt ein 2tes Kind wünschst und dann schauen und dann deinen Mann ev. sogar den Strang zeigen - du schreibst trotz der schwierigen Zeiten sehr liebevoll von euch und auch von deiner Wunschfamilienvorstellung. Dir sollte aber bewusst sein, wenn du bei Kind 1 schon den großteil alleine bewältigen hast müssen, dass es nicht unwahrscheinlich ist, dass du dann mit 2 Kindern Hauptverantwortliche bist...dein Mann wird sich da wahrscheinlich nicht groß ändern.
    Liebt Menschen und benutzt Dinge, weil das Gegenteil niemals funktioniert - The Minimalists

  3. gesperrt
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    AW: Zweites Kind - ich will, er (vermutlich) nicht...

    Und Einzelkind sein ist übrigens gar nicht schlimm, sondern auch sehr schön;)


  4. Registriert seit
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    AW: Zweites Kind - ich will, er (vermutlich) nicht...

    Du könntest die Sache für ein Jahr komplett auf Eis legen.
    Den Ist-Zustand genießen, euch erholen, alles stabilisieren.
    Dann sehen , was möglich ist.

    Nachdem die Kinderwunschbehandlung schon einmal erfolgreich war,
    ist die Wahrscheinlichkeit beim zweiten Mal vermutlich besser,
    also denke ich, das eine Jahr Pause kannst Du Dir leisten.
    Alles Gute,
    Silvia12


  5. Registriert seit
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    AW: Zweites Kind - ich will, er (vermutlich) nicht...

    Meine Antwort ist vermutlich nicht gerade das, was du hören möchtest. Aber ich sehe die Rolle deines Mannes hier wenig positiv, auch wenn ihr als Paar gut funktioniert. Ich habe unter ähnlichen Umständen (2x Diss, gesundheitliche Probleme, eine Zeitlang große Sorgen um die Zukunft) mit meinem Mann 2 Kinder bekommen und kurz danach noch ein drittes. Und wenn ich lese, wie hier alles an Dir hängen blieb, wie er dich letztlich mit der Belastung (und auch mit der Freude!) alleine gelassen hat, wie du es als Erfolg feierst, dass er jetzt auch mal "eine Nacht schafft"- da kommt mir der Gedanke, dass ICH mit diese Mann nicht noch ein Kind bekommen würde.

    Wie schon jemand schrieb: zwei Kinder sind wunderbar und schön, aber wer sich schon mit einem so überfordert fühlt und sich da so rauszieht, der wird es mit zweien kaum entspannter finden.
    Geändert von honzina (20.06.2018 um 07:41 Uhr)

  6. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Zweites Kind - ich will, er (vermutlich) nicht...

    Mit 38 ist die Chance, schwanger zu werden bereits geringer. Was es mit der Kinderwunschbehandlung auf sich hat weiß ich nicht. Offenbar gab es bereits Schwierigkeiten, schwanger zu werden.

    Mein Kind bekam ich sehr früh mit 22. Ausbildung nachgeschoben, Mann hatte schwierige Zeiten. Er war immer für uns da, ich war dermaßen erschöpft, dass er nachts aufstand um das Kind zu versorgen. Ich setzte die ersten 3 Jahre aus mit der Ausbildung. Alles in allem waren es harte Zeiten.

    Die Geburt war sehr schwer und angeblich hätte ein Klimikarzt von einem weiteren Kind abgeraten. Zu mir hat niemand was gesagt diesbezüglich.

    Mit Mitte 30 wollte ich unbedingt noch ein zweites Kind, mein Mann nicht.
    Er hat es uns aus den verschiedensten Gründen nicht zugetraut. Fühlte sich zu alt ( wir sind fast gleich alt). Wir hatten damals Auseinandersetzungen bis aufs Blut.

    Auch medizinisch hätte es ganz sicher Möglichkeiten gegeben wie z B. Kaiserschnitt.

    Meine berufliche Situation war zu diesem Zeitpunkt lange schon stabil, seine nicht. Letztendlich hat sich auch seine Situation stabilisiert, seine Befürchtungen waren umsonst.

    Lange Rede kurzer Sinn: Weil ich weder Pille noch Spirale vertrug ließ er sich operieren, gegen meinen ausdrücklichen Willen. Dass er mir vertrauen konnte stand nie außer Frage. Nie wäre ich ohne seine Zustimmung schwanger geworden. Er tat es aus Rücksicht wie er behauptete und war einfach nicht zu bremsen. Ich konnte nicht sagen tu's nicht, wo er sich so sicher war.

    Wir haben einen wunderbaren Sohn.
    Sicher ging es uns durch die Ein-Kind-Familie finanziell besser, was auch dem Sohn zugute kommt, heute noch.

    Dass wir nur ein Kind haben schmerzt mich aber AUCH heute noch! Oft kann ich mich nicht zurückhalten wenn wir unterwegs sind und Familien sehe und mache Vorwürfe, guck mal, zwei Kinder, oder mehr sogar.

    Meinem Mann tut es schon lange leid, damals so gehandelt zu haben. Wir hätten es geschafft, das sieht er heute auch so.

    Ich weiß, dass meine Vorwürfe unfair sind. Es steht ganz einfach zwischen uns.

    Auch bin ich oft traurig oder depressiv deswegen...der Sohn ist jetzt in deinem Alter und alle Züge lange abgefahren.

    Raten kann ich gar nichts.
    Man weiß auch nie, ob das Kind gesund zur Welt kommt.

    Das Risiko wollte und konnte ich nicht alleine tragen, gegen den Willen meines Mannes wäre ich nicht schwanger geworden.


    Ich wollte von Anfang an mehrere Kinder und kann sehr gut mit Kindern umgehen.

    Was bleibt, ist die Traurigkeit.
    Immer, wenn ich "richtige" Familien sehe.


  7. Registriert seit
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    AW: Zweites Kind - ich will, er (vermutlich) nicht...

    Ich danke Euch sehr für Eure Einschätzungen, Perspektiven, Erlebnisse. Werde mich in Ruhe melden, gerade ist noch viel zu tun... aber es bewegt alles etwas in mir!

  8. Avatar von Monchisha
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    AW: Zweites Kind - ich will, er (vermutlich) nicht...

    Madamexx,
    ich befinde mich in einer ähnlichen Situation wie du. Unsere Kinder sind gleichalt, ich bin auch 38 und hätte gerne ein zweites Kind. Mein Mann weiß nicht so recht.
    Dies ist sicher den ersten anstrengenden Jahren mit unserer Tochter geschuldet. Sie ist ein forderndes Kind und es gab Probleme bei der Fremdbetreuung, so dass wir uns ein Jahr durchboxen mussten.
    Mein Job steht gerade auf der Kippe und ich spiele mit dem Gedanken 'umzuschulen'. Dann wäre ich 40 Jahre und das wäre (bisher) meine persönliche Höchstgrenze für ein zweites Kind.
    Ich weiß auch nicht genau, wie ich das mit meinem Partner klären soll und ganz ehrlich weiß ich manchmal auch nicht, ob ich ganz unbedingt ein zweites Kind möchte. Die sehr anstrengende Babyzeit mit meiner Tochter hat mich gelehrt, dass es auch ganz anders kommen kann als man erwartet. Und das nochmal mit Kleinkind? Zusätzlich dann eben die berufliche Situation.

    Ich lasse momentan das Thema etwas ruhen, und versuche meine eigenen Gedanken zu ordnen. Bei Gelegenheit erwähne ich den Wunsch und auch meine Bedenken gegenüber meinem Mann. Er ist also schon im Bilde äußert sich aber (genau wie dein Mann) nur vage dazu.

    Meine Geschichte hilft dir konkret vermutlich auch nicht, aber du bist damit zumindest nicht alleine...

  9. Avatar von Monchisha
    Registriert seit
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    AW: Zweites Kind - ich will, er (vermutlich) nicht...

    Daher lese ich sehr interessiert hier im Thread mit. Man gewinnt durch die unterschiedlichen Erfahrungen und Blickwinkel nochmal ganz andere Einblicke.


  10. Registriert seit
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    AW: Zweites Kind - ich will, er (vermutlich) nicht...

    Monchisha, wir hatten eine fordernde Nr. 1. Das hat uns lange (und beinahe ganz und gar) von Nr. 2 abgehalten. Die Nr. 2 war dann zwar kein Ponyhof, aber längst nicht das Kaliber wie Nr. 1. Und Nr. 1 wurde der beste große Bruder, den man sich vorstellen kann. (Ich glaube, das lag einfach auch mit daran, dass er von uns in den ersten beiden Jahren ganz, ganz viel bekommen und seine eigenen Reserven so damit vollgepumpt hat, dass er genug für die Situation hatte und sogar genug, um weiterzugeben an seine Schwester. Das mag jetzt zu blumig und beschönigend klingen, aber so sehe ich es.)
    Er war aber auch schon 3,5 und damit nicht mehr in der schlimmsten Kleinkindphase, und ich war "erst" 36. Und eine Garantie, wie das zweite wird, hat man nun mal nicht. Ein Gedanke, der uns bestärkt hat, war aber: Wir haben es einmal geschafft, wir schaffen es auch ein zweites Mal. Und dieses Mal sind wir wenigstens darauf vorbereitet, wie es werden könnte.

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