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  1. Registriert seit
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    AW: Ein Kind nur unter "perfekten" Umständen? Selbstbetrug oder Angst?

    Ich glaube schon, dass die akademische Mittelschicht zumindest in bestimmten Quartieren und Stadtbezirken für einen kleinen "Babyboom" mit-verantwortlich ist. Ja, sogar der Ursprung des Trends zum dritten Kind. Gefühlt rückte in den 1990er Jahren die Familiengründung zeitlich deutlich nach hinten und die (oftmals) Akademikerin, die mit Mitte/Ende 30 das erste Kind bekommen hatte, musste schon Gas geben, wenn kein Einzelkind gewünscht war. Mit 2 kleinen Kindern folgte dann meist die Erkenntnis , dass die Jobwelt nicht auf eine 40 Jährige mit 2 Kleinkindern gewartet hatte und (Ich drücke das bewusst zugespitzt aus) da beruflich nicht mehr viel zu holen war, war das dritte Kind eine gute Alternative. Ich beobachte eher, dass tatsächlich dieses Segment der Bevölkerung tendenziell mehr Kinder hat als die, bei denen es trotz Arbeit finanziell knapp ist.

  2. Avatar von chaos99
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    AW: Ein Kind nur unter "perfekten" Umständen? Selbstbetrug oder Angst?

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    da hab ich auch nochmal ein kurzes OT:
    die Kinder müssen später dann aber auch entsprechende sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse haben, sonst wird die Rechnung auch nicht aufgehen. Ich finde das ziemlich irrwitzig, den Generationenvertrag nur in "Köpfen" zu rechnen. Wenn Leistungsbezieher immer mehr werden, bzw. Leute, die im Niedriglohnsektor arbeiten, dann wird ein Bevölkerungswachstum allein das Problem nicht lösen.
    OT off.
    Das ist derzeit und nicht seit einem Jahr der Fall.
    Trotzdem bekommt die derzeitige Rentergeneration gutes Geld.
    Das Beispiel Niedriglohnsektor kann ich schon nicht mehr hören...
    Ich kenne sehr viele Betriebe, die qualifiziertes Personal dringend suchen, aber keiner arbeiten will.
    Wer meckert, er habe ja keine ausreichende oder gar keine Arbeit, muss selber etwas dagegen tun....und nicht Politiker für die eigene Faulheit verantwortlich machen.
    Den Anteil hat es schon immer gegeben...
    Die Problematik ist schlicht der Diskrepanz zwischen den geburtenschwachen und -starken Jahrgängen geschuldet.


    Kann man hier als "Argument" eh nicht zulassen, ein Kind nicht in die Welt zu setzen.
    Chaos
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    Permanente Nettigkeit ist ein Symptom. (Dr. House)

  3. Avatar von Historia02
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    AW: Ein Kind nur unter "perfekten" Umständen? Selbstbetrug oder Angst?

    Hallo MadameM,

    der Strang ist ja nun schon etwas älter, aber ich wollte noch meinen Senf dazugeben.
    Ich wohne im Speckgürtel einer Großstadt und da sind Fahrtzeiten von 1 Stunde zur Arbeit fast schon normal. Den Job "direkt um die Ecke" haben hier die wenigsten.

    Dass dein Mann sein Kind "in seine Richtung" mitnehmen könnte, ist nett gedacht, aber de facto werdet ihr wohl nur an eurem Ort einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz haben.

    Ich habe einige Arbeitskollegen, die mit Kindern in der Stadt leben. Das hat auch einige Vorteile: Das Angebot an was-auch-immer (Schwimmkurs, Musikunterricht, Fremdsprachenunterricht in exotischen Sprachen etc.) ist wesentlich größer. Und ab einem bestimmten Alter können die Kinder selbständig mit dem ÖPNV fahren, das macht das "Mama-Taxi" überflüssig.

    Im Moment scheinst du ganz bestimmte Vorstellungen zu haben, wie alles ablaufen wird (also, dass du zuhause bleiben willst, dass du keine Vorbilder für die nicht-klassische Rollenverteilung kennst, etc.), aber die Realität wird dann sowieso ganz anders sein.

    Mein Mann und ich haben im Lauf der letzten Jahre mehrfach unsere Arbeitszeiten modifiziert, um alle Bedürfnisse unter einen Hut zu kriegen. Da hatte ich auch immer wieder Hemmungen, mit meinen Chefs zu sprechen, aber es war einfacher als gedacht. Mittlerweile nehmen in der Firma, in der ich arbeite, sehr viele Männer Elternzeit und mehr als einer arbeitet nur noch Teilzeit (4-Tage-Woche mit 1 freien Tag). Auch bei den Müttern gibt es viele Modelle (je nach Arbeitszeiten des Ehemannes oder den Unterstützungsmöglichkeiten der Großeltern).

    Ich habe mal bewusst darauf geachtet, wieviele Familien hier wirklich so ein "perfektes Nest" haben, aber irgendwie gibt's da gar nicht so viele. Irgendwas ist immer. Am besten läuft es natürlich, wenn man im abbezahlten Haus wohnt und Großelternunterstützung hat ... aber wer hat das schon? Das sind wirklich nur wenige.

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