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  1. Registriert seit
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    AW: Ein Leben ohne Kinder - was macht ihr dann? :)

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Na das muss sich doch toll anfühlen.
    Ihr seid die einzigen ehrlichen Menschen, lebt euer Leben, uneingeschränkt durch Kinder, müsst nicht früh aufstehen, nicht kochen, kein Geld für Kinder ausgeben.
    Das ist doch ganz fantastisch.

    Alle anderen sind doch nur Heuchler.
    Lustig. Ich sehe die Anderen nicht als Heuchler, ich empfinde es aber als Heuchlerei, wenn bei gemeinsamen Treffen immer nur über die Kinder gelästert wird (ist schlecht in der Schule, räumt das Zimmer nicht auf, ist so frech, schläft nicht im eigenen Bett etc.) und einem dann nach einer Stunde Herziehen über das Kind gesagt wird, wie toll das Leben mit Kindern ist. Noch dazu, wo es, seit die Kinder da sind, gleich die Trennung und jede Menge Probleme dazu gab. Sorry, geht für mich gar nicht, das ist scheinheilig.

    Ich kenne durchaus Leute, die sich gut arrangiert haben, aber der Großteil der Menschen aus MEINEM Umfeld ist durch Kinder nicht glücklicher geworden und die geben sich auch nicht die Mühe, das großartig zu verbergen, weil sie es gar nicht anders können. Wie Promethea schon sagte, das Leben ist anders geworden. Wenn ich es von außen betrachte, meine ich aber, in vielerlei Hinsicht eben schlechter (zumindest das, was mir wichtig ist). Das muss ja nicht jeder so sehen. Aber deine Reaktion zeigt mir auch, dass Menschen nicht damit umgehen können, wenn man ihr Elternsein in Frage stellt. Klar, es ist die einzige nicht revidierbare Entscheidung im Leben und Eltern kommen sowieso nicht mehr aus, also warum diesbezüglich ehrlich sagen, dass es auch Nachteile hat?
    Eine Freundin von mir hat sich durch die Kinder extrem ins Negative verändert, ist sogar depressiv geworden. Muss nicht allen so gehen, aber ist eben eine Variante.
    Ich freue mich für diejenigen, die die richtige Entscheidung für sich getroffen haben, aber ich finde es eben merkwürdig, wenn Kinder als alternativlos hingestellt werden
    Geändert von musicduck (11.02.2018 um 18:39 Uhr)

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    AW: Ein Leben ohne Kinder - was macht ihr dann? :)

    Hat doch alles Vor- und Nachteile. Welche man davon für sich wählt, bleibt doch Jedem selbst überlassen, zum Glück hat man heutzutage die Wahl. Dass ein Leben mit oder ohne Kinder schlechter oder besser wäre, kann man nicht sagen - es ist einfach nur anders, wie hier schon geschrieben. Die Mütter und Väter, die ich kenne, sind übrigens sehr glücklich und würden nicht mit mir Kinderlose tauschen wollen.

    Meine ganzen Freundinnen mit Kindern arbeiten nur noch Teilzeit, waren nach der Geburt erstmal 2-4 Jahre aus dem Job. Dafür beneide ich die oft. Ich hab nahtlos Abitur, Ausbildung, Studium, Ref gemacht und arbeite seitdem Vollzeit. Und später ist da mal Niemand, der mich pflegt oder sonst wie für mich da ist. Es gibt also auch Nachteile von Kinderlosigkeit.
    (Mmmh, ich sollte mal wieder mein Patenkind zu mir holen. )

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    AW: Ein Leben ohne Kinder - was macht ihr dann? :)

    Zitat Zitat von Sentenza_ Beitrag anzeigen
    So zwei bis vier erwachsene Söhne, das wäre schon toll. Aber woher nehmen, ne? Ich wollte nie Kinder, ich habe keine. Eher mache ich 50 Katzenklos sauber, bevor ich freiwillig nur eine einzige Windel wechsle.


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    AW: Ein Leben ohne Kinder - was macht ihr dann? :)

    Wenn du es als Lücke, die du anderweitig füllen musst, empfindest, kinderlos zu bleiben, dann solltest du das womöglich noch einmal überdenken.

  5. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Ein Leben ohne Kinder - was macht ihr dann? :)

    Aber offenbar fehlt ja doch etwas in deinem Leben, sonst würdest du nicht fragen,

    Was habt ihr mit eurem Leben vor? Was füllt euch aus? Was ist eurer "Baby"?
    Offenbar reicht dir dein Leben so wie es ist ja nicht.

    Ich kenne zB viele Familien mit Kindern, in der alle Beteiligten sehr glücklich sind - ich kenne genauso viele Kinderlose, die ziemlich unglücklich in ihrem Leben sind - und umgekehrt. Ich kenne insgesamt eine Menge Menschen, mit denen ich nicht tauschen will. Haben die sich alle falsch entschieden? Nein, nur anders.

    Du hast deinen Fokus im Moment extrem auf den Kindern.
    Wenn tatsächlich alle in deinem Umfeld Kindern haben, dann würde ich dir empfehle, suche dir ein paar neue Bekannte (älter, jünger, mit Kindern, ohne Kinder), erweitere deinen Kreis, dann kommen auch automatisch neue Themen.

    Ich habe viele Freunde und Bekannte und etwa die Hälfte davon hat Kinder, die andere nicht. Themen habe ich mit allen.
    Allerdings war ich vor vielen Jahren mal bei Freunden von Freunden, da war der Kreis insofern extrem homogen, als alle entweder ein oder mehr Kinder hatte, gerade schwanger war oder darauf hinarbeitete schwanger zu werden. Alle hatten ein EFH, wohnten etwas ländlich, der Mann war Hauptverdiener und die Frau arbeitet nebenher und ..... ich erspare weitere Details. Nichts an deren Leben war falsch, aber ich fühlte mich definitv auf dem falschen Planeten. Aber viele meiner Freunde mit Kindern hätten sich da genauso auf dem falschen Planeten gefühlt.

    Also wenn dein Umfeld eher dem Idyll der 50er Jahre entspricht - such dir dringend ein anderes Umfeld.


    Ansonsten nimm den Fokus von den Kindern, genieße dein Leben.
    Und ja es kann trotz tollen Leben passieren, dass du irgendwann an einen Punkt kommst, wo du dein Leben, deinen Partner irgendwas nicht mehr magst und etwas ändern willst - für viele in deinem Umfeld war das vermutlich der Punkt, an dem sie Kinder bekommen haben. Um etwas im Leben zu ändern.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
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  6. gesperrt
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    AW: Ein Leben ohne Kinder - was macht ihr dann? :)

    Zitat Zitat von musicduck Beitrag anzeigen
    Ich freue mich für diejenigen, die die richtige Entscheidung für sich getroffen haben, aber ich finde es eben merkwürdig, wenn Kinder als alternativlos hingestellt werden
    An deiner Stelle würde ich mal meinen Freundeskreis überdenken. All das, was du da erzählst, habe ich nie erlebt. Da hat Jeder akzeptiert, dass ich/wir keine Kinder wollten.

  7. Avatar von Amelie63
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    AW: Ein Leben ohne Kinder - was macht ihr dann? :)

    Zitat Zitat von musicduck Beitrag anzeigen

    , aber der Großteil der Menschen aus MEINEM Umfeld ist durch Kinder nicht glücklicher geworden
    natürlich nicht. Das ist wie mit allen großen Lebensveränderungen: die äußeren Umstände werden uns nicht glücklicher machen, wenn wir irgendwo in uns selbst unglücklich sind - weil wir uns in jede Veränderung hinein mitnehmen.

    Wir überfrachten heute alle unsere Beziehungen mit unseren Erwartungen. Das gilt sogar fürs Kinderkriegen. Wir werden dadurch vieles in einem anderen Licht sehen, anders bewerten, anders empfinden. Aber einen Anspruch auf mehr Glück gibt es nicht. Ich sehe es sogar so, dass Kinder eher das verstärken, was latent schon vor ihnen in uns und unserer Beziehung war. Und das ist nicht immer das Beste. Kinder retten weder uns noch unsere Beziehungen. Die fordern uns, und das müssen wir wollen, um es einigermaßen gut hinzukriegen.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.


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    AW: Ein Leben ohne Kinder - was macht ihr dann? :)

    Zitat Zitat von morcheeba-1966 Beitrag anzeigen
    Wenn du es als Lücke, die du anderweitig füllen musst, empfindest, kinderlos zu bleiben, dann solltest du das womöglich noch einmal überdenken.
    Ich persönlich sehe es nicht als Lücke, aber dadurch, dass sich auch unser ganzes Sozialleben (wie vorher schon erwähnt) verändert hat, frage ich mich einfach, was das für unsere Zukunft heißt. Ich rede jetzt nicht davon, wer uns später einmal ggf. pflegen wird oder so, denn darauf kann man sich auch mit Kindern nie verlassen. Man hat ja keine Garantie, was später einmal aus den Kindern wird, wie die Beziehung ist etc.
    Natürlich gibt es einen ganz winzigen Punkt in mir drin, der ein bisschen Angst hat, dass es viell. die falsche Entscheidung ist und es irgendwann zu spät sein könnte, aber ich weiß für mich selbst, dass ich keine Kinder will und ich sehe auch an den Anderen, dass die ein Leben leben, das ich so nicht haben wollte.
    Klar, gibt es viele schöne Momente, die die dann auch haben: Mit den Kindern Kekse backen, im Sommer an den Strand etc., aber auch viele negative Sachen. Ein Freund von uns hat einen 19-jährigen Sohn, der jetzt zum dritten Mal die zwölfte Klasse macht. Die reden kaum mehr miteinander und das schon seit Monaten. Nur als Beispiel.

    Ich weiß für mich, dass ich keine Kinder will. Aber eben auch nach dem Gespräch mit meiner Tante und so, frage ich mich, ob ich es "richtig" mache. Ich habe, entgegen vieler andere Menschen, keine Angst, dass von mir nichts bleibt. Nach spätestens der dritten Generation sind wir sowieso alle vergessen, wenn wir nicht irgendein Wundergenie oder ein verrückter Mörder waren. Ich frage mich einfach nur, wo dann unser Platz ist?

  9. Avatar von schafwolle
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    AW: Ein Leben ohne Kinder - was macht ihr dann? :)

    Zitat Zitat von musicduck Beitrag anzeigen
    ... aber ich bewundere halt auch jeden, der es dauerhaft aushält, sich nach diesen kleinen Menschen auszurichten und das fast 20 Jahre lang.
    Das ist eine Frage der Perspektive.
    Jemand, der Kinder hat und dazu steht, würde das selbst wohl nie so sehen.
    Schon aus dem Grund, weil Kinder - etwas pathetisch ausgedrückt - ein Teil
    von uns selbst sind.


    Und ich verstehe eben auch nicht, wieso fast alle Eltern immer nur jammern, dann aber den Satz hinten dran hängen, dass es ja soooooo schön mit Kindern sei etc. Das ist für mich extrem unglaubwürdig.
    Das ist aus Deiner Sicht unglaubwürdig, weil Du wahrscheinlich nicht unterscheiden
    kannst zwischen situativem "Jammern" und dem grundlegenden Gefühl als solchem.

    Wenn Du hin und wieder Probleme im Job hast, stellst Du doch auch nicht automatisch
    den Job als solchen oder gar Deine Berufsausbildung in Frage, oder?


    Bei vielen merke ich aber, dass die Lebensqualität deutlich abgenommen hat.
    Lebensqualität ist aber relativ.
    Was Dir selbst erstrebenswert scheint, muss für andere Menschen nicht
    automatisch den gleichen Stellenwert haben.


    ich merke einfach immer mehr, wie diese Leute auch (aus meiner Sicht) neidisch auf uns sind, auf unsere Freiheiten ...
    Genießt Eure Freiheiten bzw. das, was Ihr darunter versteht.

    Aber die wenigsten Eltern sehen sich in dem Maße eingeschränkt, wie Du das
    zu glauben scheinst. Auch wenn sie sich einschränken (müssen), dann wissen
    sie idR, wofür sie das tun.


    Weil die Anderen es nicht ertragen, dass wir keine Kinder wollen?
    Mir scheint, Du nimmst Deine (absolut legitime) Entscheidung, eben keine Kinder zu wollen,
    viel zu wichtig. Und dass Andere das nicht "ertragen" kann ich mir beim besten Willen
    nicht vorstellen.

  10. Avatar von twix25
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    AW: Ein Leben ohne Kinder - was macht ihr dann? :)

    Ich wollte immer Kinder u hätte es nicht mit anderen Themen ersetzen können.

    Dennoch : was hab ich Nerven gelassen

    Ich wollte immer einen Hund und als ich den dann später -selbstentschieden!!- hatte - was hab ich Nerven gelassen!
    Dem heulen wir alle noch hinterher, obwohl er lange tot ist

    Per Zufall bekam ich eine Leitungsposition, wollte ich nie, hab sie angenommen und mich doll gefreut
    Wenn ich vorher gewusst hätte, was ich da für Nerven gelassen habe...

    Will damit sagen, dass ich es normal finde, sich über vieles in seinem Alltag aufzuregen, sind es nun meine Kinder oder sonstwer oder sonstwas

    Dennoch kann ich es, ihn, sie lieben
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

    Mein Leben so : "Naaaa guut"

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