Es ging. Ich konnte damals die Abteilung wechseln und im Drei- Schicht-Betrieb, täglich wechselnd, arbeiten. Ich habe mir so viele Nachtschichten wie möglich angetauscht, da ging das gut. Und wir hatten eine Armada an familiären Betreuungskräften in der Nähe :)
Ausserdem war ich gerade Anfang 20. Da steckte ich wenig Schlaf etc sehr leicht weg.
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 21
-
21.07.2017, 06:00
AW: Wieviele Gedanken machen vor der Kinderplanung, ohne sich verrückt zu machen?
-
21.07.2017, 08:54
AW: Wieviele Gedanken machen vor der Kinderplanung, ohne sich verrückt zu machen?
Beim ersten Kind haben wir mit 6 Monaten mit einer Betreuung durch eine Tagesmutter angefangen, allerdings nur wenige Stunden am Tag und ich konnte meine Zeit sehr frei einteilen, so dass wir keinen Druck hatten bei Krankheiten oder der anfangs sehr langsamen Eingewöhnung. Mit einem festen Job wäre das schwierig geworden. Mit einem Jahr waren wir bei ca. 5-6 Stunden Betreuung und haben das mit knapp 1,75 Jahren auf Vollzeit (8-9 h) ausgedehnt. Ab da haben wir beide auch Vollzeit gearbeitet.
Bei den zweiten Kindern war uns klar, dass wir mit zwei festen Jobs uns nicht zu früh zu lange verpflichten wollen. Daher haben wir uns entschieden, dass ich die ersten 8 Monate Vollzeit Elternzeit nehme und dann mit wenigen Stunden wieder einsteige, während mein Mann Vollzeit-Elternzeit für einige Monate nimmt. Mit einem Jahr beginnt dann die Betreuung bei einer Tagesmutter (früher wollten wir diesmal nicht) und wir arbeiten beide noch einige Monate Teilzeit, die neuen Elterngeld-Plus-Regelungen sind für uns da ideal. Mit 1,5 Jahren arbeitet mein Mann dann wieder Vollzeit und ich noch reduziert bis zum 2. Geburtstag. Wir wollten gerade auch die Krankheiten der ersten zwei Jahre mit nicht allzu großem Stress abfangen - mit der jetzigen Regelung können wir auch gut abwechselnd arbeiten ohne ständig Kindkranktage zu nehmen. Und natürlich ist es schön, die Nachmittage mit den Kindern zu haben und nicht erst um 17 Uhr die Kinder abzuholen.
Was ist übrigens eine gute Mutter? Sensibel für die Bedürfnisse der Kinder sein vielleicht. Aber abgesehen davon gibt es wohl 1000 Wege, ausreichend gute Eltern zu sein.
-
21.07.2017, 09:33
AW: Wieviele Gedanken machen vor der Kinderplanung, ohne sich verrückt zu machen?
Ja, ich glaube in Deutschland hat man halt den Luxus doch recht lange daheim bleiben zu können. Was zum Beispiel in der Schweiz nicht gut möglich ist. Da kann man sich sicher einiges anhören müssen.

@ Wolkenschaf: Ja das mit der Elternzeit für meinen Partner ist derzeit auch am ehesten eine in Frage kommende Möglichkeit. Er würde das sofort machen. Allerdings geht es mir auch um mich selbst und ich glaube ich hätte für mich einfach ein komisches Gefühl wenn ich so schnell wieder anfange und doch einiges was mein Kind gerade am Anfang lernt, verpasse. Das er das hinbekommen würde ist klar, daran habe ich keine Zweifel.
Numme nit huddle!
-
21.07.2017, 10:06
AW: Wieviele Gedanken machen vor der Kinderplanung, ohne sich verrückt zu machen?
Bestände die Möglichkeit mit reduzierter Stundenzahl wieder einzusteigen.
Das mit dem verpassen ist sie eine typisch deutsche Phrase.
Wenn es danach geht, verpasst man immer was egal ob es das erste Jahr ist, das zweite oder das 5. Oder man verpasst nichts, man ist ja nicht monatelang weg und sieht sein Kind nicht
-
21.07.2017, 10:21
AW: Wieviele Gedanken machen vor der Kinderplanung, ohne sich verrückt zu machen?
Ich habe übrigens beim ersten Kind die Meilensteine des ersten halben Jahres "verpasst". Das erste Lächeln bekam mein Mann, das erste Drehen sah meine Mutter - ich war in der Küche, im Nebenraum, jedenfalls immer "da". Als das Kind dann bei der Tagesmutter war, kamen die Meilensteine immer zu Hause: Das erste Robben, das erste Krabbeln, das erste Stehen, die ersten Worte. Fand ich nett von meiner Tochter, das gebe ich zu.
-
22.07.2017, 07:41
AW: Wieviele Gedanken machen vor der Kinderplanung, ohne sich verrückt zu machen?
Die 16 Wochen, davon 14 bezahlt, sind das gesetzlich zugesicherte Minimum. Du kannst mit Deinem AG vereinbaren, Läger zu Hause zu bleiben. Das wäre dann unbezahlter Urlaub und ist sehr üblich in der Schweiz.
Ich habe beim ersten Kind nur die 16 Wochen gemacht und obwohl ich im Rückblick denke, dass der frühe Wiedereinstieg dazu beigetragen hat, eine Depression (knapp) zu vermeiden, so war es mir doch zu früh. Beim zweiten und dritten Kind bin ich nach ca. 6 Monaten wieder eingestiegen. Mein jetziger AG würde aber zB auch 9 Monate ermöglichen.
Das erste Dingsbums ist mE romantische Verklärung. Ein Kind macht ja nicht am Morgen die ersten Schritte und läuft am Abend dann souverän quer durch die Wohnung (mag es auch geben, ist aber sicher nicht der Regelfall), sondern es macht die ersten Schritte wochenlang. Und tagelang das erste Lächeln etc. Da hatte ich nie das Gefühl, etwas zu verpassen.
Wie auch immer. Du weisst ja, was Du willst. Meines Wissens würde Dir bei einem Wohnort in D Elterngeld zustehen. Es gibt spezielle Grenzgängerberatungen (googeln und anrufen), die sich da auskennen.A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer
-
22.07.2017, 12:20
AW: Wieviele Gedanken machen vor der Kinderplanung, ohne sich verrückt zu machen?
Mal was anderes: Du könntest schon mal deinen Impfstatus überprüfen lassen. Nach einzelnen Impfungen soll man noch ein paar Monate mit dem Schwangerwerden warten.
-
24.07.2017, 10:41
AW: Wieviele Gedanken machen vor der Kinderplanung, ohne sich verrückt zu machen?
Jetzt muss ich gerade schmunzeln... vergangene Woche hatte ich einen regulären Besuch beim Frauenarzt wo mir klar wurde, dass wir alle älter werden (ich habe noch nicht mal die 3 vorne).
Nach einem kurzen Hallo wie geht es Ihnen kam direkt "wie sieht die Kinderplanung aus?", danke das wurde ich bisher noch nie gefragt. Und der zweite Satz war "bringen Sie mal Ihren Impfpass vorbei, dass ich da rein schauen kann".
Numme nit huddle!
-
24.07.2017, 10:45
AW: Wieviele Gedanken machen vor der Kinderplanung, ohne sich verrückt zu machen?
Numme nit huddle!
-
24.07.2017, 18:38
AW: Wieviele Gedanken machen vor der Kinderplanung, ohne sich verrückt zu machen?
Das mit dem Verpassen habe ich auch nie verstanden?! Das erste Lächeln kommt nach 1-2 Monaten da arbeiten die wenigsten Mamas den ganzen Tag ;). Viele laufen + 12 Monate, da arbeiten doch eh viele wieder...wobei ich mich an das erste Loslaufen und Lächeln erinnere. Erste Worte nicht, wahrscheinlich war ich da gerade auf der Arbeit ;)).
Mich hat allerdings etwas das Beikostthema genervt. Da ich das Mittagessen geben dem Papa abgeben musste (vorkochen "durfte" nach wir vor ich), gab es ständig Diskussionen.
Ich weiss nicht wie das bei Grenzgängern ist, aber eine Freundin konnte keine EZ beziehen, weil sie bereits Mutterschutz 16 Monate bei uns bezogen hatte, also einfach dann EZ weiterbeziehen ging nicht, man muss sich da wohl entscheiden, aber wie gesagt ja, informiere dich.


Zitieren

