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    Ungewollt schwanger - Austausch

    Hallo.

    Vor ein paar Tagen habe ich ärztlich bestätigt bekommen schwanger zu sein, ich bin bereits in der 8. Woche. Eine erste Ahnung hatte ich schon vor zwei Wochen, allerdings schob ich die Übel- und Müdigkeit erstmal auf einen Infekt.
    (Die Schwangerschaft ist weder geplant noch gewollt sondern das Ergebnis reiner Leichtsinnigkeit im Nicht-Umgang mit Verhütungsmitteln. Also pure Dummheit. Ich möchte darum bitten dies nicht zu thematisieren, alle erdenklichen Kopfschütteleien diesbezüglich habe ich mir bereits selber vorgeworfen.)

    Und nun weiß ich einfach nicht was ich machen soll, Kind austragen oder abtreiben.
    Ich hatte nie einen Kinderwunsch. Komplett ausgeschlossen habe ich eigene Kinder nicht, aber das diese zu einem und vor allem zu meinem Leben dazu gehören, das habe ich nie empfunden, der Wunsch danach war und ist nicht vorhanden.

    Die ganzen Umstände passen Null für ein Kind, weder die finanzielle, noch führen mein Partner und ich eine stabile, solide Beziehung. Ich bin aufgrund von jahrelang ausgeführter Pflege in der eigenen Familie beruflich überhaupt nirgendwo angekommen, auch ausbildungstechnisch habe ich nichts großartiges vorzuweisen. Ich wollte und werde nie Karriere machen, das ist nicht mein Ziel, aber im Hinblick auf einen beruflichen Einstieg nach einer Babypause sehe ich komplett schwarz - dies völlig realistisch eingeschätzt und keine Panikmache.
    Einzig allein mein Alter, 32, finde ich passend, aber das ist ziemlich mau.

    Mein Partner will kein Kind, zieht aber bei jeder Entscheidung verantwortungsvoll mit.

    Ich weiß einfach nicht was ich machen soll. Ich kann einfach nicht entscheiden das Kind abzutreiben, aber glücklich macht mich ein Dafür auch nicht. Dieses Kind wird in eine schlechte Lebenssituation geboren und die wird sich durch es nicht verbessern, im Gegenteil, es wird alles schwerer werden. Ich habe Angst vor der riesigen Verantwortung, nie wieder kann ich nur für mich entscheiden, werde ständige Sorgen für ein anderes Leben haben, profane Dinge wie ausschlafen, Hobbys nachgehen, Urlaub, alles wird sich ändern. Dazu der finanzielle Druck.

    Ich habe Angst eine Entscheidung für ein Kind zu bereuen, und ebenso habe ich Angst vor der Abtreibung, die unwiderruflich ist.

    Ist hier jemand für einen Austausch, der so eine Entscheidung treffen musste und davon erzählen mag?

  2. Inaktiver User

    AW: Ungewollt schwanger - Austausch

    Ich würde mir die Frage stellen, warum ich nicht ordentlich verhütet habe. Manchmal spielt die Psyche eine Rolle. Es scheint so, als wolltest du dich nicht wirklich gegen ein Kind entscheiden.
    Kannst du das ganze als "Gottesurteil" ansehen?

    Es ist nunmal passiert und nun mußt du da durch.

    Ich kann dich aber beruhigen. Auch wenn es einige anstrengende Jahre werden, nie wieder für dich entscheiden können ist eine völlig unsinnige Aussage. Kinder werden groß und dann hast du auch deine Unabhängigkeit wieder.

    Dein Partner steht dazu, ergo ist doch erst einmal eine Basis da. Abtreiben würde ich nur, wenn du wirklich 100% sicher bist das du dies willst. Das sehe ich nicht bei dir. Wenn du nicht 100% sicher bist, kann das dich in der Zukunft sehr sehr nachteilig belasten.

  3. Inaktiver User

    AW: Ungewollt schwanger - Austausch

    doppelt

  4. User Info Menu

    AW: Ungewollt schwanger - Austausch

    Liebe Copic,

    herzlich Willkommen hier

    Warst du schon bei Pro Familla? Dir bleibt nicht mehr viel Zeit.

    Was heißt, du hast ausbildungstechnisch nichts Großartiges zustande bekommen? Und wie ist deine jetztige Situation? Du arbeitest?

  5. User Info Menu

    AW: Ungewollt schwanger - Austausch

    Ja, wir beide waren bei einer Beratung, der Abtreibungstermin steht auch, der Montag in einer Woche.

    Ich habe nach der Schule eine Ausbildung zur Bürokauffrau gemacht, in dem Beruf aber nie gearbeitet. Danach gejobbt, dann einige Jahre einen Familienangehörigen in Vollzeit gepflegt, und nun erst seit zwei Jahren wieder in Lohnarbeit. Mein Arbeitsvertrag läuft Ende des Jahres aus, eine Verlängerung ist nicht drin. Das heißt dass ich ab 2017, sollte ich schwanger bleiben, keinen neuen Job haben werde, da braucht man sich nix vormachen. Also Arbeitslosengeld und dann in einem Jahr Hartz IV, so wird es kommen.
    Mein Partner steht beruflich auch am Anfang und ist arbeitssuchend. Grundsätzlich sind seine Arbeitsmoral, Gehaltsvorstellungen und seine Kompetenz nicht kompatibel, damit rechnen, dass er uns gut versorgen kann, kann ich nicht.

    Ja, 100 % sicher bin ich der Abtreibung wegen nicht. Ich war gestern zu einem Ultraschall bei der Ärztin, die den Abbruch vornehmen wird. Auf mein Bitten hin hat die Ärztin mich dann auf den Monitor schauen lassen und das hat mich ziemlich mitgenommen, denn anders als beim ersten Mal konnte man diesmal das Herz schlagen sehen. Ich finde auch dass ich mit Woche 8 und drei Tage ziemlich weit bin.

    Es ist so viel vernünftiger das Kind nicht zu bekommen, die Vorstellung an ein Kind macht mir auch wirklich große Angst. Andererseits ist es nun einmal da, wie Du sagst, bittersweet. Dann soll es vielleicht auch so sein.
    Oh man, ich hätte gerne meine sonstige Leichtigkeit, aber diese Entscheidung ist glaube mit die wichtigste, vor der man stehen kann, das ist too much für mich.

  6. Inaktiver User

    AW: Ungewollt schwanger - Austausch

    Und wie stehst du zum Thema Adoption?

  7. Moderation

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    AW: Ungewollt schwanger - Austausch

    Darf ich fragen, ob du und dein Partner psychisch einigermaßen stabil seid?

    Ich frage deswegen, weil eure ökonomische Situation sicher nicht besonders geeignet für ein Kind ist, man aber e i n e Baustelle (meinetwegen auch die zweite der nicht so gefestigten Partnerschaft) ;noch ganz gut bewältigt bekommt, jedoch mit der weiteren Baustelle psychischer Probleme schnell eine instabile und potenziell wirklich ungute Gesamtsituation entstehen kann.

  8. User Info Menu

    AW: Ungewollt schwanger - Austausch

    Nein, das kommt nicht in Frage.

  9. User Info Menu

    AW: Ungewollt schwanger - Austausch

    Ja psychisch stabil sind wir, ich aber wahrscheinlich noch fester als er.

  10. User Info Menu

    AW: Ungewollt schwanger - Austausch

    Hm, ich schreib nur mal meine Erfahrung - bin aus ähnlicher Dummheit viel zu früh und ungeplant schwanger geworden, Beziehung war auch nicht so gefestigt und ich hab das Kind bekommen. Es war für mich emotional schwierig damit fertig zu werden, dass meine Unabhängigkeit und meine Karriereoptionen erstmal deutlich eingeschränkt sind und uns fiel es auch schwer uns richtig in der Elternrolle einzufinden.

    Nichts desto trotz ist meine Tochter ein ganz wundervolles kleines Wesen und ich konnte mir trotz der Anfangsschwierigkeiten nie mehr vorstellen sie nicht bekommen zu haben. Das erscheint mir im Nachhinein undenkbar. Ich wusste das jedoch schon, als ich schwanger und bei Pro Familia war - dass ich keine Abtreibung vornehmen lassen will. Für mich war es gut, dass ich mich so entschieden habe.

    Ich hatte allerdings auch gerade fertig studiert und hatte einen 4-Jahres Vertrag. Finanzielle Sorgen hatten wir nie.

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