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    AW: Kinder, kann mich nicht entscheiden (etwas länger)

    Liebe Bisamratte,
    danke für deine ausführliche Antwort. Genau solche wahren Geschichten habe ich mir ein bisschen gewünscht.

    Zitat Zitat von Bisamratte Beitrag anzeigen
    - und dann bekam ich kalte füße. all die ängste, die du beschreibst - natürlich mit einer individuellen note - kamen zum vorschein: körperliche veränderung. abhängigkeit. nur noch kinder-gebabbel und mami-gespräche, nur noch auf spielplätzen rumhängen, kein "leben" mehr haben....
    Es ist beruhigend zu lesen, dass selbst jemand mit Kinderwunsch, solche Zweifel kennt und zugibt.
    Würdest du sagen etwas davon ist eingetroffen?
    Du meintest ja, du kann weiterhin mit Freundinnen über andere Sachen reden und ähnliches. Oder ist einfach deine Sichtweise jetzt mit Kind eine andere?

    Zitat Zitat von Bisamratte Beitrag anzeigen
    ich glaube, es ist ganz normal, dass man/frau vor grundlegenden veränderungen angst hat, jedenfalls kenn ich das von mir, bei mir heißt das "schwellenangst" - wenn ich es über die schwelle geschafft habe, ist alles ok. und: ich glaube, es gibt auch einen haufen leute, die eher ein kind kriegen, als zu heiraten, auch das ist ja die angst vor einer grundlegenden (status)veränderung.
    Schwellenangst ist wirklich ein ganz gutes Wort dafür. Wahrscheinlich ist es normal sich viele Gedanken über eine solche Veränderung zu machen. Diese Angst oder zumindest der Respekt vor dieser enormen Aufgabe sind dann unterschiedlich ausgeprägt, je nachdem wie jemand sowieso schon auf Veränderungen reagiert.

    Ich glaube manchmal, es macht mir schon der Gedanke an sich Angst. Ich hatte nie einen Kinderwunsch, aber auch nie eine große Abneigung oder war supernegativ. Es war einfach nie wirklich Thema und plötzlich kommt da dieser Gedanke und macht sich breit. Vielleicht ist es diese Schwelle und irgendwann kann ich den Gedanken zulassen und annehmen.

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    AW: Kinder, kann mich nicht entscheiden (etwas länger)

    hallo bergpalme,
    ich schreib dir noch eine pm, habe gerade wenig zeit.

    lg von der ratte
    ich bin schrecklich inkonsequent - aber nicht immer

    tippfehler gibts von mobile devices gratis. wer sie findet, darf sie behalten.

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    AW: Kinder, kann mich nicht entscheiden (etwas länger)

    Vielen Dank!
    Ich antworte später oder morgen!
    Geändert von Bergpalme (16.09.2016 um 15:30 Uhr)

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    AW: Kinder, kann mich nicht entscheiden (etwas länger)

    Hallo zusammen,

    ich würde mich gerne mal einklinken.
    Darf ich fragen, ob sich die Meinung inzwischen irgendwie "entwickelt" hat?

    Ich befinde mich in einer ähnlichen Situation. Früher (bis ca. Anfang 20) hatte ich Kinder nie auf dem Schirm. In den letzten Jahren denke ich häufiger mal drüber nach, wie es wohl wäre... Jetzt bin ich Ende 20 und die Frage taucht häufiger auf.

    Mein Partner hat momentan eine ähnliche Meinung wie ich - also im Sinne von "generell schon vorstellbar, irgendwann - und wenn nicht, ist es auch kein Drama."
    Das ist zwar schön, um sich nicht unter Druck gesetzt zu fühlen, aber es hilft auch nicht, eine eigene Richtung zu finden.

    Die Fragen und Ängste, die man hat, sind wohl immer die gleichen. Für Frauen, die schon immer einen Kinderwunsch hatten, ist es nur einfach klar, dass sie das eingehen möchten.
    Ich bin ebenfalls ein sehr selbständiger Mensch, genieße meine Hobbies, mein Leben... und frage mich auch, wie das wohl mit Kind wäre.

    Kein klares Nein, kein klares Ja.

    Mir persönlich helfen Gespräche mit meinem Partner und mit Freunden. Ich werde vermutlich nicht von jetzt auf gleich sagen "okay, ich hab mich entschieden", aber ich denke die Gespräche helfen, um gewisse Zweifel zu ergründen, um evtl. auch Anstöße von anderen Müttern/Eltern zu bekommen und dadurch besser zu verstehen, wie es denn mit Kind ist oder sein kann.

    Durch diese schrittweisen Annäherungen kann ich mir vorstellen, dass in mir demnächst der Wunsch nach Kindern reift.

    Grüße
    Lila

  5. Inaktiver User

    AW: Kinder, kann mich nicht entscheiden (etwas länger)

    Liebe Lila,

    ja, bei mir ging es vor ungefähr einem Jahr los, dass ich anfing, mich mit dem Kinderthema zu beschäftigen, das war auch mit Ende 20.
    Ich glaube, niemandem fällt es auf Anhieb leicht, sein aktuelles Leben bewusst aufzugeben und ich glaube auch, dass der Moment bei den meisten nicht kommt, sondern dass wir eher die Typen sind, die es irgendwann wagen, weil wir unser langfristiges Lebensmodell halt mit Kind sehen.
    Aber ich glaube, dass wir auf lange Sicht die Gewinner sein werden, da wir alle noch ein eigenes Leben und eigene Werte haben, die uns wichtig sind und nicht der verklärten Illusion auferliegen, dass Kinder unser Leben "perfekt" machen und unsere Beziehung schöner dadurch wird.
    Klar ist das Kind am Anfang neu und die Freude groß, aber irgendwann kommen auch alle Belastungen dazu, die hier schon aufgezählt wurden.

    Wo ich die Gefahr bei uns "Denkern" sehe: wir durchdenken eben viel zu viel als einfach zu machen und zu vertrauen. Wenn ich an mich als Kind/Jugendliche denke, war es einfach so, dass ich mein Leben einfach angenommen habe wie es ist. Ich hab mit 9 Jahren nicht gedacht "ach würde ich nicht lieber in New York wohnen statt hier in der Kleinstadt, wäre ich mal lieber auf eine andere Schule gegangen, ich sollte mal was für meine Figur tun..." Als Kind hat man sein Leben angenommen wie es war und hat einfach gemacht und gelebt.
    Heute als Erwachsener denkt man eeeewig über alles nach: wer fährt die Kinder zum Ballett? Wer wird zum Elternabend gehen? Wie machen wir das finanziell? Wie bleiben wir ein Paar? Werde ich noch gleichberechtigt sein?
    Ich plädiere dafür, sobald die fundamentalen Dinge stimmen, einfach mal auf das Leben zu vertrauen. Wenn das Kind da ist, auf sein Bauchgefühl zu hören. Wenn meine Intuition mir sagt, dass es schlecht ist, zuhause zu bleiben, während mein Partner Karriere macht, sollte ich ihr Gehör schenken. Aber vielleicht findet sie es gar nicht schlecht.
    Man kann das Leben doch eh nicht planen. Einfach mal sich und dem Leben vertrauen

  6. Inaktiver User

    AW: Kinder, kann mich nicht entscheiden (etwas länger)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn das Kind da ist, auf sein Bauchgefühl zu hören. Wenn meine Intuition mir sagt, dass es schlecht ist, zuhause zu bleiben, während mein Partner Karriere macht, sollte ich ihr Gehör schenken. Aber vielleicht findet sie es gar nicht schlecht.
    Man kann das Leben doch eh nicht planen. Einfach mal sich und dem Leben vertrauen
    Wenn das Kind dann aber schon da ist, kann man den Plan doch nicht mehr einfach so ändern.

  7. User Info Menu

    AW: Kinder, kann mich nicht entscheiden (etwas länger)

    Wenn das Kind dann aber schon da ist, kann man den Plan doch nicht mehr einfach so ändern.
    Ist nicht dein Ernst, oder ?

    Das Leben ist doch nicht bis ins Kleinste planbar... Da kann sich so viel ändern. Es hängt doch vom Kind, von dir selbst und von deinem Partner ab. Ist jeder gesund ? Behält man seine Arbeit, macht der Arbeitgeber so mit, wie man sich das vorgestellt hat ? Fühlt man sich mit seinen ursprünglichen Plänen auch in der Realität noch wohl ?

    Meiner Meinung nach lernt man als Mutter als allererstes Improvisation... man versucht etwas auf die Reihe zu kriegen, was man sich vorher einfach nicht komplett vorstellen konnte. Und ja, ich meine das durchaus positiv.

    Grüße deju

  8. Inaktiver User

    AW: Kinder, kann mich nicht entscheiden (etwas länger)

    Zitat Zitat von deju Beitrag anzeigen
    Ist nicht dein Ernst, oder ?

    Das Leben ist doch nicht bis ins Kleinste planbar... Da kann sich so viel ändern. Es hängt doch vom Kind, von dir selbst und von deinem Partner ab.
    Nicht bis ins Kleinste, natürlich nicht. Aber in der Regel wird man sich doch vorher Gedanken machen, wer welche Aufgaben bei der Kindererziehung übernimmt, wer wann zu Hause bleibt usw. Was an Ende ja auch eine Frage der Finanzen und der Praktikabilität ist.
    Und da stelle ich es mir schon schwierig vor, im Nachhinhein noch einmal alles über den Haufen zu schmeißen und z.B. zum Partner zu sagen: Nö, ich hab doch keine Lust auf Elternzeit, bleib du mal zu Hause, und ich gehe wieder arbeiten.

  9. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Kinder, kann mich nicht entscheiden (etwas länger)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nicht bis ins Kleinste, natürlich nicht. Aber in der Regel wird man sich doch vorher Gedanken machen, wer welche Aufgaben bei der Kindererziehung übernimmt, wer wann zu Hause bleibt usw. Was an Ende ja auch eine Frage der Finanzen und der Praktikabilität ist.
    Und da stelle ich es mir schon schwierig vor, im Nachhinhein noch einmal alles über den Haufen zu schmeißen und z.B. zum Partner zu sagen: Nö, ich hab doch keine Lust auf Elternzeit, bleib du mal zu Hause, und ich gehe wieder arbeiten.
    Nach meiner Erfahrung kann man alle diese Gedanken, die man sich VORHER gemacht hat, NACHHER getrost in die Tonne kloppen.-
    Wie kann man sich vorher Gedanken machen, wer welche Aufgaben in der Kindererziehung übernimmt? Man kann doch gar nicht wissen, welche Anforderungen und Aufgaben da auf einen zukommen.

    Ich fände es ziemlich verrückt, bereits bevor ein Kind geboren ist, die Aufgaben zu verteilen.

  10. User Info Menu

    AW: Kinder, kann mich nicht entscheiden (etwas länger)

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Nach meiner Erfahrung kann man alle diese Gedanken, die man sich VORHER gemacht hat, NACHHER getrost in die Tonne kloppen.-
    Wie kann man sich vorher Gedanken machen, wer welche Aufgaben in der Kindererziehung übernimmt? Man kann doch gar nicht wissen, welche Anforderungen und Aufgaben da auf einen zukommen.

    Ich fände es ziemlich verrückt, bereits bevor ein Kind geboren ist, die Aufgaben zu verteilen.
    Naja gar keine Gedanken machen ist aber auch nicht sinnvoll, über sowa wie Aufteilung der Elternzeit. Das man man ja auch vor der Geburt dem Arbeitgeber mitteilen. . Man sollte sich vorher schon gemeinsam mit dem Partne rdarüber klarwerden wie man als Familie leben will.
    Wenn einer z.B. die klassische Rollenteilung wünscht , der andere eine gleichberechtigte Teilung wünscht sind Probleme vorprogrammiert. Das sollte man vorher schon mal angesprochen haben.

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