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    Der "richtige" Zeitpunkt

    Liebe Community,

    Normalerweise bin ich in anderen Gefilden des Internets unterwegs. Aber weil ich gesehen habe, dass hier sehr wertschätzende kommentiert wird und etwas mehr Lebenserfahrung vorhanden ist, habe ich mich gerade angemeldet.

    Die Frage die mich umtreibt ist keine neue: Wann ist für mich der "richtige" Zeitpunkt für Kinder? Ist er eventuell schon da? Oder wäre das jetzt sehr unpassend?
    Ich gebe euch einen kurzen Überblick über meine aktuelle Lebenssituation:

    Ich (28) lebe seit 3 Jahren mit meinem Partner (33) in einer gemeinsamen Wohnung. Ein Fernbeziehungs-Paar waren wir schon vorher. Wir sind ein gutes Team, können aber auch intensiv streiten. Er ist aktuell noch Assistenzarzt, in vier Monaten hat er seine Prüfung und ist dann hoffentlich Facharzt. Ich habe lange studiert und besitze Studienabschlüsse aus zwei sehr unterschiedlichen Bereichen. Seit einem Jahr gehe ich im zweiten Bereich arbeiten. Der Job ist ... nett. Ich mag meine Kollegen, die Arbeit fällt mir leicht und die Chefin ist toll. Für ein paar Jahre ist das bestimmt passend. In der Tendenz fühle ich mich aber etwas unterfordert und will deswegen nicht ewig bleiben. Mir schwebt aber auch keine klare Alternative vor und im Moment fühle ich mich ganz wohl. Ich habe viel Freizeit und kann meine Dienste auch mal verschieben, wenn ein wichtiger Termin ansteht

    Langsam aber sicher meldet sich mein Kinderwunsch und eigentlich sieht die Situation ganz passend aus. Er hat die Prüfung bald hinter sich, ich habe nen Job der nicht all zu anstrengend ist. Selbst die Wohnung hat schon seit 3 Jahren ein Zimmer zuviel, da er von Anfang an gesagt hat er könne es sich vorstellen

    Allerdings habe ich furchtbare Angst beruflich auf dem Abstellgleis zu landen, falls ich jetzt ein Kind kriege. Denn der Job für die Ewigkeit ist es halt doch noch nicht. Und für 3 Leute reicht mein Gehalt nicht, seines schon...

    Ja, Luxusprobleme irgendwie. Manchmal wünschte ich uns würde ein Unfalls passieren. Aber dafür sind wir beide viel zu gewissenhaft... Ich finde es furchtbar schwer so eine Entscheidung rational zu treffen. Und eigentlich liegt es nur an mir. Er würde gerne. Aber daheim bleiben kann er sich auch nur maximal 3 Monate vorstellen

    Kann mit einer den Kopf waschen oder hilfreiche Tipps geben?

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    AW: Der "richtige" Zeitpunkt

    Liebe O_livia,

    den richtigen Zeitpunkt gibt es nicht. Und ob es der falsche war, weiß man erst in der Rückschau, aber dann kann man sich das Leben ohne das Kind eh nicht mehr vorstellen

    Für mich liest sich deine Lebenssituation geradezu ideal. Aber das könnt nur ihr selbst beurteilen.

    Aus meiner Lebenserfahrung sage ich:
    Sobald man sich Kinder vorstellen kann, sollte man die Sache angehen.

    In deinem Alter bin ich schnell schwanger geworden, später hat es sehr lange gedauert und diese Qual der Wartezeit ohne Gewissheit, dass es noch klappt, wünsche ich keinem.

    Alles Gute!

  3. Inaktiver User

    AW: Der "richtige" Zeitpunkt

    Ich kann mich @Helme nur anschießen.

    DEN Zeitpunkt gibt es, glaube ich, nicht. Und da du nie wissen kannst, wie schnell du schwanger wirst, ist es eventuell günstiger, das "Projekt" Kind nicht allzulange hinaus zu schieben.

    Für mich war es immer eher eine Kopf als eine Bauchentscheidung. Aber im Nachhinein gesehen haben die Zeitpunkte gepasst. Und irgendwas ist eh immer

    Alles Gute

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    AW: Der "richtige" Zeitpunkt

    hallihallo,

    ich schließe mich den vorschreibenden an: there is no such thing as "passender zeitpunkt". es gibt vielleicht besser und weniger gut passende zeiten, aber unterm strich...

    was ich aber gut nachvollziehen kann: diesen heidenrespekt davor, ganz bewusst die entscheidung zu treffen, dass wir jetzt loslegen. das war bei uns nämlich ganz genau so. und das, wo wir eine (fälschlicherweise!!!) als unsicher geltende verhütungsmethode nutzten! (nfp - funktioniert ganz hervorragend, wenn man die regeln beherrscht und sich dran hält) wir hätten also jederzeit einen "ausrutscher" haben könnten, den gab es aber nicht. und wie gesagt: der entscheidungsprozess, jetzt ernst zu machen... hua.

    rückblickend frage ich mich, warum wir da so ein bohei drum gemacht haben. but then... es ist halt eine lebensverändernde entscheidung, die man da trifft...

    und was du so schreibst, klingt für mich nach einer hervorragenden ausgangslage. vielleicht noch zum job, falls dich das beruhigt: ich denke, dass der wind sich in den unternehmen begonnen hat, zu drehen, was frauen und kinder angeht. sprich: wenn man einigermaßen was kann und vielleicht nicht gerade auf dem platten land lebt, wo es nur einen potenziellen arbeitgeber gibt, bekommt man auch als mutter die chance zu einer neuorientierung. für sowas kann eine elternzeit auch genutzt werden :-) ich fand es damals sehr gut, in ungekündigter stellung zu sein, dass macht eben die ganze elternzeit entspannter.

    und ansonsten gilt eben: worauf warten? außerdem wisst ihr eh nicht, wie lange es dauert, bis ihr schwanger seid...

    lg von
    der ratte
    ich bin schrecklich inkonsequent - aber nicht immer

    tippfehler gibts von mobile devices gratis. wer sie findet, darf sie behalten.

  5. Moderation

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    AW: Der "richtige" Zeitpunkt

    Ich schließe mich insofern an - den richtigen Zeitpunkt gibt es nicht, wenn man auf den wartet, dann wird man keine Kinder haben.


    Aber es gibt aus meiner Sicht den richtigen oder falschen Partner um Kinder zu haben.
    Daher überlege dir gut, wie du dir eine Familie und die Kinderbetreuung vorstellst und finde heraus, was dein Mann wirklich will.

    Will er wirklich ein Vater sein und die tatsächliche Verantwortung für sein Kinder oder seine Kinder mit dir gemeinsam tragen und wirklich Teil einer Familie sein oder will er das klassische Modell bei dem man als Mann zwar Kinder hat, aber sich die Mutter um alles kümmert und auch entsprechend in ihrer Erwerbstätigkeit zurück steckt.

    Und wenn ihr beide definiert habt, was ihr wollt, dann könne ihr schauen ob es passt und wie ihr das ganze dann organisiert. Und wenn ihr darüber einig seid ist auch immer der richtige Zeitpunkt für ein Kind, denn dann ist es wirklich gewollt und gewünscht - von beiden. Der Rest findet sich dann.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  6. Inaktiver User

    AW: Der "richtige" Zeitpunkt

    Kinder kommen immer zum falschen Zeitpunkt -frau ist schwanger und einer feiert eine Fete mit Champagner und frau darf nichts trinken.

    Oder..

    es gibt keine falschen und richtigen Zeitpunkte.

    Irgendwann muss man sein Herz über den Zaun werfen und loslegen (ok... wir wollten kein Kind zu Weihnachten - tja,... es ist der einzige Tag einer Woche geworden, an dem KEIN Verwandter Geburtstag hat).

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    AW: Der "richtige" Zeitpunkt

    Dem Punkt mit den partnerschaftlichen Absprachen möchte ich mich anschließen! Kläre das bitte vor einer Schwangerschaft, denn sonst bist du im Nachteil. Du klingst nicht so, als wolltest du mit Kind alle beruflichen Ambitionen sausen lassen, und dann muss Dein Mann am gleichen Strang ziehen. Auch Ärzte können Elternzeit nehmen oder Stunden reduzieren! Und ich sehe es auch so: wenn man will und Einsatz zeigt, dann hat man auch mit Kind noch berufliche Chancen. Bei mir hat das sehr gut geklappt, aber eben nur, weil mein Mann genauso verantwortlich ist fürs Kind wie ich. Ansonsten finde ich Eure Ausgangssituation ziemlich gut!

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    AW: Der "richtige" Zeitpunkt

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Aber es gibt aus meiner Sicht den richtigen oder falschen Partner um Kinder zu haben.
    Daher überlege dir gut, wie du dir eine Familie und die Kinderbetreuung vorstellst und finde heraus, was dein Mann wirklich will.

    Will er wirklich ein Vater sein und die tatsächliche Verantwortung für sein Kinder oder seine Kinder mit dir gemeinsam tragen und wirklich Teil einer Familie sein oder will er das klassische Modell bei dem man als Mann zwar Kinder hat, aber sich die Mutter um alles kümmert und auch entsprechend in ihrer Erwerbstätigkeit zurück steckt.
    Ich finde das auch sehr wichtig! Sprecht über Eure genauen Vorstellungen. Wenn Dein Mann bei seiner bisher geäußerten Haltung bleibt, dann überlege Dir, ob du dauerhaft damit zurecht kommst. Und rede es Dir nicht schöner - "Wenn das Kind erst einmal da ist, ..." ... ändert sich trotzdem oft nichts an mancher Einstellung!
    Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
    Christian Fürchtegott Gellert (1715-69)

  9. Inaktiver User

    AW: Der "richtige" Zeitpunkt

    Mein Mann hatte 0 Tage Elternzeit, 4 Tage Urlaub nach der Geburt, ging nicht anders und ich habe trotzdem eine Arbeit, die mich zumindest erfüllen könnte. Zwar "nur" 34 h die Woche, aber es geht. Und ich habe ihn ohne relevante Berufseefahrung nach der Elternzeit gefunden. Ich denke aber, das liegt auch an der derzeitigen Arbeitsmarktlage, das kann in ein paar Jahren ganz anders aussehen.

    Was ich sagen will: Nur weil der Mann beruflich nicht zurückstecken kann oder will, heißt das nicht, dass man zum Heimchen am Herd wird.

    Das Wichtige ist meiner Meinung nach eher, dass er sich nicht das Heimchen am Herd wünscht, sondern mitzieht. Bei uns ist das 4 mal wöchentlich in den Kindergarten bringen, einmal abholen, Putzfrau mitfinanzieren, keine Einwände gegen Ganztagesbetreuung und paritätische Aufteilung aller weiterer Haushaltspflichten. Könnte auch Mitfinanzierung eines Babysitters z.B. zum Abholen aus dem Kindergarten 2 mal die Woche sein, damit da beide lange arbeiten können.

    Mir ist es wichtig zu arbeiten und ich würde es zähneknirschend selbst dann versuchen, wenn es finanziell für eine Weile mit Kinderbetreuung und Putzfrau zum Nullsummenspiel (bis auf den Rentenanspruch) würde.

    Mein Mann sieht das ähnlich, nicht, dass wir "mein Geld" zwingend bräuchten, aber er ist froh, dass nicht alle Verantwortung auf ihm lastet...

    Ich kenne aber auch Paare, wo da auf einmal krass knirschte, weil mit Kind der Mann auf einmal dachte, jetzt könnte sie doch den gesamten Haushalt schmeißen, seine Kinder kämen frühestens mit 3 maximal 3 Stunden am Tag in den Kindergarten, in der Zeit dürfte die Gattin dann auch so zum Hobby arbeiten, aber eher nicht, wozu denn, er verdient doch genug. Darüber sollte man sich also tatsächlich einig sein.

    Was ich mir nie so klar gemacht habe ist, wie lang doch die Zeit bis zur Rente noch ist, wenn Kinder aus dem Gröbsten raus sind. D.h. selbst wenn Du jetzt 10 Jahre beruflich etwas zurücksteckst, bleiben Dir noch 30 Jahre bis zur Rente, um Dich neu zu orientieren und Karriere zu machen. Und mit kleinen Kindern finde ich zumindest, dass "nicht so herausfordernd" ganz gut für eine Arbeit klingt wie früher.

    Nur eins solltest Du meiner Meinung nach nicht tun: Deine Arbeit macht Dich nicht glücklich, Du weißt aber nicht, was sonst, also erst mal Kinder, um aus der blöden Stelle "rauszukommen" und die Kinder werden die gefühlte Lücke im Leben schon füllen und eine erfüllende Arbeit wird später schon irgendwann vom Himmel fallen.
    Das hielte ich für nicht so glücklich - man sollte meiner Meinung nach versuchen, sich ein Leben aufzubauen, das man auch ohne Kinder weiterleben könnte/wollte (also wenn man müsste), und nicht ausharren in einem Leben, das sich nicht richtig anfühlt. Das ist aber nur eine mögliche Interpretation, das kannst nur Du wissen.

  10. Moderation

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    AW: Der "richtige" Zeitpunkt

    Ich schließe mich an.

    Wenn ihr als Paar es zusammen gut habt und auch streiten könnt, und wenn ihr beide Lust auf ein Kind habt, und wenn euch beiden klar ist, dass du beruflich noch was vorhast und dies auch für beide verbindlich ist in dem Sinne, dass dein Partner dich da unterstützt und gegebenenfalls seine beruflichen Bedingungen eine zeitlang auch danach ausrichtet, und wenn die Vereinbarkeit von Familie und Beruf euer beider Aufgabe ist, dann legt los.

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