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    Frage Social Freezing - wer hat's gemacht?

    Liebe Community,

    ich bin 31, Neu-Single und spiele mit dem Gedanken, meine Eizellen via Social Freezing-Behandlung auf Eis zu legen.

    Gibt es hier Frauen, die das schon gemacht haben oder jemanden kennen? Wie sind eure Erfahrungen?
    Bin ich mit meinen 31 schon zu alt dafür? Idealer wäre es ja sicher, das früher getan zu haben. Aber irgendwo las ich auch von einer Frau, die die Behandlung mit 36 durchführte.

    Mir geht es jetzt hier weniger um den gesellschaftlichen Diskurs, sondern mehr um medizinische Aspekte, Erfahrungen und Empfehlungen.

    Danke & viele Grüße
    Masasi

    Nachtrag: Überlege gerade, ob das Thema hier richtig ist oder ob es eher in 'Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?' muss, da es ja theoretisch keine akute Kinderwunschbehandlung ist, sondern in die Zukunft gerichtet. Wenn ja, bitte ich um Verschiebung, danke.

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    AW: Social Freezing - wer hat's gemacht?

    Da es ja bisher noch keine Antworten gibt, wollte ich diesen persönlichen Erfahrungsbericht aus der Shape mit euch teilen:


    [edit]

    Hoffe natürlich weiterhin, dass sich noch Erfahrene oder Frauen, die auch mit dem Gedanken spielen, melden.
    Geändert von xanidae (05.08.2015 um 21:54 Uhr) Grund: Kommerziellen Link gelöscht

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    AW: Social Freezing - wer hat's gemacht?

    Ich würde das Thema eher in "Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu" posten. Vielleicht ist ein verschieben eher angesagt. Hier in diesem Forum geht es doch eher darum was man macht und wie es einem geht wenn es nicht klappen will. Egal in welchem Alter man ist.
    Ich selbst halte nichts von social freezing. Nur wenn man eine schwere Krankheit hat könnte ich mir das vorstellen.

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    AW: Social Freezing - wer hat's gemacht?

    Nach meiner Kinderwunschbehandlung kann ich nur sagen, das ich dem Sozial Freezing gegenüber sehr positiv eingestellt bin.
    Im Nachhinein hätte mir das Einfrieren junger und gesunder Eizellen vielleicht schneller zu einer Schwangerschaft verholfen, ohne den Marathon von künstlichen Befruchtungen mit Ende 30.
    So mein rein subjektives Empfinden.

  5. Inaktiver User

    AW: Social Freezing - wer hat's gemacht?

    Hallo, ich stecke zwar nicht mehr in der Situation da ich bereits Oma bin aber ich finde es gut. Warum nicht, wir haben einen technischen Fortschritt und warum soll man ihn nicht nutzen.

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    AW: Social Freezing - wer hat's gemacht?

    Danke für eure Antworten!

    Darf ich die ModeratorInnen bitten, den Strang ins Unterforum 'Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?' zu verschieben?

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    AW: Social Freezing - wer hat's gemacht?

    Vielleicht bin ich da altmodisch. Vielleicht habe ich mir mit 19 auch noch keine Gedanken um Kinder gemacht (das angeblich beste biologische Alter für eine gute Fruchtbarkeit, meine ich mal gelesen zu haben) oder ich bin zu geizig.
    Wie teuer ist denn sowas und welche, ich sag mal 25jährige, kann sich sowas leisten? Ich finde es zB. von Firmen eine Frechheit, dass Einfrieren zu bezahlen um die Mitarbeiterinnen möglichst lange an ihrem Arbeitsplatz zu halten. Und dann regen sich alle über die 65jährige Mutter auf... Ist doch mit zweierlei Maß gemessen, irgendwie.
    Ich kann es verstehen, dass man auf den Gedanken kommt dass es irgendwie besser gewesen wäre wenn man vorher... denn dann... usw. Aber wer glaubt denn zB. schon mit 40 in die Wechseljahre zu kommen? Wieviele Eltern machen eine Nabelschnurblutaufbewahrung um das Baby evt. mal vor Krebs zu bewahren? Ich vermute einfach dass der Fortschritt auch eine finanzielle Sache ist. Und diejenigen die keine Kohle haben, haben sowieso das Nachsehen. Das sehe ich auch nicht als "Sozial".
    Wie gesagt, alles kein Ding wenn man irgendeine fruchtschädigende Krankheit oder verfrühte Wechseljahre diagnostiziert bekommt aber dann können wir auch Leihmutterschaft erlauben nur weil jemand sich nicht die Figur ruinieren möchte oder einfach alles weiter deligiert und das Kind nur Statusobjekt wird (wie gesagt, medizinische Gründe sind für mich was Anderes zB. bei Zustand nach Gebärmutter Op, da bin ich voll dafür).
    Sicher, im Grunde sollte das jeder für sich wissen. Ich finde allerdings auch es macht es den Männern ebenfalls leichter sich vor der Verantwortung zu drücken und manchmal ist man einfach zu alt. Und welcher Mann friert sein Sperma ein, denn das ist auch keine Topqualität mehr sobald der Mann die 30 überschritten hat. Schon gar nicht bei ungesundem Lebenswandel.Insgesamt muss man auch bedenken, dass man sich ja auch noch um das Baby kümmern muss und ich glaube dass Schlafentzug mit 50 jährigen mehr macht als mit 25 jährigen. Das bücken und tragen nicht zu vergessen. Ich vermute mal, dass es mir in meinem Alter nun auch schon mehr ausmacht als vor 8 Jahren bei meiner letzten Schwangerschaft. Und schon mit 28 war es nicht so einfach (Schlafentzug, Verspannungen usw.)

    Aber mach mal Masasi. Vielleicht kommt genau dann der Traummann und es klappt gleich auf Anhieb. Wäre ja auch schön, gell? Ich wünsch es dir.

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    AW: Social Freezing - wer hat's gemacht?

    Hallo Masasi,

    gleich mal vorweg, ich bin nicht gegen Social Freezing. Ich finde es ist eine gute Möglichkeit, um "vorzusorgen", wenn man derzeit aus welchen Grund auch immer keine Kinder bekommen kann/will. Nur finde ich, es wird immer als zu einfach hingestellt. Es ist eine MÖGLICHKEIT, aber keine GARANTIE, das es später klappt. Und es ist halt eben meistens nicht mit "ich hau mir ein paar Spritzen in den Bauch und dann wird das schon" getan.

    Ich habe den Artikel noch gelesen, bevor er editiert wurde. Die Frau hatte tatsächlich 32 Eizellen? Ganz ehrlich, das halte ich für eine fast unverantwortlich hohe Zahl... Die Hormondosen dürften massiv gewesen sein. Sicher, jeder springt anders auf die Hormone an, mag schon sein, das jemand an die 30 Eizellen mit einer Stimulation produziert, aber es ist doch eher nicht die Norm (und wegen der Gefahr einer Überstimulation auch meist nicht gewünscht). Jede Frau reagiert anders, es gibt auch Low responder, die nur 2 oder 3 Eizellen produzieren. Realistisch kann man 10-15 erwarten. Wir haben eine ICSI machen müssen, ich hatte 10 Follikel, 8 Eizellen konnten geerntet werden. Damit war mein Bauch definitiv gut beschäftigt, mehr hätte ich nicht haben wollen. Meine Eierstöcke haben einen ganzen Monat lang "geglüht". Aber das ist wie gesagt individuell.
    Dann darf man nicht vergessen, dass nicht jede Eizelle nach dem Auftauen aufwacht, und sich auch nicht jede Eizelle befruchten läßt. Nicht jede befruchtete Eizelle entwickelt sich weiter. Nicht jede befruchtete Eizelle nistet sich in der Gebärmutter ein. Und nicht jede eingenistete Eizelle wird ein Baby. Es sind enorm viele kleine Schritte, die alle passen müssen.
    Jede Frau, die eine künstliche Befruchtung durch hat, weiß wie nervenaufreibend das ist. Wie springe ich auf die Hormone an, wie viele Follikel sieht man heute im Ultraschall, wann ist die Punktion, wird es gut laufen, wie viel kann geerntet werden... Und später dann: Sind sie aufgetaut, haben sie sich befruchten lassen, entwickeln sie sich...

    Also, lange Rede, kurzer Sinn: Man muss sich absolut darüber im Klaren sein, dass es hier nicht nur um viel Geld und einen medzinischen Eingriff geht, sondern dass es keine SICHERHEIT auf ein Kind ist und man später eine große psychische Belastung haben wird. Das Warten ob es geklappt hat oder nicht und dann ggf. ein Negativ wegstecken darf man nicht unterschätzen.

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    AW: Social Freezing - wer hat's gemacht?

    Vielen Dank für eure Meinungen bisher.

    @FrauSnuggels: Das denke ich mir eben auch. Ich will mir nicht mit Ende 30 Vorwürfe bzw. Gedanken machen, weil ich es nicht gemacht habe.

    @Phyllis: Ja, irgendwie denke ich mir, vielleicht ist es 'Schicksal' dass genau jetzt, wo ich im richtigen Alter bin, es mir theoretisch leisten kann und weiß, dass ich Kinder möchte, die Technik so weit vorangeschritten ist, dass es geht.

    @Taadah: Das wäre schön :) Bei mir ist es ja auch nicht so, dass ich sage, ich fühle mich noch nicht bereit für ein Kind, sondern einfach, dass ich es für wahrscheinlich halte, dass es in den nächsten Jahren nicht passiert, weil der Partner dazu fehlt. Zur Frage, welche 25-Jährige sich das leisten kann: Wir sprechen ja im Normalfall von ca. 5.000 € - also ich kenne viele Frauen, die sich das in dem Alter hätte leisten können. Wo ich herkomme, hat man solche Summen schon zur Kommunion von der Verwandschaft bekommen und dann auch meist sparsam angelegt, statt verpulvert. Und ein Auto kostet i.d.R. mehr, das haben ja auch viele.

    @Camaine: Ja, es ist sicher gut, sich klarzumachen, dass man da nicht seine fertigen zukünftigen Babys auf Eis lagert und die dann nur noch beizeiten abholen muss (übertrieben formuliert), sondern dass man lediglich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass man noch Kinder bekommen kann.

    Für mich ist es so, dass ich es mir gerade knapp leisten könnte und irgendwie denke ich, Familie, Kinder, privates Glück sind so wichtig im Leben, das Wichtigste überhaupt, sodass das für mich nach einer guten Investition ins persönliche Lebensglück klingt. Zumindest weiß ich dann, dass ich alles getan habe, um diesen Wunsch vielleicht zu erfüllen und in mir wird sich vielleicht eine Entspanntheit ergeben, ähnlich, wie es die Autorin des Artikels (für alle: der Artikel heißt 'Mein Baby kann warten', einfach 'shape social freezing' googeln) beschreibt.

  10. Inaktiver User

    AW: Social Freezing - wer hat's gemacht?

    Zitat Zitat von Camaine Beitrag anzeigen
    [...]Und es ist halt eben meistens nicht mit "ich hau mir ein paar Spritzen in den Bauch und dann wird das schon" getan.

    Ich habe den Artikel noch gelesen, bevor er editiert wurde. Die Frau hatte tatsächlich 32 Eizellen? Ganz ehrlich, das halte ich für eine fast unverantwortlich hohe Zahl... Die Hormondosen dürften massiv gewesen sein. Sicher, jeder springt anders auf die Hormone an, mag schon sein, das jemand an die 30 Eizellen mit einer Stimulation produziert, aber es ist doch eher nicht die Norm (und wegen der Gefahr einer Überstimulation auch meist nicht gewünscht). Jede Frau reagiert anders, es gibt auch Low responder, die nur 2 oder 3 Eizellen produzieren. Realistisch kann man 10-15 erwarten. Wir haben eine ICSI machen müssen, ich hatte 10 Follikel, 8 Eizellen konnten geerntet werden. Damit war mein Bauch definitiv gut beschäftigt, mehr hätte ich nicht haben wollen. Meine Eierstöcke haben einen ganzen Monat lang "geglüht". Aber das ist wie gesagt individuell.[...]
    Meines Erachtens ist das genau der springende Punkt. Die Methode verspricht dann den besten Erfolg, wenn Frauen in möglichst jungem Alter Eizellen gewinnen und einfrieren lassen.

    Aber das würde bedeuten, dass sich Frauen Anfang/Mitte der Zwanzig routinemäßig einer Behandlung unterziehen müssten, die körperlich und psychisch belastend, extrem teuer und medizinisch nicht notwendig ist. Es ist wirklich die Frage, ob man da von einem ausgewogenen Nutzen-Risikenverhältnis sprechen kann.

    Angenommen, es unterziehen sich 100 Frauen der Behandlung, 75 davon werden später spontan auf natürlichem Wege schwanger, 15 entscheiden sich letztendlich ganz gegen Kinder, bei fünfen stellt sich trotz eingefrorener Eizellen keine Schwangerschaft ein (bzw. es kommt zu einem Abort im frühen Stadium) bei zweien klappt es mit der Schwangerschaft und es bleiben drei übrig, die schon hoch in den Fünfzigern sind und die Befürchtung haben, für ein Kind eigentlich zu alt zu sein (obwohl die ovarielle Reserve ja gesichert wäre).

    Dann hat man da einen teuren und strapaziösen Eingriff, von dem 95% der Behandelten in keiner Weise profitieren und der 3% in ein böses Dilemma stürzt.

    Leider habe ich keine konkrete Vorstellung davon, bei welchem Anteil der Frauen die hormonelle Überstimulation zu ernsthaften Komplikationen führt. Das wäre in diesem Zusammenhang ja sehr wichtig für die Rechnung.

    Noch ein anderer Aspekt: Möglicherweise ist das Social Freezing sogar ausgesprochen kontraproduktiv für die Familienplanung. Es könnte ja dazu führen, dass man den Kinderwunsch ständig hintanstellt, weil man die Illusion der ewigen Fruchtbarkeit hat (erst ist der Umzug wichtiger, dann der Hausbau, dann die berufliche Veränderung, dann kommt eine Phase der finanziellen Unsicherheit, dann kriselt es in der Beziehung, dann hat man mit dem neuen Partner ein ewiges Heckmeck, weil er eigentlich schon Kinder will, aber nicht jetzt, dann kränkeln die eigenen Eltern...). Man wird mit den Jahren ja nicht belastbarer, und ob man sich das Leben mit zwei Kleinkindern ausgerechnet dann zumuten will, wenn man selber jenseits der Wechseljahre ist, ist die große Frage. Womöglich lässt man es am Ende dann ganz sein.

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