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  1. Inaktiver User

    AW: Social Freezing - wer hat's gemacht?

    Zitat Zitat von Masasi Beitrag anzeigen
    Zur Frage, welche 25-Jährige sich das leisten kann: Wir sprechen ja im Normalfall von ca. 5.000 € - also ich kenne viele Frauen, die sich das in dem Alter hätte leisten können.
    Achtung, das stimmt nicht. In aller Regel sind mehrere Behandlungszyklen notwendig und jeder[!] davon kostet um die 5000€. Für das Einfrieren der Eizellen wird zusätzlich eine jährliche Gebühr fällig, die ebenfalls sehr hoch ist. Du müsstest also definitiv mit ein paar zehntausend Euro rechnen.

    [...]Zumindest weiß ich dann, dass ich alles getan habe, um diesen Wunsch vielleicht zu erfüllen und in mir wird sich vielleicht eine Entspanntheit ergeben, ähnlich, wie es die Autorin des Artikels (für alle: der Artikel heißt 'Mein Baby kann warten', einfach 'shape social freezing' googeln) beschreibt.
    Auch hier bitte Vorsicht. Es kann ganz gut sein, dass der Artikel eine Auftragsarbeit ist. Bei Googeln stoße ich zuallererst auf ein Kinderwunschzentrum. Die haben natürlich allen Grund, das Verfahren möglichst positiv dastehen zu lassen.

    Noch eine Sache. Solltest Du Dich an ein spezialisiertes Kinderwunschzentrum wenden, und Dich nach Social Freezing erkundigen, dann wird möglicherweise folgendes passieren: Es erfolgt eine Untersuchung, es wird ein Hormonstatus gemacht etc. und der Arzt erzählt Dir (in einem ersten, kostenlosen, unverbindlichen Beratungsgespräch): "Dafür, dass Sie erst 31 sind, sind Ihre Werte leider sehr schlecht.... Nein. Sie haben definitiv nicht mehr viel Zeit. ... Es ist zu befürchten, dass Sie sehr bald in die Wechseljahre kommen... Noch ein Jahr abwarten? Um Himmels Willen nein.... So schnell wie möglich...."

    Ich würde die Angelegenheit auf jeden Fall vorab intensiv mit meinem eigenen Gynäkologen klären, der an der Sache kein finanzielles Interesse hat. Dass man in dem spezialisierten Zentrum seriös und ergebnisoffen beraten wird, darf man nicht erwarten. Die Ärzte dort sind eventuell schnell dabei, die Patientin gehörig unter Druck zu setzen.

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    AW: Social Freezing - wer hat's gemacht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Achtung, das stimmt nicht. In aller Regel sind mehrere Behandlungszyklen notwendig und jeder[!] davon kostet um die 5000€. Für das Einfrieren der Eizellen wird zusätzlich eine jährliche Gebühr fällig, die ebenfalls sehr hoch ist. Du müsstest also definitiv mit ein paar zehntausend Euro rechnen.
    Also in der Klinik, in der ich mich informiere, kostet jeder Zyklus 2.500 € und ich würde einfach positiv davon ausgehen, dass zwei in meinem Alter ausreichen werden. Dazu kommen noch die Medikamente, aber die sollten auch nicht mehr als 1.000 € kosten. Und die Lagerung, aber das ist ja eine relativ niedrige Summe, die eben fortlaufend ist und die man nicht in einem Stück aufbringen muss, 240 €/Jahr.

    Also: Ja, du hast recht, 5.000 sind zu optimistisch, aber ich denke, mehr als 7.500 € werden es nicht werden.

    Ja, guter Tipp mit dem eigenen Gynäkologen, habe ich auch schon gemacht :)

    Allerdings verstehe ich den Sinn deines fiktiven Beratungsgespräch mit dem Arzt nicht. Wenn ich in die Klinik gehe, dann WILL ich sie ja einfrieren und dann ist es doch sogar besser, dass so schnell wie möglich zu tun (denn besser werden die Eizellen auf keinen Fall!) und wenn der Arzt dann Druck macht und man schnell einen Termin bekommt, umso besser. Was bringt mir denn ein Arzt, der mir sagt: "Masasi, Sie haben genug Eizellen von toller Qualität, Sie können problemlos bis 40 schwanger werden, gehen Sie mal wieder nach Hause und suchen Sie sich einen Erzeuger, Sie haben ja noch viel Zeit." Medizinische Notwendigkeit besteht ja auf keinen Fall, deshalb darf man hier nicht in Kategorien von 'Ärzte machen unsinnige Eingriffe, um Geld zu verdienen' denken - ich will es ja, weil ich die Wahrscheinlichkeit erhöhen und eine Absicherung will.

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    AW: Social Freezing - wer hat's gemacht?

    Nochmal Kosten:
    Masasi, ist das ein Festpreis, die 2500 Euro? Dann frag am besten, was genau da alles mit drin ist. Sind da alle nötigen Ultraschallungersuchungen/Blutabnehmen mit drin oder kommt vielleicht noch was dazu, wenn du mehr als die üblichen brauchst? Ist die Narkose für die Punktion mit drin? (Ist sie wohl öfter nicht.) Sind die Einfrierkosten für alle Eizellen oder nur oder gibt es vielleicht eine "bis zu"-Regel?

    Wie viel die Medikamente kosten, kann man im Voraus schwer berechnen, dazu muß man erst wissen, mit welchen Medikamenten wie hoch stimuliert wird, aber wenn die Klinik deine Werte hat, kann Sie dir eine ungefähre Hausnummer sagen. (Als Beispiel: Ich habe mit 100 Einheiten stimuliert, ich kenne aber Frauen, die 300 Einheiten gespritzt haben - dann ist die Stimu auch 3x so teuer.)

    Was du aber ganz sicher haben wirst, sind Folgekosten, dann wenn du dich entscheidest, deine Eizellen befruchten und einsetzen zu lassen. Keine Ahnung, was die Befruchtung kosten mag, aber für einen Kryo-Zyklus darfst du schon 500-700 Euro rechnen - jetzt, vielleicht ist es in 10 Jahren ganz anders.

  4. Inaktiver User

    AW: Social Freezing - wer hat's gemacht?

    Zitat Zitat von Masasi Beitrag anzeigen
    Allerdings verstehe ich den Sinn deines fiktiven Beratungsgespräch mit dem Arzt nicht. Wenn ich in die Klinik gehe, dann WILL ich sie ja einfrieren und dann ist es doch sogar besser, dass so schnell wie möglich zu tun (denn besser werden die Eizellen auf keinen Fall!) und wenn der Arzt dann Druck macht und man schnell einen Termin bekommt, umso besser.
    Mir war nicht klar, dass Du Dich schon mit einer entsprechenden Praxis in Verbindung gesetzt hast und Dein Entschluss schon feststeht. Ich bin davon ausgegangen, dass Du (oder sonstjemand) sich unverbindlich beraten lässt und dann seine Entscheidung trifft.

    Aber verstehe ich Dich da richtig: Du findest es gut, wenn ein Arzt einer potenziellen Patientin medizinisch falsche Auskünfte gibt, um sie unter Druck zu setzen? Das kann doch nicht Dein Ernst sein. Bei mir wäre da das Vertrauen weg.

    Was bringt mir denn ein Arzt, der mir sagt: "Masasi, Sie haben genug Eizellen von toller Qualität, Sie können problemlos bis 40 schwanger werden, gehen Sie mal wieder nach Hause und suchen Sie sich einen Erzeuger, Sie haben ja noch viel Zeit." Medizinische Notwendigkeit besteht ja auf keinen Fall, deshalb darf man hier nicht in Kategorien von 'Ärzte machen unsinnige Eingriffe, um Geld zu verdienen' denken - ich will es ja, weil ich die Wahrscheinlichkeit erhöhen und eine Absicherung will.
    Jeder verantwortungsbewusste Arzt handelt nach dem Grundatz "vor allem nicht schaden". Die Behandlung als solche ist nicht risikolos, sehr teuer und bietet eben keine Absicherung, sondern bestenfalls einen höhere Wahrscheinlichkeit.

    Es ist einfach ein Unterschied, ob der Arzt sagt: "Höchstwahrscheinlich können Sie in den nächsten drei Jahren problemlos auf natürlichem Wege schwanger werden. Aber wenn Sie sich von dem Eingriff mehr Sicherheit versprechen, dann ist dagegen nichts zu sagen. Sie müssen sich aber im klaren sein, dass er nicht risikolos ist..."

    Oder ob er sagt: "Sie stehen kurz vor den Wechseljahren. Wenn Sie nicht sofort unten links unterschreiben, dann ist es vermutlich in ein paar Monaten zu spät..."

    Es ist übrigens nicht so, dass ich dem ganzen Thema komplett negativ gegenüberstehe, ich habe selber schon mit dem Gedanken gespielt. Aber letztendlich habe ich ihn doch nicht weigerverfolgt.

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    AW: Social Freezing - wer hat's gemacht?

    Ich denke nicht, dass die TE hier die generellen pros und cons von social freezing diskutieren will sondern sie fragte nach Erfahrungen.

    Damit kann ich nicht dienen, aber mit einer ähnlichen Geschichte: Ich hab mich mit 32,5 von meinem Ex getrennt und dachte damals, der Zug mit der Familie sei abgefahren. nun hatte ich aber Glück und habe mit 33 den Richtigen kennengelernt und wir haben eine Tochter bekommen. das hätte aber auch anders laufen können...

    Von daher verstehe ich Deine Gedanken und würde Dir zuraten. Denn das nimmt auch den Druck aus der Partnersuche...Du wirst sicher bei jedem potentiellen neuen Partner direkt den Kinderwunsch abklopfen und vielleicht klappt auch alles innerhalb der nächsten 2-5 Jahre ganz natürlich. Wäre Dir zu wünschen...Wenn Du den Richtigen aber erst mit Ende 30 kennenlernst und der natürliche Weg klappt nicht mehr, dann halte ich die eingefrorerenen Eizellen für ne gute Option. Allemal besser als zig Frischversuche künstlicher Befruchtung mit qualitativ schlechteren Eizellen. Und ich habe auch nicht den Eindruck, dass Du Dir von den eingefrorenen Eizellen eine Garantie auf ein Kind erwartest. Es geht hier ja lediglich um das Ausschöpfen bestmöglicher Chancen und ich finde das gut!

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    AW: Social Freezing - wer hat's gemacht?

    Mich betriffts nicht mehr, halte aber Social Freezing für eine durchaus überlegenswerte Sache.

    So hat man in der "Rush Hour des Lebens" einen Punkt weniger, der Druck macht.

    Als Option für eine evtl. Möglichkeit, nicht als "absolute Garantie" durchaus sinnvoll- in meinen Augen!

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    AW: Social Freezing - wer hat's gemacht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber verstehe ich Dich da richtig: Du findest es gut, wenn ein Arzt einer potenziellen Patientin medizinisch falsche Auskünfte gibt, um sie unter Druck zu setzen? Das kann doch nicht Dein Ernst sein. Bei mir wäre da das Vertrauen weg.
    Natürlich nicht. Selbstverständlich muss mich der Arzt auf die Risiken hinweisen und dies speziell, wenn bei mir während der Voruntersuchungen erhöhte Risiken festgestellt werden. Aber der Hinweis 'Je länger Sie warten, desto geringer die Wahrscheinlichkeit' (sowohl einer natürlichen Schwangerschaft als auch einer Entnahme brauchbarer Eizellen), ist ja keine falsche Auskunft, sondern Fakt bzw. Naturgesetz.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist einfach ein Unterschied, ob der Arzt sagt: "Höchstwahrscheinlich können Sie in den nächsten drei Jahren problemlos auf natürlichem Wege schwanger werden. Aber wenn Sie sich von dem Eingriff mehr Sicherheit versprechen, dann ist dagegen nichts zu sagen. Sie müssen sich aber im klaren sein, dass er nicht risikolos ist..."
    NormaBaker, für so eine Einschätzung muss ich doch nicht in eine Kinderwunschklinik gehen, die Social Freezing anbietet. Das kann mir auch meine Frauenärztin sagen und selbst wenn ich das weiß, erhöhe ich die WAHRSCHEINLICHKEIT auf Kinder, wenn ich asap meine Eizellen einfriere. Ich möchte es ja nicht tun, weil ich denke, dass es auf natürlichem Wege nicht geht, sondern weil ich, wie gesagt, die Wahrscheinlichkeit in Betracht ziehe, dass ich keinen Partner treffe, mit dem ich in den nächsten Jahren natürlich Kinder zeuge.

    Ich danke dir aber für dein Hinweisen auf die Risiken bzw. Unsicherheiten, auch, was die Kosten angeht.

    Und nun würde ich mich tatsächlich über Erfahrungsberichte freuen - aber anscheinend ist das Thema wirklich noch recht neu und es gibt wenige, die das gemacht haben. Es scheint, die einzigen, die das machen, sind die, die in den Artikeln der ZEIT, Süddeutschen, Shape, Spiegel online genannt werden?

  8. Inaktiver User

    AW: Social Freezing - wer hat's gemacht?

    Zitat Zitat von Masasi Beitrag anzeigen
    Und nun würde ich mich tatsächlich über Erfahrungsberichte freuen - aber anscheinend ist das Thema wirklich noch recht neu und es gibt wenige, die das gemacht haben. Es scheint, die einzigen, die das machen, sind die, die in den Artikeln der ZEIT, Süddeutschen, Shape, Spiegel online genannt werden?
    Wenn ich nach Wikipedia gehe, dann ist die Technik erst seit knapp drei Jahren wirklich marktreif. Also wird es im deutschsprachigen Raum wirklich nicht viele Frauen geben, die sie genutzt haben (geschweige denn, inzwischen damit schwanger geworden sind).

    Vielleicht lieferst Du hier den ersten Erfahrungsbericht, das würde mich wirklich interessieren.

    Wie gesagt, im Prinzip finde ich die Technik auch interessant.

  9. Inaktiver User

    AW: Social Freezing - wer hat's gemacht?

    Eigentlich ärgerlich, dass das Verfahren bei Frauen so viel komplizierter ist, als bei Männern.

    Hätte ich die Möglichkeit, innerhalb von ein paar Minuten per Handstreich ein paar hundert Eizellen zu ernten und kaltzustellen, dann wäre es gar keine Frage.

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    AW: Social Freezing - wer hat's gemacht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ich nach Wikipedia gehe, dann ist die Technik erst seit knapp drei Jahren wirklich marktreif. Also wird es im deutschsprachigen Raum wirklich nicht viele Frauen geben, die sie genutzt haben (geschweige denn, inzwischen damit schwanger geworden sind).

    Vielleicht lieferst Du hier den ersten Erfahrungsbericht, das würde mich wirklich interessieren.

    Wie gesagt, im Prinzip finde ich die Technik auch interessant.
    Das werde ich gerne machen, wenn ich mich dazu entschließe (wonach es gerade aussieht). Erstmal warte ich natürlich den ersten Beratungstermin ab.

    Männer brauchen ja eigentlich das Verfahren nur vor einer Chemo etc., oder? Da sie meistens bis ins hohe Alter zeugungsfähig sind (und das ist echt gemein). Aber ich bin davon überzeugt: Es hat irgendeinen Sinn, dass ich als Frau geboren wurde!

    Tja, es wäre mir natürlich lieber, wenn es schon sehr viel Erfahrung mit der Technik gäbe. Allerdings, einmal im Leben zu den Vorreiterinnen zu gehören, hat ja auch was für sich, oder?

    In meinem Freundinnenkreis habe ich eigentlich auch gar niemanden, für den das Thema wirklich relevant ist (wobei sich das vielleicht ändert, wenn ich es mal 'einführe'). Entweder sind sie in meinem Alter und haben schon Kinder, oder sie sind in meinem Alter (Single) und wissen gar nicht, ob sie welche wollen, oder sie sind Mitte 30 und wissen, dass sie keine wollen, oder Ende 30 und versuchen gerade, schwanger zu werden. Wo ich es mir so anschaue, scheine ich eine Ausnahme zu sein.

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