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  1. gesperrt Avatar von Ebayfan
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    AW: Abtreibung wegen Körperbehinderung

    Wenn man ein behindertes Kind austrägt und aufzieht, nimmt man einem fiktiven gesunden Kind diese Möglichkeit weg. Denn bei einer schnellen vorzeitigen Beendigung der Schwangerschaft könnte das Paar schneller wieder einen neuen Versuch starten und ein gesundes Kind großziehen.

    In einer Zeit, in der Kinder eher handverlesen als in Serie zur Welt kommen, sollte man diesen Aspekt nicht unberücksichtigt lassen.

    Für den langfristigen Erfolg einer Familie spielt sowas durchaus eine große Rolle, auch wenn es von Nahem betrachtet unwichtig erscheint. Sogar wenn man solch ein Kind am Ende der Kleinkindzeit unsentimental ins Heim abgibt, hat es doch für mindestens rund 1 bis 2 Jahre weitere Schwangerschaften verhindert. Je nachdem wie aufwendig die Pflege ist.

    Wie ist das eigentlich mit den Kosten fürs Heim? Muss man dafür bezahlen, so wie für ein Internat oder sowas wie Regelunterhalt oder wird das voll übernommen? Wenn ja, von wem?

    Wenn man es bezahlen muss, kann es auch passieren, dass das Geld für weitere Kinder einfach nicht mehr ausreicht.

  2. Avatar von marylin
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    AW: Abtreibung wegen Körperbehinderung

    Nein, nicht jede Behinderung oder Krankheit macht unglücklich oder das Leben unzumutbar.
    Aber es gibt sehr schwere (Erb)krankheiten, die Schmerz und Leid für den Betroffenen bedeuten - ohne Wenn und Aber - man weiß das. Und hier nun zu hoffen, dass deren Leben "schön" wird ist auch schon ziemlich "simpel" gedacht.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  3. Inaktiver User

    AW: Abtreibung wegen Körperbehinderung

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Mal ganz abgesehen davon, dass ja einzig und allein die Mutter selbst darüber entscheidet, ob sie ein gesundes Kind bekommt oder nicht und ob sie ein krankes Kind bekommt oder nicht, das finde ich auch richtig so.
    Ich nicht.
    Am Allermeisten betrifft die Entscheidung ja das Kind selbst, und das wird nicht gefragt.
    Nicht richtig finde ich, sich als besserer Mensch zu sehen, nur weil man bereit ist, auch ein schwerbehindertes Kind zu gebären und dann (huch - manche Eltern ja doch nur eine Weile - denn irgendwann geht es ja in ein schönes Heim) zu betreuen.
    "besser" oder "schlechter" finde ich tatsächlich die falsche Kategorie.
    Ich finde, man kann nicht grundsätzlich davon ausgehen, etwas Gutes getan zu haben, wenn man ein sehr krankes Kind wissentlich zur Welt bringt... Manchmal schaftt man einfach nur großes Leid.

    Das kann man aber VORHER nicht wissen.

  4. Inaktiver User

    AW: Abtreibung wegen Körperbehinderung

    .
    Geändert von Inaktiver User (18.04.2016 um 13:35 Uhr) Grund: Die Bri hat Schluckauf

  5. Inaktiver User

    AW: Abtreibung wegen Körperbehinderung

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen

    Wenn man es bezahlen muss, kann es auch passieren, dass das Geld für weitere Kinder einfach nicht mehr ausreicht.
    Das muss ich mal fragen wer das übernimmt, allerdings:

    Die Familie von meiner Freundin war sicher nicht wohlhabend, und es gab noch 2 weitere gesunde Kinder.

  6. Inaktiver User

    AW: Abtreibung wegen Körperbehinderung

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Nein, nicht jede Behinderung oder Krankheit macht unglücklich oder das Leben unzumutbar.
    Aber es gibt sehr schwere (Erb)krankheiten, die Schmerz und Leid für den Betroffenen bedeuten - ohne Wenn und Aber - man weiß das. Und hier nun zu hoffen, dass deren Leben "schön" wird ist auch schon ziemlich "simpel" gedacht.
    Dazu zählt für mich weder das Down Syndrom noch eine Gaumen-Lippen-Kiefer-Spalte - und dennoch werden diese Kinder heute "normalerweise" abgetrieben.

    Mit verhütetem Leid ist das für mich nicht zu rechtfertigen.

  7. Avatar von marylin
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    AW: Abtreibung wegen Körperbehinderung

    Wenn die Eltern nicht genug verdienen, zahlt es sicher die Pflegekasse oder das Sozialamt oder eine andere staatliche Stelle, wer denn sonst? Nur, ob das Heim in dem Fall so toll ist, wage ich zu bezweifeln.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  8. Inaktiver User

    AW: Abtreibung wegen Körperbehinderung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    eine Gaumen-Lippen-Kiefer-Spalte - und dennoch werden diese Kinder heute "normalerweise" abgetrieben.

    Mit verhütetem Leid ist das für mich nicht zu rechtfertigen.

    Was?

    Das ist doch ganz einfach zu richten und hat keine (!) Folgeschäden!

  9. Inaktiver User

    AW: Abtreibung wegen Körperbehinderung

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Wenn die Eltern nicht genug verdienen, zahlt es sicher die Pflegekasse oder das Sozialamt oder eine andere staatliche Stelle, wer denn sonst? Nur, ob das Heim in dem Fall so toll ist, wage ich zu bezweifeln.


    Naja doch.

    Wie gesagt die Freundin arbeitet für staatliche Heime - auf Extrastellen, wo keinerlei Pflege gemacht wird sondern nur "Bespaßung".



    Ich finde ihre Schilderungen schon glaubwürdig.

  10. Avatar von marylin
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    AW: Abtreibung wegen Körperbehinderung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dazu zählt für mich weder das Down Syndrom noch eine Gaumen-Lippen-Kiefer-Spalte - und dennoch werden diese Kinder heute "normalerweise" abgetrieben.

    Mit verhütetem Leid ist das für mich nicht zu rechtfertigen.
    Ja, da hast du recht. Trotzdem ist es in Deutschland legitim, sich für oder gegen die Schwangerschft zu entscheiden - das finde ich erst mal wichtig und richtig. Und es muss sich ja auch keiner rechtfertigen. Frau kann selbst ein gesundes Kind abtreiben lassen, ohne sich rechtfertigen zu müssen - auch richtig so!
    Es steht anderen Menschen nicht zu, darüber zu urteilen.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


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