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10.04.2015, 21:59
AW: Outtake: Ist Samenspende eine Option?
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10.04.2015, 22:00
AW: Outtake: Ist Samenspende eine Option?
Ich habe die Berichterstattung darüber sehr genau verfolgt und meine Schlüsse gezogen.
Der Arzt wurde per Strafandrohung gezwungen, die Daten des Spenders zu nennen, der gespendet hatte, als noch absolute Diskretion geltendes,Recht war.
Wir müssen uns darüber nicht einig sein.
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10.04.2015, 22:04Inaktiver User
AW: Outtake: Ist Samenspende eine Option?
Dann lies es doch einfach nochmal nach, der Arzt wurde verpflichtet aber die Akten waren nicht mehr da, er konnte es also nicht erfüllen. Die Zusammenkunft kam auf eine Anfrage des Vaters zustande (Zitat aus dem vorherigen Link)
Liebe Sarah, ich schreibe dir, weil ich glaube, dein biologischer Vater zu sein." Mit diesen Worten meldete sich Hubertus bei Sarah, nachdem er ihre E-Mail-Adresse über die Seite Spenderkinder.de herausgefunden hatte. Hubertus hatte acht Jahre lang unter der Identifikationsnummer 261 Samen gespendet. Die selbe Nummer, die in der Akte von Sarah vermerkt ist.
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10.04.2015, 22:07Inaktiver User
AW: Outtake: Ist Samenspende eine Option?
Sagen wir mal so: Besser spät als nie.
In dem Fall war es ja mehr Zufall, dass der biologische Vater noch gefunden werden konnte.
Er (und wir als die Gesellschaft) hätten seine Tochter nicht in diese Situation bringen müssen, in der sie jahrelang in Unklarheit lebt, leidet und für ein "banales" Grundrecht, das für die meisten selbstverständlich ist - die Kenntnis der Herkunft und Umgang mit den Eltern - beides von der UN garantierte Grundrechte - so lange kämpfen muss.
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10.04.2015, 22:14
AW: Outtake: Ist Samenspende eine Option?
Allerdings waren sowohl der (Spender) biologische Vater als auch die sozialen Eltern einverstanden damit, das Kind im Glauben aufwachsen zu lassen, dass es sich um ihr leibliches Kind handelt. Aus dem Artikel entnehme ich, dass die junge Frau erst mit 18 Jahren die Wahrheit erfuhr. Interessant wäre es zu wissen, wie sie es erfahren hat und weshalb?
Es hätte auch traumatisch ausgehen können, z.B., in dem der Spender sich weigert, sie persönlich kennen zu lernen.
Ich finde das alles sehr schwierig und glaube nicht, dass es sich nur um ein juristisches Problem handelt - auch offene Spenden garantieren nicht, dass der Spender bereit ist, das Kind wirklich kennenlernen zu wollen, selbst wenn die Identität bekannt sein sollte. Und anonyme Spenden in dem Sinne, als dass eine Frau ein Kind ohne Wissen eines Mannes zeugt, gab es seit jeher.
Es ist somit auch immer von dem Wohlwollen der Beteiligten abhängig. In diesem Fall meldete sich der Spender freiwillig.
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10.04.2015, 22:44
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10.04.2015, 22:52Inaktiver User
AW: Outtake: Ist Samenspende eine Option?
Warum sollen Kinder mit Riesennasen, Plattfüssen und Glatzenansatz weniger liebenswert sein
?
Und mal ganz ehrlich: meine schlechten Augen, seltsamen Körperproportionen und die komischen Haare sowie die in meiner Familie gehäuft auftretenden Krebserkrankungen würde ich meinem Kind auch überhaupt nicht wünschen, sofern ich mich - ganz hypothetisch gesprochen - mal für ein Kind entscheiden würde.
Aber wie sich die Chromosomen überkreuzen und welche Merkmale das Kind dann mitbekommt, das weiss doch keiner im Voraus. Daher wäre das für mich persönlich so überhaupt kein Argument gegen eine anonyme Spende.
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10.04.2015, 23:24
AW: Outtake: Ist Samenspende eine Option?
Das sind sie nicht, sie sind bloß unglücklich. Warum sollte ich bewusst ein unglückliches Kind zeugen?
Wie sich alles neu kombiniert, weiß vorher keiner. Aber man weiß vorher, was im Rahmen des Möglichen ist. Kinder kommen nicht auf fremde Leute. Und so toll bin ich auch wieder nicht, um die Gene eines Mannes zu kompensieren, der wirklich Pech hatte. Fände ich mich so richtig toll, hätte ich vielleicht sogar Kinder.
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11.04.2015, 14:44
AW: Outtake: Ist Samenspende eine Option?
Es muss auch kein Argument "gegen" eine Spende sein, aber es ist für die meisten Menschen, die sich eingehender damit befassen, durchaus eines, über welches sie sich auch vermehrt Gedanken machen und hier auch etwas mehr differenzieren - ich kenne wie gesagt niemanden, der das so "locker" wahrnimmt.
Genauso, wie die meisten Menschen auch ein wenig mehr nachdenken, bevor sie darüber sinnieren, dass es sehr idyllisch sein könnte, ein Kind alleine aufzuziehen ohne sich mit einem Mann absprechen zu müssen, noch mit ihm zu verhandeln. Hierbei wird vollkommen ausgeblendet, ob dies auch im Interesse des Kindes sein dürfte.
Damit meine ich nicht, dass Kinder ohne Vaterfigur per se unglücklich sein müssen - aber es verwundert mich doch ein wenig, dass dieser Aspekt keinerlei Beachtung in diesem Threadverlauf findet. Ferner hatte dieser Thread seinen Ursprung ja in einem Fall, in welchem die TE keinen passenden Mann/potenziellen Familienvater gefunden hat, dies ist eine etwas andere Ausgangsbasis als die von Frauen, die sowieso keinen Familienwunsch an den Tag leg(t)en und auch keine Vaterfigur für wichtig erachten.
Es wäre daher auch wichtig ganz nüchtern zu beachten, dass die allermeisten Frauen, die sich für eine Spende entscheiden, dies nur tun, weil es die einzige und "letzte" Option auf ein Kind darstellt - und nicht zwingend, weil dieses Modell viele Vorteile mit sich bringt, geschweige denn die erste Wahl ist.



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