Das ist vielleicht Typsache.
Ich glaube, ich könnte eher mit der Situation umgehen wenn ich ungeplant dahineingeriete als mich selbst in diese Situation zu begeben.
Ich stelle mich den Aufgaben, die mir das Leben gibt, aber mich selbst in eine Situation zu begeben die ich doch als sehr schwierig einschätze, nein.
Vielleicht ist es noch einfacher wenn man zum Beispiel ein gewisses Vermögen hat oder einen sicheren Beamtenjob o. a. als wenn man auch in dem Bereich öfter kämpfen müsste.
Aber irgendwo selbst hingehen, mich besamen lassen, dann alleine Schwangerschaft und Geburt durchziehen, dazu könnte ich mich nicht durchringen.
Ungewollt schwanger zu werden finde ich eine ganz andere Situation... das ist für mich eben eine Aufgabe, die das Leben stellt.
Das ist aber erst seit ganz kurzem so, seitdem dieses Mädchen geklagt hat, und es ist bis heute nicht geregelt wann und ob die Kinder wirklich ihren biologischen Vater kennenlernen dürfen.
Das Thema ist in Deutschland eine große Baustelle.
Es steht sogar im Koalitionsvertrag der Regierung, dass das geregelt werden soll, aber leider gehört es zu den Themen, die im Politikalltag natürlich untergehen.
Geht ja auch nur um Kinder.![]()
Antworten
Ergebnis 101 bis 110 von 119
-
10.04.2015, 21:34Inaktiver User
AW: Outtake: Ist Samenspende eine Option?
-
10.04.2015, 21:36
AW: Outtake: Ist Samenspende eine Option?
Das kann ich gut nachvollziehen.
Ja, zumal man in der Regel auch keine Einsicht in die Familie des Spenders hat.Mal ganz abgesehen davon, dass ich meinem hypothetischen Kind auch keinen Riesenzinken, keine Glatze, keine Plattfüße oder sonstige hässliche Makel, mal ganz abgesehen von vererbbaren Krankheiten zumuten wollte.
Aber diese Selektion der hässlichen Merkmale findet normalerweise automatisiert in der Kennenlernphase statt. Da ist von Kindern noch gar nicht die Rede.
Nur bei einem anonymen Samenspender fällt das alles flach, vielleicht abgesehen von den Erbkrankheiten.
-
10.04.2015, 21:43
AW: Outtake: Ist Samenspende eine Option?
Ich kann es mir sehr idyllisch vorstellen, weder mit dem Mann, der der Vater meiner Kinder ist, noch mit seiner buckligen Verwandtschaft irgendwie in Beziehung zu stehen, sondern es einfach allein durchzuziehen.
Ohne Absprachen, ohne Verhandeln....einfach machen.
Für mich als Lebensmodell absolut nachvollziehbar, auch oder vielleicht trotzdem ich ein anderes Modell lebe.
-
10.04.2015, 21:45
AW: Outtake: Ist Samenspende eine Option?
Das ist gewiss Typsache, und übrigens für die meisten auch nicht von den Finanzen abhängig. Alleine ein Kind großzuziehen, ohne Vaterfigur für das Kind und ohne Ehemann ist wohl etwas, das nur wenige freiwillig wählen. Mir geht es hierbei im Übrigen nicht um politische Korrektheit im Sinne einer notwendigen Kernfamilie, sondern eher darum, dass für die meisten Frauen dies nicht die erste Wahl darstellt.
Ich vermute auch mal, dass die wenigsten dies wählen, sofern sie (noch) andere Optionen haben. In diesem Thread geht es ja um Frauen um die 40, die bis dato keinen passenden Partner gefunden haben und dennoch ihren Kinderwunsch erfüllen möchten.
Wenn der Grund für eine Spende der ist, dass kein passender Partner gefunden wurde, ist die Basis meines Erachtens auch eine andere als bei einer Frau, die von vorn hinein gar nicht erst auf Partnersuche war. Solche gibt es ja auch, nur dürften diese eine Minderheit sein.
Insofern könnte man sagen, dass auch die Option einer Spende meist eher "unfreiwillig" in Erwägung gezogen wird bzw. als letzte Option herhalten muss.
-
10.04.2015, 21:47
AW: Outtake: Ist Samenspende eine Option?
Das kann ich ein wenig nachvollziehen. Die Frage ist allerdings, ob das Kind das genauso sieht und es idyllisch findet, keinen Vater zu haben oder dass seine Mutter keinen Mann an der Seite hat.
Wie gesagt, bei einem Kinderwunsch sollte man vielleicht auch die Bedürfnisse des Kindes im Fokus haben - diese könnten sein, dass es sich einen Vater wünscht.
-
10.04.2015, 21:49Inaktiver User
AW: Outtake: Ist Samenspende eine Option?
In dem Film von dem ich erzählte, war die Ähnlichkeit der etwa 10 Halbgeschwister erstaunlich.
Vielleicht sieht man das mit etwas Abstand mehr.
Und das Mädchen, das in D geklagt hat, war superglücklich, nachdem sie ihren Vater kennengelernt hat.
Sie meinte, sie wisse jetzt von wem sie ihr Kinn und ihr Lächeln habe, sie fühle sich so komplett wie nie und sie habe das Gefühl, dass sie jetzt neu anfangen könne.
Nach Samenspender-Urteil: Sarah P. findet leiblichen Vater
Das zu der These vom "zweifelhaften eugenischen Diskussionsansatz".
-
10.04.2015, 21:50
AW: Outtake: Ist Samenspende eine Option?
Kinder sind Opportunisten. Die nehmen es so wie es kommt.
-
10.04.2015, 21:52
-
10.04.2015, 21:55Inaktiver User
AW: Outtake: Ist Samenspende eine Option?
Boah!
Abgesehen von Deinen abwertenden Ausdrücken gegenüber dieser jungen Frau stimmt das nicht.
Der Reproduktionsarzt hatte die Akten vernichtet, aber der biologische Vater - ohne eigene Familie - hat das Mädchen über den Prozess im Fernsehen gesehen und sich selbst gemeldet - weil er seine Tochter kennenlernen wollte.
Der soziale Vater hat das Leiden seiner Tochter miterlebt und sie bei der Suche unterstützt.
-
10.04.2015, 21:59
AW: Outtake: Ist Samenspende eine Option?
Ich kenne diesen Fall nicht - allerdings würde ich nicht vorschnell verurteilen.
Die allermeisten Menschen wollen ihre Wurzeln kennen, oftmals auch dann, wenn sie liebende soziale Eltern haben und eine glückliche Kindheit hatten. Das ist ein menschliches Urbedürfnis und muss nicht bewertet werden.
Die meisten Eltern haben auch Verständnis hierfür, das ist bei Adoptivkindern oder Kindern, die durch Samenspende gezeugt wurden, sogar meist die Regel. Ein sozialer Vater ist nicht weniger Wert oder wird weniger geliebt, nur weil ein Kind seine biologischen Wurzeln bzw. seinen biologischen Vater kennenlernen möchte.
Ich denke eher, dass das auf Erwachsene zutreffen dürfte.Kinder sind Opportunisten. Die nehmen es so wie es kommt.



Zitieren
