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  1. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: "Wir sind komplett!" - Erleichterung, Zweifel, Wehmut

    Ja, ich war das, die von 0 auf 1 den größten Sprung fand. Weil dadurch unser Leben als Paar und meins, das mich selbst als Mittelpunkt hatte, sich änderte zu einem, das sich auf die Familie bezog.

    Missversteht mich richtig (wie man hier in Norwegen sagt): mich selbst und die Paarbeziehung habe ich nie aus den Augen verloren, aber ich habe einen ganz anderen Fokus auf andere Menschen bekommen, der mich als Mensch verändert hat und mir guttut.

    Physisch und kräftemässig war das Jahr mit zwei Kindern unter zwei Jahren das anstrengendste, mein drittes Kind war allerdings anfangs auch sehr ruhig (anders als die Geschwister als Säuglinge). Später ist das Kind dann voll durchgestartet und unser energischstes Kind geworden.

    Das mittlere Kind ist überhaupt kein Sandwichkind geworden, ich sehe eigentlich gar nicht, dass eines marginalisiert ist. Alle haben ihren Platz. Das war ja auch mit ein Grund, warum ich mich dann zum vierten Kind nicht mehr durchgerungen habe: das Gefühl, für alle und alles gerade so Platz und Zeit zu haben, und diese Balance zu kippen, so dass ich dann vielleicht keinem mehr richtig gerecht werden könnte.


    Noch ein paar Gedanken: Ich war bei der Geburt des dritten Kindes 35, da habe ich mich schon weniger elastisch gefühlt, als mit 29. Bin weniger enthusiastisch nachts aus dem Bett gehüpft. Auf der anderen Seite war ich erfahrener und gelassener und habe vieles in dem klaren Bewußtsein genossen, dass dies mein letztes Kind ist.

    Bezüglich Beruf: wir sind letztendlich auch nach Skandinavien gezogen, weil uns hier die Balance zwischen Familie und Beruf besser gelingt. In Deutschland wäre es für mich viel schwieriger geworden, meinen Beruf befriedigend auszuüben und gleichzeitig der Familie gerecht zu werden. Aber vielleicht ist das mittlerweile auch besser geworden? Ich bin ja schon 8 Jahre weg...

  2. Avatar von Historia02
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    AW: "Wir sind komplett!" - Erleichterung, Zweifel, Wehmut

    Zitat Zitat von -ninette- Beitrag anzeigen
    Und Historia, Wahnsinn dass die Betreuungskosten bei euch so hoch sind. Hier ist die Tamu sehr teuer, aber der Kiga dann dafür sehr günstig, d.h. wenn nur ein Kind zur TaMu geht ist das gut finanzierbar.
    Teuer ist ja immer relativ. Wenn ich schreibe, was es kostet, würden mir andere vielleicht antworten, dass es ein Schäppchen ist (vielleicht für Schweizer Verhältnisse ...). Es würde hier für 3 Kinder inkl. Essen ungefähr 750 EUR kosten (= 1 Hortkind + 1 Kindergartenkind + 1 Krippenkind).

    Wenn das Jüngste dann kein Krippenkind mehr wäre, würde es ein bisschen preisgünstiger werden (1 Hortkind + 2 Kindergartenkinder = 600 EUR, 2 Hortkinder + 1 Kindergartenkind = 500 EUR). Aber es wäre doch eine enorme finanzielle Belastung auf Jahre hinaus. Ich weiß nicht genau, ab wann ein Schulkind nachmittags für mehrere Stunden alleine zuhause bleiben kann? Vielleicht mit 10?

    Okay, wenn ich wirklich, wirklich ein drittes Kind wollen würde, dann würde ich vielleicht versuchen, preisgünstigere Lösungen (z.B. Zusammentun mit anderen Müttern und abwechselnde nachmittägliche Betreuung) zu finden.

    Zitat Zitat von -ninette- Beitrag anzeigen
    Wisst ihr was? Ich habe mich ja für eine berufliche Veränderung entschieden, weil ich spüre, dass mein Mann (noch) nicht bereit für ein drittes Kind ist. Aber wenn ich hier lese, bekomme ich dermaßen Lust auf das dritte, das erschreckt mich schon fast ein wenig
    Das ist echt lustig, mir geht es genau andersherum. Ich bewundere alle, die sich trauen. Und merke, dass ich eigentlich nicht tauschen will...

    Ich habe übrigens beim Schreiben gemerkt, dass mir das ganze "Herumhirnen" eigentlich nichts bringt. Beim objektiven Abwägen aller Fakten (Kosten, Rente, ...) hätte man sich eigentlich auch schon gegen das erste Kind entscheiden müssen. ;-)

    Ich glaube, man muss irgendwann an den Punkt kommen, wo man sich entscheidet, ob man grundsätzlich will oder nicht. Und dann wird sich schon alles finden.
    Geändert von Historia02 (31.01.2015 um 11:53 Uhr)

  3. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: "Wir sind komplett!" - Erleichterung, Zweifel, Wehmut

    Die persönliche Belastbarkeit spielt eine wichtiger Rolle.
    Für mich wäre die Grenze, wenn wir auf Dauer Unterstützung vom JobCenter bräuchten.


  4. Registriert seit
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    AW: "Wir sind komplett!" - Erleichterung, Zweifel, Wehmut

    Hallo ihr Lieben,

    ich schreib mal eben zwischen Schneespaziergang und Abendessen machen
    Deshalb nur aus dem Gedächtnis und leider nicht auf alles eingehend, was ihr geschrieben habt.

    Zur Kinderbetreuung ist Berlin wirklich das Paradies, wenn ich höre, was ihr so zahlen müsst.
    Wir zahlen für den Kleinen irgendwas um die 50 Euro, für den Großen nur noch die Hälfte, seit er 3 ist.
    Dafür zahlen wir freiwillig noch einen FSJler mit.
    Wobei unser Einkommen natürlich auch nicht so üppig ist. Aber wenn das so viel wird, das ein komplettes Teilzeitgehalt aufgefressen wird.
    Ich finde das nicht richtig.
    Der Bruder meines Partners wohnt in HH (du auch, Historia oder?) und seine Frau ist nach dem zweiten auch erst mal einige Jahre zuhause geblieben. Es hätte sich einfach nicht gerechnet.
    Jetzt kommt die jüngste Tochter bald in die Schule und sie möchte wieder einsteigen.

    Schwanger-Werden bzw. Übungszyklus: Also ich bin bei den beiden ersten sehr schnell schwanger geworden. Beim zweiten sogar schneller als beim Ersten (und da dachten wir noch: Ach jetzt bin ich schon Ü35 ... da haben wir bestimmt ein paar Monate Zeit bis es klappt ). Nun bin ich aber fast 40 ... da kanns ja schon wieder anders aussehen. Momentan (und das ändert sich quasi stündlich) denke ich, dass ein Plan sein könnte, im zweiten Halbjahr 2015 ( historia) mit dem "Üben" anzufangen. Dann hätten wir auf jeden Fall ein 2016er Kind und kein drittes Winterkind Naja und wenn es dann bis Ende des Jahres nicht klappt, dann müsste man vielleicht wirklich überlegen, ob man es dann doch lässt.

    Aber von diesem tollen Plan weiß mein Partner ohnehin noch nichts

    ninette, du klingst eigentlich schon sehr entschlossen. Es liegt nur noch an deiner besseren Häfte oder?!

    Bezüglich der größten Umstellung gehöre ich übrigens auch zur Fraktion von 1 auf 2 fand ich krasser. Einfach weil man sich vorher abwechseln konnte und jetzt habt man eben oft 2 oder zumindest 1 Kind und selten mal "komplett frei".
    Seit ich abgestillt habe, wechseln wir uns aber immerhin mit dem Bettbringen ab und ich kann öfter mal durchschlafen als früher.

    Da frage ich mich auch, ob ich das noch so gut wegstecken würde wie mit 35 ...

    Was mich auch beschäftigt (und komischerweise viel mehr als bei den ersten beiden: Was ist, wenn das Kind in irgendeiner Form pflegebedürftiger ist oder mir was passiert, während der SS oder bei der Geburt). Das würde die Familie sehr in Mitleidenschaft ziehen ... die Kinder würden darunter leiden. Davor habe ich schon Angst. Ich habe auch schon überegt, ob ich dieses Mal neben der US-Diagnostik noch andere Tests machen würde.

    So weit erst mal ... Mann drängelt, dass ich endlich koche

    Liebe Grüße
    FoA

  5. Avatar von Reduktion
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    AW: "Wir sind komplett!" - Erleichterung, Zweifel, Wehmut

    Spannendes Thema!

    Ich stehe kurz vor der Geburt unseres 3. Kindes.

    Das erste kam, da war ich 21. Habe mit ihm zusammen studiert, wir waren im Ausland, mehrmals wegen Studienstationen umgezogen - sehr actionreich. Das war so anstrengend, dass mir mein Großer "gereicht" hat.

    Dann kamen immer mehr die Gedanken, ob er wirklich Einzelkind bleiben soll. Und so war es dann eher eine Hirn-Entscheidung, dass die zweite dazu kam.

    Und irgendwann 2013 hat es mich richtig durchzuckt, dass wir noch nicht komplett sind. Ich glaube, da habe ich zum ersten Mal einen richtigen "Kinderwunsch" gespürt. Kein Unfall, kein Drauf-an-kommen-lassen, keine rationale Entscheidung - es war zum ersten Mal ein Bauch-Wunsch.

    Und nun habe ich das Gefühl, es ist gut, wie es ist.

  6. Inaktiver User

    AW: "Wir sind komplett!" - Erleichterung, Zweifel, Wehmut

    Ui, ich hab den Strang zufällig entdeckt und finde nun hier so viele alte Bekannte , ihr dürft gerne auch frischen Wind in unseren Drittkindstrang reinblasen und Erfahrungen von Drittkindmüttern einholen wenn ihr mögt

    Zitat Zitat von FriendOfAlwin Beitrag anzeigen
    Was mich auch beschäftigt (und komischerweise viel mehr als bei den ersten beiden: Was ist, wenn das Kind in irgendeiner Form pflegebedürftiger ist oder mir was passiert, während der SS oder bei der Geburt). Das würde die Familie sehr in Mitleidenschaft ziehen ... die Kinder würden darunter leiden. Davor habe ich schon Angst.
    Die Unsicherheit gehört leider dazu und ich bin etwas allergisch auf solche, wenn auch normale (hatte ich auch mal ) Ueberlegungen. Es kommt wie es kommt und letzendlich wird man immer das Beste aus der Situation machen. Wenn es so sein sollte, dann wird das auch ein Teil des Lebens werden und wird es sich fügen und jeder, auch die Geschwister, an der neuen Situation wachsen. Ja die Geschwister leiden, aber sie lernen dadurch auch andere Werte kennen und sie wachsen daran. Es ist ein Geben und Nehmen, sie müssen zurückstecken und einiges an Zeit, Kindheit und Unbeschwertheit einbüssen, aber das was sie an Empathie, Menschlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und auch an Demut dazulernen, würde ihnen sonst durch nichts so vermittelt werden können und ist auch ein sehr wertvolles Geschenk fürs Lebens. Ich glaube wenn meine Kinder wählen könnten, würden sie sich jederzeit für ihr Brüderchen entscheiden.

    Ich versteh deine Ueberlegungen, aber, ausser Verunsichern, bringen sie im Vorfeld nichts

  7. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: "Wir sind komplett!" - Erleichterung, Zweifel, Wehmut

    Ich finde es toll, dass ihr hier so offen diskutiert, eure Gedanken sortiert.
    Das war etwas, was ich nicht für mitgemacht habe.
    Mein Mann wollte nicht. Und deshalb wollte ich keine Beziehungskrise und kein Kind ohne ihn. Für mich war und ist es wichtig, Kinder zusammen zu bekommen.
    Aber..ich habe mit niemandem darüber gesprochen und deshalb hat es lange gedauert, bis ich mit mir im Reinen war..

    Deshalb..Blumen an Euch alle.


  8. Registriert seit
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    AW: "Wir sind komplett!" - Erleichterung, Zweifel, Wehmut

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Unsicherheit gehört leider dazu und ich bin etwas allergisch auf solche, wenn auch normale (hatte ich auch mal ) Ueberlegungen.
    Skippy, ich verstehe, wie du das meinst und kann das auch nachvollziehen.
    Wenn ich deine Beiträge im anderen Strang lese, denke ich allerdings oft: Wo nimmt sie diese Kraft her?!

    Auch wenn man natürlich nie weiß, was kommt. Auch der Ist-Zustand (2 gesunde Kinder und einen gesunden Partner zu haben) kann sich jederzeit ändern, ABER ich finde die Überlegungen haben trotzdem ihre Berechtigung.
    Zumal sich das ja in einem ganzen Komplex aus Abwägungen abspielt und alles auch irgendwie miteinander zusammenhängt.

    Mein Alter beispielsweise ist hierbei für mich auch nicht unwichtig (das erhöht zum einen die statistische Wahrscheinlichkeit und zum anderen nimmt die Kraft ab).
    Hinzu kommt, dass ich mich gut genug kenne, um zu wissen, dass ich nicht die aufopferungsvollste Mutter bin.
    Will sagen, es geht doch auch darum, sich selbst realistisch zu sehen.
    Und da mache ich mir ja schon die "Ausreichend-Kraft" Gedanken, wenn es um 3 gesunde Kinder geht.

    Aber letztlich ist das für die entgültige Entscheidung natürlich alles Spekulation.
    Und wie historia schon schrieb, nützt das ganze Abwägen nichts. Am Ende bleibt der Wunsch und seine Stärke, die darüber entscheidet, ob man es wagt oder nicht.

    für dich als Löwen-Mama!

  9. Avatar von Reduktion
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    AW: "Wir sind komplett!" - Erleichterung, Zweifel, Wehmut

    Ich muss sagen, ich habe auch erst jetzt in der 3. Schwangerschaft Gedanken wie diese, dass ich bei der Geburt sterben könnte und dann zwei Kinder zurück ließe. Solche Gedanken hatte ich vorher nie.

  10. Inaktiver User

    AW: "Wir sind komplett!" - Erleichterung, Zweifel, Wehmut

    Hallo ich bin neu hier.
    Wir wollten immer ein Kind, Höchstens zwei. Sind jetzt 20 Jahre verheiratet und (Er 45 und Ich 43 Jahre alt). Mein Mann hat auch noch einen Sohn der ist jetzt 23 Jahre alt und lebt in London.
    Dann haben wir vor 7,5 Jahren Zwillinge bekommen, zwei Jungs. Und vor 5 Jahren noch ein Mädchen, was nicht mehr geplant gewesen ist. Da wir beide auch Vollzeit arbeiten. Und ich oft im Ausland unterwegs bin. Mein Mann arbeitet von zu Hause aus ist Architekt. Sonst würde das auch alles mit der Planung nicht funktionieren.
    Wir fühlen uns Komplett und auf Grund meines Alter ist die Familien Planung auch abgeschlossen.

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