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  1. Avatar von -ninette-
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    AW: "Wir sind komplett!" - Erleichterung, Zweifel, Wehmut

    Ui wie schön dass hier viel geschrieben wird! Ich werde auch versuchen, regelmäßig reinzuschauen, denn das Thema ist auch sehr präsent.

    FoA, bei mir gibt'S ebenfalls die berufliche Parallele. Ich hatte heute ein Vorstellungsgespräch für einen neuen Job innerhalb der Firma und wenn alles klappt werde ich wechseln. Das ist jetzt ein Karriereschritt für mich, und gleich kam der Gedanke auf - oh Gott, dann sollte ich wohl erst mal nicht schwanger werden ...?

    Andererseits hast du richtig in Erinnerung dass ich "erst" 36 bin und so evtl. noch ein bisschen Zeit habe. Wobei bei mir schon der Gedanke stark überwiegt, dass ich keinen größeren Abstand möchte (soweit man es denn in der Hand hat - weiß ja auch keiner, ob es klappt, wann es klappt ...).

    Naja, jetzt schaue ich mal wie es mit dem Job weitergeht. Bin in meinem momentanen nämlich total unglücklich. und habe mir für dieses Jahr vorgenommen, neuer Job oder schwanger. Und da mein Mann zu letzterem nicht so richtig zieht habe ich eben das Jobthema in Angriff genommen. Und es fühlt sich gut an!

    Minstrel, hab schon gehofft hier von dir zu lesen, da ich wissen wollte, wie bei euch der Stand diesbezüglich ist. Ich freu mich, dass ihr euch entschieden habt! Wie viel arbeitet ihr beide denn? Das ist hier auch so ein Punkt, mein Mann arbeitet Vollzeit und ich 80%. Eigentlich sollte ich Vollzeit arbeiten, aber ich liebe meinen freien Mittwoch, das ist so genial, 2 Tage arbeiten, 1 Tag frei, 2 Tage arbeiten - Wochenende Aber meine Teilzeit wird mir phasenweise schon auch "vorgeworfen" bzw wird es wohl nicht ewig gehen. Und beide VZ arbeiten mit 3 Kindern?? Davor hab ich dann doch ziemlichen Respekt.

    Das Geschlecht spielt bei mir keine Rolle, ich wollte immer drei. Ich nehme auch gerne einen dritten Buben - ich finde das sehr spannend, da ich aus einer sehr mädelslastigen Familie komme.

    Historia, wie ist denn eure Tendenz?

    Und centralreservation, wie alt sind deine Kinder?

    Ich freu mich, dass es hier Gleichgesinnte gibt

  2. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: "Wir sind komplett!" - Erleichterung, Zweifel, Wehmut

    Zitat Zitat von Historia02 Beitrag anzeigen
    Ich habe mal eine kleine Frage: Hier sind ja nun einige, die 2 Jungs haben. Habt ihr das Gefühl, dass das eure Entscheidung, eventuell ein 3. Kind zu wollen, beeinflusst? Ich habe neulich gelesen, dass es wohl statistisch erwiesen ist, dass Paare, die zwei gleichgeschlechtliche Kinder haben, eher noch ein 3. Kind bekommen als Paare, die ein Pärchen haben.
    Also wir hatten einen Jungen und ein Mädchen, als wir uns zum dritten Kind entschlossen. (Die beiden haben dann jeweils gehofft, Verstärkung für ihr eigenes Geschlecht zu bekommen ). Ich glaube persönlich nicht, dass der Outcome Einfluss darauf gehabt hat, wie anstrengend es ist, mit drei Kindern zu leben. Nämlich: wir sind da wirklich hineingewachsen, der Sprung von Null auf eins war der grösste Sprung. Auf zwei, auf drei war eine Ausweitung, aber kein Quantensprung.

    Was ich allerdings so empfinde (ist hier im Strang glaube ich auch angesprochen worden): die Dynamik in der Familie verschiebt, sich, es gibt eine deutliche Kinderfraktion, das Thema "Kind" kann nicht so nebenher laufen bzw. einfach in die erwachsenen Lebensvorstellungen eingepasst werden, wie das mit einem Kind noch möglich ist. Beim dritten Kind "kippt" es noch mehr, da wird das Familienleben sehr deutlich von den Kindern mitgeprägt.

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    Bei uns ist mein Mann der Treiber für das Dritte. ...
    Ich hab trotzdem ordentlich Respekt. Mein Kopf sagt eher "bist Du wahnsinnig?!?!" und mein Bauch sagt eher "doch, doch. das geht".

    Ich fand die Zeit auch mit drei kleinen Kindern nicht "wahnsinnig" anstrengend, oder dass es Wahnsinn war, sich dafür zu entscheiden Als meine beiden Ältesten klein waren, das erste Jahr, das war eher der Wahnsinn - obwohl auch sehr schön und berührend.

    Als das dritte Kind kam, war das zweite schon dreieinhalb, da waren wir aus dem Gröbsten raus. Und der Abstand war dennoch so, dass Nr. 2 und 3 immer viel miteinander anfangen konnten.
    that was the river - this is the sea


    Moderation im Forum "Persönlichkeit"

  3. Avatar von Historia02
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    AW: "Wir sind komplett!" - Erleichterung, Zweifel, Wehmut

    Zitat Zitat von -ninette- Beitrag anzeigen
    Historia, wie ist denn eure Tendenz?
    Das kann ich absolut nicht sagen. An schlechten Tagen schleudert mir mein Mann gerne an den Kopf, dass er kein 3. Kind möchte. Wenn's gut läuft, dann murmelt er, dass er ja mitziehen würde, wenn ich unbedingt will.

    Also liegt es an mir und ich weiß absolut nicht, was ich möchte. Bei mir kommen ja noch die o.g. gesundheitlichen Probleme dazu. Ich muss mich erstmal von einem Spezialisten beraten lassen, wie ich wegen der Medikamenten-Problematik vorgehen muss. Eventuell ist eine 3. Schwangerschaft sowieso zu gefährlich für mich. Und draufgehen möchte ich eigentlich nicht ...

    Über den Altersabstand mache ich mir eher weniger Gedanken. Meine 2 Jungs haben ja nun einen Abstand von 4 Jahren, weil es mit dem zweiten Kind so lange nicht geklappt hat. Und ich muss sagen, dass ich diesen Abstand mittlerweile wirklich schön finde und mir in dieser Richtung keinen Stress mache.

    Was mich eher umtreibt, ist die Frage, wie man 3 Kinder ohne Unterstützung der Großeltern wuppen kann. Im Moment sind meine beiden Kinder abwechselnd krank und das nervt gewaltig. Da muss ich dann das kranke Kind immer mitschleppen, wenn ich das gesunde in die Kita bringe. Oder ich muss das gesunde Kind mitsamt dem kranken mit zum Arzt schleppen, wo es dann rumnörgelt und rumquengelt, weil es sich langweilt. Da wünsche ich mir dann Großeltern, die mal eben vorbeikommen und kurz aushelfen. (Die Großeltern sind übrigens in ca. 10 km Entfernung vorhanden. Aber wenn's regnet oder schneit oder dunkel ist (also im Herbst und Winter quasi immer), können sie nicht kommen. Und spontan schon gar nicht.)

    Finanzielle Erwägungen spielen natürlich auch eine Rolle. Hier ist die Kinderbetreuung für 3 Kinder ziemlich teuer. So teuer, dass sich Arbeiten eigentlich wirklich nicht mehr lohnt. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, 3 Jahre zuhause zu bleiben, im Kindergarten nur noch das Minimal-Programm (bis 12 Uhr) zu buchen, nachmittags einem Schulkind bei den Hausaufgaben zu helfen, ein Kindergartenkind zu bespaßen und dabei nebenbei noch ein Kleinkind den ganzen Tag zu betreuen. Da würde ich durchdrehen.

    Tja, alles in allem spricht leider auf der rationalen Ebene ziemlich viel gegen ein 3. Kind. Das ist bei mir mehr als einfach nur "Angst".

  4. Avatar von Paraplumeau
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    AW: "Wir sind komplett!" - Erleichterung, Zweifel, Wehmut

    Zitat Zitat von Historia02 Beitrag anzeigen
    Was mich eher umtreibt, ist die Frage, wie man 3 Kinder ohne Unterstützung der Großeltern wuppen kann. Im Moment sind meine beiden Kinder abwechselnd krank und das nervt gewaltig. Da muss ich dann das kranke Kind immer mitschleppen, wenn ich das gesunde in die Kita bringe. Oder ich muss das gesunde Kind mitsamt dem kranken mit zum Arzt schleppen, wo es dann rumnörgelt und rumquengelt, weil es sich langweilt. Da wünsche ich mir dann Großeltern, die mal eben vorbeikommen und kurz aushelfen. (Die Großeltern sind übrigens in ca. 10 km Entfernung vorhanden. Aber wenn's regnet oder schneit oder dunkel ist (also im Herbst und Winter quasi immer), können sie nicht kommen. Und spontan schon gar nicht.)

    Wir haben drei und es ging komplett ohne Großeltern.
    Meine Eltern waren beide 45 Jahre alt als meine Älteste geboren wurde und arbeiten heute noch voll.
    Meine Schwiegereltern wohnen 400 km weit weg.

    Im Grunde bin ich froh, dass ich die Großeltern nicht für den alltäglichen Rhythmus benötigte.
    Meine Kinder, mein Problem, das ich lösen muss.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.


  5. Registriert seit
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    AW: "Wir sind komplett!" - Erleichterung, Zweifel, Wehmut

    Zitat Zitat von Historia02 Beitrag anzeigen
    Tja, alles in allem spricht leider auf der rationalen Ebene ziemlich viel gegen ein 3. Kind. Das ist bei mir mehr als einfach nur "Angst".
    Das ist bei mir ähnlich.
    Folgende Punkte finde ich dabei ziemlich schwerwiegend:

    + mein Alter (wenigstens ist mein Mann nicht "noch älter" sondern sogar 2,5 Jahre jünger
    + unsere Wohnung (und wir würden definitiv nicht mehr umziehen, mein Partner möchte aber auf gar keinen Fall für eine Phase im Wohnzimmer schlafen. Bedeutet, die Kinder hätten definitiv nie alle ein eigenes Zimmer.)
    + das Geld (wie gesagt, wir merken es jetzt schon finanziell ... die Wohnung ist teurer, wir müssen noch ein paar Monate Kredite abbezahlen und ich bin Geisteswissenschaftlerin und mein Partner arbeitet in einem Bereich, in dem er gar keinen offiziellen Abschluss hat. Das große Geld wird also auch absehbar nicht kommen. Ich kaufe unseren beiden Kindern jetzt schon sehr viel gebrauchte Dinge. Klamotten fast komplett, immer mehr auch Spielzeug. Das hat aber auch den Grund, dass ich es verrückt finde, alles neu zu kaufen, wenn es so viel Gebrauchtes gibt. Aber natürlich frage ich mich schon: Wie lange akzeptieren sie das? Kommt irgendwann der große "Marken-Druck". Hier tragen zum Beispiel die Kinder haufenweise Finkid und nach wehre ich mich erfolgreich dagegen, weil ich dieses uniforme hasse und die Sachen auch gebraucht noch wahnsinnig teuer sind. Aber ich schweife ab )
    + unsere Belastbarkeit, wir kriegen uns jetzt schon manchmal in die Haare und sind gereizt, weil einfach kaum mehr Zeit für uns als Paar oder für jeden Einzelnen da ist. Mit einem weiteren Kind würden wir dieses Phase um mehrere Jahre verlängern.

    historia, ich sehe für mich übrigens auch 2016 als DAS Jahr. Ich werde dann Ende des Jahres 41, bekäme das Kind also wenn dann noch mit 40 und würde damit meine selbstgesetzte Grenze gerade noch einhalten ...

    Ich glaube, egal wie die Entscheidung ausfällt, der Abschied von der "Möglichkeit" wird so oder so (also auch nach einem dritten Kind) schwer fallen. Denn damit endet ja auch ein sehr gewichtiger Lebensabschnitt.

    Und damit wäre ich wieder beim Komplett-Sein-Gefühl.
    Ich hoffe, wir erreichen das mal.

    Ich habe übrigens neulich mal meinen Großen gefragt, ob er nicht gerne noch ein Baby möchte.
    Die Begeisterung hielt sich stark in Grenzen

  6. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: "Wir sind komplett!" - Erleichterung, Zweifel, Wehmut

    Großeltern sind für den absoluten Notfall.. Sie erziehen auch mit, je regelmäßiger sie kommen. Ob man das will? Ich fand es sehr anstrengend.
    Zudem werde sie älter.

    Finanzen sind So eine Sache.. Bekommt ihr euch jetzt schön in die Haare, weil.es eng ist?

    Das hat auch nichts mit Markenkoamotten zu tun. In Schulter bekommt man kaum nicht gebrauchtes. Das wird entweder zwischen Freunden weiter gegeben oder es ist So durchgewetzt. Nicht mehr schön . Ich habe zur Zeit einen Jugendlichen, der schnell wuchs.. Schuhe- ein Groschengrab.

    Und die Frage ist auch nichts..will man das alles So lang?
    Wie alt ist man, wenn der jüngste Sprössling ausgezogen ist.

  7. Avatar von Historia02
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    AW: "Wir sind komplett!" - Erleichterung, Zweifel, Wehmut

    Zitat Zitat von FriendOfAlwin Beitrag anzeigen
    Ich habe übrigens neulich mal meinen Großen gefragt, ob er nicht gerne noch ein Baby möchte.
    Die Begeisterung hielt sich stark in Grenzen

    Mein Großer will auch kein Baby mehr. Wobei ich sagen muss, dass der kleine Bruder im Moment tatsächlich sehr nervraubend ist, weil er alles (Lego-Duplo-Turm, Holzeisenbahn, etc.) auseinanderrupft. Es wird noch ein bisschen dauern, bis die beiden konstruktiv zusammen spielen werden.

    Ich glaube, ich tendiere eher zu "Nein". Ein Kriterium ist, dass ich mir allmählich vorstellen kann, Babyzeug zu verkaufen. Bis jetzt wollte ich alles aufheben, aber jetzt sehe ich doch ab und zu mal "Such-Anzeigen" in Foren, wo ich denke: Ach ja, das und das (z.B. Bücher über Babyzeichensprache, Vaporisator, Babybrei-Mixer, ...) fliegt ja hier auch noch rum, das könntest du vielleicht wirklich langsam mal verkaufen, bevor es eh keiner mehr haben will.

    Ich habe auch schon überlegt, ob ich uns einfach ein Zeitfenster setzen soll, so nach dem Motto: Wir versuche es einfach in der 2. Hälfte des Jahres 2015 mit einer Schwangerschaft, wenn es dann nicht klappt, dann soll es halt so sein. Aber das ist eigentlich auch Quatsch, denn ich fürchte, wir werden medizinische Hilfe brauchen. Also sollten wir es entweder ganz oder gar nicht angehen und nicht so halbherzig. Ich habe nämlich Angst, mich dann reinzusteigern, wenn es nicht klappt - und das will ich absolut vermeiden.

    Ach, wenn ich das hier so niederschreibe, was mir im Grunde jeden Abend im Kopf rumgeht, dann ist der Berg "Mount 3. Schwangerschaft" echt riesengroß und ich stehe davor wie Sisyphos mit seinem Stein.

  8. Inaktiver User

    AW: "Wir sind komplett!" - Erleichterung, Zweifel, Wehmut

    Zitat Zitat von FriendOfAlwin Beitrag anzeigen
    Wie alt sind denn diejenigen, die das Alter als Contra-Punkt anführen? Und wo liegt eure Grenze?
    Wie bei Dir war meine Grenze immer die vierzig, zumindest zum schwanger-werden. Letzteres könnte gerade noch hinhauen, wenn wir sofort loslegen...

    Zitat Zitat von -ninette- Beitrag anzeigen
    Und centralreservation, wie alt sind deine Kinder?
    Sieben und drei. Wobei der Kleine für sein Alter eher unselbständig ist und viel Nähe einfordert. Vermutlich sind wir an dieser Entwicklung auch nicht ganz unschuldig, denn er ist ja "unser Baby"

    Zitat Zitat von FriendOfAlwin Beitrag anzeigen
    Ich habe übrigens neulich mal meinen Großen gefragt, ob er nicht gerne noch ein Baby möchte.
    Die Begeisterung hielt sich stark in Grenzen
    Mein Großer sagte in einem ähnlichen Gespräch einmal: "Ja, aber nur ein Mädchen, das nicht so aggro ist wie der Mini"

    Bei uns ist die Entscheidung eigentlich bereits gefallen, da in meiner derzeitigen Berufsphase eine neuerliche Babypause irgendwie blöd wäre, und mein Freund nicht unbedingt noch ein drittes Kind will. Ich glaube, er würde mitziehen, wenn es wirklich mein Herzenswunsch wäre. Da ich aber selbst unentschlossen bin, ist die Entscheidung im Prinzip getroffen. Aber Bauch und Kopf in Einklang zu bringen, ist halt nicht so einfach.

    ...und wie sehr mich das doch irgendwie umtreibt, zeigt wohl die Tatsache, dass ich heute Nacht geträumt habe, ich hätte eine Fehlgeburt gehabt. Irgendwie hat sich dieser Strang wohl in meine Träume geschlichen.
    Geändert von Inaktiver User (30.01.2015 um 16:01 Uhr)


  9. Registriert seit
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    AW: "Wir sind komplett!" - Erleichterung, Zweifel, Wehmut

    Wir arbeiten beide 80%. Das sind bei mir 34 h und bei meinem Mann 32 h in der Woche. Bei mir kommt noch ein recht langer Arbeitsweg dazu, seiner ist sehr kurz.

    Vor dem Spagat mit Berufstätigkeit und Kindern habe ich aber eigentlich noch am Wenigsten Angst. Solange sie noch klein sind, können wir sie hier alle in der gleichen Tagesbetreuung unterbringen. Ob nun 1,2 oder 3 macht da nicht so den riesigen Unterschied.
    Grosseltern hier auch nur schlecht verfügbar, aber bis jetzt hatten wir mit den Krankheitstagen Glück (*klopfaufholz*)

    Beruflich hab ich schon einige gute Schritte gemacht und denk auch immer, dass ja noch einige Jahrzehnte vor mir liegen. Das mag ich irgendwie nicht entscheiden lassen.

    Es ist mehr die Kraft/Energie und die Frage, ob ich allen gerecht werden kann (mich eingeschlossen).

  10. Avatar von -ninette-
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    AW: "Wir sind komplett!" - Erleichterung, Zweifel, Wehmut

    Wirklich Minstrel, vor dem Spagat mit der Berufstätigkeit hast du am wenigsten Angst? Da bewundere ich dich. Ich kriege gerade von meinem Chef schon massiv Druck wegen meiner 80% (das sind bei mir 4 Tage pro Woche, ich habe Vertrauensarbeitszeit, d.h. keine Stundenanzahl, aber so 10h/Tag werden eigentlich erwartet, inklusive 1h Mittagspause, also etwa 36h/Woche - die mache ich aber eher nicht). Hier gibt es eine so starke Präsenzkultur, die mich furchtbar ankotzt. Evtl. wird der nächste Chef ein Engländer, dann wird sich das hoffentlich ändern!

    Was ich mich oft frage - wird es nicht schwieriger wenn sie älter werden? Ja, so ein Kleinkind braucht viel weil es sehr unselbständig ist (wickeln, füttern, anziehen etc.). Aber später dann? Kann man gut mit allen im Gespräch bleiben? Alle zu Freizeitaktivitäten kutschieren? Sich noch Urlaube leisten? Ja das ist vielleicht ein Luxus, den man nicht braucht. Aber bei der vielen Arbeitszeit auf unserer Seite möchte ich mir dann auch ein bisschen was leisten können ...

    Was ich immer spannend finde ist, wenn Leute schreiben, der Sprung von 0 auf 1 war der heftigste (Mary, ich glaube, du warst das). Hier war der Sprung von 1 auf 2 deutlich heftiger. Nach dem ersten wollte mein Mann so schnell als möglich das zweite, ich habe ein bisschen gebremst, weil ich noch mehr Exklusivzeit mit meinem Baby wollte. Beim dritten jetzt ist es ganz anders. Ich finde aber Sohn 2 auch deutlich anstrengender als Sohn 1 (was meiner Liebe zu ihm keinen Abbruch tut - das hört sich irgendwie so negativ an). Objektiv betrachtet ist er einfach weniger ausgeglichen, schreit mehr, spielt nicht stundenlang vor sich hin wie sein Bruder im gleichen Alter (bzw auch jetzt). Kind 2 hat uns eindeutig mehr gefordert (und tut es immer noch) als Kind 1. Der Kleine hat auch so geniale Ideen wie Zahnbürste im Abfluss versenken usw. - auf sowas würde mein Großer nie kommen!

    Und manchmal denke ich mir auch, dass bei dreien das mittlere Kind doch meistens der Buhmann ist. Und das täte mir für meinen kleinen Schlingel, der wie gesagt eh schon eher anspruchsvoll ist, leid. Ich kenne dieses Muster aus sehr vielen Familien, unter anderem aus der meines Mannes und meiner Ursprungsfamilie (wobei wir mehr als 3 Kinder sind, aber das zweite fühlte sich immer als der Buhmann). Ich kann das irgendwie nicht gescheit ausdrücken - so ein bisschen, ich habe keinen Sonderstatus, denn ich bin nicht der Älteste und nicht der Jüngste ...

    FoA, das mit dem Zimmer finde ich übrigens nicht schlimm. Ich würde mal sagen dass Kinder sich sehr lange ein Zimmer teilen können, und solltet ihr euch in 10 Jahren doch umentscheiden, dann zieht ihr eben doch noch einmal um. Davon würde ich mich nicht abschrecken lassen.

    Ich frage mich manchmal, ob ich möchte, dass die Familie so "kippt" wie glaube ich ebenfalls von Mary beschrieben. Dass das Kinderübergewicht da ist. Ich kenne es eigentlich nicht anders und fand das als Kind und finde es auch jetzt immer noch sehr schön, viele Geschwister zu haben. Aber nach einer Woche wie dieser. wo mein Mann seit Montag auf Dienstreise ist (und erst morgen Abend spät wieder kommt ) merke ich auch, dass ich am Limit bin. Wobei ich mich frage, ob das an den zwei Kindern liegt oder dem emotionalen Stress des möglicherweise bevorstehenden Jobwechsels und dem Frust an der schlechten Arbeit der diese Woche zum ersten Mal engagierten Putzfrau ???
    (die übrigens hier nicht mehr reinkommt. Habe soeben die Böden selbst nochmal gewischt, da überall Schlieren waren, und das Wasser war am Ende dunkelgrau. Einen Tag nachdem sie alles gewischt hat - und die Woche davor hatte ich gewischt, also es ist auch nicht so dass sich hier schon monatelang der Dreck staut )

    Historia, ich könnte auf keinen Fall schon Babysachen hergeben. Die brauch ich doch noch für den kleinen Bruder der beiden

    Bei mir spielt noch ein bisschen das Betreuungsthema in die Planung rein. Ich will wieder meine Tagesmutter. Die hat einen Platz ab Herbst 2016 wenn mein Kleiner in den Kiga kommt, und dann wieder ab Herbst 2017. Da ich meistens so 6 Monate daheim bleibe, sollte Kind 3 irgendwann zwischen Januar/Februar und Juli geboren werden, dann geht das mit dem Platz gut (ich zahle sie notfalls auch ein paar Monate umsonst, das habe ich jetzt auch gemacht - ist zwar sehr sehr viel Geld, aber gut investiert wie ich finde). D.h. aber wenn wir uns dieses Jahr noch für ein drittes Kind entscheiden sollten wir dann im Frühjahr loslegen - oder eben im Frühjahr 2016.

    FoA, ist 2016 dein geplantes Geburtsjahr oder Schwangerschaftsjahr, oder beides? Planst du eine längere Übungsphase ein, oder bist du immer recht schnell schwanger geworden?

    Und Historia, Wahnsinn dass die Betreuungskosten bei euch so hoch sind. Hier ist die Tamu sehr teuer, aber der Kiga dann dafür sehr günstig, d.h. wenn nur ein Kind zur TaMu geht ist das gut finanzierbar.

    Wisst ihr was? Ich habe mich ja für eine berufliche Veränderung entschieden, weil ich spüre, dass mein Mann (noch) nicht bereit für ein drittes Kind ist. Aber wenn ich hier lese, bekomme ich dermaßen Lust auf das dritte, das erschreckt mich schon fast ein wenig

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