Ich habe selbst 3 Kinder. Sie sind fast 6, 2 und 5 Monate alt. Also noch ganz Kleine :)
Ich muss sagen, dass es schon anstrengend ist und das Kinder viel fordern. Gerade in dem Alter ist es schwierig. Meine Älteste will ihre Freiheiten. Der kleine Bruder nervt. Mama helfen ist blöd. Bald beginnt die Schule. In der Woche hat sie zwei Schultage in denen sie 1-2 Schulstunden hat. Das findet sie schon teilweise nervig. Das kann heiter werden :D Der Mittlere hält sich mittlerweile für sehr schlau und fühlt sich auch schon richtig gross. Er findet es super die Schwester zu ärgern und findet meine Meinung mittlerweile auch blöd. Vor allem das was er machen soll oder nicht darf. Dann bin ich ganz böse ;) Der Kleinste geht. Er ist halt ein Baby, aber sehr offen und lebenslustig und zufrieden.
Die Natur hat es auch so eingerichtet, dass man die schlimmen Dinge schnell vergisst. Ich denke je älter die Kinder sind, umso mehr überwiegen die schönen Erinnerungen. Ich empfinde viele vergangene Dinge auch nicht mehr so schlimm. Das merke ich, wenn mein Mittlerer wieder in eine Phase kommt oder irgendwas macht wo ich denke "Meine Güte, dass hab ich ja ganz vergessen. Warum hab ich mir das freiwillig nochmal ausgesucht" :D
Ich denke wir werden alle irgendwann so denken wie du und es wird weiterhin die Mütter kleinerer Kinder geben, die alles als extrem stressig empfinden. Genauso wird es Mütter geben die das extra rausheben um zu zeigen wie gut sie sind und was sie alles machen müssen. Das hab ich im Oktober nach der Entbindung im KH gemerkt. Jede Mutter hatte die schlimmste Nacht, das wachste Kind und die ärgsten Stillprobleme. Von der Zukunft daheim ganz zu schweigen. Die Eine war froh einen grossen Sohn zu haben. Dann meldete sich die Andere, die ein kleineres Geschwisterkind hat und es ja so schwer haben wird... Das hörte sich echt an wie ein Wettkampf. Wer hat es am Schlechtesten :D Ich denke es ist Beides. Es ist sicher stressig, aber es gibt auch die Mütter die es extra hoch pushen. Von mir aus kann ich sagen, dass die schönen Momente überwiegen und ich nichts bereue. Vielleicht manchmal, wenn es wirklich kleine Teufel sind und man gerade in der Situation steckt. Aber das ist sicher ganz normal :)
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26.02.2015, 22:47
AW: ist es wirklich so anstrengend Kinder zu haben?
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27.04.2015, 14:03
AW: ist es wirklich so anstrengend Kinder zu haben?
nein!ist es wirklich so anstrengend Kinder zu haben?
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28.04.2015, 15:45
AW: ist es wirklich so anstrengend Kinder zu haben?
Ich habe zwei Kinder im Alter von 9 und 5 Jahren.
Ja, es kann schon sein, dass es anstrengender geworden ist. Wenn ich mir überlege, was von mir als Mutter quasi als "Hilfslehrerin" erwartet wird (Schule Bayern) - die Schule geht davon aus, dass die Kinder nachmittags Eltern an der Hand haben, die stundenlange Hausis erklären die Übertrittsvoraussetzungen schaffen. Dann waren wir als Kinder schon noch irgendwie respektvoller gegenüber Erwachsenen. Wenn z.B. meine Eltern oder Großeltern was sagten, dann war das mehr oder weniger zu machen. Heute diskutieren die meisten Kinder endlos, bis einem die Ohren abfallen. Alles muss und soll nachvollziehbar erklärt werden und für jeden Beteiligten (bes. die Kinder) auch okay sein. Nicht, dass ich die autoritäre Erziehung vergangener Zeiten zurückhaben möchte. Aber anstrengender ist es bestimmt, wenn die Kinder eher Partner als Untergebene sind
Und was mir auffällt: Wir kümmern uns weit mehr um unsere Kinder (sei es Nachmittagsprogramm, Schwimmen gehen, Ausflüge, Radeln, Zusammen spielen, Hausis betreuen, die Freizeit gestalten,...), als es damals unsere Eltern bei uns gemacht haben (obwohl die im Vergleich mit anderen Eltern unglaublich viel mit uns unternommen haben damals).
Ich finde das zum großen Teil schön und sinnvoll (ausser das mit der Hilfslehrerei), aber kostet Zeit, Geld und viele Nerven!
Allerdings bin ich der Meinung, dass schon oft ein großer Tanz ums goldene Kalb gemacht wird. Meistens gehört es inzwischen dazu, dass man schon mit Kleinkindern zu allen möglichen Kursen und Treffen geht. Sei es Kleinkinderturnen, Ergo, Babyschwimmen, Pekip, usw. Mit dem ersten Kind dachte ich auch noch, ich sollte das um des Kindes willen mitmachen ("macht man halt so". Ich hab aber bald die Nerven verloren bei all den engagierten Müttern. Bei meinem Jüngeren hatte ich dann eine gute Ausrede (das größere Kind), warum ich gar keine Zeit mehr hatte, den Terz mitzumachen).
Und es kommt einfach nicht gut an, wenn man sagt, man hätte es lässig und ganz nett. Zum guten Ton gehört es, dass man insgesamt gestresst ist und das große Rad dreht. Sei es im Büro, beim außergewöhnlichen Leistungssport, beim Erreichen des schnellsten After-Baby-Body, bei der biologischten Kinderernährung und stundenlangem Kochen außergewöhnlicher Rezepte oder dem saubersten Haushalt. Hauptsache, man leistet was.
Nicht, dass alle so wären. Es gibt in meinem Umfeld auch viele normale. Aber halt auch viele Stresser und Jammerer. Oft weiß ich da nicht, ob die nur jammern, weil sie das Jammern cool finden. Oder ob die wirklich so durchdrehen.
Ich muss mich natürlich manchmal ärgern, bin gestresst oder genervt. Aber Grundeinstellung ist das bei mir nicht. Zum Glück.
Viele Grüße,
Cora
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28.04.2015, 15:51Inaktiver User
AW: ist es wirklich so anstrengend Kinder zu haben?
Ot: "After-Baby-Body", das ist hübsch!
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20.05.2015, 00:16
AW: ist es wirklich so anstrengend Kinder zu haben?
Ich finde das schwierig generell zu sagen...
Ich kenne Familien mit 2 Kindern, da hatten die Kinder nie was Schlimmeres als Erkältung und Bindehautentzündung.
Andere, so wie wir, da haben die Kinder ständig was, jedes hatte bis zum 4. Geburtstag mind. 2 Lungenentzündungen, ständige Bronchitis, Neurodermitis, 2x jährlich pro Person Magen/Darm etc...
Dazu Kinder die nachts schlecht schlafen und bis zu 8 ml nachts Mama aus dem Bett brüllen, Alpträume haben etc...
Es gab Jahre, da habe ich wochenlang täglich nicht mehr als 3 Stunden Schlaf täglich bekommen.
Da muß man dann nachts mit den Kindern inhalieren, Ausgekotzes aufwischen, Betten neu beziehen, Toilettenschüsseln putzen. Manchmal weiß ich gar nicht wie ich anfangen soll wenn alles vollgespuckt ist.
Dann stelle ich auch noch schnell die Waschmaschine um 2.00 Uhr an.
Danach kann ich nicht mehr schlafen.
Das ist so furchtbar, da hat man dann am Tag kein Zahnfleisch mehr und ist dünnhäutig wie nix, gerät bei Kleinigkeiten aus der Fassung.
Das kann jemand, deren Kinder bereits mit 6 Monaten durchschliefen nicht nachvollziehen wie es ist wenn die inder erst mit 3 Jahren vernünftig schlafen.
Früher war das natürlich anders.
Meine Mutter hatte ein Schlafzimmer am anderen Ende der Wohnung. Wir Kinder wurden im Bett fest geschnallt (die "Lebhaften, die immer aus dem Bett krabbelten"), Türen verschlossen und man konnte dann ungestört schlafen.
Einmal hat sich meine Schwester halb in diesen Dingern stranguliert.
Andere Mütter haben ihren Kindern Schlafmittel gegeben.
Hat auch was für sich. Man muß halt abwägen, besser nett sein zu seinen Kindern am Tag und fies in der Nacht oder umgekehrt...
Auch weggehen war früher total easy. Da gabs kein Babysitter. Das ist nur was für Weicheier.
Man ging weg und basta.
Mein Bruder ist dann man nachts losmarschiert und weil er nicht an die Lichtschalter kam hat er dann unter der geöffneten Kühlschranktür weiter geschlafen.
Meine Mutter war früher trotzdem sehr gestresst. Oft über ihre Grenzen belastet, das sagt sie noch heute.
Und ermahnt mich ständig, ich solle das ganze entspannter angehen. Witzig.
LG
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20.05.2015, 08:01
AW: ist es wirklich so anstrengend Kinder zu haben?
Wow - Bettgurte, Schlafmittel! Das waren früher aber keine allgemeingültigen (Schlaf-) Erziehungsmaßnahmen. Das wäre meinen Eltern nicht im Traum eingefallen.
Meine Mutter sagt zu schlaflosen Nächten (rückblickend) lächelnd: "Das ist einfach so". Ich finde, mit dieser Einstellung ist es viel leichter: wenn man akzeptiert, dass all das ganz normal dazu gehört.
Anstrengend sind Kinder oft. Na und? Stress wird es häufig erst dann, wenn man meint, es müsste anders sein.
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20.05.2015, 09:04
AW: ist es wirklich so anstrengend Kinder zu haben?
Wenn man Humor hat, ist auch vieles leichter.
Wenn ich mit einer Freundin telefonierte, als die Kinder noch Kleinkinder u Babys waren, und wir uns von durchwachten Nächten, Wäschebergen und Trotzanfällen berichteten, beendete sie irgendwann das Jammern mit: Also, der ganz normale Wahnsinn, quasi nichts Besonderes, gell?
Ja, so ist das halt manchmal mit kindern. aber wenn man nicht zu sehr um sich selbst kreist und sich ständig bedauert, ist es eine wunderschöne Zeit.
Und es wird besser
Unsere sind jetzt um die zehn Jahre alt und super selbständig - die Zeit des Loslassens und Ablösens hat begonnen. Das ist schön, manchmal schmerzhaft und oft erstaunlich, wie sich die Dinge so ändern.
Ach ja, letztens im Schwimmbad, mit Kids: Ich wollte mit einer Freundin etwas besprechen, was nicht für die Ohren der Kinder bestimmt war. Sie fanden es aber ganz cool, ständig bei uns zu sitzen und wir kamen einfach nicht vom Fleck mit unserem Gespräch. Es war nervig und auch lustig, weil dauernd wieder eines kam und sich vertrauensvoll dazusetzte
unser Gesprächsversuch endete aber mit der Einsicht, dass wir nicht so gemütlich im Schwimmbad in der Sonne säßen, wenn wir sie nicht hätten - dann wären wir nämlich fulltime auf arbeit und müssten an unseren Karrieren basteln.
stattdessen enden hier im Städtchen viele Arbeitstage irgendwann doch noch im Schwimmbad bei einem Kaffee, und wenn es nur ein halbes Stündchen ist.
Ich wünsche euch viel Humor und gute Nerven,
Tevion
PS eine Freundin brachte Das ständige Gerenne mit arbeiten gehen und Kindern und Haushalt und Taxidiensten usw. auf den Punkt: Sie war abends total abgenervt von dem Tag und statt großer Erklärungen sagte sie einfach: Ach, es ist alles so, so... logistisch!!


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