Hi Karla,
das mit dem "Vollplanen" der Kinder geht doch auch nur, solange die Kinder klein sind, oder? Ab einem bestimmten Alter verweigern die Kinder doch "Hobbies", die sie gar nicht selbst machen wollen, oder? Vielleicht geht es den Eltern ja erst mal darum, dass die Kinder verschiedene Aktivitäten kennenlernen sollen und dann ja eh selbst entscheiden (langfristig), was ihnen Spass macht und liegt und was nicht. Oder sehe ich das falsch?
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30.09.2014, 16:11
AW: ist es wirklich so anstrengend Kinder zu haben?
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30.09.2014, 16:20
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30.09.2014, 16:28Inaktiver User
AW: ist es wirklich so anstrengend Kinder zu haben?
Ich denke die Natürlichkeit ist verloren gegangen, das Vertrauen ins selbständige Heranwachsen. Und es müssen lauter Superkinder heran gezogen werden, Hauptsache besser wie die anderen - so kommts mir ehrlich gesagt vor. In der Arbeit bekomme ich das auch mit wie die Kolleginnen über ihre Kinder sprechen und über den Leistungsdruck und die vielen Hobbys u. a. Und wie bazeba schreibt, alle müssen ihre Kinder überbehüten und auch rumkutschieren, da steht man schon unter Druck wenn man das nicht macht wird man als Rabeneltern angesehn.
Ich glaub das ist was Wahres dran, dass sich die Eltern ihren Stress selbst machen. Dann zwingen viele Eltern zum eigenen Leid ihr Kind aufs Gymnasium und weiter gehts mit der Anstrengung, wenn das Kind dafür nicht geeignet ist.
Heutzutage müssen die Kinder glaube ich was Besonderes sein, früher waren sie einfach nur Kind und gut wars.
Karla
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30.09.2014, 16:40
AW: ist es wirklich so anstrengend Kinder zu haben?
Was mich im Zusammenhang mit dem "Stress" der Eltern auch beschäftigt, ist das Rätsel der verschiedenen Auffälligkeiten, welche die Kinder ab dem 10. Lebensjahr vermehrt zu haben scheinen.
Meine Kinder sind noch längst nicht so alt, so dass mir wirklich Vergleichswerte fehlen. Aber in meinem Bekanntenkreis häufen sich die Berichte von (v.a.) Jungs, die reihenweise (es sind wirklich keine Ausnahmen mehr) Störungen oder Auffälligkeiten haben: Legasthenie, ADS, Asperger, etc. Ich will das nicht pauschalisieren, und behaupten dass die Eltern einfach übertreiben, da stehen ja durchaus medizinische Diagnosen dahinter. Kann aber auch sein, dass erst der leistungs- und Erwartungsdruck in den Schulen dies so hervorbingt. Aber es ist auffällig. Es sind vorwiegend männliche Kinder / Teenager, die betroffen sind. Kann man dann einfach "Vertrauen" in die Kinder haben und sie "machen lassen" - wenn das pädagogische Personal in den Schulen Alarm schlägt? DAS sind sicher Faktoren für viel Stress von Eltern mit Kindern.
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30.09.2014, 16:51Inaktiver User
AW: ist es wirklich so anstrengend Kinder zu haben?
Ich arbeite an einer Behörde und kriege da auch mit, wie die psychischen Krankheiten im Kinder- und Jugendalter extrem zunehmen. Weshalb das so ist, ist mir auch schleierhaft, aber ich denke, das ist unsere Gesellschaft und der Druck eben.
Jedes Kind muss ab einem bestimmten Alter dies oder jenes können. Wenn dem nicht so ist, dann ist es "unnormal".
Manche Kinder sind halt manchmal ein bisschen später dran, sozusagen Spätzünder und das wird keinem mehr erlaubt.
Dann hats gleich irgendeinen Psychoschaden und der Therapeut wird heran gezogen und wenn man erstmal mit der Therapie und evtl. noch Medikamenten beginnt dann steckt man schon drin im Schlamassel. Asperger, nun ja, das gabs vielleicht früher auch schon, das waren halt dann die introvertierten Kinder. Einiges wird wirklich eine "richtige" Krankheit sein, manches wird "gemacht" und herauf beschwört.
Dazu kommen die vielen Medien, wie Handy, PC, tausend Fernsehprogramme...
Als Eltern kann man vielleicht dafür sorgen, dass die Kinder mehr Ruhe bekommen, mehr Natur, mehr Bewegung und weniger Druck. Wenns zur Plagerei wird in der Schule, lieber mal ein Schuljahr wiederholen. Und guten Zusammenhalt, Spaß und Freude und Verständnis innerhalb der Familie - eine ganz wichtige Basis, die Kinder stark macht,
Karla
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30.09.2014, 16:56Inaktiver User
AW: ist es wirklich so anstrengend Kinder zu haben?
Ich hoffe mal, dein Partner macht den überwiegenden Teil der Hausarbeit, jetzt wo du schwanger bist??
Ehrlich: früher hätte sich eine Frau gar nicht so unter Druck gesetzt und mit drei Kindern in so kurzen Abständen dann auch noch 80% gearbeitet. Da galt eben Haushalt mit kleinen Kindern in der Regel als Arbeit genug.
Ob das so ein Fortschritt ist so viel Leistung von sich zu erwarten weiß ich ehrlich gesagt nicht.
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30.09.2014, 16:58Inaktiver User
AW: ist es wirklich so anstrengend Kinder zu haben?
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30.09.2014, 18:01Inaktiver User
AW: ist es wirklich so anstrengend Kinder zu haben?
Ich schwör: es ist anstrengend, einen Zweijährigen von der Kita abzuholen, wenn man im siebten Monat schwanger ist und der Kleine mir nix, dir nix die Straße runterrennt, um sich dann kichernd in irgendeinem Laden zu verstecken. Soll mir keiner was anderes erzählen!
Anstrengend und schön, natürlich. Ich freu mich schon darauf, das Anstrengende zu vergessen und das Schöne in Erinnerung zu behalten!
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30.09.2014, 18:01
AW: ist es wirklich so anstrengend Kinder zu haben?
Was mir dazu einfällt:
Ich glaube, dass sich viele Mütter ab 60+ einiges schönreden.
So habe ich z.B. noch nie gehört, dass eine zugegeben hat wenn ihr Kind spät trocken geworden ist, schlecht gegessen hat, ständig krank war ect.
Geschweige denn, dass Beziehungsprobleme erwähnt werden.
Nein, nein. Da lief immer alles wie am Schnürchen.
Ich glaube das nicht, ich wette, die hatten genauso ihren Stress und ihren Kummer.
Der Unterschied ist, dass Frauen heute offen darüber reden.
Ich selbst war definitiv kein überbehütetes Kind. Da war nicht alles gut. Auf ein paar Erfahrungen hätte ich gut verzichten können. Ich versuche bei meinen Kindern einen Mittelweg zu finden. Das ist aber nicht so einfach! Alleine weil ich weiß, was ich selbst so getrieben habe als Kind und wieviel Glück ich hatte, dass ich immer heil davon gekommen bin!Reich sind nur die Zufriedenen!
Mit dem Räuber *2009 und der Elfe *2013
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30.09.2014, 18:22Inaktiver User
AW: ist es wirklich so anstrengend Kinder zu haben?
Kommt vielleicht auch darauf an, wie man die Frage interpretiert. Ich hatte es so verstanden, dass es nicht darum geht, wenn es mal in bestimmten Situationen anstrengend ist, sondern darum, ob man das Leben mit Kindern überwiegend/grundsätzlich als anstrengend/stressig empfindet.
Zu vergleichen vielleicht mit einem Job: Ist es mal anstrengend/stressig/nervig oder fühlt man sich durch den Job (fast) immer gestresst? Oder in einer Beziehung. Oder oder oder...
Ich glaube, wenn es überwiegend/(fast) ausschließlich stressig ist, dann vergisst man das nicht - egal, wie alt man wird.


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