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  1. Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
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    Dossier: Machen Kinder glücklich?

    Liebe UserInnen,

    in der aktuellen BRIGITTE (Heft 19, ab 30.8. am Kiosk) finden Sie ein Dossier zum Thema "Machen Kinder glücklich?". Julia Karnick schreibt unter dem Titel "Ja klar, aber..." über diese Frage, die nicht leicht zu beantworten ist. Und die BRIGITTE hat eine Frau besucht, die mit 55 ihr 13. Kind bekommen hat. Bei uns finden Sie das Interview mit Dr. Anton Bucher, der der Ansicht ist, dass wir unsere Kinder glücklich machen sollten.

    Und was denken Sie? Angeregte Diskussionen wünscht

    Ihre Redaktion Brigitte.de
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (25.08.2006 um 17:24 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Dossier: Machen Kinder glücklich?

    Ich denke, dass ich auch ohne Kinder glücklich sein darf und finde die erste Antwort des Bucher allumfassend.


  3. Registriert seit
    28.02.2006
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    3.287

    AW: Dossier: Machen Kinder glücklich?

    Drei Fragen widmen sich dem Thema "Machen Kinder glücklich" = eine halbe Seite im Dossier.

    Der Rest (2 Seiten) widmet sich der Frage "Wie machen Eltern ihre Kinder glücklich".

    Damit kann man meines Erachtens das Dossier getrost in den Strang "Erziehung" verschieben...


  4. Avatar von Indiac
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    422

    Beitrag AW: Dossier: Machen Kinder glücklich?

    Irgendwie wundere ich mich immer wieder ueber den Ansatz:

    Machen Kinder gleucklich?
    Macht mein Partner mich gluecklich?
    Macht mein Job mich gluecklich?
    Macht mein Auto mich gluecklich?

    Ja, bitteschoen, wann erinnern wir uns denn wiederum an den Ansatz, dass man sich in erster Linie einmal selber gluecklich machen muss! Wenn man das einigermassen hinbekommt, eruebrigen sich die restlichen Fragen, denn dann koennen Kinder, Partner usw. eine Bereicherung sein.

    Fuer mich ist es Glueck, dass ich ein Kind habe. Aber an manchen Tagen geht er mir gehoerig auf die Nerven! Das ist doch normal!
    Ich wehre mich nur gegen den Anspruch, mein Kind ist doch nicht auf die Welt gekommen, um mich gluecklich zu machen! Das muss ich schon selber erledigen...

    Es gruebelt,
    indiac

  5. AW: Dossier: Machen Kinder glücklich?

    "Wenn ein Kind auf die Welt gebracht wird, dann darf es nur um des Kindes willen sein. Sonst wird das Kind funktionalisiert. Da halte ich es mit dem Philosophen Immanuel Kant, der sagte, dass der Mensch Zweck f?r sich selber ist."

    Obiges sagt der Psychologe, der es ja eigentlich als solcher wissen muss oder?
    Aber ich finde die Aussage problematisch, denn wie kann ich ein Kind, das ich überhaupt nicht kenne, um seinetwillen auf die Welt bringen?
    Wenn ich vorher genau wüsste, es wird ein Supersportler oder ein ganz besonders lieber Mensch, also jemand, der die böse Welt bereichert und auch mir Freude macht einfach deshalb, wéil er/sie so wunderbar ist, wäre es einfach, aber ein Kind zu zeugen ist ein Griff nach dem Ungewissen. Ich kaufe, um es ganz banal zu sagen, die Katze im Sack...
    Ergo müssen zwangsläufig eigene Wünsche dahinterstecken, wenn heute ein Kind gewünscht wird, und sei es nur, um einem überwältigenden biologischen Drang nachzugeben!
    Ich habe mein erstes Kind in grauer Vorpillenzeit bekommen, also ungeplant, das zweite, weil ich kein Einzelkind haben wollte.
    Stünde ich heute als junge Frau vor der Wahl: Kind oder nicht, gehörte ich wahrscheinlich zu denen, die es sich jahrelang überlegen und sich eventuell dagegen entscheiden, um diese Entscheidung dann mit Mitte bis Ende vierzig zu bereuen.
    Aber das ist rein auf mich bezogen!
    Übrigens bin ich hoch zufrieden mit meinen Kindern, sie haben meine Erwartungen erfüllt - ich gebe zu, dass ich welche hatte !
    Aber ich habe im "Gegenzug" auch viel dafür getan, um ihre Kindheit glücklicher zu machen, als meine war, ganz bewusst und weil es mir Spaß und auch mich glücklich gemacht hat. Der Spaßfaktor war hoch bei mir zu Hause, und das größte Kompliment, das ich je empfing, war das meines Ältesten mit 13 Jahren: Ich bin so froh, dass du keine Keifmutter bist!
    Ich hätte gern noch eine Tochter gehabt (wieder die böse Erwartungshaltung), aber das sollte nicht sein.

    Have a nice day,
    Lalique
    Do what makes your heart sing

  6. Inaktiver User

    AW: Dossier: Machen Kinder glücklich?

    Ergo müssen zwangsläufig eigene Wünsche dahinterstecken, wenn heute ein Kind gewünscht wird, und sei es nur, um einem überwältigenden biologischen Drang nachzugeben!

    Diesen biologischen Drang halte ich bei Wahlfreiheit der Lebensgestaltung für seutlich überschätzt.

  7. Avatar von Aglaja11
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    Beiträge
    1.223

    AW: Dossier: Machen Kinder glücklich?

    zum Interview mit dem Glücksbringer Dr. Bucher:

    Ich habe selten so einen unausgegorenen Beitrag eines Fachmannes gelesen.
    Kein Wunder, dass es den Kindern an Orientierung fehlt, wenn nicht mal Pädagogen sich zu gedanklicher Klarheit durchringen können.

    Prinzipiell ist es ein sinnvoller Gedanke, dass Eltern eher für das Wohl der Kinder verantwortlich sind als umgekehrt. Aber ebenso, wie man sein Leben verfehlen kann, wenn man beständig auf der Glückssuche ist, so verfehlt man auch die kindlichen Bedürfnisse, wenn man sich auf die Suche nach deren Glück begibt.

    Der Wunsch nach Glück und Entspanntheit allerorten gleicht der Suche nach dem Schlaraffenland und ist an Realitätsferne kaum zu überbieten!

    Die Schule etwa, für die sich Herr Bucher fröhliche und ausgeglichene Kinder wünscht, ist naturgemäß ein Ort des gegenseitigen Kräftemessens, der Leistung und der Bewertung. Allerorten wird derzeit angemahnt, wie wichtig Disziplin und Leistungsstreben bereits in der Schule seien, so dass die kommende Generation den Anforderungen der (Berufs)welt gerecht werden kann. Ist Herrn Bucher die Pisa-Thematik entgangen? Sind Herrn Bucher die Arbeitslosenstatistiken entgangen?

    Unseren Kindern jedenfalls entgeht die Realität keineswegs, denn die suchen Orientierung und nicht Fröhlichkeit. Sie suchen Wege, in der Welt dazuzugehören und ihren Platz zu finden. Daher kann Fröhlichkeit nun wirklich kein primäres Erziehungsziel sein.

    Auch wenn fröhliche Kinder die Erwachsenen unverhofft sehr glücklich machen können.

    Ich wünsche mir dringend kluge und realistische Erziehungsstrategen, die sinnvolle Beiträge zur Betreuung unserer Kinder leisten können.
    Eine rhetorische Spitzfindigkeit (sollen Kinder oder Eltern glücklich sein?), im stillen Kämmerlein erdacht, ist keine befriedigende Antwort der Pädagogik auf die uns beschäftigenden, rasanten gesellschaftlichen Veränderungen.

  8. Inaktiver User

    Machen Kinder glücklich?

    Ja.

  9. Avatar von Sabbi
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    25.01.2006
    Beiträge
    571

    AW: Dossier: Machen Kinder glücklich?

    Zum Beitrag von A. 11:
    Er klingt doch sehr sehr kopflastig und genau so erreicht man Kinder nicht. Natürlich ist es wichtig, verantwortlich zu handeln, aber ich denke man darf sich auch freuden über das Wunder "Kind" und sollte natürlich auch die Fröhlichkeit der Kinder fördern. Wer nicht bestätigt wird, der traut sich auch nichts zu und der oberste Massstab in der Erziehung- ich habe 2 Kinder- sind für mich nicht die sich rasant verändernden Weltbedingungen. Schliesslich kann man die (wenn auch begrenzt) mitgestalten und ich möchte meine Kinder nicht so erziehen, dass sie sich möglichst gut adaptieren lassen.
    Viel wichtiger ist es das eigenständige Denken der Kinder zu fördern, damit sie starke und humane Erwachsene werden.

    SABBI
    - Lerne nur das Glück ergreifen
    denn das Glück ist immer da -

  10. Avatar von Aglaja11
    Registriert seit
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    AW: Dossier: Machen Kinder glücklich?

    @sabbi
    Kopflastig .... Ich wollte vorsichtshalber nicht emotional werden und hatte mich über die Aussagen des Pädagogen geärgert. Weil sie unklar und widersprüchlich sind. ...geht damit los, dass Kinder nur um ihrer selbst Willen auf die Welt gebracht werden sollen, andererseits wirft er möglichen Eltern vor, zu lange nachzudenken. Was will uns der Pädagoge damit sagen?

    Kurz: ich finde den Artikel überfrachtet mit realitätsfernen Forderungen bzw. Vorstellungen. Ärgerlich.

    Über meine "rasanten Weltbedingungen" muss ich im nachhinein lachen, weil die Formulierung albern ist. Aber doch macht mir gelegentlich der Gedanke zu schaffen, ob und wie ich meinen Kindern das mitgeben kann, was sie brauchen werden.

    Muß ich sie nicht manchmal zu ihrem Glück schlicht zwingen, auch wenn sie nicht wollen?

    A.

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