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05.07.2012, 13:50Inaktiver User
AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?
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05.07.2012, 13:50
AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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05.07.2012, 14:21Inaktiver User
AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?
Stimmt.
Ist irgendwas mit den Kindern, sucht man sehr gerne die Schuld bei den Müttern.
Egal, ob Kind nun süchtig/kriminell oder "nur" lebensuntauglich ist, es steht eine Mutter dahinter, die in irgendeiner Weise (vermeintlich) versagt hat.
Das setzt Mütter füchterlich unter Druck, nicht nur für das eigene Leben verantwortlich zu sein, sondern dauerhaft auch für das Leben des Kindes.
Gräßlich!
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05.07.2012, 14:41
AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?
Vielleicht ist auch nur der Zweck ein anderer
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Ich halte einen Kinderwunsch genauso wenig für selbstlos wie einen Kinder-nicht-Wunsch. In beiden Fällen erhofft man sich etwas. Kinder müssen heute in gewisser Weise auch Erwartungen erfüllen, nur sind es eben andere. Sie müssen die Eltern später nicht mehr versorgen, aber sie sollen doch gerne "vorzeigbar" geraten, es soll etwas aus ihnen werden, wie immer man das auch definiert, sie sollen sich in der Welt behaupten und glücklich und zufrieden werden. Das klingt natürlich erst mal besser und ist für die Kinder ja auch ganz schön. Aber im Alltag artet das durchaus auch in Stress aus, für Eltern wie Kinder.
Die Motive mögen durchaus ehrenwert sein, für gänzlich zweckfrei halte ich sie nicht.
Gruß,
Malina
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05.07.2012, 15:48
AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?
Ich hab den Strang noch nicht ganz durch, möchte aber gerne darauf antworten:
Natürlich hat man mit Kindern andere Probleme als ohne Kinder, sofern es um die Probleme geht, die mit Kindern zu tun haben.
Ansonsten haben viele Menschen absolut dieselben Probleme, ob mit oder ohne Kinder. Probleme mit dem Job, Kollegen, mit Selbstfindung, Anerkennung, Ausgefülltsein, Zielfindung, Geld, Drogen, Übergewicht, Gesundheit oder sonstwas.
Ich mache da heute keine so großen Unterschiede mehr. Allerdings erlebe ich es, dass Eltern eher von Problemen reden, die mit ihren Kindern zu tun haben, weniger über die wirklich ureigenen, vielleicht auch viele ihrer eigenen Probleme hinter denen als Familie "verstecken". Das ist bei Kinderlosen naturgemäss etwas anders.
Als Kinderlose fühle ich mich daher weder in der Lage, alle Probleme von Eltern nachzuvollziehen und akzeptiere auch, dass Eltern nicht immer meine Probleme nachvollziehen können. Grundsätzlich versuche ich, die verschiedenen Lebensweisen oder Weltbilder nicht mehr zu werten, auch wenn sie nicht zu meinem passen.
Das ist immer eine erschreckende Vorstellung, für jeden Menschen, mit oder ohne Kinder. Lebenssinn ist immer etwas, was sich nicht leicht einstellt, eine menschliche Urangst.Bei den Kinderlosen, und das wurde auch allen klar, folgt niemand mehr, ist Leere, nichts. Dies gilt besonders für Frauen, die ja in der Regel ihre Partner überleben.
Ich möchte hier nicht mit der üblichen Keule kommen, dass Familien sich auch nicht sicher sein können, ob ihre Kinder später für sie da sind, oder ob sie das immer freiwillig tun.
Tatsache ist, dass wir uns als moderne Menschen genau diese Vorstellung deshalb heute leisten können, weil heute die Lebenserwartung grundsätzlich medizinisch viel besser abgesichert ist. Frühere Menschen und Familien hatten das nicht, viele Eltern haben noch im 19. Jh. ihre Kinder überlebt, nicht umgekehrt. Daher vermute ich beispielsweise, dass Menschen ihren Lebenssinn damals vielleicht ebenfalls nicht nur über Kinder definiert haben (vielmehr hatten Kinder eher eine ökonomische Relevanz), sondern einen Lebenssinn durchaus auch in anderen Dingen hatten (sofern sie sich leisten konnten, darüber zu philosophieren). Jedenfalls konnten sie nicht davon ausgehen, dass ihre Kinder länger leben und sie nie einsam werden könnten...
Ich denke, dass die Situation Kinderloser heute nicht unbedingt viel anders ist. Kinderlose können sich überhaupt nicht darauf verlassen, dass jemand später da sein könnte. In der modernen Zeit gibt es aber a) andere Möglchkeiten der Begegnungen und Hilfen auch im hohen Alter, b) kann und muss man seinen Lebenssinn oder Zufriedenheit dann frühzeitig anders finden und mit Urängsten anders umgehen...
Es hilft manchmal auch der Gedanke, dass man ohnehin nicht alles im Leben perfekt hinkriegt oder gar kontrollieren könnte...es finden sich immer neue Wege...Geändert von Elwyn (05.07.2012 um 16:01 Uhr)
Man sollte nie die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist groß genug.
Bertrand Arthur William Russell
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05.07.2012, 17:16Inaktiver User
AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?
Das empfinde ich genauso. Manchmal habe ich geradezu den Eindruck, ich habe mich mit dieser Entscheidung für das "keine Kinder haben" bewusst selbst isoliert. Von früher guten Freundschaften mit Frauen, die jetzt Kinder haben und einfach ein ganz anderes Leben. Wir teilen nicht mehr allzuviel und so werden die Freundschaften lockerer oder lösen sich so gut wie auf.
Und ab und an stelle ich mir auch vor, wie es sein mag, in hohem Lebensalter im Altenheim zu sitzen und niemanden wirklich zu haben, der sich um mich kümmert. Während besagte Freundinnen zumindest noch Besuch von ihren Kindern bekommen dürften.... Und über mich denken, dass ich mir das tatsächlich selbst zuzuschreiben habe.
Wenn ich demnächst Zeit habe, werde ich mir mal ausführlicher überlegen, wie ich mir mein kinderloses Leben im Alter vorstelle, scheint mir eine gute Idee dafür ein Konzept zu haben
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05.07.2012, 17:19Inaktiver User
AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?
Und noch hierzu:
Das finde ich ganz und gar nicht blöde, weil ich selbst auch so ticke. Ich bin enorm schmerzempfindlich und heul schon, wenn ich schlimme Zahnschmerzen hab und bei der Blutabnahme muss ich weggucken. Schon die Vorstellung, wie man mich vor der Geburt unten kurz und kahl rasiert, mir einen Einlauf verpasst um danach noch ein unter Umständen 24-stündiges weiteres Martyrium zu beschreiten, ist mir unerträgliches mag blöde klingen, aber Schwangerschaft war für mich unvorstellbar. Ds Gefühl, immer dicker zu werden, immer unbeweglicher war mir ein Graus..ganz zu schweigen von der Geburt. Ich habe ein paar Geburten im Fernsehen gesehen und empfand es als puren Horror, unappetitlich und beängstigend - nein, das wollte ich nicht erleben...
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05.07.2012, 17:42
AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?
Nach einem stresisgen Arbeitstag grade U-Bahn und Bus entstiegen kann ich aus unmittelbarer Erfahrung noch einen Punkt hinzufügen:
Ich hasse diese enervierende Gekreische in hohen Tönen. Es nervt mich zu Tode.
Ich habe gar kein Problem mit Laustärke, solange dass eher *dumpf* ist - Autobahn, eine große Klasse mit Halbwüchsigen, von mir aus auch Fluzeuge über meiner Terrasse etc. - kein Problem. Aber diese drei eben und zu allem Unglück noch nacheinander erlebten plärrischen Gören (anders kann man es echt nicht nennen) - nein danke!
Und ums klarzustellen: nein, ich sage nichts und rege mich auch nicht drüber auf. Aber nichts geht mir so auf den Senkel wie Kinderlärm.
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05.07.2012, 18:03Inaktiver User
AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?
Sei Dir da mal nicht zu sicher. Ich kenne viele Menschen, die entweder eh keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern pflegen oder so weit weg wohnen, dass sie sie höchstens 1x pro Jahr sehen. Ihr geht alle immer vom Idealbild der harmonischen, nah beisammenlebenden Familie aus - aber wie realistisch ist das?
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05.07.2012, 18:07Inaktiver User
AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?
Naja, ich hab auch Freundinnen, die haben drei Kinder. Irgendeines wird sich da schon noch kümmern, oder? Zumindest ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch. Bei den Einzelkindmüttern in meinem Umfeld bin ich mir da jedoch auch nicht so sicher.
Schrecklich, in der Tat. Ich bin dann direkt versucht das Kind/die Kinder zum Stillsein zu ermahnen.Ich hasse diese enervierende Gekreische in hohen Tönen.



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