Nein, darum geht es nicht.
Das Thema dieses Stranges lautet: "Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?" und nicht: "Warum möchten andere Frauen Kinder?"
Es ist in diesem Strang über weite Strecken gelungen, über die Motive für die eigene Entscheidung gegen (eigene) Kinder zu berichten, ohne das umgekehrte Lebensmodell abzuwerten. Ich würde mich freuen, wenn es dabei bliebe.
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Ergebnis 491 bis 500 von 1533
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19.11.2012, 10:24
AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?
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19.11.2012, 14:19
AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?
Mein Berufs- und Freizeitleben ist jetzt ein sehr anders als vor 10 Jahren. Ich befinde mich in einem permanenten Entwicklungs- & Veränderungs- Prozess.
Vor 10 Jahren hatte ich eben keine 10-jährige Berufserfahrung und könnte meinen heutigen Job nicht machen, ich verdiente abgesehen davon auch etwa nur die Hälfte an Geld.
Auch persönlich bin ich in vielen Facetten gereift, anders als ich es mit einem Kind wäre - aber das wollte ich genau so.
Mit einem Kind hat man bestimmte innere und äußere Freiheiten nicht, mehr und bekommt sie auch nie wieder.
Es ist nämlich nicht möglich, bestimmte Erfahrungen nachzuholen wenn die Kinder erwachsen sind; dann ist man in einem anderen Lebensabschnitt.
Ich wollte nicht beim Windeln wechseln wachsen, sondern bei anderen Dingen und im Umgang mit anderen Situationen und (erwachsenen) Menschen.
Ich möchte keine Rücksicht im alltäglichen Leben auf Dritte nehmen müssen, die in meinem Haushalt leben und meine Freizeitgestaltung beeinflussen - das wird mit Kindern schwierig.
Man kennt das Leben ohne Kind nur bis zur Schwangerschaft, ab dann ist der Weg ein anderer.
Der Weg ohne Kind geht auch weiter, wenn´s nicht abwechslungreich bleibt liegt es wohl an einem selbst.
Wer ein Kind bekommt, damit das Leben abwechslungsreich ist hat vorher wohl nicht ausreichend selbst dafür gesorgt.

.....ich wünsche mir, daß die Mehrheit der Kinder keine Lückenfüller für ein leeres Leben sind.Geändert von LizzyBorden (19.11.2012 um 14:33 Uhr)
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19.11.2012, 14:28
AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?
Naja, ich war bei meiner ersten Geburt 37. Bei der zweiten 39.
Bei mir stellte sich schon sowas ein, wie: Viel gereist, viel gesehen, viel erlebt, im Job sehr erfolgreich und jetzt passt es.
Weiterhin kann man ja auch arbeiten (wie ich das tue) und reisen.
Man ist nicht automatisch an Haus und Hof gekettet.
Ich kann mir auch so noch vorstellen, die Safaritour (die ich noch nicht gemacht habe), demnächst als Familie zu machen.
Für mich persönlich ist das was sich wirklich geändert hat folgendes:
- die Verantwortung für Dritte ist da und damit agiere ich auch immer im Bewusstsein
dieser Verantwortung
- die Spontanität bleibt auf der Strecke
- der persönliche Freiraum (Zeit für einen selber) wird erstmal ziemlich abgegrabenIn allen Dingen ist hoffen besser als verzweifeln
Johann Wolfgang von Goethe
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19.11.2012, 14:37
AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?
Das steht für mich ohnehin über den anderen Argumenten.- die Verantwortung für Dritte ist da und damit agiere ich auch immer im Bewusstsein
dieser Verantwortung
- die Spontanität bleibt auf der Strecke
- der persönliche Freiraum (Zeit für einen selber) wird erstmal ziemlich abgegraben

....abgesehen davon klingt ein "jetzt passt es" ganz anders als "als ob sich das nicht wiederholt".
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19.11.2012, 14:44Inaktiver User
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19.11.2012, 14:51
AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?
Abwechslungsreich liegt im Auge des Betrachters.
Ich finde es z.B. total schön, wenn ich am Sonntagmorgen um 7.00 Uhr mit meinem Sohn und meinem Hund um das hiesige Biotop spaziere und wir seltene Vögel sehen und tolle Spinnennetze samt Bewohnern, auf denen das Morgentau noch glänzt, bewundern.
Die Sonne geht langsam auf.
Da hätte ich früher noch das Bett gehütet.
Von diesen kleinen Momenten habe ich mehr als früher. Dafür hatte ich früher andere Dinge, die ich heute nicht mehr habe.
Ich glaube, die Diskussion, welches Leben nun das Spannendere ist, ist müßig.In allen Dingen ist hoffen besser als verzweifeln
Johann Wolfgang von Goethe
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19.11.2012, 14:55
AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?
Eben, ich finde fast, dass nur diese Argumente zählen dürfen.
Und die kann ich mehr als gut nachvollziehen. Das ist verständlicherweise nicht für jeden etwas. Das hat auch viel mit Zurücknehmen zu tun. Und wer das nicht kann, oder sich schwer tut, den wird das nicht glücklich machen.
Leider weiß man das auch im Absoluten erst hinterher.In allen Dingen ist hoffen besser als verzweifeln
Johann Wolfgang von Goethe
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19.11.2012, 14:57
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19.11.2012, 15:00
AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?
*seufz* Vielleicht mag sich nicht jeder den dann folgenden Vorwürfen aussetzen (Egoismus, Verantwortungslosigkeit, etc.). Ich habe da (inzwischen) ein recht dickes Fell.
Mir reicht die Ahnung vom Absoluten, um meine Entscheidungen zu fällen und bestätigt wird diese dann wiederholt im Kontakt mit den beobachteten Realitäten.
Da ist die Argumentation vor sich und der Welt anhand der Folgen vermeindlich etwas leichter.
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19.11.2012, 15:02Inaktiver User
AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?
Ähm.

Wir haben uns jetzt, nach langem Hin- und Her, dazu durchgerungen, ein Kind zu bekommen. Obwohl ich viele der Befürchtungen, die hier als Grund keine Kinder haben zu wollen aufgeführt wurden, teile und mir immer noch nicht sicher bin, mich richtig entschieden zu haben.
DAS, was Du da beschreibst, Schnellschnell, war eines meiner Hauptargumente gegen Kinder. Mind. 25 Jahre lang das Gleiche, immer der gleiche Rhythmus, keine interessanten Perspektiven mehr im Job. Denn zumindest für meinen Job gilt schon, dass ich ihn mit Kindern zwar weiter ausführen kann, alle spannenden Aufgaben jedoch mit häufigen Umzügen und sehr vielen Dienstreisen verbunden und teilzeit schon mal illusorisch sind. Beruflich führt das ganz klar auf's Abstellgleis. Und ich sehe nicht, wie volle Pampers das kompensieren können. Ich hoffe trotzdem, dass das Leben mit Kindern einem irgendetwas gibt, sehe es aber bisher bei weitem nicht so rosig wie diejenigen, die unbedingt ein Kind wollten.
Wenn ich dann noch Argumente höre wie: "heute mit Kind bin ich ja viel reifer und verantwortungsvoller", denke ich, dass das wohl auf jeden Menschen zutreffen sollte, der sich in seiner heutigen Situation mit der vor zehn Jahren vergleicht.



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