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  1. Inaktiver User

    AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Diese Antwort habe ich erwartet! Ich höre sie oft. Das ist auch verständlich, wer kann sich mit Mitte 40/50 richtiges Alter tatsächlich vorstellen?

    Aber wer regelt all die Dinge, die sich bei einer Beerdigung ergeben? Wer löst am Ende das Leben auf? Es sind die eigenen Kinder! Und in der Regel funktioniert das auch.

    Wer kinderlos ist, geht über eine Brücke, die mit jedem Schritt wegbricht. Da helfen weder Freunde noch eine sogenannte Wahlfamilie. Zum einen sind sie selbst schon verstorben, zum anderen stellt sich die Frage, wer denn die Beerdigung zahlt?

    Am Ende wird man dann nur noch behördlich abgewickelt. Eigentlich schade, nicht wahr?
    Deine Sorgen möchte ich nicht haben.

    Und das wäre für mich der allerletzte Grund Kinder zu haben.

    Ach, was.
    Der Grund wäre für mich noch nicht mal denkbar.
    Das ist ja die reine Angst vor dem Sterben.


  2. Registriert seit
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    AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, was du persönlich mit dieser "Leere" meinst und was für dich bedrohlich wäre ohne Kinder.
    Was mir an deinen Worten sehr aufstößt, ist die Absolutheit "bei den Kinderlosen", als ob das ein Lebensmakel wäre und ein allseits anerkanntes großes Problem mit der nicht näher benannten "Leere".

    Jeder hinterlässt Lebensspuren und gibt Verschiedenes weiter. Das erschöpft sich keineswegs in der Weitergabe der eigenen Gene. Und schaut man zudem auf das große Ganze, spielt es sowieso keine Rolle ob man eigene Kinder hat oder nicht. Die Gesellschaft wird durch alle geprägt.

    Ich finde auch den Satz "Mit Kindern ist nichts, aber ohne Kinder ist auch nichts" schrecklich.
    Es wäre nämlich schade, wenn es so wäre.
    Dann würde nämlich auch gelten: "Wie man lebt, es ist alles nichts."
    Danke....genau das stößt mir auch immer auf.


  3. Registriert seit
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    AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?

    Zitat Zitat von LaRimbecca Beitrag anzeigen
    An dieser Stelle mal, auch wenns OT ist, einen herzlichen Glückwunsch zu Junior 2, liebe Peppis! Alles Gute für Euch vier!
    Dankeschön
    In allen Dingen ist hoffen besser als verzweifeln
    Johann Wolfgang von Goethe


  4. Registriert seit
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    AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Würde ich aus allen Beiträgen ein Fazit ziehen, würde es lauten: "Mit Kindern ist nichts, ohne Kinder ist auch nichts:"

    Ich kenne keine Eltern, die nicht bei guter Zeit von ihrem Nachwuchs genervt sind und den Kinderlosen ihr vermeintlich freies und selbstbestimmtes Leben sowie die besseren Konsummöglichkeiten neiden.

    Aber ich hatte in meiner Hochphase als Mutter nie den Eindruck, dass es Kinderlosen tatsächlich besser geht. Probleme haben sie auch, eben anders.

    In der Familie meines Mannes sind wir die einzigen, die Kinder haben. Alle anderen sind gewollt kinderlos geblieben mit all den Argumenten, die ich hier lesen konnte und nachvollziehen kann.

    Aber bei der Beerdigung der Schwester meines Mannes ist auch klar geworden: Wir wissen, wer uns beerdigt, wer sich im Notfall um uns kümmert. Auch wenn meine Kinder in Deutschland verstreut wohnen, bei der Erkrankung und dem Tod der Schwägerin waren alle da, haben sie mehrmals besucht, waren alle auf der Beerdigung, obwohl die Fahrten dorthin mehrere Stunden dauerten.

    Bei den Kinderlosen, und das wurde auch allen klar, folgt niemand mehr, ist Leere, nichts. Dies gilt besonders für Frauen, die ja in der Regel ihre Partner überleben.

    Darum: Mit Kindern ist nichts, aber ohne Kinder ist auch nichts. Auch wenn ich niemals eine fanatische Übermutter war, bin ich letztendlich doch froh, Kinder zu haben. Auch wenn ich jetzt meine neue Freiheit und Ungebundenheit so richtig genieße.
    Ich persönlich finde ja, dass man solche Stränge, wo sich Frauen ohne Kinderwunsch darüber austauschen, warum das so ist, auch mal kommentarlos (zum Thema an sich) stehen lassen kann.

    Es wäre in meinen Augen schade, wenn das der 20te Strang wird, in dem man sich Argumente um die Ohren pfeffert.
    In allen Dingen ist hoffen besser als verzweifeln
    Johann Wolfgang von Goethe


  5. Registriert seit
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    AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?

    Zitat Zitat von Angiestone Beitrag anzeigen
    Wie furchtbar so etwas von der Mutter zu hören, weil es die eigene Daseinsberechtigung als Kind in Frage stellt. Meine Mutter hat mir das als Kind auch immer gesagt. Deswegen habe ich auch keine Kinder, weil mir vermittelt wurde, dass es das Schlimmste ist, was sich ein Frau antun kann. Heute wirft sie mir vor, das ich ihrem Rat gefolgt bin, sie hält mich für egoistisch.
    Leider hat mir meine Mutter nichts positives dazu mitgegeben, deswegen hatte ich wohl nie einen Kinderwunsch.
    Ich finde auch das es ein schlimmer Spruch ist und Mütter ihren Kindern diesen niemals auf den Weg geben sollten. Er suggeriert, das Mutter sein was unerträgliches ist und die Kinder nur eine Belastung. Ich hab mir diesen Spruch meiner Mutter später aber auch ganz bewusst angeschaut und versucht zu verstehen, wie sehr er mich beeinflusst hat. Er war nicht ausschlaggebend, hat aber sicher unbewusst Einfluss gehabt.

    Gruß von boomkid

  6. Inaktiver User

    AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber wer regelt all die Dinge, die sich bei einer Beerdigung ergeben? Wer löst am Ende das Leben auf? Es sind die eigenen Kinder! Und in der Regel funktioniert das auch.

    Also ich weiß ja nicht, aber ob das ein Grund ist Kinder zu bekommen...und ob es ihnen genügend Wertschätzung entgegenbringt...

    Wenn das meine Mutter zu mir sagen würde, würde ich ihr ihre Postbeerdigungsbürokratie postwendend und per Nachnahme auf ihre Wolke schicken lassen.

    Nix für ungut. Mit ner Brise Humor geschrieben

  7. Moderation
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    34.369

    AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?

    Ich finde diese Wahrnehmung von "Leere" faszinierend, da sie mir komplett unmotiviert erscheint. Also, selbst wenn ich mir richtig große Mühe gebe, mir deswegen Sorgen zu machen kriege ich das nicht hin. Es fällt mir leichter, mir Sorgen um den Wärmetod des Universums zu machen.

    Aber ich bin sowieso der Typ, der eine Menschenmenge braucht, um sich von aller Welt verlassen zu fühlen.

    Und ich glaube, wenn meine Mutter mir sagen würde, sie hätte mich nur in die Welt gesetzt, um Gesellschaft zu haben, würde ich das ein kleines bißchen enttäuschend finden.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  8. Avatar von Malina70
    Registriert seit
    25.06.2004
    Beiträge
    12.157

    AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?

    Hallo zusammen,

    bei mir war es ähnlich wie bei den meisten hier. Kinderwunsch war nie so richtig vorhanden. Es gab eine Zeit, da hätte ich mir mit dem richtigen Partner Kinder grundsätzlich vorstellen können. Aber das passte nicht, und als die Zeit verstrichen war, war ich vor allem zutiefst erleichtert. Der latente Kinderwunsch war wohl doch ein Zugeständnis an die Konventionen als ein ureigenster Wunsch.

    Ich bin jemand, der viel Zeit und Raum für sich braucht, der Erwachseneninteressen hat und die Kinderwelt einfach nicht spannend findet. Ich bin seit April Patentante eines siebenjährigen Jungen. Das finde ich nett, zumal die Familie 200 km weit weg wohnt, so dass wir uns zu oft auch wieder nicht sehen. Aber so tief ich auch in mich hineinspüre, es kommt nie der Wunsch auf, auch so ein Kind zu haben.

    Was Nipperdey schreibt, finde ich grundsätzlich schon richtig, und ich mach mir darüber durchaus auch meine Gedanken. Da ich Einzelkind bin und auch sonst keine nennenswerte Verwandtschaft habe, wird es erst mal niemanden geben, der sich automatisch um mich kümmert, wenn ich mal alt bin oder tot. Und auch wenn Kinder auch keine Garantie dafür sind, so besteht eben doch eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass sie sich kümmern, je mehr Kinder, desto wahrscheinlicher wohl. Und ja, ich sehe das schon als Manko und bin mir sicher, dass ich da rechtzeitig Vorsorge treffen werde.

    Ich glaube ohnehin nicht, dass es die ideale Lebensform ohne Schattenseiten und Nachteile gibt. Am Ende ist es immer eine Interessensabwägung. Niemand - zumindest hierzulande - bekommt Kinder, damit sich im Alter jemand kümmert, das ist eher ein nettes ad-on. Und nicht alle Kinderlosen haben ein pralles Leben mit Karriere, Wohlstand, Reisen, tollen Freunden, etc. Es gibt durchaus auch einsame Kinderlose und frustrierte Mütter. Jede Lebensweise kann gelingen, wenn man sich bewusst dafür entscheidet und das Beste daraus macht. Und jede Lebensform kann ebenso misslingen.

    Zu mir hätten Kinder nicht gepasst, das denke ich heute mehr denn je. Zu anderen passen sie ganz hervorragend. Und ich finde es eigentlich schön, dass das Leben so bunt ist und dass wir in einer Gesellschaft leben, die so viele Lebensformen möglich macht und toleriert.

    Gruß,

    Malina

  9. Inaktiver User

    AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?

    Zitat Zitat von 58erboomkid Beitrag anzeigen
    Ich hab mir diesen Spruch meiner Mutter später aber auch ganz bewusst angeschaut und versucht zu verstehen, wie sehr er mich beeinflusst hat. Er war nicht ausschlaggebend, hat aber sicher unbewusst Einfluss gehabt.

    Gruß von boomkid
    Da kann ich mich wohl in den Club einreihen - so was ähnliches durfte ich mir auch immer anhören. Ein Stück weit war's ja auch fürsorglich gemeint, nach dem Motto "lern erst mal was Vernünftiges, danach ist immer noch Zeit für Kinder, wenn du dann noch welche willst" - da ist ja auch was Wahres dran. Ich würde schon sagen, dass mich das beeinflusst hat.

    Komischerweise bin ich für mich selbst ganz lange davon ausgegangen, dass einem selbst bei sorgfältiger Verhütung irgendwann das Schicksal "Schwangerschaft" vermutlich doch ereilen würde (Partner natürlich vorausgesetzt, einfach rein statistisch betrachtet ist die Pille sooo sicher nämlich auch wieder nicht) und war mit ca. 30 Jahren, als ich mal wieder konkreter über das Thema nachdachte, recht erstaunt, dass das trotz langjähriger Beziehung nie eingetreten ist.

    Meine Mutter ist auch quasi die einzige in meiner Verwandtschaft, die mich noch nie nach meinem eigenen Kinderwunsch gefragt hat - skurrilerweise.

    Weitere Gründe, sich gegen Kinder zu entscheiden, waren bei mir:
    - Angst vor Abhängigkeit (finanziell und sonstwie)
    - monitäre Einschränkungen - das ist aber auch vom Elternhaus geprägt ("ihr Kinder kostet uns ein Vermögen...")
    - einen Horror vor den "Körperlichkeiten" des Kinderkriegens (Schwangerschaft, Geburt, ...)
    - Verlust der persönlichen Freiheit (ich schlafe gerne lang, esse gerne spät, kaufe gerne schöne Dinge...)
    - generell keinen Draht zu Kindern (finde ich in den seltensten Fällen süß), 1 Jahr Elternzeit wäre für mich undenkbar
    - Einschränkung der beruflichen Selbstverwirklichung

    Ich plane auch schon seit einer Weile, mich sterilisieren zu lassen, habe aber den Bogen noch nicht gekriegt - warum, weiß ich auch nicht so genau. Ein versteckter Kinderwunsch kann's eigentlich nicht sein, das ist mir mit zunehmendem Alter ferner denn je. Ich hatte mich vor einer Weile hier im Forum angemeldet, weil ich - wie auch schon andere hier beschrieben haben - von meiner Umwelt suggeriert bekam, dass eine Frau ohne Kinderwunsch nicht "normal" sei. Glücklicherweise gibt es offensichtlich aber noch andere wie mich , und das hat mich noch mehr darin bestärkt, die Sterilisation anzugehen und das Kapitel "Verhütung" endgültig abzuschließen

  10. Avatar von Assam77
    Registriert seit
    06.02.2012
    Beiträge
    169

    AW: Wieso möchtet Ihr als Frau kein Kind?

    Guten Morgen zusammen,

    lese das Thema interessiert mit, obwohl ich in einem Alter bin, wo Kinder noch ein Thema werden könnten. Da ich die Aussage "Schaff dir bloss nie Kinder an!" auch von meiner Mutter kenne, bin ich, was das Kinderkriegen betrifft, ebenfalls eher negativ geprägt worden.

    Ich komme als Älteste aus einer kinderrreichen Familie, in der nie genug Geld, Interesse an den Kindern selber oder Zuwendung vorhanden war. Meine Mutter hat viele Pflichten an mich abgegeben, so daß ich meine Geschwister oft als Last statt als Freude empfunden habe. Somit weiss ich schon seit frühester Jugend, was es heisst, sich um Kinder kümmern zu müssen. Viele Dinge sind damals schon für mich zu kurz gekommen, so dass ich mich heute oft frage, ob ich mir so ein Leben wirklich vorstellen kann? Natürlich sind Kinder nicht nur Last, sondern auch viel Glück. Aber ich habe es halt damals anders empfunden, schon deshalb, weil meine Mutter mich eher als Haushaltshilfe / Babysitter denn als ältestes Kind gesehen hat.

    Übrigens fand ich die Aussage, dass Kinder schon dafür sorgen, dass man später anständig beerdigt und dass der Nachlass geordnet wird schon sehr mutig. Gelinde gesagt! Mir kann das doch später egal sein. Ich brauche kein Grab, zu dem Leute pilgern (oder auch nicht). Testamentarisch kann man auch solche Dinge regeln. Meine Mutter ist trotz ihrer vielen Kinder keine Person, die viel Besuch bekommt, weil sie sich es mit uns allen irgendwann "verdorben" hat, so daß ich diese Person schon nicht mehr als Mutter bezeichnen kann oder will. Letztendlich ist sie mir egal. Bis dahin war es zwar ein sehr langer und harter Weg, aber es ist besser für mich, diese Person zu meiden.

    Komischerweise habe ich bis dato auch fast nur Beziehungen mit Männern gehabt, die erstmal oder definitiv keine Kinder wollten. Noch dazu kommen bei mir gewisse gesundheitliche Einschränkungen, die das Thema Schwangerschaft schon allein sehr erschweren würde.

    Momentan finde ich mein Leben soweit gut wie es ist und es stellt sich bis dato auch kein massiver Kinderwunsch ein. Bevor jetzt alle wieder schreien, dass ich auch nicht jünger werde und sowieso und überhaupt! Dessen bin ich mir bewusst und ich kann versichern, dass ich auch ohne Kinder ein interessantes und spannendes Leben führe.

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