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05.11.2011, 09:56Inaktiver User
AW: Stiefoma werden bevor man überhaupt Mutter ist?!
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05.11.2011, 10:00Inaktiver User
AW: Stiefoma werden bevor man überhaupt Mutter ist?!
Das ist grundsätzlich richtig. Aber hier wird lediglich an die Vernunftebene appelliert, nach dem Motto: Eine reife Erwachsene darf nicht so fühlen.
Mit dieser Argumentation ist einer Frau mit unerfülltem Kinderwunsch jedoch nicht wirklich geholfen. Da Kinderwunsch eine sehr emotional geprägte Chose ist. Und vor dem Hintergrund tickt frau nicht immer "reif" und moralisch einwandfrei.
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05.11.2011, 10:01Inaktiver User
AW: Stiefoma werden bevor man überhaupt Mutter ist?!
Die TE äussert lediglich ihre Trauer und hat den Mut auszusprechen, was viele andere auch fühlen (aber wegen des Tabus nie offen zugeben): keine Freude und/oder Gleichgültigkeit gegenüber einem (Stief-)Enkelkind. Ihrem Mann scheint es ja genauso zu gehen.
Das ist eine Momentaufnahme, die sich durchaus noch ändern kann. Einen Widerspruch sehe ich nicht.
Gruß, Elli
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05.11.2011, 10:12Inaktiver User
AW: Stiefoma werden bevor man überhaupt Mutter ist?!
Elli, es gibt leider auch kein Recht auf ein eigenes Kind. Diese Erfahrung mussten und müssten viele Frauen machen. Dass dies traurig und wütend macht, stelle ich auch überhaupt nicht in Abrede.
Ich bezog mich übrigens bisher stets auf diesen Satz <<Mein Mann und ich freuen uns überhaupt nicht darauf.>>. Den ich einfach sehr traurig finde und der TE wünsche, ihre Einstellung noch verändern zu können. Denn dieses Kind kann nichts dafür, dass ein anderes Kind (noch?) nicht kam.
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05.11.2011, 11:29
AW: Stiefoma werden bevor man überhaupt Mutter ist?!
Painkiller, warum habt ihr keine Kinder? Ihr seid doch schon lange zusammen und du bist noch jung genug, warst es auch waehrend der Beziehung. Konntet ihr keine Kinder mehr bekommen oder wollte dein Mann nicht weil er schon welche hatte und nicht wieder von Vorne anfangen wollte? Und warum freut er sich nicht? Er geht doch auch auf die 60 zu, also ist das ja ein nicht unnormales Alter um sich damit abfinden zu muessen dass die eigenen grossen Kinder selber eine Familie gruenden?
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05.11.2011, 12:07
AW: Stiefoma werden bevor man überhaupt Mutter ist?!
Hoffentlich ändert es sich. Bei mir hat eine sehr ähnliche Situation die Beziehung der Erwachsen unteinander so nachhaltig beeinflußt, dass so gut wie kein Kontakt mehr besteht!
Ich verstehe den Schmerz über die gefühlt "verkehrte" Reihenfolge durchaus und sehe es auch nicht als Tabu, darüber zu sprechen/schreiben - an geeigneter Stelle. Die werdenden Eltern haben jedoch auch ein Recht auf eine glückliche Schwangerschaft und eine glückliche Kennenlernzeit. Das Gefühl, dass das eigene geliebte Wesen bei den Menschen, denen man gefühlsmäßig sehr nahe steht, nicht erwünscht ist, ist ein sehr ungutes...
LG----------------------------------------------------------------------------
...Und es ist gar nicht Großmut zu verzeihn,
Dass andere ganz anders als wir glauben...(Ringelnatz)
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05.11.2011, 13:06Inaktiver User
AW: Stiefoma werden bevor man überhaupt Mutter ist?!
In emotionalen Dingen wie Liebe und Zeuneigung gibt es keine "Rechte", auch wenn manche das gerne so hätten. Warum haben die Eltern keine glückliche Schwangerschaft ? Das liegt doch ausschließlich an ihnen beiden.
Nicht jeder auf der Welt kann mein Kind liebhaben, Neid und Missgunst gibt es auch in gerade in der Familie: unter Geschwistern, aber eben auch zwischen Eltern und Kindern.
Es ist die Frage, inwiefern die TE und ihr Mann ihre unguten Gefühle gegenüber den werdenden Eltern artikulieren.
Die TE spricht von sich, von ihrer Trauer. Dass sie das ungeborene Kind als Person nicht leiden kann, lese ich ehrlich gesagt nicht heraus. Ich denke mal nicht, dass sie zur Stief-Schwiegertochter sagt: "ich kann dein ungeborenes Kind nicht leiden, eigentlich wäre ich damit dran".
Gruß, Elli
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05.11.2011, 13:24Inaktiver User
AW: Stiefoma werden bevor man überhaupt Mutter ist?!
Ich denke, zum einen ist es wichtig, seine unguten Gefühle die man hat nicht runterzuschlucken sondern diese auch Ernst zu nehmen und sie mitzuteilen, was nicht bedeutet, dass man sie jedem in seinem Umfeld direkt auf die Nase binden sollte. Gerade Ereignisse wie Kinder kriegen, Hochzeit, Selbständigkeit usw. im näheren sozialen Umfeld werfen immer die Frage auf, wie sieht es bei mir aus?
Ich kann sehr gut nachvollziehen, wenn man eigentlich sich selber auf ein Ereignis freut und dann jemand anderes dieses vergönnt ist und man selber das Gefühl hat "warum ich nicht?". Dieses Gefühl kann man wenn man bösartig wäre auch mit Neid umschreiben, aber es ist ein normales ernstzunehmendes Gefühl, welches in unserer Gesellschaft ein Tabuthema ist. Ich finde es gut, dass die FS ihre Gefühle hier äußert und dein Mann ist doch auch an deiner Seite meine ich rausgelesen zu haben.
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05.11.2011, 14:05
AW: Stiefoma werden bevor man überhaupt Mutter ist?!
Ich sehe es schon so, dass es ein Recht auf eine glückliche Schwangerschaft gibt. In Bezug darauf, dass mein Gegenüber seine Trauer über Kinderlosigkeit nicht auf mich projiziert und mein ungeborenes Kind/ neugeborenes Kind aus diesem Grunde nicht willkommen heißen kann.
Wir können nun auch das Wort "Recht" zerlegen ... Anders herum denke ich, dass niemand das Recht hat einem anderen seine Schwangerschaft zu "vermiesen". Gerade, wenn man es sich selber wünscht, sollte es einem doch bewußt sein, wie kostbar diese Zeit ist.
Ich neide meinen Kindern nichts. Im Gegenteil...Nicht jeder auf der Welt kann mein Kind liebhaben, Neid und Missgunst gibt es auch in gerade in der Familie: unter Geschwistern, aber eben auch zwischen Eltern und Kindern.
Bitte nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Ich bezog mich lediglich auf diesen Satz:Es ist die Frage, inwiefern die TE und ihr Mann ihre unguten Gefühle gegenüber den werdenden Eltern artikulieren.
Die TE spricht von sich, von ihrer Trauer. Dass sie das ungeborene Kind als Person nicht leiden kann, lese ich ehrlich gesagt nicht heraus. Ich denke mal nicht, dass sie zur Stief-Schwiegertochter sagt: "ich kann dein ungeborenes Kind nicht leiden, eigentlich wäre ich damit dran".
Gruß, Elli
Und, ich schrieb von eigenem Erleben; gerade weil ich mir wünsche, dass andere dieses nicht erleben.Mein Mann und ich freuen uns überhaupt nicht darauf.
Hier ist ein guter Ort, um seine Frust und seine Trauer los zu werden. Den werdenden Eltern gegenüber vielleicht nicht.
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...Und es ist gar nicht Großmut zu verzeihn,
Dass andere ganz anders als wir glauben...(Ringelnatz)
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05.11.2011, 14:18Inaktiver User
AW: Stiefoma werden bevor man überhaupt Mutter ist?!
Anders herum denke ich, dass niemand das Recht hat einem anderen seine Schwangerschaft zu "vermiesen". Gerade, wenn man es sich selber wünscht, sollte es einem doch bewußt sein, wie kostbar diese Zeit ist.Ich kann es nur für meine Situation sagen. Mir hat es tatsächlich ganze Tage "vermiest", ca. 8 Monate lang alle paar Wochen ein neues Ultraschallfoto vom Enkelkind im e-mail-Postfach zu finden und später massenhaft Fotos vom Neugeborenen (es hätte gereicht, wenn sie die an meinen Mann schicken), es hat mir ganze Tage "vermiest" innerhalb der gesamten Verwandtschaft von nichts anderes mehr zu hören als von dem kommenden und (als es dann da war) vom existenten Baby, und es hat mir ganze Tage "vermiest", wenn besagte Stiefschwiegertochter z.B. beiläufig zu mir sagte, Kinder müsse man gescheiterweise vor 30 bekommen und sie verstünde nicht, wie man das versäumen könne. Und noch andere Sprüche, die ich gar nicht listen möchte. Um meinen Kinderwunsch weiß man von jeher in meiner/dieser Verwandtschaft.Und, ich schrieb von eigenem Erleben; gerade weil ich mir wünsche, dass andere dieses nicht erleben.Mein Mann und ich freuen uns überhaupt nicht darauf.
Rücksicht auf meine Befindlichkeiten wurde nicht genommen, sondern da wurde aus Gedankenloskeit noch unnötig verletzt. Da blieb mir gar nichts anderes übrig als auf Distanz zu gehen. Sowas hat nämlich auch mit Selbstschutz zu tun.



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