Nach langem mitlesen habe ich mich nun auch mal angemeldet um mir etwas von der Seele zu schreiben und in der Hoffnung, hier die ein oder andere Anregung zu bekommen. Um unser Problem zu schildern, muss ich leider etwas ausholen:
Mein Freund und ich sind seit bald 3 Jahren zusammen, seit einem halben Jahr leben wir in einer Wohnung. Ich werde demnächst 30, er ist 35.
Ich hatte nie einen Kinderwunsch, bzw. hatte ich wohl vor allem ziemliche Angst vor allem möglichen. Dann lernte ich meinen Freund kennen. Er wollte Kinder, aber nur wenn alles passt. Da ich nicht wollte, hätte er auch auf Kinder verzichtet, wobei da noch nicht das letzte Wort gesprochen war.
Nunja, nachdem wir eine Weile zusammen waren schien mir gemeinsam doch vieles möglich zu sein. Ich habe angefangen hier in Babysträngen mitzulesen, mich zu meinen Ängsten zu informieren und sie zu relativieren. Plötzlich konnte ich mir vorstellen schwanger zu sein, ein Baby zu haben und träumte ab und an von einem Leben mit Kind in unterschiedlichen Altersstufen. Mein Freund war natürlich erstmal happy. Zumal er immer vor 35, also eigentlich jetzt, Vater sein wollte. Klar war, dass wir erst mal zusammen leben wollen, um, wenn das klappt, in 1-2 Jahren mit der Familienplanung anzufangen und uns dem Abenteuer gemeinsam zu stellen. Dachte ich zumindest
Ich habe mich über Jahre auf eine feste Stelle und in eine Führungsposition hochgekämpft, die mir sehr viel Spaß macht. Mein Arbeitsgebiet gibt es allerdings nicht in halbtags, und wenn ich jahrelang aussetzte kann ich zwar zurückkommen, bin aber total abgehängt und lande vermutlich in irgendeinem Hinterzimmer um die Arbeit zu machen, die sonst keiner will. Zudem habe ich bei meinen Eltern das abschreckende Beispiel der Hausfrauenehe inklusiver frustrierter Mutter und kaum anwesenden Vater mitbekommen. Eskaliert ist das Ganze dann in einer jahrelangen Scheidung als ich Anfang 20 war. Auf keinen Fall will ich so abhängig und frustriert werden, wie meine Mutter.
Die Eltern meines Freundes waren beide immer als Lehrer tätig. Sie haben sich die Erziehung geteilt und hatten halt eine Kinderfrau und eine Putzfrau um das Pensum zu schaffen. Da gab es den Stress dann weniger zwischen den Eltern als zwischen den Kindern und zwischen Eltern und Kindern. Trotzdem sah mein Freund dieses Model durchaus als Ideal.
Nachdem das Zusammenleben bisher (mit ein bisschen normalem Reibungsverlust) gut klappt ging ich langsam daran, auch weiter zu planen. Ich plane gerne und auch wenn ich weiß, dass mit Kindern alles anders ist, auch das kann man ja schließlich einplanenFür meinen Freund erschöpfte sich die Vorbereitung auf Familienplanung dagegen darin, erst mal nicht deutschlandweit nach einem neuen Job zu suchen. Statt dessen hat er nun einen neuen Job in der Nähe, worüber ich mich mit ihm wirklich gefreut habe. Er verkündete dann aber auch ganz begeistert, dass er die nächsten 4 Jahre eine Fortbildung machen darf. Das heißt, er wird seinen Urlaub und viele Feierabende/Wochenenden mit lernen verbringen. Auf meine Frage, wie sich das mit seinem Kinderwunsch verträgt, meinte er, das ginge schon irgendwie. Eine Arbeitszeitreduzierung ist im neuen Job natürlich erst mal nicht drin, und während der Fortbildung schon gar nicht. Er muss dafür in Zukunft des öfteren auf Dienstreise und zum Blockunterricht.
Irgendwie habe ich nun das Gefühl, alleine dazustehen. Ich wäre bereit, meine Arbeitszeit zu reduzieren, mit dem Risiko dann auch meine Stelle räumen zu müssen und mit weniger Schlaf, Platz und natürlich auch Geld auszukommen. Er versteht das Problem gar nicht, denn ein Kind kann man doch irgendwie nebenher durchziehen. Er hat schließlich auch von Anfang an im eigenen Bett durchgeschlafen (als ich seiner Mutter davon erzählte gab es nur ein). Morgens bringt man das Kind dann halt in die Kita (wenig freie und auch noch gute Plätze? Teuer? Das geht schon alles irgendwie!) und selbstverständlich kann ich weiterarbeiten, am besten in Vollzeit. Bei anderen klappt es schließlich auch. Das da die Frau z.B. nur halb arbeitet, das meistens auch noch in Nachtschicht, das erfragte er erst, als ich insitiert habe. Er will arbeiten wie bisher, seinen Hobbys nachgehen, in Urlaub fahren, demnächst ein nicht kindgerechtes Auto kaufen ("die heutigen Kinderwagen passen doch in jeden Kofferraum"). Kinder will er aber immer noch.
Ich weiß, ich mache mit meiner vielen Planerei vermutlich mehr Druck, als ich müsste. Andererseits habe ich bei seiner Herangehensweise Angst, dass entweder der Kinderwunsch ewig verschoben wird, bis zumindest bei mir nichts mehr geht und dass wir es dann bedauern, oder das am Ende ich diejenige bin, die alles auffängt. Dabei wäre dann vor allem das Kind das Leidtragende, wenn wir nicht beide bereit sind, Abstriche zu machen.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Sehe ich tatsächlich zu schwarz? Wenn nicht, wie bekomme ich ihn dazu, mit mehr Realitätssinn daran zu gehen?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 86
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18.02.2011, 12:19
Familienplanung zwischen Gottvertrauen und Totplanen
Geändert von Nipa (18.02.2011 um 12:44 Uhr)
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18.02.2011, 12:58
AW: Familienplanung zwischen Gottvertrauen und Totplanen
Ich habe zwar keine Kinder, bin aber mehrfache Tante und Patentante.
Nein, ich glaube nicht, dass Du schwarz siehst! Dein Partner sieht das alles zu blauäugig, wenn er meint, ein Kind läuft so mal eben mit.
Man kann noch so viel bis ins Detail planen, Du weißt im Vorfeld nie, wie Dein Kind wird - ist es ein ruhiges und zufriedenes Kleinkind, das schnell durchschläft oder ein Schreikind, hat es Allergien, neigt es zu Krankheiten etc. pp.
In den verschiedenen Familien, die ich begleite, habe ich eben mitbekomen, dass sich viele Detailfragen erst dann stellen, wenn das Kind da ist. Eine Mutter wollte nach 6 Wochen wieder anfangen zu arbeiten - ging aber nicht, weil das Kind da nicht mitgespielt hat (chronische Krankheit). Einer anderen ist nach 6 Monaten die Decke auf den Kopf gefallen - sie hatte 1 Jahr Elternzeit genommen.
Wenn Dein Partner jetzt schon sagt, dass er die nächsten 4 Jahre auf Fortbildung ist, dann ist der Streit in meinen Augen vorprogrammiert. Er möchte/ muss für seinen Job lernen und Du brauchst einen Partner, der Dir das Kind auch mal abnehmen kann.
Ihr solltet die verschiedenen Szenarien durchspielen und überlegen, was Ihr im Falle eines Falles macht.
Leider lehrt die Erfahrung, dass es in den meisten Fällen (Ausnahmen bestätigen die Regel) dann eben doch häufiger an der Frau liegt, sich ums Kind zu kümmern, und traditionelle Rollenverteilungen treten regelmäßig zutage. Das muss nicht schlecht sein, aber man sollte das wissen.
Wenn Dein Partner derjenige ist, der den KiWu vorantreibt, sollte er in meinen Augen auch dann stärker eingebunden und in die Verantwortung genommen werden.
Gib ihm doch ein paar von den BRI-COM-Strängen zu lesen, wie der Alltag mit einem Kleinkind aussieht. Dann aber bitte eine bunte Mischung aus schönen Erlebnissen, aber auch Kraftanstrengungen. Denn weder die Verherrlichung der Kleinkindzeit noch die absolute Horrororvorstellung bringen Euch da weiter.
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18.02.2011, 13:09
AW: Familienplanung zwischen Gottvertrauen und Totplanen
Ihn einfach vor einen Monatsstrang setzen und zum lesen verdonnern habe ich mir tatsächlich schon überlegt
Ich fürchte nur, ich muss tatsächlich ein wenig Druck anwenden, denn freiwillig macht er es nicht. Dafür weiß er anschließend hoffentlich so ziemlich alles über Schwangerschaft und Babyzeit und kann im Erziehungsstrang weitermachen 
Das die Kinder alle unterschiedlich sind und man vorher wenig vorraussetzen kann, habe ich in der Bekannschaft und Verwandschaft auch oft genug mitbekommen. Er glaubt es mir aber nicht wirklich. Schließlich waren er und sein Bruder IMMER nur brav, haben von anfang an durchgeschlafen, waren NIE krank, mussten nirgendwo durch die Gegend kutschiert werden... ;)Geändert von Nipa (18.02.2011 um 13:12 Uhr)
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18.02.2011, 13:09Inaktiver User
AW: Familienplanung zwischen Gottvertrauen und Totplanen
Ich bin auch 4 Jahre neben der Arbeit am Abend und am Wochenende in die Schule gegangen und ehrlich gesagt: Ich hatte da nicht mal mehr Zeit für meine Hobbies. Ein junger Vater bei mir in der Klasse hatte die Fortbildung nach ein paar Wochen abgebrochen, weil er keine Zeit zum Lernen hatte geschweige denn mit Schlafentzug überhaupt hätte lernen können.
Einer Frau mit 30 kann man allerdings schlecht raten, noch weiter abzuwarten mit dem Kinderwusch. Wer weiß, ob es mit 35 noch klappt?
Aber in der Situation wirst du wohl praktisch alleinerziehend sein. Ich bin sehr froh, dass mein Mann "nur" eine 40-Stunden-Woche hat und ich auf Hilfe ab 17 Uhr hoffen kann.
Eigentlich sollte ich ja auch auf Arbeit sein, aber unsere Kleine hat zum dritten Mal innerhalb von zwei Monaten Bronchitis / Bronchiolitis und da ist nix mit in die Kita schicken. An so etwas auch schon gedacht?
Ein bißchen Planung schadet nicht, auch wenn es später anders kommt.
Und zum Auto kann man sagen: Vielleicht passt der Kinderwagen ja rein. Aber wenn er selbst in den Urlaub neben den Kindersachen noch mehr als eine Zahnbürste mitnehmen will, wäre zumindest ein Auto mit vier Sitzen und normalem Kofferraum angebracht.
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18.02.2011, 13:31
AW: Familienplanung zwischen Gottvertrauen und Totplanen
Die beste Variante in Sachen Vereinbarkeit von Beruf und Familie haben Freunde von uns: Beide arbeiten auf einer 1/2 Stelle (da sie auch beide gleich viel verdienen). Papa arbeitet von Mo-Mi, Mama von Mi-Fr (wobei Mi Telearbeitsplatz ist)....
Das stelle ich mir unter einer gleichberechtigten Partnerschaft vor. Jeder hat seinen Job, jeder hat die Erziehungsaufgaben; man freut sich auf das Kind, man freut sich auf die Arbeit.
Ideal auch für den Arbeitgeber, da keiner es mitbekommt, wenn das Kind mal wirklich länger krank ist, da ja die Eltern die Woche über zu Hause sind.
Das nur so am Rande :-)
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18.02.2011, 16:47
AW: Familienplanung zwischen Gottvertrauen und Totplanen
Ich denke auch, dass er das ein bisschen zu blauäugig sieht.
Klar können beide kurz nach der Geburt wieder voll arbeiten gehen ohne dass das Kind einen Schaden davon trägt. Dafür müssen aber bestimmte Vorraussetzungen gegeben sein: Gute Kita, mit entspechenden Öffnungszeiten und iodealerweise auch noch "auf dem Weg" liegend. Das ist schon nicht ganz einfach. Dann müssen beide mitziehen - und da gehört ein "vernünftiges" Auto auch dazu (kann ja dann der sportlichere Motor sein, damit man auch noch ein bisschen Spaß hat) - und vor allem die Einsicht, dass das Leben hinterher anders ist. Man weiß zwar nicht, wie - aber anders halt. Und monatelange Trekkingtouren in den Anden sind dann halt erstmal nicht mehr drin, der Lebensstandard kann auch nicht unbedingt gehalten werden etc.pp.
Klar hilf es einem nicht, wenn man sich nur den Worst Case ausmalt - aber alles so easy funktioniert halt auch nicht unbedingt. (Auch bei Verwandten, die kurz nach der Geburt beide wieder voll arbeiten waren, war der Preis dafür recht hoch: Die einzige Kita, die dafür gepasst hat, hat über 800€/Monat gekostet. Das muss halt auch erstmal verdient werden. Für die beiden war es aber der richtige Weg...).
So ein bisschen Entgegenkommen von ihm wäre da schon wichtig (und wenn es "nur" ist, dass er dir verspricht, dass er die Tage zu Hause bleibt, wenn das Kind nicht in die Kita kann weil es krank ist.)
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18.02.2011, 17:18
AW: Familienplanung zwischen Gottvertrauen und Totplanen
Mal unabhängig von seinen Phantasien, dass kleine Kinder keine Arbeit machen, was für ein Typ ist er? Wird er sein Ding einfach durchziehen oder wird er sein Leben den neuen Erfordernissen anpassen?
Ein bisschen Illusionen hingeben darf man sich aber schon, finde ich. Das Leben mit Kind kann, muss aber nicht so anstrengend sein. Mein Sohn war tatsächlich ein Früh-Durchschlafer, Elternbett-Meider und selten-Krank-Kind. Unser Stress mit Kind hat eigentlich mehr mit der Schulzeit begonnen. Jedes Kind ist ein Unikat und völlig unplanbar.
Ich würde deinen Freund dahingehend auf den Boden der Tatsachen zurückführen, dass ihr euch mal über die Rahmenbedingungen einer Familiengründung unterhaltet. Ehe ja oder nein? Wie könnte der notarielle Vertrag für deine finanzielle Absicherung aussehen im Falle, dass du wegen des Kindes beruflich kürzertreten musst.
Deinem Partner muss klar sein, dass ein Kind euer beider Angelegenheit ist. Früher wurde der Erziehungspart immer der Frau zugeschustert, während der Mann dann das Familieneinkommen bestritt. Weil du aber heute selbst im Falle einer Ehe mit anschließender Scheidung wenig bis nichts zu erwarten hast und im schlimmsten Fall mit einer gescheiterten Karriere dastehst und nie wieder auf die Füße kommst, während dein beruflich fortgebildeter Mann dicke Kohle scheffelt und dir nach neuester Rechtsprechung nichts zahlen muss, rate ich dringend zum offenen Gespräch."Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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19.02.2011, 21:28
AW: Familienplanung zwischen Gottvertrauen und Totplanen
Wozu will dein Freund ein Kind... warum willst du eines ?
Einfach um eins zu haben, weil jeder ein Kind hat... weil es hipp ist jung / dynamisch / erfolgreich zu sein, und allen zu zeigen, wie easy man ein Leben mit Kindern wuppen kann ?
Oder wollt ihr auch Zeit mit ihm verbringen, ihm etwas beibringen - es durchs Leben begleiten; es lieben, so wie es ist und nicht anders ?
Ich finde einfach, ihr seid nicht realistisch genug - könnt ihr ja auch nicht, bei den ganzen Ammenmärchen über scheinbar ideale Kinder, die durchschlafen, nie krank sind und immer gut gelaunt etc..
Wißt ihr, daß es für so einen kleinen Wurm gut ist, wenn man es ein paar Monate stillt ( so alle 2-4 Stunden je nachdem ); daß es am Anfang ca. 12-16 Stunden täglich schläft ( und ihr so nach eurem langen Arbeitstag gar nichts von ihm habt - oder aber - es dann die Nacht zum Tag macht und ihr evtl. über Wochen nachts nicht mehr als 3-5 Stunden Schlaf auf mehreren Etappen bekommt ) ?
Habt ihr euch überlegt, was passieren würde, wenn euer Kind krank zur Welt käme - euch also ständig bräuchte ?
Man gibt vieles auf, wenn man ein Kind großzieht - und wenn nur ein Partner dazu bereit ist, macht der eine weiter wie bisher und für den anderen ändert sich ALLES - einfach weil dann alles an ihm hängenbleibt !
Und das gerade willst du nicht, oder ?
Ihr habt ja noch Zeit, aber ihr solltet euch weiterhin der Realität stellen und auch schon vor der Schwangerschaft / Geburt Absprachen für die Zeit danach treffen. Sonst bleibt immer einer auf der Strecke - und das ist langfristig Gift für jede Partnerschaft.
Alles Gute für euch.
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20.02.2011, 14:21
AW: Familienplanung zwischen Gottvertrauen und Totplanen
wie stellt ihr euch das konkret vor?
er möchte, dass du weiterhin vollzeit arbeitest? in einer führungsposition dürften das 40+ Stunden sein. D.h. mindestens 8 h Betreuung pro Tag + Fahrtzeiten, da ist man schnell bei 9 h. Wenn man denn überhaupt einen solchen Platz ergattert. Bei uns war das sowas wie ein 6-er im Lotto.
Also, du stehst dann also um 6.30 uhr auf, machst das kind und dich fertig. brichst um 7.30 uhr auf, so dass du es gegen 8 uhr abliefern kannst. dann fährst du zur arbeit weiter, arbeitest mindestens 8 stunden, hetzt zur kita, mittlerweile dürfte es so gegen 17 Uhr sein. dann fahrt ihr nach hause. dort ist entweder gar niemand (geschäftsreise, blockunterricht) oder dein gatte, der volle konzentration beim lernen benötigt. also auch keine hilfe, ganz im gegenteil.
du musst dich also um das kind kümmern, es zu bett bringen. und wahrscheinlich auch nachts aufstehen, da er ja seine kräfte für job und ausbildung benötigt.
sollten anstrengende nächte kommen (und die kommen - so oder so), musst du dein arbeitspensum auch noch völlig übermüdet absolvieren, de facto als alleinerziehende. hinzu kommt, dass dein kind meist nach dir rufen wird, weil du praktisch seine alleinige bezugsperson bist. und an den wochenenden wird es ja auch nicht besser, auch da muss er ja lernen.
irgendwann wirst du so ganz ohne hilfe wahrscheinlich beruflich kürzer treten müssen, mit den dir bekannten einbußen, während dein liebster sich in der zeit beruflich in aller ruhe weiterentwickelt.
nach vier jahren ist der spuk vorbei - rein theoretisch. bis dahin werden sich eure rollen jedoch so verfestigt haben, dass sich daran nichts mehr ändern lässt.
vielleicht mag der eine oder andere meine darstellung ja für pessimistisch halten. ich finde hingegen, das verhalte deines mannes ist nicht nur blauäugig, sondern recht unverschämt.
er macht sich ja nicht mal die mühe, das ganze konsequent durchzudenken, sondern nimmt es billigend in kauf, dass du die gesamte rechnung zahlst. kein schöner zug und wahrhaft auch keine gute basis, um ein kind in die welt zu setzen.
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20.02.2011, 14:59Inaktiver User
AW: Familienplanung zwischen Gottvertrauen und Totplanen
Das finde ich echt heftig. Träumen darf man ja - aber die Gefahr ist ja schon vorhanden, dass er das dann auch wirklich so durchzieht zumal ja die Grundlage durch seinen Job schon gelegt ist. Oder wie würdest du ihn einschätzen?
Als Frau versteht man wohl sehr schnell, dass ein Leben "wie vorher" mit Kind nicht möglich ist - während Männer theoretisch "ihr Ding" weiter durchziehen können. Ich wäre da an deiner Stelle echt vorsichtig und würde von ihm von vornerein Zugeständnisse abverlangen.



Für meinen Freund erschöpfte sich die Vorbereitung auf Familienplanung dagegen darin, erst mal nicht deutschlandweit nach einem neuen Job zu suchen. Statt dessen hat er nun einen neuen Job in der Nähe, worüber ich mich mit ihm wirklich gefreut habe. Er verkündete dann aber auch ganz begeistert, dass er die nächsten 4 Jahre eine Fortbildung machen darf. Das heißt, er wird seinen Urlaub und viele Feierabende/Wochenenden mit lernen verbringen. Auf meine Frage, wie sich das mit seinem Kinderwunsch verträgt, meinte er, das ginge schon irgendwie. Eine Arbeitszeitreduzierung ist im neuen Job natürlich erst mal nicht drin, und während der Fortbildung schon gar nicht. Er muss dafür in Zukunft des öfteren auf Dienstreise und zum Blockunterricht.
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