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  1. Inaktiver User

    Ausruf Braucht es für ein Kind einen bestimmten "Lebensstil"?

    Hallo Ihr Lieben,

    mich treibt seit längerem einiges rum, das ich hier gerne zur Forums-Disposition stellen würde.

    Ich bzw. wir sind Anfang/Mitte Dreißig, haben studiert, zum Studium weiiiit weg von der "Stammfamilie" gezogen (da es in der ländlichen Gegend keine Jobs in unserem Bereich gibt), derzeit jobbedingt Fernbeziehung. Mietwohung, Stadt.

    Perspektive beruflich: Mein Liebster würde es gerne noch mal im nördlichen, europäischen Ausland "wissen", ich werde mit ihm endlich wieder räumlich zusammenkommen und werde mit ihm mitgehen, da mein Projekt in absehbarer Zeit ausläuft.

    Privat: Er ist der Mann meines Lebens; er liebt mich so, wie ich bin, und trägt mich wirklich auf Händen. Wir haben die räumliche Trennung bald durchgestanden und möchten heiraten.

    Wir waren nie die Partygänger, aber haben gerne Sprachen und Kulturen kennen gelernt und gerne die Welt gesehen. Heute setzt durchaus der Nestbau-Trieb ein.

    Ich gebe zu, dass mir die Zukunft in Bezug auf Kinder ein wenig Angst macht -

    alle FreundinnenMütter in MEINEM Bekanntenkreis haben ein gutes OmaOpa-Netzwerk, Haus, Auto, meistens nicht berufstätig, da Männe genug verdient in einem relativ sicheren Job.

    All das (Netzwerk, gewisses Level an Wohlstand) gibt es bei uns nicht, und wird es auch in absehbarer Zeit nicht geben.

    Gut, wir sind beide ausgebildet, können in vielerlei Bereichen arbeiten, aber wie macht man es im Ausland mit einem kranken Kleinkind, ohne OmaOpa, werden wir es packen, auch "alleine" ...

    Braucht man einen gewissen "gesetzteren" Lebensstil, um ein Kind großziehen zu können?

  2. User Info Menu

    AW: Braucht es für ein Kind einen bestimmten "Lebensstil"?

    Liebe Sugarnova,

    wenn es danach ginge, wäre die Menschheit schon ausgestorben.

    Ganz abgesehen davon, dass ich keiner Frau zu diesem Modell mehr raten könnte. Viel zu gefährlich, wenn die Beziehung zerbricht.

    Gerade wenn Ihr im nördlichen Europa seid, sind dort in der Regel die Kinderbetreuungsmöglichkeiten ganz ausgezeichnet.

    D.h., die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist dort einfacher.

    Für Kinder ist es vor allem wichtig, dass sie geliebt werden.

    Und soo wenig Geld, dass sie hungern müssen, werdet Ihr sicher auch nicht verdienen.

    Von daher: nur Mut

  3. Inaktiver User

    AW: Braucht es für ein Kind einen bestimmten "Lebensstil"?

    Liebe angi,

    danke fürs Mutmachen!

    Wird wohl eher in Richtung angelsächsich gehen. Hast du dazu Erfahrungen?

    Und ich geb zu, auf einem Großfamilienbauernhof aufgewachsen, ich hab es genossen, dass immer irgendwer für mich da war.
    Ich sehe halt nur, wie es bei den Vollzeitmüttern purer Stress ist.

    Und dann sehe ich mich im Ausland, mit einem kranken Kind auf dem Arm, beim Arzt sitzen, während ich eigentlich bei meinem Job sitzen sollte ...

  4. Inaktiver User

    AW: Braucht es für ein Kind einen bestimmten "Lebensstil"?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Braucht man einen gewissen "gesetzteren" Lebensstil, um ein Kind großziehen zu können?
    Für ein normal-gesundes Kind sag ich ein klares Nein. Mein Jungs ist jedenfalls nun zu einem sehr angenehmen und freundlich vor sich hin pubertierenden Teenager geworten, ohne dass es eines "gesetzteren" Lebensstils bedurfte.

    Es wird immer Situationen geben, in denen die Scharlach oder ein kleinerer Unfall das Arbeiten unwichtig sein läßt und Dich beim Arzt sitzen läßt. Das ist aber nicht täglich der Fall und kein Grund noch vor der Zeugung in Grübeleien zu verfallen. Glaub mir, wenn der Anruf der Kita oder der Schule kommt, dass etwas zu passieren hat, werdet ihr alles richtig machen.

    Wieso machst Du Dir eigentlich zu einem Zeitpunkt, an dem kein Kind in Sicht ist, Gedanken um Kinderarzt vs. Arbeitsplatz? Das klingt für mich irgendwie etwas unangemessen planerisch und ich muss gestehen, dass ich es nicht nachvollziehen kann.

  5. User Info Menu

    AW: Braucht es für ein Kind einen bestimmten "Lebensstil"?

    Liebe sugarnova,

    angelsächsisch hab ich leider keine Ahnung.

    Aber vielleicht gibt es hier Leute mit Erfahrung.

    Generell kann ich Dir dank meines Alters nur sagen:

    Supermütter müssen keineswegs gut für ein Kind sein....

    Mütter, die zu Hause sind, müssen sich keineswegs um die Kinder kümmern...

    Die Kinder von Berufsmüttern (teilweise auch 30 Stunden-Arbeit) sind gut herangewachsen.

    Klar, ist es optimal, wenn ein Kind jeweils sofort einen Ansprechpartner hat.

    Den gibt es aber auch in der Kita.

    Wichtig ist, dass Mama für das Kind ca. eine Stunde täglich intensiv da ist.

    Und im ersten Jahr ist es schon empfehlenswert, zu Hause zu bleiben.

    Falls das machbar ist.

    angie

  6. Inaktiver User

    AW: Braucht es für ein Kind einen bestimmten "Lebensstil"?

    Zitat Zitat von angie2 Beitrag anzeigen
    Und im ersten Jahr ist es schon empfehlenswert, zu Hause zu bleiben.

    Falls das machbar ist.

    angie
    Hallo angie,

    wieso ist das "empfehlenswert"? Ich habe es anders gemacht und habe kein Problem, andere Wege zu empfehlen.

    Gruss

    kittenheel

  7. Inaktiver User

    AW: Braucht es für ein Kind einen bestimmten "Lebensstil"?

    Was den "Wohlstand" betrifft - anfangs sind Kinder relativ "preiswert", man kann viel gebraucht besorgen, leihen etc. Teurer wird es für mein Gefühl (aber da sind wir noch nicht angekommen) so ab Schuleintritt.

    Wir haben ein Auto - für den Transport der Kinder benutze ich es nur bei besonders schlechtem Wetter, wenn ich wirklich nicht Farradfahren mag (auch weil ich die Kinder zu Tagesmutter und Kindergarten und nicht nur an einen Ort bringe, und es ab der 3. Strecke bei Schlechtwetter wirklich nervt), aber es würde mit etwas mehr Zeit auch mit Öffis gehen. Das Auto benutzen wir eigentlich nur für größere Einkäufe, mein Mann manchmal für Dienstreisen, und wenn wir zum Sport fahren, weil die Sporthalle schwer mit Öffis erreichbar ist und uns zu weit zum Radfahren. Eine Nachbarin von mir ist alleinerziehend mit 3 Kindern und hat kein Auto - die kriegt die nötigen Einkäufe auch rangeschafft, kauft halt täglich wenig ein.

    Soweit ich weiß, ist im angelsächsischen Raum die Kinderbetreuung recht teuer, da muss man dann halt entsprechend verdienen, um es sich leisten zu können, aber dafür fängt mit 4 z. B. in England auch schon die Pflicht"Schule" oder Vorschule an, die dann nichts kostet. (Aber das weiß ich nicht so genau.)

    Wenn man keine Großeltern vor Ort hat, muss man sich mit anderen Müttern zusammentun (hat z. B. meine Schwägerin so gemacht, die hat die Kinder am Ende des Studiums bekommen und hatte dann so einen "Betreuungsaustausch" mit der Nachbarin).

    Ich denke, wichtig ist eine tragfähige Beziehung der Eltern und so eine Grundzufriedenheit mit dem Leben, dann sind die Kinder und die Eltern auch glücklich.

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    AW: Braucht es für ein Kind einen bestimmten "Lebensstil"?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wieso ist das "empfehlenswert"? Ich habe es anders gemacht und habe kein Problem, andere Wege zu empfehlen.
    - Wegen der Mutterbindung (frag da mal die Psychologen)

    - weil Du Dein Kind besser kennst und daher besser beurteilen kannst, ob es sich bei der Fremdbetreuung wohl fühlt.

    - und nicht zuletzt: weil ganz viel Babys lange nicht durchschlafen und das mit Beruf nun wirklich nicht einfach ist.

    Jaa, mein Schwesterherz musste auch nach 6 Wochen wieder arbeiten gehen. Ging nicht anders. Aber sie hätte es wirklich unbeschreiblich gerne anders gehabt.

  9. Inaktiver User

    AW: Braucht es für ein Kind einen bestimmten "Lebensstil"?

    Zitat Zitat von angie2 Beitrag anzeigen
    - Wegen der Mutterbindung (frag da mal die Psychologen)
    Also die Psychologen, mit denen ich zu tun hatte, hatten kein Problem mit der Bindungsfähigkeit meines Säuglings, der heute ein Teenager ist und sich prächtig entwickelt hat.

    - weil Du Dein Kind besser kennst und daher besser beurteilen kannst, ob es sich bei der Fremdbetreuung wohl fühlt.
    Das widerspricht sich doch etwas. Klar kenne ich mein Kind und deshalb weiß ich, ob es ihm gut geht. Es ging ihm gut und deshalb klappte das mit der Fremdbetreuung sehr gut. Es widerspricht also nicht meiner Art mit Kind zu leben.

    - und nicht zuletzt: weil ganz viel Babys lange nicht durchschlafen und das mit Beruf nun wirklich nicht einfach ist.
    Das hat meiner recht früh gemacht und das schöne waren die Hormone, die glücklich machten mit Kind, sodass mir manches viel weniger ausmachte, als es das heute täte. Der Schlafentzug wegen nächtlichem Stillen fiel mir damals nicht so ins Gewicht.

    Jaa, mein Schwesterherz musste auch nach 6 Wochen wieder arbeiten gehen. Ging nicht anders. Aber sie hätte es wirklich unbeschreiblich gerne anders gehabt.
    Ich habe den Kontrast zwischen Heim mit Kind und Beruf mit meinem dortigen Einsatz gemocht und es hat mich sehr zufrieden gemacht.

    So verschieden sind Menschen und sogar Mütter.

  10. User Info Menu

    AW: Braucht es für ein Kind einen bestimmten "Lebensstil"?

    Zitat Zitat von angie2 Beitrag anzeigen
    Jaa, mein Schwesterherz musste auch nach 6 Wochen wieder arbeiten gehen. Ging nicht anders. Aber sie hätte es wirklich unbeschreiblich gerne anders gehabt.
    Und ich bin nach acht Wochen wieder arbeiten gegangen und es hat wunderbar funktioniert!

    Es gibt keine allgemeingültige Regel! Jeder kann das nur ganz allein für sich und sein Kind entscheiden.

    Ich weiß nun nicht, was Du mit der Mutterbindung meinst, vielleicht erklärst Du das noch ein bisschen näher.
    Age is an issue of mind over matter, if you don´t mind, it doesn´t matter.
    Marc Twain

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