Wie geht ihr mit Eurer ungewollten Kinderlosigkeit um? Welche Lebensinhalte sind Euch wichtig, nachdem es mit der eigenen Familie nicht geklappt hat? Führt Ihr trotzdem eine glückliche Ehe? Wie seid ihr dem Kreislauf aus Hoffen und Frust und Traurigkeit entkommen? Freue mich über Eure Erfahrungsberichte.
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28.02.2010, 21:16
Ungewollt kinderlos und trotzdem glücklich? Geht das?
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01.03.2010, 11:39
AW: Ungewollt kinderlos und trotzdem glücklich? Geht das?
Hallo,
diese Diskussion wird auch immer gern in den KiWu-Foren mit KiWuKlinik usw. geführt.
Ich und mein Mann haben den Anspruch an unser Leben, immer glücklich zu sein, Kinder wären nur ein Bestandteil unter vielen.
Wie werden in diesem Jahr es mal mit "künstlicher" Befruchtung probieren (ICSI), aber ohne Stress. Wir wollen es halt versuchen, um die späteren Zweifel auszuschließen (von wegen hätte, wäre, würde evtl.).
Aber auch jetzt haben wir ein tolles Leben, ich vermisse nichts. Und ein Kind wäre nur EIN Grund, das sich unser Leben ändert, aber das kann ja auch andere Gründe haben, wer weiß?! Ich bin sicher, das mein Leben auch ohne Mutter-dasei ein sinnvolles sein wird.
Liebe Grüße, Spatzel
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03.03.2010, 00:25
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03.03.2010, 01:00
AW: Ungewollt kinderlos und trotzdem glücklich? Geht das?
Liebe Ina,
rein statistisch sind kinderlose Ehen nicht unglücklicher als Ehen mit Kindern.
Trotzdem... ein Stachel ist immer geblieben. Wir beide hätten uns eine Ehe ohne zwei Kinder nicht vorstellen können.
Aber wir wurden schon vor 30 Jahren aussortiert....
Letztendlich haben wir dann viele Jahre mit Pubsi-Kindern gelebt, die psychisch krank waren und bei den Eltern nicht bleiben konnten und für eine betreute WG noch zu krank waren. (rein privat - ohne Jugendamt).
Heute denke ich, dass es das Schicksal so für uns vorgesehen hatte, weil wir so noch Reserven für die Kinder hatten.
Und alles im Leben gibt es halt nicht.
Jetzt sind wir beide schon Rentner. Und lieben uns immer noch.
Aber in dem Jahr, als wir erfahren haben, dass es mit den Träumen nichts werden wird... und fast jeden Monat in unserem Umfeld ein Baby zur Welt kam... das war wirklich hart. Ich hab mich für jeden gefreut... aber im Herzen natürlich Trauer getragen.
Meine Freundin hat mir gesagt, eigentlich beneide sie mich fast. Weil die Jahre trainiert haben. Und fast die Ehe über den Jordan gegangen ist. Weil der Kinderwunsch irgendwann ein so großes Thema war.... und auf die Beziehung gar nicht mehr geachtet wurde.
Bei Freunden, die schon heftig am adoptieren waren (wollte mein Mann nie, bei 30 Kindern auf 2.000 geprüfte Ehepaare auch keine wirkliche Option) haben sich nach 10 Jahren doch noch, sogar zwei Mal hintereinander Kinder eingestellt.
Der Mann hat sich dann mit Next entfernt, weil er das Kindergeschrei und das nicht mehr im Mittelpunkt stehen nicht ertragen hat...
Nein, nein, so eine Handlung kann ich mir bei meinem Mann nicht vorstellen...
Ich denke einfach, man muss sein Schicksal annehmen und das Beste daraus machen.
Und demjenigen, an dem es liegt, immer klar machen, dass er das Wichtigste im Leben ist. Und das Thema ansonsten absolut flach halten. Denn derjenige leidet sowieso schon.
Einen Mann, der keine Kinder w i l l, hätte ich allerdings niemals geheiratet.
Liebe Grüße
angie
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04.03.2010, 16:36
AW: Ungewollt kinderlos und trotzdem glücklich? Geht das?
Schöner Beitrag Angie, und gut, daß ihr es gemeinsam durchgestanden habt und euch noch immer liebt.
Mein Mann und ich waren ja "nur" 6 Jahre ungewollt kinderlos ( dann hat es mit einer ICSI geklappt ), aber das Thema hat unsere Beziehung bisher am meisten gefordert und auf die Probe gestellt. Auch weil der Ausweg Adoption für uns beide nicht tragbar war...
@ Spatzl
Viel Glück dabeiWie werden in diesem Jahr es mal mit "künstlicher" Befruchtung probieren (ICSI), aber ohne Stress. Wir wollen es halt versuchen, um die späteren Zweifel auszuschließen
! Aber ich fürchte, um den Stress kommt bei diesem Thema keiner drumherum - es ist eine Gefühlsachterbahn.
Gruß deju
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11.03.2010, 14:36
AW: Ungewollt kinderlos und trotzdem glücklich? Geht das?
>Ich denke einfach, man muss sein Schicksal annehmen und das Beste daraus machen.
so ist es. man hat vermutlich nun mal nur ein leben und das sollte man sich nicht versauen (lassen), sondern es sich so schoen wie moeglich machen.
>Und demjenigen, an dem es liegt, immer klar machen, dass er das Wichtigste im Leben ist.
wir wollten damals gar nicht wissen, an wem es liegt (da kommt naemlich leicht auf, wer denn "schuld" ist). da muss man dann naemlich plan B in der tasche haben . . und das ist meiner meinung nach schwierig.
luciernago
Geändert von luciernago (11.03.2010 um 14:42 Uhr)
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH


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