Antworten
Seite 1 von 13 12311 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 130
  1. User Info Menu

    Bin bald 40 - Mann zieht nicht mit

    Hallo Ihr,

    dachte nie, dass ich das hier posten würde, aber...

    Kurze Vorgeschichte: Ich bin jetzt kurz vor meinem 40. Geburtstag. Meinen Mann habe ich vor vier Jahren kennengelernt.
    Von meiner Seite war von Beginn aus ganz klar (und auch so artikuliert), dass ich noch Kinder haben möchte, er sagte, er auch - mit allem 'drum und dran' in der Kennenlernphase mit Kindernamen rumspinnen etc. Wenn er nein gesagt hätte, wäre das ein Grund gewesen, diese Beziehung überhaupt gar nicht erst einzugehen. Für mich war klar: Ich möchte jetzt eine Familie und es ist der letzte Zeitpunkt.

    Das erste Jahr sträubte er sich dann plötzlich. Da fand ich es noch okay von wegen 'zu schnell' - ging mir ja auch so.

    Aber nach einem Jahr fing ich an, das Thema mal auf den Tisch zu bringen von wegen 'ich bin jetzt 37...wir können nicht ewig warten'.

    Daraufhin war er einverstanden, die Verhütung wegzulassen, aber: Das war's dann auch.
    Ich bin dann ziemlich schnell schwanger geworden, hatte aber eine FG in der 8. Woche.

    Seitdem....waren immer wieder Ausflüchte von meinem Mann. Ich habe regelrecht den Eindruck, dass wir uns gerade um den Eisprung herum immer streiten.

    Wovon ich ABSOLUT die Schnauze voll habe: Er sagt zwar, dass er 'nichts gegen ein Kind hätte' (na SUPER, genauso habe ich mir gewünscht, ein Kind zu zeugen!!!), aber er tut absolut nichts dafür.

    Er kennt meine fruchtbaren Tage nicht. Er redet mit mir überhaupt nur über das Thema, wenn ich es anschneide.

    Wir sind beide sehr beschäftigt im Beruf, da müsste man die fruchtbaren Zeiten gemeinsam planen (und überhaupt KENNEN!), sonst klappt das nicht. Von seiner Seite: Nichts.

    Ein Eisprung nach dem anderen ist vergangen, weil ich gearbeitet habe, oder er gearbeitet hat oder wir gerade Streit hatten oder zu müde waren oder was weiß ich.

    Einige werden jetzt vielleicht sagen 'Ja aber dann verführ ihn doch einfach an den Tagen'.

    Aber erstens: S.o. ist das nicht so einfach bei unserem Lebenswandel.

    Und zweitens (und das ist bestimmt der Hauptgrund) habe ich da einfach keine Lust dann.

    Ich wollte nie ALLEINE ein Kind haben, ich wollte eines GEMEINSAM mit meinem Mann, der sich das auch wünscht und etwas dafür TUT, man gemeinsam plant, die Tage kennt, beide wissen, wann was nötig ist.

    Aber so bleibt alles an mir alleine hängen.

    Ich habe mich jetzt drei Jahre in der Wartschleife gefühlt. Von den drei Jahren oder aber auch 3 mal 12 Zyklen = 36 'Möglichkeiten' überhaupt schwanger zu werden, haben wir schätzungsweise 5 genutzt. Und die haben nicht geklappt - oh Wunder.

    Wir hatten wegen dieses Themas immer wieder Streit.

    Ich habe zwei Punkte im Monat, an denen ich regelrecht depressiv werde: Einmal, wenn ich weiß, der Eisprung ist mal wieder ungenutzt vergangen. Und dann noch einmal, wenn erwartungsgemäß meine Tage einsetzen.

    Und das seit drei Jahren.
    Und jetzt werde ich vierzig.

    Um das Ganze noch so richtig gegen Null zu senken von den Chancen her, habe ich Myome, die eine SS erschweren, wenn nicht überhaupt unmöglich machen (das war wahrscheinlich auch der Grund für die FG vor fast drei Jahren).

    Ich könnte zwischendurch einfach nur schreien und heulen ob der Ungerechtigkeit.

    Die Chancen, mit 40 + großen Myomen schwanger zu werden sind sowieso schon fast null. Warum bekomme ich nicht wenigstens die CHANCE????? Ich habe das Gefühl - und habe ihm das schon mehrmals gesagt - mein Mann 'sitzt das Ganze regelrecht aus'.

    Denn dann muss er nun wirklich nicht mehr lange warten, bis auch die letzte Chance und Wahrscheinlichkeit geschwunden ist.

    Ihm ist das - wenn er auch nicht wirklich dagegen ist - anscheinend relativ egal. Ich denke nicht, dass er überhaupt Kinder möchte oder damals in aller Ernsthaftigkeit darüber nachgedacht hat.

    Da kommt dann mein nächster Hass: Er ist 3 Jahre jünger als ich. Und ein Mann. Wenn wir uns trennen, kann er locker in 10 Jahren noch Kinder zeugen, ohne zu alt dafür zu sein.

    Aber mir versaut er durch sein Verhalten meinen absoluten Lebenstraum. Für mich heißt sein Verhalten 'lebenslänglich'.

    Das begreift er anscheinend nicht, auch nicht, was für eine Wucht für mich dahintersteht.
    Er sitzt einfach da und wartet.

    Ich habe ihm vor einigen Wochen schon einmal gesagt, dass unsere Beziehung darunter kaputtgehen wird (was er nicht möchte).

    Er sagt, er wäre gerne mit mir mit oder ohne Kinder glücklich....hahaha!!!!!!
    Wenn wir keine Kinder bekommen KÖNNTEN, wäre das etwas anderes. Wenn wir es denn probiert hätten.

    Aber diese drei Jahre Zyklus für Zyklus für Zyklus verstreichen zu sehen, weil es ihm einfach nicht wichtig ist, haben mich mürbe gemacht, ich habe zwischendurch einen regelrechten Hass.

    Nun zu meiner Frage...

    Ich bin wie gesagt bald vierzig.

    Ich habe nun beschlossen, mich nicht mehr von meinem Mann abhängig zu machen. Er hat mich seit drei Jahren hängenlassen mit meinem Kinderwunsch und vertreibt mir damit meine letzten fruchtbaren Jahre....

    Ich denke jetzt ernsthaft daran, die Möglichkeit der künstlichen Befruchtung zu nutzen.

    Ganz ehrlich: Diese Beziehung ist eh im Eimer, wenn es so bleibt wie es ist und ich deshalb kinderlos bleibe.

    Und: Beziehungen kann man immer wieder eingehen im Leben. Aber Kinder kann ich bald definitiv nie in meinem ganzen Leben bekommen.

    Ich hatte es mir anders gewünscht, aber ich möchte mir nach diesen total frustrierenden Jahren wenigstens eine minimalste Restchance einräumen, wenn mein Mann es schon nicht tut.

    Könnt Ihr mir da Tips geben? Wo kann ich mich da hinwenden? Ich höre immer wieder Dänemark? Hat jemand hier Erfahrung mit künstlicher Befruchtung / Samenspende?

    LG
    Hanna_h
    Geändert von Hanna_HHH (21.12.2009 um 12:20 Uhr)

  2. User Info Menu

    AW: Bin bald 40 - Mann zieht nicht mit, will mich künstlich befruchten lassen

    Ich habe regelrecht Angst, mir deinen Unwillen zuzuziehen, dass ich keine professionellen Tipps habe, was die künstliche Befruchtung anbelangt, aber dein Post hat mich doch so verwundert, dass ich trotzdem frage: redest du nicht mit deinem Mann darüber, wie es dir geht und was du willst und dir wünschst? Ich verstehe ja, dass es frustrierend ist über drei Jahre hin immer wieder der Chance zuzusehen, wie sich sich verflüchtigt, aber diese Wut, wo kommt die denn her und taucht die auch in anderen Zusammenhängen auf? Wie willst du ein Kind groß ziehen mit dieser Art des "ich will ich will ich will-stapf"? Und geht es dir kein bisschen darum, ein Kind mit deinem Mann zu haben?
    Sehnsucht............... Weltschmerz...............Eleganz

  3. User Info Menu

    AW: Bin bald 40 - Mann zieht nicht mit, will mich künstlich befruchten lassen

    Hallo Mirage,

    ich habe immer wieder mit ihm drüber gesprochen - hatte ich im Post ja auch erwähnt. Immer wieder habe ich das angesprochen. Er weiß, wie wichtig mir das ist. Nur: IHM ist es nicht so wichtig. Ihm ist es nicht wichtig, wenn ein Eisprung nach dem anderen vergeht. Ihm ist es nicht wichtig, wenn meine letzten fruchtbaren Jahre bald vorüber sind - auf lebenslänglich. Ihm ist es nicht wichtig, ob wir Kinder haben oder nicht.

    Und es ist ja nun mal so: Normalerweise klappt das nun mal, nicht alleine schwanger zu werden. Ich stehe aber alleine da mit dem Wunsch in dieser Beziehung. Und mit der tickenden Uhr. Und mit der monatlichen Erinnerung, dass meine Zukunft bald auf immer 'kinderlos' heißen wird. Dass ich nie ein eigenes Kind haben werde. Dass ich nie schwanger sein werde. Dass ich irgendwann alt sein werde und keine Kinder in die Welt gesetzt habe. Dass ich zwar Beziehungen hatte, aber keine eigene Familie.

    Für eine Beziehung kann einem niemand eine Garantie geben - nie. Auch nicht dafür, dass diese Ehe in 20 Jahren noch besteht.
    Aber dafür, dass ich auf immer kinderlos bleibe, gibt es bald eine Garantie.

    Ich liebe meinen Mann sehr. Das macht es ja fast noch schwieriger bzw. hat es ja gerade noch frustrierender gemacht für mich die letzten Jahre. Ich wollte nie 'ein Kind', sondern ich wollte immer eine FAMILIE. Eine Familie! Das ist etwas völlig anderes. Mit Mutter, Vater, Kind. Und Mutter und Vater, die sich ein Kind wünschen. Da gemeinsam drauf hinfiebern. Und mit diesen Voraussetzungen bin ich in diese Beziehung gegangen. Und habe dann festgestellt, dass es für ihn für doch nicht so wichtig ist. Dass er nicht mit mir darüber spricht. Dass es irgendwie an mir hängenbleibt. Ich fühle mich seit Jahren völlig ohnmächtig. Ich bin mit diesem Wunsch ja nun mal angewiesen auf ihn. Aber er tut nichts. Verlassen wollte ich ihn aber auch nicht, weil ich ihn liebe. Aber das hat mich zermürbt. Und ja: Meine Wut ist immer größer geworden. Hier geht es nicht um den Kauf eines Hauses oder einen Urlaub darum, den Job zu wechseln oder ein neues Hobby, und dass er das im Moment nicht will oder kein Interesse daran hat. All so etwas kann man später noch machen oder ... es rückgängig machen. Das Haus verkaufen, den Job wieder zu wechseln, das Hobby zu ändern.

    Hier geht es um eine absolut endgültige 'Entscheidung', die für das ganze Leben gilt. Die letzte Möglichkeit für mein gesamtes weiteres Leben. Und langsam bin ich so weit, dass ich es nicht mehr ertrage, dass mir ein Mensch - auch wenn es mein Mann ist und ich ihn liebe - diese Möglichkeit lebenslänglich verbaut. Denn das ist es, was gerade passiert. Was ist, wenn wir uns in fünf Jahren trennen? Er kann dann jederzeit noch mit jemand anderem eine Familie gründen. Ich werde diese Chance nicht mehr haben. Mein Leben lang.

    Auf Deine Frage, "ob es mir denn kein bisschen darum geht, ein Kind mit meinem Mann zu haben" musste ich echt fast lachen. Ebenso über das "ich-will-stapf". Da fällt mir echt nix zu ein.

    Gruß
    Hanna

  4. Inaktiver User

    AW: Bin bald 40 - Mann zieht nicht mit, will mich künstlich befruchten lassen

    Zitat Zitat von Hanna_HHH Beitrag anzeigen
    Ich wollte nie 'ein Kind', sondern ich wollte immer eine FAMILIE. Eine Familie! Das ist etwas völlig anderes. Mit Mutter, Vater, Kind. Und Mutter und Vater, die sich ein Kind wünschen. Da gemeinsam drauf hinfiebern. Und mit diesen Voraussetzungen bin ich in diese Beziehung gegangen.
    wolltest Du das wirklich schon immer ?

    denn kennenlernen mit 36 (oder gerade noch 35) - da ist dann ja schon sehr große Eile angesagt, die eine junge Beziehung sehr belasten kann - und die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht mehr klappt, ist schon ziemlich groß (wenn man mit 35 anfängt zu basteln, schon 25% - und das steigt von Jahr zu Jahr.).

    haderst Du nicht vor allem mit Dir selbst, wie Du Dein Leben gestaltet hast?


    und - wie oft habt Ihr denn Sex miteinander, wenn gerade keine Eisprungzeit ist?
    wirklich loslassen und laufenlassen und keinen Druck zu machen wäre ja auch eine Alternative, die die Wahrscheinlichkeit vermutlich nicht senken würde, so wie Du das beschreibst.

    Gruß, Leonie

    die 10 Jahre lang "gebastelt" hat - ohne Erfolg. Allerdings in einer ganz anderen Situation, denn ich hatte da schon Kinder, das ist natürlich nicht vergleichbar. Aber wie das ist mit der Warterei und Rechnerei - das weiß ich gut.

  5. Inaktiver User

    AW: Bin bald 40 - Mann zieht nicht mit, will mich künstlich befruchten lassen

    Leonie, man kann durchaus "schon immer" Familie gewollt haben und trotzdem dem passenden Menschen nicht begegnet sein. Trotz der Dinge, die man selbst beeinflussen kann, gehört dazu ja auch einfach ziemlich viel Glück. Und das hat nicht jeder.

  6. User Info Menu

    AW: Bin bald 40 - Mann zieht nicht mit, will mich künstlich befruchten lassen

    Hallo Leonie,

    für mich war schon immer klar, dass ich Familie möchte, ja.
    Das gehört für mich zum Leben dazu.

    Ich habe viele Beziehungen gehabt, die nicht wirklich glücklich waren und/oder in denen ich mir kein Kind hätte vorstellen können und wollen.
    Will sagen: Wenn es mir nur um 'ein Kind für mich' gegangen wäre, hätte ich mehr als genug Möglichkeiten gehabt in meinem Leben. Aber siehe oben: Ich wollte nie 'ein Kind', nur um ein Kind zu haben. Ich wollte immer eine Familie. Und natürlich war dann mit Mitte dreißig klar, dass es nun aber wirklich langsam mal Zeit wird. Ich habe ganz konkret einen Partner für eine Familie gesucht. Aber noch mal: nicht als 'Samenspender', sondern als Partner, Familienpartner, jemanden der denselben Wunsch hat, dieselbe Vorstellung einer gemeinsamen Zukunft hat. Als ich meinen Mann kennengelernt habe, haben wir beide gesagt, dass wir Kinder möchten. Und ... ich wollte auch wirklich welche mit IHM. Wenn er gesagt hätte, dass er keine Kinder möchte, wäre ich die Beziehung aber - auch bei aller Verliebtheit - nicht eingegangen.
    Zu dem Thema gibt es ja genug Stränge hier. In so einer grundsätzlichen Lebensfrage sollte man sich einig sein. Und ich dachte, das wären wir. Wenn Du dann feststellst, dass es völlig anders kommt als erwartet und geplant, dann ist das schon enorm enttäuschend in jeder Beziehung. Wenn es sich dann aber noch um so eine grundlegende Frage wie 'überhaupt noch Kinder im Leben oder nicht' handelt...

    Nein, ich hadere nicht damit, wie ich mein Leben gestaltet habe. Da bin ich sogar recht stolz drauf.

    Und ich weiß auch, dass es - ebenso wenig wie für eine Beziehung - keine Garantie dafür gibt, dass ein Paar überhaupt Kinder bekommt.
    Jetzt mal abgesehen vom Alter - dafür kann es ja noch zig andere Gründe geben. Und ich könnte / müsste mich damit auch arrangieren, wenn es denn so wäre.

    Worum es mir geht, ist dass wir nicht an einem Strang ziehen. Dass ich mich nicht ernst genommen fühle. Dass ich mich mit meinem Wunsch 'ausgeliefert' fühle. Dass ich angewiesen bin und keine Unterstützung bekomme.

    Wie gesagt - die Chancen, dass es überhaupt noch klappt sind in meinem Alter und mit der gesundheitlichen Vorgeschichte doch sowieso extrem gering. Wenn es nicht mit Kindern klappt, dann muss ich mich damit abfinden. Damit würde ich nicht hadern.

    Womit ich aber hadere ist, nicht einmal die Chance bekommen zu haben, es überhaupt zu probieren in den letzten Jahren in denen es grundsätzlich überhaupt noch möglich wäre. Das macht mich irrsinnig wütend.
    Damit hadere ich. Das finde ich unfair. Da fange ich wirklich an, vor Wut mit dem Fuß aufzustampfen...

    Leonie..ich habe alles versucht. Ich habe es 'laufenlassen', lange Zeit überhaupt keinen Druck gemacht. Irgendwann habe ich Druck gemacht - weil nichts passiert ist und ich die Uhr gehört habe. Ich habe immer wieder drüber gesprochen. Ich habe immer wieder gesagt, dass ich drunter leide und uns die Zeit wegläuft.

    Jedes mal, wenn ich mal wieder richtig am Ende war, hatten wir einen Riesenstreit. Mein Vorwurf ist ja (seit Jahren), dass er sich darum überhaupt nicht kümmert. Er weiß ja nicht mal, wann die fruchtbaren Tage sind. Er plant dann (zufällig) andere Sachen, ist gar nicht da oder was weiß ich. Und ich bin jeden Monat total frustriert. Was soll ich machen - soll ich ihn jeden Monat per Karte informieren?

    DAS ist, was mich belastet: Dass es ihn nicht zu interessieren scheint, obwohl er weiß, wie wichtig mir das Thema ist. Dass wir das nicht gemeinsam machen.

    Ich glaube ihm, dass er wirklich nichts gegen Kinder hat.
    Dass er keinen so starken Kinderwunsch hat wie ich kann ich ihm nicht vorwerfen, den kann man ja nicht erzwingen.

    Aber dass er weiß, wie wichtig mir das ist und er mich trotzdem damit allein lässt - im wahrsten Sinne des Wortes - das verletzt mich irrsinnig. Und es tötet meine Liebe Stück für Stück ab. Weil ich mich von ihm abgelehnt bzw. nicht ernst genommen fühle.

    Ich glaube ganz ehrlich, darin liegt noch mehr Wichtigkeit als in der Tatsache, ob ich denn wirklich noch schwanger werde oder nicht.

    Und immer wieder Enttäuschungen... Nach einem großen Streit über das Thema, hat er seinen Kalender rausgeholt und gesagt, ich solle ihm jetzt mal sagen, wann denn überhaupt die Tage sind. Die hat er sich eingetragen... und dann war wieder nichts. Ist irgendwie untergegangen. Und wieder ein Monat, in dem ich einfach nur total enttäuscht war.
    Wir waren dann mal bei einer Paarberatung. Da habe ich gesagt, dass diese Beziehung für mich auf fünf vor zwölf steht. Dass ich das nicht mehr ertrage - diesen monatlichen Frust und meine steigende Aggression. Bei der Beratung hat er gesagt, dass er zum ersten mal verstünde, wie wichtig mir das Thema wirklich ist.
    Hinterher kam er zu mir, nam mich in den Arm und sagte 'hey...das bekommen wir noch hin mit einem Kind...'. In dem Moment habe ich ihn so geliebt dafür. Und dann kam der nächste Zyklus und ... nichts. Keine Nachfrage, kein Ansprechen des Themas. Ich bin es leid, davon anzufangen.

    Ich möchte nicht jeden Monat wie eine Bittstellerin zu ihm laufen. Dann wird's nämlich echt zur Samenspende. Aber wenn ich nichts tue, passiert auch nichts - so wie in den letzten Jahren.

    Ich will nicht 'seinen Samen', ich wünsche mir und habe mir die ganze Zeit gewünscht, dass wir gemeinsam eine Zukunft planen. Wir haben irgendwann mal über die Möglichkeit eines Pflegekindes gesprochen. Auch wenn mich der Gedanke sehr wehmütig macht, vielleicht wirklich nie eigene Kinder zu bekommen - mal einen dicken Bauch zu haben, eine Schwangerschaft zu erleben - könnte/müsste ich mich damit abfinden. Ein Pflegekind könnte ich mir gut vorstellen - siehe oben. Ich möchte eine FAMILIE. Witzigerweise hat er das Thema angesprochen und dass er die Möglichkeit Pflegekind sehr gut fände. Dasselbe: In dem Moment habe ich ihn sehr geliebt. Denn ich hatte das Gefühl, wir planen eine gemeinsame Zukunft. Eine Familie. Eigentlich war verabredet, dass er sich mal vorsichtig zu dem Thema erkundigt (es war mir wichtig, dass ER da jetzt mal einen Schritt macht). Auch das ist dann wieder im Sande verlaufen.

    Ist das so schwer zu verstehen, dass man eine Familie möchte und mit 40 nicht mehr einfach in den Tag hineinleben? Ist das so schwer zu verstehen, wenn einen das wütend macht, wenn man realisiert, dass diese Möglichkeit bald weg ist?

    Grüße
    Hanna_H
    Geändert von Hanna_HHH (21.12.2009 um 11:48 Uhr)

  7. User Info Menu

    AW: Bin bald 40 - Mann zieht nicht mit, will mich künstlich befruchten lassen

    Hallo Hanna,

    darf ich Dich fragen, was genau nun Deine Frage hier an uns ist?

    Ich kann Deinen Frust verstehen, auch Deine Wut, aber ich habe den Eindruck, daß Du die ganze Kinderwunschproblematik etwas ungezielt und widersprüchlich angehst. Denn einerseits

    - scheinst Du überzeugt davon zu sein, daß Du altersmäßig und myomtechnisch sowieso kaum Chancen auf eine Schwangerschaft hast und
    - andererseits regst Du Dich wahnsinnig darüber auf, daß Dein Mann an fruchtbaren Tagen nicht mit Dir schläft.

    Und überhaupt: Wenn die Myome in Deiner Gebärmutter aller Wahrscheinlichkeit nach eine Schwangerschaft verunmöglichen würden, dann würde ja auch eine künstliche Befruchtung nix nutzen, oder?

    LG Kyria

  8. User Info Menu

    AW: Bin bald 40 - Mann zieht nicht mit, will mich künstlich befruchten lassen

    Hallo Kyria,

    vielleicht habe ich wirklich gar keine Frage, sondern will mal meinen Frust ablassen bzw. mich mal sortieren. Oder die Frage 'was würdet Ihr tun'.

    Ich sehe darin keinen Widerspruch, dass ich einerseits kaum Chancen auf eine Schwangerschaft sehe und mich andererseits drüber aufrege, dass wir nicht wenigstens die minimalen Chancen nutzen. Eigentlich sogar im Gegenteil.

    Drücke ich mich denn so schwer verständlich aus? Ich hätte gerne wenigstens die Chance, es zu probieren. Und ein Interesse daran von meinem Partner.

    Und da wir das nicht tun, nagt das für mich an der Beziehung. Vielleicht hätte ich den Thread eher im Beziehungsforum einstellen sollen. Wahrscheinlich geht es eher darum.

    Mein Gefühl ist, dass ich aus dieser Warteposition raus will. Dass ich mich im Regen stehen gelassen fühle mit einem Thema, das ich naturgemäß gar nicht alleine lösen kann. Es sei denn, ich greife wirklich zu solchen Mitteln wie einer künstlichen Befruchtung. Das war nie, was ich wollte. Aber dieses 'Warten' und nichts passiert, das ruiniert mein Selbstwertgefühl und unsere Beziehung.

    So, ich habe jetzt auch mal den Titel geändert. Ist wohl treffender so.

    Hanna
    Geändert von Hanna_HHH (21.12.2009 um 12:21 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: Bin bald 40 - Mann zieht nicht mit, will mich künstlich befruchten lassen

    Hallo Hanna,

    es ist echt verflixt schwierig: Du kannst Deinem Mann genauso wenig einen Kinderwunsch einpflanzen, wie Du Deinen eigenen wegmachen kannst.
    Man hat entweder einen Kinderwunsch oder man hat ihn nicht.

    Du kannst nur abwägen: Was ist Dir wichtiger: Deine Ehe, die Zweisamkeit mit einem Mann oder ein Kind? Und dabei die Fakten betrachten:

    - die Chance auf ein eigenes Kind schätzt Du selbst als gering ein
    - die Chance auf ein Pflegekind wäre vermutlich größer, das müßtest Du aber wirklich wollen (und vorher wahrscheinlich die Hoffnung auf ein eigenes Kind fahren lassen, oder?) und Dein Mann müßte mitziehen.

    Was würde ich tun? Ich würde mich genau mit dieser Frage an meinen Partner wenden. Würde einen bestimmten Zeitpunkt und einen ruhigen, geschützten Rahmen für ein Gespräch mit ihm suchen. Ihm vorher sagen, daß ich über das Thema bei diesem Gespräch mit ihm reden möchte.


    Ihm keine Vorwürfe machen, sondern versuchen,erstmal rauszukriegen, was er will, wo er momentan steht. Und dann versuchen, einen Kompromiß zwischen seinen und Deinen Wünschen zu finden.

    An Deiner Stelle würde ich Deinen Mann fragen, ob er evtl. dazu bereit wäre, ein oder zweimal künstliche Befruchtung zu versuchen.

    Oder ob er sich evtl. vorstellen könnte, ein Pflegekind anzunehmen.

    Falls Dein Mann aber wirklich kein Kind möchte (kein eigenes und kein Pflegekind), dann bleibt Dir letztlich doch nix anderes übrig, als das zu respektieren, oder?

    Denn Dich zu trennen und alleine ein Kind bzw. Pflegekind zu bekommen, wäre doch keine Alternative für Dich oder doch?

    LG Kyria

  10. User Info Menu

    AW: Bin bald 40 - Mann zieht nicht mit, will mich künstlich befruchten lassen

    Hallo Kyria,

    meine Ehe ist mir sehr, sehr wichtig. Aber sie bekommt langsam Schlagseite durch diese ständige Frustration meinerseits.
    Ich baue Ressentiments auf. Und wie soll dann die Ehe weitergehen? Wie gesagt, mit Kinderlosigkeit müsste ich mich abfinden. Aber mit diesen Ressentiments und dieser Wut?
    Noch mal mit ihm sprechen? Ich habe das schon so oft probiert - ruhig, nicht ruhig, distanziert, mit Ankündigung, unemotional, ohne Vorwürfe. Aber wenn sich daraufhin nichts ändert?

    LG
    Hanna_H

Antworten
Seite 1 von 13 12311 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •