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    AW: Freundschaften zwischen Eltern und Kinderlosen

    Zitat Zitat von Chaoskaiserin Beitrag anzeigen
    ich habe kurz per Messanger (Coronabedingt eh unser Hauptkommunikationsmittel, persönliche Treffen gehen aus zeitlichen Gründen nicht) was bei mir alles los ist (sachlich, ich will ja die Leute nicht mit Jammern vergraulen), und geschrieben dass ich mir wünschen würde, wenn ich neben den ganzen Klagen über die schwierige Situation der Eltern auch ab und zu gefragt werden würde wie s mir geht, dass man mir mal eine halbe Stunde zuhören könnte oder mich fragen würde, ob ich mal etwas unternehmen möchte.
    Ich kann mich den Vorschreibern nur anschließen - das war eine nicht-gelungene Art von Kommunikation!

    Es wurde ja schon viel dazu geschrieben- ich möchte noch direkter auf das von mir fett hervorgehobene "sachlich" eingehen.
    Ist denn deine Thematik sachlich?
    Ist die Unterstützung, die du dir wünschst- eine sachliche?

    Oder ist es nicht vielmehr so, dass du dir tiefe emotionale Zugewandtheit wünschst?
    Jemanden, der dir mit Herz und Ohr zuhört- der deine Sorgen und Gedanken ernst nimmt und vor allem deine seelische Belastung erkennen kann (dass man körperlich am Ende sein kann- versteht beinahe jeder, dem man erzählt).

    Du gibst also sehr unklare Botschaften ab- oder frag dich mal, wie es auf dich wirken würde, wenn jemand ganz kühl und rational sagen würde "ich brauche Zuwendung"- wie angesprochen wird man sich fühlen? Wie einladend wirkt so etwas? Oder wie wenig, möchte man sich auf so etwas einlassen- weil der andere nun mal nur nach seinen Worten bedürftig klingt, aber nichts anderes rüberkommt?

    Hier bringe ich auch- ganz wichtig- und auch schon erwähnt- das Medium Handy ins Spiel.
    Das ist wahrlich kein Medium, um Herzensdinge anzusprechen oder zu klären- dafür ein super Medium, um Missverständnisse und Verletzungen zu produzieren.

    Ich denke da immer- sagt man denn das erste "ich liebe dich" auch über whatsapp, oder ist einem nicht total wichtig, dass es richtig rüberkommt und man auch die Reaktion hautnah (im wahrsten Sinne des Wortes) erleben will?
    Und so sollte man es immer halten, wenn einem emotional etwas wichtig ist und man es ansprechen möchte.

    Ob es wirklich einen Weg gibt, bei dem du mit den "Eltern" in einem guten Kontakt bleibst, kann dir keiner sagen.
    Die einen können gut ohne ihre Kinder weiterleben und reden, andere kommen aus diesem Sog nicht raus.
    Wenn die Kinder älter werden, wird es oft leichter, weil die Eltern nach den ersten Jahren "viel Kind", auch wieder das alte Leben schätzen lernen- aber auch da gibt es keine Garantie.

    Mach es, wie hier vorgeschlagen.
    Sprich die Personen direkt und im Gegenüber an und sage ihnen ganz konkret, WAS du von jedem einzelnen möchtest (da Menschen unterschiedlich sind, können die Unterstützungen ganz unterschiedlich sein).
    Und mach dir auch vorher klar, was du brauchst. Vielleicht ist es nur ein Loswerden- ohne einen Lösungsvorschlag, vielleicht soll einer nur einmal deine Tränen aushalten.......manchmal brauchen wir viel weniger als es scheint und wenn wir das konkret aussprechen können, kann auch die Angst vor einem Zuviel (denn man weiß ja nicht, was auf einen zukommt) gehen.

    Also ein neuer Anlauf und zeige dich ruhig emotional- seit wann ist Emotionalität Drama?
    Dass du das so einordnest könnte bedeuten, dass du lange nichts sagst, weil du eben nicht als "Dramaqueen" gesehen werden willst- das ist dann aber nur deine Wertung.

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    AW: Freundschaften zwischen Eltern und Kinderlosen

    Ich schätze mal, dass es mit einem: ich habe gerade ein Problem, können wir reden? nicht getan ist.

    Ich glaube, dass die Freundinnen sehr auf sich und die Familie konzentriert waren und gar nicht mitbekommen haben, was bei Chaoskaiserin los ist/war. Das ist ja bei ihr kein aktuelles Problem, das plötzlich hochgeploppt ist.

    Chaoskaiserin dagegen hatte immer ein Auge auch auf das Leben der Freundinnen und dort Hilfe angeboten (ihre Definition von Freundschaft). Jetzt ist sie enttäuscht, dass das nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Dazu würde dann ihre Nachricht passen.

    Chaoskaiserin, trifft das deine Situation?

    Wenn ja: Abgrenzen. Konzentriere dich auf dich, bündele deine Kräfte für dein Leben und lass die anderen ihr Leben selbst wuppen, du bist nicht für deren Wohlergehen verantwortlich. Wenn dazwischen noch Freundschaft möglich ist: wunderbar. Wenn nicht, dann vielleicht später wieder. Oder halt auch nicht.

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    AW: Freundschaften zwischen Eltern und Kinderlosen

    Ich habe gerade gesehen, dass du schon einige Stränge zum Thema Abgrenzung, eigene Bedürfnisse artikulieren und Freundschaft hast. Haben dir die Stränge weitergeholfen? Hat es da eine Entwicklung gegeben?

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    AW: Freundschaften zwischen Eltern und Kinderlosen

    Zitat Zitat von meistens-heiter Beitrag anzeigen
    Hmm, mir kommen deine Freunde ziemlich egozentrisch vor.

    Als meine Kinder klein waren, war ich froh um jedes Gespräch was sich nicht um die Konsistenz ihrer Ausscheidungen oder ähnliche wichtige Probleme drehte.

    Daher meine ich, deine Freunde wollen einfach nichts von deinen Problemen hören.

    Vielleicht solltest du mal etwas Abstand nehmen, neue Bekanntschaften schließen.

    Leider gehen Freundschaften über das Kinderthema manchmal auch auseinander.
    Auf alle Fälle würde ich das so machen ... und tschüss !!!
    wer keine Zeit für mich hat, der kann mir auch gestohlen bleiben .. immer nur helfen, Verständnis zeigen und selber nichts zurückgeben können, an Zeit und Zuwendung ..
    „Glück ist keine Station,
    bei der man ankommt,
    sondern eine Art zu reisen.“

    Margaret Lee Runbeck

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    AW: Freundschaften zwischen Eltern und Kinderlosen

    Zitat Zitat von aurora18 Beitrag anzeigen
    Auf alle Fälle würde ich das so machen ... und tschüss !!!
    wer keine Zeit für mich hat, der kann mir auch gestohlen bleiben .. immer nur helfen, Verständnis zeigen und selber nichts zurückgeben können, an Zeit und Zuwendung ..
    Warum gleich so hart?
    Diese Sichtweise ist genau das- nur eine Sichtweise, bei der keiner sagen kann, ob das so "richtig" ist.

    Wir reden doch hier von Freundinnen, die sich schon seit vielen Jahren kennen.
    Nur weil nach so einer missglückten Kommunikation (self-made noch dazu) diese Freundinnen nicht gleich "hierhin" brüllen, soll man sich umdrehen und gehen?

    Bis jetzt gab es nur diese eine Art von Verhalten- die TE hat gegeben und war da.
    Wurde sie gezwungen?
    Wurde das wortlos erwartet?
    Ist sie Sklavin der Freundinnen?

    Hat sie je selbst nach Hilfe gefragt? -( in einem Sinn, der für alle verständlich ist)

    Nur weil es seit Jahren so eingespielt ist, muss es nicht so bleiben.
    Andersherum (provokativ) gefragt- warum wird denn jetzt erwartet, dass die Freundinnen sofort springen- obwohl das noch nie erwartet oder erfragt worden ist?

    Was wissen diese Freundinnen überhaupt von den Gedanken, Sorgen, Überlegungen der TE?
    Hat sie sich je gezeigt?

    Ich finde es maßlos übertrieben- sofort Beziehungen zu beenden, nur weil der andere sich nicht so verhält, wie man es selbst gerne hätte.
    Darf der andere auch die Chance bekommen, zu verstehen- um was es geht?
    Mit dem, was bisher geschrieben worden ist- konnte das noch nicht mal im Ansatz geschehen.
    Und jetzt sind die anderen die Bösen??
    Verdrehte Welt und dann sich wundern, dass man ja soo alleine und einsam ist..........-- so ein Gedanke folgt dann sehr schnell.

    Wenn man sich offen gezeigt hat, offen geredet hat-- und zwar EINZELN mit jedem und ganz sicher nicht in einer Gruppe oder gar übers Handy!! - und man alleine stehen bleibt, DANN kann man sich umdrehen und gehen.
    Aber noch ist hier aber auch ALLES möglich und es wäre sehr traurig und schade (für alle), wenn das nun nach so einer Reaktion, alles in die Tonne gehauen würde.

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    AW: Freundschaften zwischen Eltern und Kinderlosen

    Ich finde nicht, dass Du falsch mit den Freundinnen kommuniziert hast und wäre an deiner Stelle auch wütend und enttäuscht über die Antworten gewesen. Viele Menschen ziehen sich fast komplett in ihre Familien zurück sobald Kinder da sind. Du scheinst deine Freundinnen trotz dieser Situation immer unterstützt zu haben und erhältst nun nichts zurück. Ich würde mich an deiner Stelle zwar noch nicht von den Freundinnen verabschieden, aber mich zurückziehen (das muss meiner Meinung nach nicht passiv-aggressiv ablaufen, du kannst ja auch ankündigen, dass Du enttäuscht über die Antworten bist und dich nun erst einmal zurückziehen wirst). Und ich würde mir sehr gut überlegen, ob ich diesen Freundinnen in Zukunft noch ein einziges Mal helfe. Ich habe auch schon guten Freundinnen beim Umzug geholfen und hatte immer ein offenes Ohr, bis dann eine neue Beziehung am Start war und ich mir dann plötzlich Sticheleien anhören durfte. Ich bin heute leider nicht mehr so hilfsbereit, wie vor fünf Jahren noch...

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    AW: Freundschaften zwischen Eltern und Kinderlosen

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen

    Hat sie je selbst nach Hilfe gefragt? -( in einem Sinn, der für alle verständlich ist)
    Das sollte bei einer Freundschaft nicht nötig sein. Ein Freund spürt, wenn es dem anderen nicht gut geht und fragt nach. Alles andere sind lose Bekanntschaften oder Schönwetterfreundschaften oder wie bei TE Ausnützen von Gutmütigkeit.

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    AW: Freundschaften zwischen Eltern und Kinderlosen

    Zitat Zitat von meistens-heiter Beitrag anzeigen
    Ein Freund spürt, wenn es dem anderen nicht gut geht und fragt nach. Alles andere sind lose Bekanntschaften oder Schönwetterfreundschaften oder wie bei TE Ausnützen von Gutmütigkeit.
    Kommt drauf an. Es gibt Menschen, die ihre eigenen Gefühle und Belastungen nicht nach außen zeigen und sehr stark wirken. Eine langjährige Freundin von mir ist zum Beispiel so. Bei anderen merke ich schnell, dass irgendwas ist, bei ihr aber nicht. Da sind schon konkrete Fragen notwendig…
    Und ja, dann erzählt sie auch ausführlich und gerne, was los ist.

  9. Moderation

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    AW: Freundschaften zwischen Eltern und Kinderlosen

    Zitat Zitat von Chaoskaiserin Beitrag anzeigen
    Was wäre denn eurer Meinung nach (gerne auch von Eltern!) eine passende Reaktion und wie kann man die Freundschaften retten? Geht das überhaupt?
    Ich würde fast alles entschuldigen, aber nicht alles mitmachen.

    Wenn die Frauen oder Paare mit kleinen Kindern gerade nicht können, dann können sie nicht. Ist so. Wenn sie keine Reserven übrig haben und sich deswegen auf ein "du fehlst mir, aber ich kann gerade nicht anders" zurückziehen müssen, dann haben sie keine. Es ist aber nicht deine Verpflichtung, zu können, oder Reserven zu haben, wenn du selber auf dem Zahnfleisch gehst. Steh nicht Gewehr bei Fuß, sondern hol dir die HIlfe und die Kontakte, die du in deiner jetzigen Lebenslage brauchst.

    Denke langfristig, sei freundlich und ehrlich, halte Kanäle offen, laufe nicht schreiend im Kreis, spiele nicht "Four Yorkshiremen". Punkt zwei bis vier ermöglichen dir, dir Freundschaft zu erhalten, bis alle wieder ihren Kopf über den Tellerrand ihrer Anforderungen heben können, Punkt funf und sehs verhindern, daß du dir den Tag verdirbst und Energie verschwendest.

    Es hilft, konkret zu sein und den Leuten individuell zu sagen, was du von ihnen brauchst und was du willst. Und nicht in Meta zu verfallen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Freundschaften zwischen Eltern und Kinderlosen

    Ich sag' jetzt mal

    Hier ist schon viel Kluges geschrieben worden.

    Red' doch nochmal mit der psychologischen Uniberaterin, wie es jetzt gelaufen ist. Vielleicht kann sie Dir weiterhelfen.

    Und klar kann das Schreiben der Promotion einen emotional und kräftemäßig bis an die Grenzen bringen Du bist bestimmt eine tolle, junge Frau und eine gute Freundin

    Jedenfalls mach' jetzt keine Freundinnenbaustelle auf. Du brauchst die Kraft für Dich und kein schwarzes Emotionsloch.

    Toi, toi, toi für Deine Arbeit!
    Hell golden ging die Sonne überm Silbermeere auf, das sich in feinstes Blau tat kleiden. Wo bunte Fischlein in dem tiefen Grunde Zier und weiße Wellenkrönlein obenauf keck reiten.

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