Antworten
Seite 12 von 28 ErsteErste ... 2101112131422 ... LetzteLetzte
Ergebnis 111 bis 120 von 273
  1. Inaktiver User

    AW: Beste Freundin ghostet mich - traurig

    Zitat Zitat von Napfi Beitrag anzeigen
    Und: Mit den meisten Leuten hier wäre ich nicht gerne befreundet.
    Musst du ja auch nicht. Es passt doch nicht jeder zu jedem und was der eine als ein besonderes 'Zuneigungszeichen' ansieht, empfindet ein anderer vielleicht einfach nur als Distanzlosigkeit.

    Was ich nur nicht verstehe, ist, dass ein Mensch einen anderen als "echten Freund" betituliert, ohne ihn wirklich zu kennen.

    Und deswegen völlig "ahnungslos" über dessen Grenzen latscht ... sich aber hinterher schwer wundert, dass der dann irgendwann einmal komplett dicht macht.

    Mir fehlte da auf beiden Seiten das Verständnis für den anderen.


    Kurz und gut: Wo keine wirkliche Zugewandtheit (= das Erkennen und die Berücksichtigung der Gefühle des anderen) vorherrscht, sehe ich auch keine tiefe Freundschaft ... allerdings auch keinen Grund, den anderen nun zu verteufeln.

    Passt halt hinten und vorne nicht
    Geändert von Inaktiver User (26.04.2021 um 07:06 Uhr) Grund: Beitrag gekürzt.

  2. User Info Menu

    AW: Beste Freundin ghostet mich - traurig

    Zitat Zitat von Napfi Beitrag anzeigen
    Ohne alles gelesen zu haben: In meinen Augen klingt das nach einem psychischen Problem. Gerade wenn sie sagt, sie hätte Downphasen und eine schwere Kindheit gehabt.
    *Ohne alles gelesen zu haben* macht eine Einschätzung in der Tat schwierig.

    Und weder zeitweilige Downphasen noch eine schwere Kindheit münden automatisch in psychischen Problemen. Jemandem ein psychisches Problem anzudichten ohne irgend welche konkreten Anhaltspunkte ... das ist in meinen Augen mehr als übergriffig.


    Wenn jemand in eine Freundschaft investiert und ihr jemandem etwas wert seid, dann ist er gleich "böse"?
    Auf diesen Allgemeinplatz hat hier wirklich niemand die Situation reduziert.

    Wobei ich persönlich schon den Begriff der *Investition* nicht in Einklang bringe mit *Freundschaft*, weil er eine berechnende Komponente enthält.


    Eine Freundin organisiert für euch eine Geburtstagsfeier und ihr fändet das übergriffig?
    So simpel ist das nicht, vor allem nicht so verallgemeinernd dargestellt.
    Man sollte sich zumindest sehr sicher sein, dass das auch wirklich im Sinne desjenigen ist, der Geburtstag hat. Wie es in diesem Fall war, wissen wir schlichtweg nicht.

    Die TE hat es so beschrieben;
    *Am nächsten Tag fuhr ich hin, sie war total ahnungslos und wir haben sie und die Familie gepackt und sind zum Restaurant ...*

    Wäre ich der Adressat dieser Überraschung gewesen - mich hätte es mehr als sauer gemacht, dass jemand einfach so über meine Zeit bestimmt. Und dass ich nicht mal Gelegenheit gehabt hätte, mich vorzubereiten, indem ich mich zumindest sorgfältig für eine Feier zurechtmachen kann.

    Die gute Absicht der TE sei mal dahingestellt - aber ich sehe darin auch durchaus eine Gelegenheit zur Selbstdarstellung und empfinde die Aktion der Beschreibung nach als ziemlich plump.


    Zitat Zitat von Napfi Beitrag anzeigen
    Ich würde der TE raten, sich professionell beraten zu lassen, um eine rationale Erklärung dafür zu erhalten.


    ... ganz abgesehen davon, dass das jeglicher Logik entbehrt. Denn jemand, der die Freundin und deren Beweggründe nicht kennt, kann mit Sicherheit nicht zu einer *rationalen* Erklärung beitragen.


    Zitat Zitat von Mitternachtsblau Beitrag anzeigen
    Ich glaube, es ist eine Frage der Wahrnehmung - wenn jemand sehr bedürftig ist, also bedürftiger als der Gegenpart oder die Beziehung anders bewertet als der andere - dann entsteht so ein Gefälle.
    Das denke ich auch.
    Wobei ich es aber nicht nur Bedürftigkeit ist, sondern es sind auch verschiedene Erwartungshaltungen, die eine Freundschaft aus dem Gleichgewicht bringen können.

    Wenn jemand keine Antennen für solche Nuancen hat, dann wird es schwierig, das Problem in Worte zu fassen. In der Theorie ist es immer leicht, von *Konfliktvermeidungsverhalten* zu sprechen, aber in der Praxis sehr diffizil.


    Zitat Zitat von Avocado_Diaboli Beitrag anzeigen
    Ich habe es schon mehrmals erlebt, dass ich mich wohl irgendwie im Ton vergriffen hatte, und plötzlich hörte ich von der anderen Person gar nichts mehr. ........ Am Schluss habe ich einen Brief geschrieben, dass es mir leid tut, wenn ich etwas falsch gemacht haben sollte und mir doch bitte mitgeteilt werden soll, was das Problem ist ...
    Das ist für mich ein gutes Beispiel von irreführender und auch unehrlicher Kommunikation.

    Du selbst (!) hattest erkannt, Dich im Ton vergriffen zu haben.
    Anstatt Dich dezidiert genau dafür zu entschuldigen, soll nun die andere Person das Problem benennen.
    *Wenn ich etwas falsch gemacht haben sollte* trifft es also keinesfalls.

  3. Inaktiver User

    AW: Beste Freundin ghostet mich - traurig

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Wäre ich der Adressat dieser Überraschung gewesen - mich hätte es mehr als sauer gemacht, dass jemand einfach so über meine Zeit bestimmt.
    Und mir wäre die Sache mit der Petersilienhochzeit höchst bitter aufgestoßen.

    Ich hatte aber glücklicherweise auch noch nie "eine Freundin", die es für normal angesehen hätte, mit meinem Mann so etwas urpersönliches wie unseren Hochzeitstag zu organisieren ...

    Ist in meiner Gefühls-Welt einfach nicht denkbar.

  4. Inaktiver User

    AW: Beste Freundin ghostet mich - traurig

    @ Mitternachtsblau

    Danke für diese Geschichte, die viel deutlich macht.


    Du denkst und dachtest, ein "nein" reicht - und dennoch entwickelte sich diese Dynamik - dann reicht ein nein wohl doch nicht....?
    Dabei war doch dein "nein" gar keine wirkliche Grenzziehung sondern immer nur der Auftakt für einen intensiven Austausch, der zwar anstrengend war und immer Kontakt bedeutete.
    Dein "nein" wurde nicht so gehört, wie du es gemeint hast und du hast es auch nicht so "hörbar/sichtbar" gemacht- indem du dich auf weitere Diskussionen eingelassen hast (hier kommt einem gerne die eigene Höflichkeit dazwischen - eigener Anteil).

    ich denke schon, dass du sehr früh hättest etwas sagen können- und zwar ganz konkret.
    Deine Interpretation zu so einem Gespräch ist für dich "erziehen"- was damit absolut nichts zu tun hat.

    Du sagst, was du gerne hättest- und der Gegenüber hat die Freiheit mitzugehen oder es zu lassen.
    Keine Sekunde hat es mit Erziehung zu tun!

    Statt dessen gibst du dem Gegenüber die Möglichkeit etwas zu verstehen- was bis dahin nicht möglich war.

    Und wir können uns sehr darüber ärgern, dass der andere nicht kapiert, nicht versteht, nicht sieht, nicht hört..........denn das wäre doch so einfach für uns! So leicht und unkompliziert.
    Nur können wir uns alle nciht davon freisprechen, dass wir immer wieder mal Gedankenwege entlang laufen, die nur unsere sind und mit dem Gegenüber gar nichts zu tun haben- obwohl wir felsenfest überzeugt sind, dass wir ja ganz nah am anderen dran sind!

    Und klar- es kostet schon Überwindung, dem anderen etwas zu sagen- was er bestimmt nicht toll finden wird.......unsere eigene Einstellung zu vertreten und die Unstimmigkeit im Verhalten des Gegenübers zu benennen.
    Es ärgert einen vielleicht und er sollte das doch von alleine wissen.........oder - in meinen Augen- hat man dann die Ausrede "ich will keinen erziehen"- man kann schon viele Ausflüchte finden um nicht anzusprechen. Letztlich aber doch nur, weil es einem unangenehm ist.

    Meine eigene Erfahrung dazu ist übrigens durchweg sehr gut.
    Natürlich wäge ich ab, ob es mir diese Freundschaft wert ist- aber überall, wo es mir das wert war- waren die Gespräche sehr positiv. Durch den Austausch, die Offenheit und auch das Verstehen - was am Ende auf beiden Seiten da war- hat das das Gefühl der Beziehung gestärkt.
    Übrigens war das nie ein großer Akt- es wurde in einem ruhigen Gespräch von mir angesprochen und nach 10 Minuten war immer alles geklärt.

    Und Mitternachtsblau- ich will keinerlei Vorwurf in allem formulieren- nur unsere Handlungsmöglichkeiten um eine Option erweitern.
    Und auch klarmachen, dass dieses nicht-ansprechen durchaus ne Menge mit uns selbst zu tun hat- wir dem anderen nicht immer anlasten können, dass er uns falsch behandelt- er uns nicht so sieht, wie wir sind.

    lg kenzia

  5. Inaktiver User

    AW: Beste Freundin ghostet mich - traurig

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und Mitternachtsblau- ich will keinerlei Vorwurf in allem formulieren- nur unsere Handlungsmöglichkeiten um eine Option erweitern.
    Und uns aber gleichzeitig die Option "damit will und kann ich mich jetzt nicht mehr auseinandersetzen" nehmen?

    Es ist immer schwierig, den eigenen Weg auch als eine Handlungs-Strategie für andere zu empfehlen.
    Damit tut man, glaube ich, anders Gestrickten keinen wirklichen Gefallen

    Und das sage ich, obwohl dein Weg, die Dinge immer anzusprechen, ganz bestimmt auch meiner wäre

  6. Inaktiver User

    AW: Beste Freundin ghostet mich - traurig

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und uns aber gleichzeitig die Option "damit will und kann ich mich jetzt nicht mehr auseinandersetzen" nehmen?

    Es ist immer schwierig, den eigenen Weg auch als eine Handlungs-Strategie für andere zu empfehlen.
    Damit tut man, glaube ich, anders Gestrickten keinen wirklichen Gefallen
    Ich sehe meine Zeilen nicht als "Empfehlung".

    Ich glaube - auch aus eigener Erfahrung- an das Gute im Ansprechen. Und auch daran, dass wir gerne ausweichen, wenn es für uns unangenehm wird (ich schließe mich da grundsätzlich auch nicht aus).
    Und das schreibe ich.
    Ist einfach eine Sichtweise auf eine Geschichte - was immer man damit machen möchte........auch hier gibts ja die Freiheit es komplett stehen zu lassen.

    Übrigens hatte ich geschrieben, dass ich keinesfalls immer anspreche- ich wäge das für mich sehr genau ab.

  7. Inaktiver User

    AW: Beste Freundin ghostet mich - traurig

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    man kann schon viele Ausflüchte finden um nicht anzusprechen. Letztlich aber doch nur, weil es einem unangenehm ist.
    Das stört mich.
    Das "Ausflüchte" und das "nur" in deinem letzten Beitrag zeigen, dass du wertest.
    Du findest, es reicht nicht aus als Begründung, etwas zu unterlassen. Dass einem etwas unangenehm ist, ist kein guter Grund. Es ist nicht wichtig.
    Letztlich erwartest (forderst?) du von der Partei mit weniger Nähe- und Kontaktbedürfnis, dass sie permanent über ihre eigenen Grenzen latscht, sich zu etwas zwingt und überwindet. Nämlich zum Ansprechen, Ansprechen, Aussprechen, Aussprechen, Erklären, Erklären, Deutlich Werden, Deutlich Werden, Besser Erklären, Besser Erklären, Deutlicher Werden, Deutlicher Werden. ... Um es der anderen Partei, der mit mehr Nähe- und Kontaktbedürfnis recht zu machen.
    Ich finde, das ist eine übergriffige Denkweise.

    Ich finde, dass mir etwas unangenehm ist, reicht im Zwischenmenschlichen vollkommen aus als Grund oder Begründung dafür, es zu unterlassen. Das würde mir im Gespräch mit einem anderen als Begründung ausreichen, und als Begründung vor mir selbst, im inneren Dialog mit mir selbst, reicht es mir auch aus.
    Wenn ich merke, dass mir etwas unangenehm ist, darf ich das einfach lassen.
    Das muss ich nicht rechtfertigen, und ich muss auch keine Ausflüchte suchen.

  8. User Info Menu

    AW: Beste Freundin ghostet mich - traurig

    Zitat Zitat von Napfi Beitrag anzeigen
    Ich würde der TE raten, sich professionell beraten zu lassen, um eine rationale Erklärung dafür zu erhalten. Mir persönlich hilft das sehr. Ein normales Verhalten legt die Dame jedenfalls nicht an den Tag. Entweder sie hat keine Erziehung genossen (gibt es auch) oder aber sie hat irgendein Problem.
    Bei einer professionellen Beratung wäre nicht das Verhalten der Freundin das zentrale Thema, sondern der Umgang der TE mit deren Verhalten. So schlimm ist es nicht um die TE bestellt, dass das notwendig ist. Sie wirkt sehr reflektiert und offen.
    Kommentare wie "so klein machen, dass sie unter der Türe durchgehen kann" würde ich allerdings auch ignorieren.

  9. User Info Menu

    AW: Beste Freundin ghostet mich - traurig

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du sagst, was du gerne hättest- und der Gegenüber hat die Freiheit mitzugehen oder es zu lassen.
    So einfach ist es aber nicht immer.

    Ein Beispiel:

    für meine Freundin und mich war es immer selbstverständlich, dass wir einander etwas zu Weihnachten schenken anlässlich unseres gewohnheitsmäßigen Treffens jeweils am Tag vor Heilig Abend.

    Als wir vor zwei Jahren ein paar Tage vorher per Mail Ort und Uhrzeit vereinbarten, schrieb sie dazu, dass sie noch kein Geschenk hat und keine Lust mehr hat, jetzt noch etwas zu besorgen. Sie meinte, es sei doch sicher ok, wenn wir einander heuer nichts schenken würden.

    Das Geschenk für sie hatte ich schon, habe es ihr aber dann nicht gegeben.

    Ich fand das mehr als befremdlich, denn hier wurde in meiner Wahrnehmung die viel gepriesene Ehrlichkeit in einer verletzenden Weise eingesetzt.

    Angesprochen habe ich sie darauf nie und ich möchte es auch nicht.

  10. User Info Menu

    AW: Beste Freundin ghostet mich - traurig

    Zitat Zitat von Pandamum Beitrag anzeigen
    Sie (edit: die TE) wirkt sehr reflektiert ...
    Hm ... ich persönlich nehme die TE eher so wahr, dass ihr Fokus einseitig ist.

    Sowohl im EP als auch in weiteren Postings geht es vorrangig darum, was sie, die TE, alles für die Freundin getan hat. Zumindest habe ich nichts dazu gelesen, dass dieser Einsatz auf Gegenseitigkeit beruhte.

    Für mich klingt das eher nach einer Freundschaft, die mangels fehlenden Gleichgewichts einfach auf Dauer nicht funktionieren konnte. Kein Mensch möchte immer nur dankbar sein - das beeinträchtigt die Balance automatisch.

Antworten
Seite 12 von 28 ErsteErste ... 2101112131422 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •