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    AW: Sehr enge Freundin trauert um Mutter...und kündigt mir die Freundschaft :(

    Zitat Zitat von mckenzie Beitrag anzeigen
    .... und noch was - Freundschaften zwischen alt und jung kann sehr bereichernd sein.
    Wenn Du den ganzen Strang gelesen hast, dann konntest Du feststellen, dass sich hier auch niemand gegenteilig geäußert hat.

    Die Freundschaft als solche ist auch nicht das Problem.

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    AW: Sehr enge Freundin trauert um Mutter...und kündigt mir die Freundschaft :(

    Zitat Zitat von KaoriNight Beitrag anzeigen
    Sie ist 70.
    Sie hatte ihr ganzes Leben, um zu lernen sich nicht wie ein Kind zu verhalten, wenn sie das wünscht.
    Das ist ihre Vernatwortung. Dir darüber Sorgen zu machen, dass sie es nicht kann, ist deplaziert.
    Indem du dir Sorgen machst, übernimmst du Verantwortung, indem du Verantwortung übernimmst, bleibt sie ein Kind.
    Sie spürt das, so wie du sie spürst.
    Die Frau wusste, dass sie sich von ihrer Mutter verabschiden wird. Es hat sie nicht unerwartet erwischt und sie ist nicht 6 oder 16 und von ihrem Elternteil abhgängig. Natürlich ist da Liebe, Trauer und Verlust. Natürlich ist das hart, egal in welchem Alter. Aber andere so arg mitzuziehen, es an ihnen auszulassen... Nein, das hat SIE in der Hand. Es ist IHRE Verantwortung.

    Es ist wirklich an der Zeit dich zu fragen, was DU in der Situation so gut findest. Denn du findest etwas sehr Gutes drin. Sogar jetzt, wo es doch wehtut und strange ist. Es ist auch eine bewusste Entscheidung, sich so um jemanden zu sorgen, sich so einbinden zu lassen. Für so eine intensive Sache, muss man schon einiges an Raum im eigenen Leben lassen.

    Deine Worte klingen vorerst schön, recht logisch und emotional nachvollziehbar. Auf dem zweiten Blick eröffnet sich allerdings der Eindruck von Mangel. Von Mangel an Vertrauen in die Welt und in die Zukunft, bzws. in deine eigene Genartion (sorry, wenn das jetzt so gross klingt und nein, es bedeutet nicht, ich würde das nicht nachvollziehen können.) Du sorgst dich um eine 70jährige Frau und bist so sehr mit ihrem Innenleben beschäftigt, gar verbunden, dass für ein eigenes Leben: Männer, Freundeskreis, Bekanntschaften etc. gar keinen Platz bleibt. (Ja, das geht alles auch mit Corona.)

    Willst du das so? Auf mich wirkst es wie eindeutiges ja.

    Und noch etwas: Sie kennt dich erst ein Jahr und verlangte dir bereits immens viel ab...

    Warum hat sie sonst keinen. Kam denn niemand sonst? Andere Freundinnen/Freunde?
    Wenn nein, kannst du doch klar davon asgehen, dass dieser Mensch sich auf dich fixiert und von dir einiges abhängig macht. Ich wäre da immer sehr vorschtig. Mich nur von einem aufsaugen zu lassen. Das endet stets toxisch. Egal wie toll der Mensch ja sonst ist.

    Ich finde es krass, z.B. dass du die Nacht geblieben bist, als die Mutter sterben wollte und da Wache gehalten hast. Das ist eine so intime Situation...
    Diese Frauen sind 70 Jahre lang so eng verbunden. Du kennst sie seit einem Jahr...
    Das ist unverhältnismässig. Es sei denn, du fühlst Verantwortung durch deine Gaben...
    Und hier sage ich dir eines als Empath: Lern dich abzugrenzen. Ansonsten müssen es andere tun.
    Auf die harte Weise und für dich unklar, unverstädnlich. Und sehr schmerzlich, nach all em was du gegeben hast.

    Lern zu nehmen. Lern zu gehen. Lern loszulassen.

    Die Frau müsste dir eine Unterstüzung, ein Berater und ein Vorbild sein.
    Nicht umgekehrt.

    Kopf hoch, Kaori
    Danke für deinen Beitrag, das ist eine interessante Perspektive.

    Vielleicht nur kurz, warum ich übernachtet habe: Sie hat mich verzweifelt darum gebeten. Ich habe mich nicht aufgedrängt. Auch als die Mutter starb, wurde ich angerufen. Ich habe das nicht verlangt. Im Gegenteil - es wäre mir anders lieber gewesen, das war - im Nachhinein - keine schöne Erfahrung, die mich auch sehr überfordert hat, genau genommen. Das habe ich erst danach gemerkt. In dem Moment habe ich nicht nachgedacht, sondern habe einfach einem Menschen geholfen, der mir deutlich zu verstehen gegeben hat, dass er meine Hilfe braucht. Ich denke, das hätte jeder fühlende Mensch getan.

    Und zu der Frage, warum sie keine anderen Freunde oder Familie hat: Im Nachhinein wird mir einiges klar. Aber in der Situation sagte sie, dass ihre Freunde sie hängenlassen, weil sie mit der Pflege so eingespannt ist und keine Zeit mehr hat für andere Sachen...

    @Kenzia: Danke für deinen Beitrag! Ich bekomme die Meldung, dass dein Postfach voll ist, wenn ich dir per PN schreiben möchte.
    Geändert von Napfi (14.04.2021 um 19:28 Uhr)

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    AW: Sehr enge Freundin trauert um Mutter...und kündigt mir die Freundschaft :(

    Napfi, keineswegs habe ich gemeint, dass du dich aufgedrängt hättest. Schon in deinem EP waren die Vorgänge deutlich beschrieben. Aber so, mit Distanz betrachtet, musst du schon zugeben, dass du recht schnell in eine sehr eng familiäre Beziehung eingebunden wurdest, die schon hart für dich war. Das kannst du so nicht öfter machen. So für dich. Und nein, m.M.n. hätte das nicht jeder fühlende Mensch ganz so getan. Z.B. ich - wäre sicher hingegangen, hätte getröstet, mich aber selbst von der Situation irgendwann gelöst und z.B. bei mir übernachtet. Einfach um Distanz zu schaffen, aber auch um mich zu regenerieren. So ein grosser Unterschied macht das nicht, wenn man benachbart ist und signalisiert, dass man schon bereit steht, wenn es Veränderungen gibt. Ein anderer hätte das nochmal anders gemacht. Ich will mich auf so ein Detail gar nicht versteifen, sondern damit zeigen, dass du schon 100% da warst für eine so kurze Freundschaft. Das ist einerseits schön, andererseit intensiv und wenn frau da nicht auf sich selbst aufpasst, tut es leider keine andere. Am wenigsten die Leute, denen man gerade hilft. Ansonsten, nimm es als eine intensive und lehrreiche Phase deines Lebens und gut ist. Kaori

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