ihr lieben,
gestern ahbe ich von einer freundin vorgeworfen bekommen, dass ich zu "harsch" über sie urteilen würde....
hier möchte ich gerne nach eurer meinung fragen:
sie ist 32, steht erfolgreich im berufsleben, hat eine 8 jährige beziehung und betrügt diesen freund seit rund 4 jahren mit ihrem chef.
dieser ist 30 (!) jahre älter und macht sie definitiv nicht glücklich. er ist verheiratet, wird nach eigenen angaben seine frau nicht verlassen usw.
sie heult mich seit 3 jahren voll, wenn er mal wieder seit 1/2 tag nicht angerufen hat. oder im urlaub ist und sich nicht alle halbe stunde meldet.....
sie erwartet von ihm dass er ihr sagt, dass er sie liebt, was man(n) ja gerne kurz nach dem sex tut. erwidern tut sie da nichts.
nach ihren angaben geht es ihr in erster linie um die machtposition, die sie angeblich ihm gegenüber hat, eine sache, die ich auch anders sehe. schließlich ist er ihr vorgesetzter.
ihren eigentlichen freund hält sie sich "warm", der darf ihre wohnung aufräumen und mit ihr tv glotzen, wenn ihr langweilig ist.
mittlerweile wohnen sie nicht mehr offiziell zusammen, immerhin, denn früher hat sie mit ihrem lover in ihrem gemeinsamen bett gev.......!
nun, iregndwann, nach einem nicht endenen wollenden vortrag über ihre leiden, ist mir halt der kragen geplatzt und ich habe ihr gesagt, dass ich ihr verhalten total deneben finde.
wieso sie sich über ihre affäre beschwert und sich ständig als opfer sieht, obwohl sie auch täter ist, die affäre aufrichtig ist und ihr keine falsche versprechungen macht.
und dass ich ihr verhalten ihrem eigentlichen freund gegenüber auch mehr als gemein finde.
obwohl ich auch nicht verstehen kann, warum er ihr den hintern nachträgt. angeblich läuft da schon seit 1 jahr nix mehr im bett und er ahnt schon was.......
nun habe ich von ihr den schwaren peter zugeschoben bekommen, als ich meinte, sie soll sich nicht beschweren sonedrn was ändern oder sich mit dem stand der dinge abfinden.
ich schließe oft von mir auf andere. auchdanke ich diskutiere meine probleme gerne.
aber wenn ich merke, dass mir eine situation nicht glücklich macht, ändere ich etwas, was natürlich auch kummer erzeugen kann.
bin aber der meinung, dass ich selber dafür verantwortlich bin, dass es mir gut geht.
und dass ich nicht immer in der opferrolle hocke, sondern aktiv werde muß, wenn ich unglücklich bin.
wie seht ihr das?
wann ist die schonungslose ehrlichkeit in einer freundschaft angebracht?
l
Antworten
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Thema: bin ich zu ehrlich?????
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14.03.2007, 17:21
bin ich zu ehrlich?????
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14.03.2007, 17:37
AW: bin ich zu ehrlich?????
Hallo,
meine Antwort ist ein wenig ambivalent.
Ich denke, ich teile deine Meinung über das Verhalten deiner Freundin und ich würde das auch ehrllich sagen. Ich finde ihre Begründung etwas abstrus von wg. "Machtposition".
Tatsache ist jedoch, dass es sich hier um 3-4 erwachsene Menschen handelt, die alle das Spielchen seit geraumer Zeit mittragen. Deine Freundin und ihr Lover, ihr Freund, denn so treudoof kann doch keiner sein (??) und die Frau des Lovers, denn wenn die Aussag stimmt, dass die beiden im "Dauerkontakt" stehen, dann müsste auch ihr das mehr als nur seltsam vorkommen.
Chef hin oder her, der muss ja wohl im Urlaub nicht 3x tägllich mit ner Mitarbeiterin telefonieren.
Ich persönlich würde meiner Freundin zum einen die Meinung geigen und dann ganz klar sagen, dass ich keine grosse Lust darauf habe, immer die selbe Leier hören zu müssen, dass ich jeder Zeit für sie da bin, wenn irgendwas passiert, dass ich zuhöre, wenn sie Überlegungen anstellt, wie sie aus dieser verfahrenen Situation rauskommt.
Sprich, ich würde ihr sagen, dass meine Türe / Ohren immer offen sind, nur nicht mehr für das "ausgelutschte" Thema.
Desweiteren würde ich persönlich nachbohren, weshalb sie sich nicht von ihrem Freund trennt. Ich finde der Teil der Story hört sich schäbig an.
Desweiteren habe ich eine Freundin, die ebenso seit JAHREN in einer ziemlich verfahrenen Beziehung lebt - und trotz Schwierigkeiten haben sie eine Familie gegründet. Alle 3-6 Monate steht sie davor ihn rauszuschmeissen.
Meine Strategie: Die ersten Jahre habe ich zugeredt, sie solle den Kerl loswerden. Dann habe ich jahrelang nix mehr dazugesagt. In der Zwischenzeit läuft es so, dass ihr angeboten habe, ihr zu helfen falls sie sich trennen sollte (z.B. Kinderbetreuung mal übernehmen) - und sie erzählt mir meist nur noch auf Anfrage, sprich, wenn ich explizit mich erkundige "und was gibt es neues mit XYZ" oder "und wie vertragt ihr euch zur Zeit".
Du schreibst, du schliesst gerne mal von dir auf andere. Vielleicht hilft dir meine Erfahrung.
Ich denke, es genügt, wenn die Freundin die andere Meinung kennt, das muss man dann auch nicht ständig auf die Nase binden. Da habe ich sicherlich mich nicht immer korrekt verhalten in der Vergangenheit.
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14.03.2007, 19:15
AW: bin ich zu ehrlich?????
Ich finde du hast richtig gehandelt. Ich könnte das ewige Gejammere auch nicht ertragen. Vielleicht verschont sie dich ja in ZUkunft mit den Geschichten über ihren Chef.
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15.03.2007, 08:37Inaktiver User
AW: bin ich zu ehrlich?????
Mir fallen dazu nur 2 Dinge ein:
1.) Deine Freundin ist extrem selbstsüchtig und oberflächlich. Ihr ist es völlig wurscht, daß ihr Freund bzw. die Frau des Chefs eben auch in die Geschichte mehr oder weniger involviert sind. Und wie es den beiden damit geht. Aber wehe, ihr selber läuft in der "Beziehung" was gegen den Strich. Da wird gejammert und geklagt und jeder darf/muss sich das anhören, da es für die Menschheit nix wichtigeres gibt als die eigene kleine Welt Deiner Freundin. Klingt jetzt vielleicht ein bisschen barsch, aber solche "Damen" sind mir schon häufiger über den Weg gelaufen. Energieräuber - mittlerweile bei mir nur noch unter "ferner liefen"
2.) Deiner Freundin ist sehr wohl bewußt, daß die "Beziehung" mit ihrem Cheffe auf Glatteis geführt wird und nicht wirklich aussichtsreich ist. Das ganze ist ein Selbstläufer geworden, aus dem sie nicht mehr rauskommt. Und sie schämt sich. Da kam Deine klare Ansage (die ich sehr gut nachvollziehen kann) natürlich unpassend. Und für manche ist Angriff eben die beste Verteidigung
Wie auch immer: Sehr unbefriedigende Situation für Euch beide - vielleicht findet ihr ja noch mal eine Gelegenheit Euch ruhig und ehrlich (auch von ihrer Seite aus) über das Thema auszutauschen.
Generell denke ich, eine gute Freundschaft braucht ein gutes Maß an Kritikfähigkeit und Ehrlichkeit. Mit dem gebotenen Respekt und Fingerspitzengefühl vorgetragen, versteht sich.
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15.03.2007, 12:43
AW: bin ich zu ehrlich?????
Nein, Du bist nicht zu ehrlich, sondern herzerfrischend ehrlich. Leider können das nicht viele Leute vertragen. Ich hatte auch mal eine Freundin, die ich sehr gut und ziemlich lange kannte (über 10 Jahre) und die sich über mein Leben auch ziemlich deutlich geäußert hatte (ich hatte einen ziemlich unkonventionellen Lebensstil, der nicht so unbedingt in ihr Weltbild paßte). Irgendwann fing sie mit einem verheiratetem Kollegen eine Affäre an, anfangs Wolke 7 und man war sich angeblich einig. Ich habe nix dazu gesagt, sie war glücklich und hab sie und ihre 'Beziehung' so akzeptiert. Später kam raus, dass es halt eine typische Affäre war und er sich nicht wirklich trennen wollte, immer wieder Ausflüchte fand und sich schließlich für seine Frau entschied (er hatte auch 3 Kinder). Das ganze ging fast 10 Jahre, nach 4 Jahren fing sie an zu jammern und sich bei mir auszuheulen, irgendwann platze mir der Kragen und ich hab ihr gesagt, ich mag's nicht mehr hören. Es gäbe 2 Möglichkeiten ihren Seelenfrieden wieder herzustellen, nämlich a) sie sägt ihn ein für alle Mal ab oder b) sie akzeptiert die 2. Geige in seinem Leben, aber auf ihr Gejammere und Rumgeheule hätte ich keine Lust mehr. Von Stund an hörte ich gar nix mehr von ihr. Jahre später hab ich eine gemeinsame Freundin/Bekannte mal angerufen und gehört, dass sie noch Ewigkeiten gebraucht hatte den Absprung zu schaffen und erst seit ein paar Monaten wieder solo ist. Unglaublich! Es ist zwar traurig, dass die Freundschaft meine Ehrlichkeit nicht ausgehalten hat, aber MEIN Seelenfrieden war mir echt wichtiger.
Gruss
Woodstock
Normale Menschen machen mir Angst!!! 
**Ich bin nicht dick - das ist erotische Nutzfläche!**
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15.03.2007, 17:07Inaktiver User
AW: bin ich zu ehrlich?????
armer hase, oje...
Ich finde: Wer bitteschön soll einem denn mal den verdienten Tritt in den Allerwertesten geben und einem klar machen, dass man nicht so weitermachen kann, wenn nicht die Freundinnen, mit denen man redet? Leute, die höflich drumrumreden, gibt es doch wirklich genug. An deiner Stelle wäre meine Geduld auch am Ende und ich finde ein paar deutliche Worte absolut angebracht in dieser Situation. Ich bin sicher, sie wird sie sich in stiller Stunde zu Herzen nehmen und ihr Leben aufräumen.
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15.03.2007, 17:24Inaktiver User
AW: bin ich zu ehrlich?????
Hi,
das ist ja lustig.
Habe genau dieses Thema auch gerade. Meine Freundin seit 12 Jahren wirft mir vor, ich könne ganz schön verletztend sein, ob das sein muß. Na. Welche Alternative hab ich denn? aushalten, maul halten.. Friede, Freude Eierkuchen.. Und sie macht weiter wie bisher.
Das bin aber nicht ich. Ich bin die, die laut lacht, wenn mir jemand die Wahrheit ins Gesicht sagt. Weil ich dann weiß: Da kennt mich jemand und hat sich Gedanken gemacht um mich
Grüße
nathaliethor
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15.03.2007, 20:58
AW: bin ich zu ehrlich?????
wieso nennst du dich "armerhase"? tust du dir selbst leid oder willst du mutti und uns leid tun?
nathamel.
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16.03.2007, 09:16
AW: bin ich zu ehrlich?????
warum nicht armer hase?
wie sonst: glückliches karnickel?
versteh die frage nicht so ganz...ist halt ein nickname!
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16.03.2007, 11:31Inaktiver User
AW: bin ich zu ehrlich?????
immer noch besser als falscherhase oder verlorenesei
Zitat von armerhase



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