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    Stirnrunzeln Bester Freund nur schlechte Phase?

    Hallo!
    Also ein (eigentlich) sehr guter Freund (23) und ich (21) wohnen cirka 2h entfernt. Also, dass wir uns nicht regelmäßig sehen steht somit wohl schon klar..
    Ich habe ziemlich schwere Wochen hinter mir und *den* Auslöser dazu kannte er. Allerdings war er ab da schon ziemlich abwesend. Ich sah das nicht unbedingt als Problem zwischen uns, da er genug gestresst ist und momentan halt nicht genug Kopf dafür hatte.
    Allerdings nach ein paar Wochen merkte ich doch, dass es mich extrem belastet - er schrieb Stunden später erst zurück, ignorierte mich oftmals und von sich selber kam sogut wie kaum etwas. Und diese seltenen lieben kurzen Worte von ihm machten es trotzdem nicht besser.

    Da es mir generell schon nicht gut ging, beschloss ich mir eine Auszeit von dieser ewigen Warterei auf Interesse zu nehmen...
    Allerdings träumte ich dann etwas, dass ich mich bitte wieder öfters melden sollte und beschloss auch sofort danach mich wieder zu melden (nach knapp ~1-2 Wochen)! Da erzählte er mir, dass es ihm ehrlich gesagt doch nicht so gut ginge. Ich fragte ihn zwar oftmals natürlich nach seinen Gefühlen, aber er meinte immer es ginge ihm gut.
    Er meinte, die Gründe für sein jetziges Empfinden könnte er mir auch *noch* nicht sagen (sowas ähnliches war schon mal vor ein paar Monaten, allerdings war das in einer ganz anderen Situationen, dennoch vielleicht das selbe) - ich erklärte ihm, dass das okay sei und er sich jederzeit melden kann. Ich würde auch zu ihm fahren sollte er mal Ablenkung benötigen.
    Er bekam einen eigenen langen, (nervigen) Klingelton, dass ich es immer höre, sollte er sich melden. Er soll wissen, dass ich wirklich immer da bin.
    Allerdings meldet er sich wieder extrem wenig bis garnicht. Ich frage ihn beinahe jeden Tag wie er sich fühlt oder wie sein Tag war.. Ich versuche ihn damit auch nicht unter Druck zu setzen, aber ihn doch auch die Gelegenheit zu geben sich mitzuteilen.
    Er schreibt auch so wie immer ~eigentlich~ und sagt auch manchmal (eher seeehr selten) von sich aus, wie wichtig ich bin.. aber es existiert doch neustens eine Wand zwischen uns. Ich weiß nicht genau seit wann.. ich denke ziemlich ab den Zeitpunkt wo es mir so schlecht ging. Vielleicht gings da bei ihm auch los und er wollte mich damit nicht auch noch bedrücken
    Wir hätten uns auch vor kurzem ein Treffen ausgemacht, dass er aber kurzfristig wieder absagen musste - ich war extrem verletzt, da er mir sehr fehlt und ich irgendwie denke, dass wir uns wieder sehen müssen...
    Ich versuche bei jeden meiner Worte aufzupassen was ich sage, dass er nicht merkt, dass es mich doch stark mitnimmt und ich mir enorme Sorgen mache um ihn.
    Bin mir auch garnicht mehr sicher, ob er eigentlich Interesse an dieser Freundschaft hat. Denn wenn ich ihn um einen Rat frage oder als ich mal erwähnte, dass ich Schlafprobleme hätte - umging er das gekont und reagierte einfach nicht darauf.
    Ich wollte ihn schon oftmals fragen, ob ich mich überhaupt noch melden soll... aber da ich ja weiß, dass er allein von der Arbeit her schon stark unter Druck steht möchte ich ihn damit nicht auch noch belasten. Besonders weil ich nicht weiß, ob es nötig wäre!
    Er gestand mir vor einiger Zeit, dass er auch Gefühle für mich hegt - hab selber leider ziemliche Bindungsängste und konnte darauf nicht eingehen - wir gingen aber beide extrem erwachsen damit um und es war wie immer!
    Vielleicht hat er aber jetzt jemanden kennengelernt und kann deshalb nicht mehr mit mir befreundet sein. Was mich echt traurig stimmen würde - da wir uns einig waren, dass unsere Freundschaft immer vor ginge...
    Ich verstehs halt einfach nicht. In dieser Situation war ich mit ihm halt einfach noch nie!
    Soll ich mich gar nicht mehr melden? Sollte ich weitermachen wie bisher & abwarten?
    Soll ich ihn darauf auf ansprechen & wenn ja, wie?
    Ich weiß, dass Freundschaften oft auseinander gehen, besonders die mit so einer Distanz. Aber dennoch wäre das glaub ich die einzige Freundschaft die mir wirklich den Boden unter den Füßen reißen würde, wäre sie aufeinmal weg.
    Meine anderen Freunde sind mir auch sehr wichtig natürlich !
    Aber die sind einfach nicht wie diese mit ihm...

    Ich bitte also um Rat..
    & vielleicht Vermeidung von bösen Nachrichten.

    Vielen Dank!

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    AW: Bester Freund nur schlechte Phase?

    Zitat Zitat von LostSadness Beitrag anzeigen
    Er gestand mir vor einiger Zeit, dass er auch Gefühle für mich hegt - hab selber leider ziemliche Bindungsängste und konnte darauf nicht eingehen - wir gingen aber beide extrem erwachsen damit um und es war wie immer!
    Zitat Zitat von LostSadness Beitrag anzeigen
    Vielleicht hat er aber jetzt jemanden kennengelernt und kann deshalb nicht mehr mit mir befreundet sein. Was mich echt traurig stimmen würde - da wir uns einig waren, dass unsere Freundschaft immer vor ginge...
    Da hast du zwei sehr gut mögliche Gründe …

    Erstens: er ist immer noch verliebt in dich und es tut ihm doch mehr weh als gedacht, dass du das nicht erwiderst.
    Er kann dich deswegen nicht täglich um sich haben.

    Und das hier:

    Zitat Zitat von LostSadness Beitrag anzeigen
    Ich frage ihn beinahe jeden Tag wie er sich fühlt oder wie sein Tag war..
    war vielleicht einfach ein bisschen zu viel und zu anstrengend.

    ODER: er ist verliebt in eine andere und hat dich deswegen viel weniger auf dem Schirm.

    Anfang 20 … da entwickelt man sich vielleicht auseinander … auch wenn man sich schwört, dass die Freundschaft das wichtigste ist!!

    Aber wie wäre es mit Tacheles reden? Ihr kennt euch gut und lange, geht ehrlich miteinander um. Trefft euch und redet darüber. Face to Face.

    Viel Glück und … willkommen hier!!
    ************************************************** ******************

    „Nimm Dein Leben ein bisschen in die Hand. Wenn Du es gut behandelst, dann beisst es auch nicht! “
    [Geschenkt von Gustave]

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    AW: Bester Freund nur schlechte Phase?

    Zitat Zitat von LostSadness Beitrag anzeigen
    Soll ich mich gar nicht mehr melden? Sollte ich weitermachen wie bisher & abwarten?
    Soll ich ihn darauf auf ansprechen & wenn ja, wie?
    Ich weiß, dass Freundschaften oft auseinander gehen, besonders die mit so einer Distanz. Aber dennoch wäre das glaub ich die einzige Freundschaft die mir wirklich den Boden unter den Füßen reißen würde, wäre sie aufeinmal weg.
    Hallo,
    es tut weh, wenn Freundschaften sich verändern.
    Wie würde es dir gehen, wenn du jemandem signalisiert, dass du etwas Abstand brauchst bzw. über bestimmte Themen gerade ich reden möchtest...und dann fragt derjenige fast täglich, wie es dir geht?

    Auch wenn mir meine Freunde sehr, sehr wichtig sind, wäre mir (!) eine so häufige Nachfrage zu viel und ich würde eher auf Distanz gehen bzw. drum bitten, nicht ständig zu fragen.
    Kontakt halten ist gut, aber weniger häufig...

    Ich wünsche dir, dass ihr offen sprechen könnt!

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    AW: Bester Freund nur schlechte Phase?

    Macht ihr eigentlich noch was anderes, als über Probleme hin und her zu schreiben? Also, trefft ihr euch, unternehmt ihr Dinge zusammen, die euch beiden Spass machen? Ist zwar COVID-bedingt grad etwas schwierig, aber so einiges geht doch.

    Mit meinen besten Freunden und Freundinnen schreibe ich längst nicht im Stundentakt hin und her - wir schreiben uns meist gar nicht, sondern telefonieren oder treffen uns. Teilweise in grossen zeitlichen Abständen. Was aber der Freundschaft keinen Abbruch tut, denn wir unternehmen Dinge zusammen, die uns beide Spass machen. Problemwälzung ist kein zentraler Bestandteil unserer Freundschaft. Natürlich können wir uns im Krisenfall ohne Wenn und Aber auf uns Verlassen, aber ständige Updates über irgendwelche Probleme tauschen wir nicht aus.

    Es wäre vielleicht zielführend, wenn du die Quantität des Kontakts zurückschrauben und dafür die Qualität erhöhen würdest.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

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