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    Geschenketanten

    Servus: kennt ihr auch das Phänomen der Geschenketante/des Geschenkeonkels?

    So fühl ich much inzwischen, bin Patentante eines inzwischen 6 Jahre alten Sohnes einer Freundin von mir. Ich komme super mit ihm klar, früher bei Besuchen habe ich mich auch immer gerne mit ihm beschäftigt.

    Ich habe ihm zu Weihnachten und zum Geburtstag etwas geschenkt (und vorher mit den Eltern gesprochen damit es ein "passendes" Geschenk ist). Als Student bin ich aber auch nicht finanziell so gepolstert als dass ich mal eben so Geschenke für 30-50 Euro kaufen kann. Ich überleg da schon was ich kaufe.

    Vielleicht ärgert es mich deshalb so, wenn ich von der Familie nix höre, wenn das Packerl dann per Post eingetroffen ist. Anfangs war es noch so dass ich zu den Geburtstagen oder kurz nach Weihnachten eingeladen war, da konnte ich das Geschenk dann übergeben, inzwischen schicke ich es halt per Post.

    Generell haben die es nicht so mit dem Bedanken. Nicht nur was die Geschenke an das Patenkind angeht, sondern auch den ganzen Dankeschöns wegen der Hilfe beim Umzug, der Alltagsmasken die ich ihr besorgen sollte, Korrekturlesen für ihre Arbeit etc. Man könnte 2 Monate essen wenn die vielen Versprechen einer Pizza-Einladung der Familie realisiert werden würden :-) Man muss sehr viel helfen (wegen der Kinder), bekommt aber selber keine Hilfe (wegen der Kinder).

    Nun ist gerade konfliktfreie Funkstille. Seine Mutter ist mit dem dritten Kind vollständig in anderen Kreisen und Themen abgetaucht. Persönliche Kontakte werden von ihr komplett abgelehnt, da sie Angst vor Ansteckungen hat und sich ausser mit anderen Eltern mit niemandem trifft.

    Ich hab also für mich beschlossen das den Kontakt zu ihr mal ruhen zu lassen und mich auf die Freundschaften zu konzentrieren, bei denen die Beziehung ausgeglichener ist.

    Fragt sich nur: was mache ich mit dem Patenkind? Ich mag den Kleinen ja und freu mich ihm manchmal etwas auszusuchen und zu schenken. Wenn wir uns früher getroffen haben, habe ich mich immer gerne mit ihm beschäftigt. Für Unternehmungen allein mit ihm (Zoo, Kino) ist er noch zu klein, oder?

    Mein Dilemma ist also: im Moment braucht die Freundschaft zur Mutter eine Pause, ich fühle mich von ihr etwas ausgenutzt - aber soll da der Kleine drunter leiden?

    Leidet so ein 6 Jähriger überhaupt so sehr wenn er ein Geschenk weniger bekommt?

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    AW: Geschenketanten

    Schick ihm halt wieder was mit der Post. Das hast du doch bisher auch so gehandelt.

    Macht doch für ihn keinen Unterschied und für dich auch nicht.

    Kind hat nettes Geschenk und Päckchen zum aufmachen. Die Erwachsenen können sich mal etwas pausieren.

    Warum willst du das nicht mehr?

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    AW: Geschenketanten

    Zitat Zitat von Chaoskaiserin Beitrag anzeigen
    Fragt sich nur: was mache ich mit dem Patenkind? Ich mag den Kleinen ja und freu mich ihm manchmal etwas auszusuchen und zu schenken. Wenn wir uns früher getroffen haben, habe ich mich immer gerne mit ihm beschäftigt. Für Unternehmungen allein mit ihm (Zoo, Kino) ist er noch zu klein, oder?
    Wenn er dich kennt, ist er m.E. dafür schon lange nicht mehr zu klein - also Kino würde ich nicht machen, aber ansonsten gibt es doch 1000 Möglichkeiten. Das geht aber natürlich nur, wenn die Eltern das unterstützen, du kannst ja kein Kind entführen.


    Leidet so ein 6 Jähriger überhaupt so sehr wenn er ein Geschenk weniger bekommt?
    nein - aber ich würde trotzdem weiter Geschenke schicken und den Kontakt halten.
    Das muss nichts Großes sein. Gerade für Kinder mit Geschwistern die Patentante, die nur für sie ist, wichtig.


    Der Kontakt ist jetzt seit Corona unterbrochen - oder verstehe ich das falsch?

  4. Moderation

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    AW: Geschenketanten

    Guten Tag,

    ich weiß nicht so recht, ob das Thema hier hingehört, wenn die Beschäftigung mit der Freundschaft und der Freundschaftspause nicht mehr Gewicht erhält.

    Gruß
    cpeg
    Wir sind die, vor denen unsere Eltern uns immer gewarnt haben!

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    AW: Geschenketanten

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Schick ihm halt wieder was mit der Post. Das hast du doch bisher auch so gehandelt.

    Macht doch für ihn keinen Unterschied und für dich auch nicht.

    Kind hat nettes Geschenk und Päckchen zum aufmachen. Die Erwachsenen können sich mal etwas pausieren.

    Warum willst du das nicht mehr?
    Ah, diese Lösung ist so naheliegend dass sie für mich im toten Winkel war! Danke

    Ich war unsicher ob ich weiter Geschenke machen will weil ich mit viel Hirn ein möglichst passendes Geschenk gewählt habe und dann nie wieder was gehört habe. Wenn ich kurz vor Weihnachten im Vorbeigehen ein altersgerechtes Buch kauf ist es wahrscheinlich nicht so ärgerlich.

    @Marta Agata
    Die Treffen bei Feiern gab es schon vor Corona nicht mehr. Ich glaub seit es ein Kindergeburtag mit Kindern ist - da dürfen nur noch die Kinder und deren Eltern kommen.

    Ich warte mal Corona ab, hoffe dass dann alle (mich eingeschlossen) entspannter sind und red dann man mit der Mutter ob/wie Ausflüge oder Aktivitäten mit dem Kleinen möglich sind.

    @cpeg
    Hmm, wenn ihr Moderatoren das Thema verschieben möchtet - gerne? Ich dachte es sei hier besser aufgehoben weil meine Hauptüberlegung war dass mein Frust mit der Mutter ja mein Verhalten mit dem Kind beeinflusst.

    Bei einem 12-jährigen würd ich ja sageb der Kerl kann selber auf die Idee kommen sich zu bedanken oder Rückmeldung zu geben - bei einem knapp 6-jährigen bin ich da nicht so sicher

    Würdet ihr das Thema bei der Freundin direkt ansprechen?

  6. Moderation

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    AW: Geschenketanten

    Zitat Zitat von Chaoskaiserin Beitrag anzeigen
    Leidet so ein 6 Jähriger überhaupt so sehr wenn er ein Geschenk weniger bekommt?
    Schwer zu sagen.
    Ich denke, Kinder wollen vor allem von Erwachsenen gehört und wahr- (und ernst-) genommen werden. Das kann durch Geschenke sein, aber wenn es durch Geschenke sein muß, ist das ein Effekt von Umfeld und Konditionierung. Und ich denke, fast kein Kind in DE braucht mehr billige Plastiknippes, und kein sechsjähriges Kind braucht ständig Zeug für 50 Eu. (Kinder, die Bücher wollen, sind praktisch...)

    Sechs Jahre ist nicht zu klein für Unternehmungen. (Oder? Heute vielleicht schon?) Ich fand es immer toll, mit Vater, Großtante, oder Kinderfrau mal allein zu sein, also wirklich den Erwachsenen für mich zu haben -- auch schon mit sechs. Auch schon mit vier. Und Briefe ganz an mich alleine! (Für die Eltern ist es doch eigentlich auch ganz nett, wenn das Kind mal einen Patentanten-Tag hat.)

    Was das andere Helfen angeht: Denk dran, was man immer macht, wird als Tribut betrachtet, nicht als Geschenk. *Du* setzt das Limit für das, was für dich OK ist. Die Eltern sind ja nicht deine Patenkinder! Und für das Kind ist es jetzt nicht so befriedigend, wenn du zwar da bist, aber für die Eltern arbeitest.

    Aber wie mein Onkel mir seinerzeit ins Poesiealbum schrieb: "Besser. man hat eine Tante, die einem hin und wieder eine Tafel Schokolade schenkt, als einen Onkel, der nur klavierspielen kann."
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Geschenketanten

    Meine sechsjährige Tochter bekommt von ihrer Patentante zu Weihnachten und Geburtstag je eine Kleinigkeit. Vielleicht was für 30€. Mittlerweile unternimmt sie auch mal was mit ihr. Da bringt sie dann nur eine Kleinigkeit mit. Schokolade oder mal ein paar Stifte.

    Ich hatte ihr von Anfang an gesagt sie solle sich nicht stressen wegen Geschenken. Meine Tochter hat da auch wenig Erwartungshaltung. Sie gewöhnen sich an alle „Normalitäten“. Schwierig wird es wenn die Eltern eine Erwartungshaltung haben.

    Und müssen 30-50€ wirklich sein? Kinder freuen sich genauso über kleinere Geschenke.
    Kontrolle ist unser größtes Streben und eine der größten Illusionen.


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    AW: Geschenketanten

    Um deine Frage zu beantworten ob sechsjährige merken wenn sie ein Geschenk weniger bekommen.

    Also den Wert erkennen sie definitiv nicht. Eventuell die Menge. Wenn er da drauf fixiert ist und ihm wichtig ist. Meine Tochter würde auch dies weniger merken.

    Nur wenn sie vorher immer mehrere große Playmobilpackungen bekäme und plötzlich ist da nur noch eine kleine. Das fällt auf
    Kontrolle ist unser größtes Streben und eine der größten Illusionen.


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    AW: Geschenketanten

    Ich möchte dich auch ermutigen, mit dem Kind ab und zu etwas zu unternehmen, anstatt nur Geschenke zu schicken.

    Für den Anfang vielleicht Zoo, Aquarium oder Museum. Kino eher nicht, das ist zu wenig kommunikativ und mit 6 ist er dafür auch noch etwas zu klein. Wenn ihr dann zusammen unterwegs seid, kannst du dich mit ihm unterhalten und herausfinden, was ihm sonst noch Spaß machen würde.

    Zum nächsten Geburtstag kannst du ihm dann einen Gutschein für eine schöne Unternehmung schenken. Dann musst du dich auch nicht mehr ärgern, dass sich niemand für deine mit der Post geschickten Geschenke bedankt, sondern siehst selbst, ob der Junge Spaß hat.

    Für die Kinder ist das oft mehr wert als das 10. Geschenk.

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    AW: Geschenketanten

    Ich würde ein Sparbuch für das Kind anlegen, Kleinvieh macht auch Mist.
    Entweder einen Dauerauftrag einrichten, oder je nach Liquidität, Geld einzahlen.
    Ich wohne nicht in Deutschland und weiss nicht, ob sich das Sparbuch noch lohnt.

    Meine Patentante ware lange im Ausland und da war das mit eben mal ne Kleinigkeit per Post schicken, nicht so einfach (das war damals echt noch Abenteuerausland und Korrespondenz schwierig).

    Gefehlt haben mir kleine Geschenke nicht (in meiner Erinnerung ist das jedenfalls so) und zu meinem 18. Geburtstag bekam ich aus heiterem Himmel ein nettes Sparbuch geschenkt.

    Oder eine Spardose und da kommt jeden Monat Geld rein, dann bist Du flexibel, falls Treffen doch möglich sind.
    Je suis toujours Charlie.
    Bin Maskenträger, wo es nötig ist und respektiere Abstand.
    Stay safe.

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