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    Freunde, Bekannte, wie geht Ihr damit um?

    Von welchen Bekannten sollte man sich besser separieren? Wie geht Ihr damit um?
    Diese Frage stelle ich mir schon seit Jahren, derzeit, durch die Umstände, wird die Frage dringender.

    Wir (mein Mann und ich) haben (nebst 2-3 sehr guten Freunden) einige Bekannte. Das Problem ist: Eigentlich hätte ich lieber einen belebten Bekanntenkreis, wo man halt "in den engeren Kreis" gehört und ab und an was miteinander unternimmt. Leider passiert das nicht. Alle Versuche mit Pärchen in unserem Umfeld haben da fehl geschlagen. Das hatte ich bis dato auch akzeptiert - es hat eben nicht jeder oft Zeit und wir sind ja alle im Hamsterrad.

    Ich dränge mich bei meinen Bekannten auch nicht gern auf und will auch niemand überfordern. Meine Lebensrealität ist halt auch nicht klassisch, habe keine Kinder und das ganze Umfeld nicht. Habe mich spät scheiden lassen, arbeite Vollzeit und habe nebenbei ein Unternehmen gegründet. Ich verstehe, wenn das zu vielen Leuten nur manchmal passt oder in der eigenen Lebenswelt nicht so interessant ist.

    Statt dessen machen wir halt 2-3 mal im Jahr ein größeres Essen oder eine Feier. Auch das ist manchmal mühsam, weil Leute einfach rasch vorher noch absagen und viele eher unverbindlich agieren. Wir lassen uns den Frust aber nicht anmerken. Wir wohnen sehr schön, ich koche immer megamässig auf und freuen uns über jeden Gast. Ich bemühe mich auch, stets für alle da zu sein - auf mich kann man sich echt verlassen. Umgekehrt, wenn wir eingeladen werden, freuen mein Mann und ich uns sehr, sind zuverlässig da und bringen was Gutes mit. Aber oft erfolgen Rückeinladungen erst nach langer Zeit oder wenn ich mich halt zu allen heiligen Zeiten mal melde (Geburtstag, Weihnachten, etc.)

    Aufgrund einiger Vorfälle in diesem Rahmen überlege ich aber derzeit, einfach die Bekannten sein zu lassen und Kontakte von mir einzufrieren. Da waren echt ein paar seltsame Sachen dabei, die ich personlich als "unverschämt" einstufen würde. Kontra habe ich nicht gegeben, mich dennoch gekränkt.

    Nun meine Frage: bin ich zu anspruchsvoll? Reagiere ich über? Oder sollte ich einfach gelassener werden, die Leute sein lassen und mich anderen Aktivitäten zuwenden? Mir ist auch alleine wohl und vielleicht brauche ich das alles nicht.

  2. Inaktiver User

    AW: Freunde, Bekannte, wie geht Ihr damit um?

    Ganz kurz, da Mittagspause: du bist nicht zu anspruchsvoll. Du bist viel zu anspruchslos.

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    AW: Freunde, Bekannte, wie geht Ihr damit um?

    Zitat Zitat von ella43 Beitrag anzeigen
    Da waren echt ein paar seltsame Sachen dabei, die ich personlich als "unverschämt" einstufen würde. Kontra habe ich nicht gegeben, mich dennoch gekränkt. die Leute sein lassen und mich anderen Aktivitäten zuwenden? Mir ist auch alleine wohl und vielleicht brauche ich das alles nicht.
    warum stehst du nicht für dich ein und lässt dir unverschämtheiten gefallen?

    viele menschen unter einen hut zu kriegen ist schwierig.
    es hat nicht jeder immer zeit und vor allem: lust.
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht

  4. Moderation

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    AW: Freunde, Bekannte, wie geht Ihr damit um?

    Aus der Ferne ist das sehr schwer zu beurteilen.

    Entweder passen die Leute nicht zu euch oder ihr nicht zu den Leuten.

    Was unterscheidet eure Bekannten von euren Freunden?
    Hast du den Eindruck, dass die Bekannten einfach ihrerseits ausreichend Freunde und Bekannte haben und euch nicht "brauchen" oder euch nicht "wollen"?
    Woher kommen die Bekannten, was ist euer Anknüpfungspunkt? Habt ihr ein gleiches Hobby, gleiche Interessen? Gibt es tiefere Gespräche oder nur small talk?

    Haben dein Mann und du auch jeweils eigene Freunde und Bekannte oder gibt es euch nur im Doppelpack?

    Habt ihr noch Interessen über die sich neue Bekannte finden ließen? Nachdem was du schreibst denke ich beispielsweise an Kochevents oder so etwas.



    Ich war viele Jahre in einem Verein, aber irgendwie bin ich dort nicht angekommen. Es gab netten small talk, aber keine tieferen Bekanntschaften - ich habe vor ein paar Jahren den Verein gewechselt und habe jetzt genau die Gemeinschaft und den Freundeskreis, den ich mir immer gewünscht habe. Ich bin da keine andere, aber es ist irgendwie anderes gelaufen und dort sind andere Menschen und schon hat es gepasst. War Glück und Zufall.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Freunde, Bekannte, wie geht Ihr damit um?

    Ehrlich gesagt aus Verblüffung und weil ich nicht genau weiß, ob es wirklich Unverschämtheiten waren / ob ich im Recht bin.

    z.B. Bekannte sagen mir / uns mehrmals hintereinander Unternehmungen ab, ich frage was sie Sonntag machen. Sie sagen wieder ab, sie wären bei den Schwiegis eingeladen. Ok für mich. Nur, wir haben ein neues Sommerhäuschen. Ich sage also "alles gut" und "vielleicht machen wir mal gemeinsam dort etwas" und poste ein Foto. Kommt glatt als Antwort dass es dort traumhaft aussieht - und plötzlich hätten sie ja doch Zeit. sogar auch am WE drauf. Ganz gegen sonstige Gewohnheiten sogar beide - im Sommer haben sie sonst gemeinsam selten Zeit bzw. gar nicht obwohl wir auch gern in die Berge gehen was sie ja tun.

    oder

    Bekannte meines Mannes laden uns ein, in eine Stadt zu kommen wo sie eine Zweitwohnung haben. Wir machen uns ein Wochenende aus, fahren (3h) hin, nehmen uns ein Hotel . Zwei Tage vorher die Nachricht, sie hätten doch keine Zeit. Ein guter Freund habe 50er Feier. Ob wir eh noch anderes vor hätten. Samstag Mittag ginge sich aus. Hatten wir dann (ein guter Freund von mir hatte kurzfristig Zeit und es wurde ein netter Abend) Dort erschienen sie dann müde und völlig verkatert, nach zwei Stunden hatten sie wieder etwas andres vor. Finde ich persönlich unmöglich, sind aber Bekannte meines Mannes die er hoch schätzt.

    oder

    Bekannte sind bei uns eingeladen, sind auch Kollegen. Am Folgetag am Parkplatz die Ansage sie würden uns nie retour einladen weil sie viel bescheidener wohnen und zudem neidisch wären... aber sie kämen gerne wieder ...

    oder

    wir sind zum Essen eingeladen. Ich esse recht langsam. Plötzlich blafft mich die Gastgeberin am Tisch ärgerlich an, ich könne es ja stehen lassen wenn es mir nicht schmecke was sichtlich überhaupt nicht der Fall war - ich hatte das Essen schonsehr gelobt. Dann gehe ich hinein, wo ihr schon jemand beim Aufräumen hilft. Sie fängt an, auf mein Kleid bezogen (kurz, schwarz, Kleid, mit Ärmeln und nicht irgendwie provokant) zu sagen, SIE habe es ja nicht nötig das anzuziehen was Männern unbedingt gefalle. Ich lobe daraufhin ihr Kleid (beige, nett, mittellang, sehr gute Marke) und sie meint, ja, ihr Mann möge die Farbe nicht, aber IHR sei das ja egal.

    Mir würde so was nie einfallen. Und ich mag diese Leute eigentlich ganz gerne - seit diesen Ansagen bin ich unsicher wie ich damit umgehen soll... kann ja nicht allen den Weisel geben oder dann zurückschnappen? Meist sage ich dann Belangloses, oder "schade" und lasse es auf sich beruhen...

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    AW: Freunde, Bekannte, wie geht Ihr damit um?

    Danke für die gute Antwort, ja das wäre sicher eine Idee. Ich bin sozial leider auch oft unsicher. Somit tu ich mir mit sowas schwer. Aber ein Kochevent ist eine schöne Idee.

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    AW: Freunde, Bekannte, wie geht Ihr damit um?

    Ela, mir kommt spontan der Gedanke, du bist zu empfindlich, beziehst zu viel auf dich, und dann auch in negativer Hinsicht, hast zu hohe Ansprüche. Warum ich das sage: ich bin auch so.
    Die Geschichten sind ein wenig merkwürdig, v.a. das mit dem Kleid.
    Und, beim Lesen empfinde ich ein Ungleichgewicht zwischen dem, was ihr macht und dem, was von den anderen kommt. Und das ist ungesund.
    Meine Hobbies:

    (lesen, essen/backen/kochen/reisen/walken (ohne Hund))

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    AW: Freunde, Bekannte, wie geht Ihr damit um?

    Für mich hört es sich so an, als hättet Ihr mit diesen Leuten eigentlich nicht viel gemeinsam und versucht dann, 2-3 mal im Jahr Gemeinsamkeit herzustellen. Man lädt ja vielleicht auch mal die Nachbarn oder Kollegen zum Grillen ein, es ist im Großen und Ganzen ein netter Abend, aber ein bisschen höflich-unverbindlich und niemand ist wirklich scharf darauf, das baldmöglichst zu wiederholen.

    Ich würde auch dazu raten, über ein Hobby oder irgendwelche Aktivitäten neue Kontakte zu suchen.

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    AW: Freunde, Bekannte, wie geht Ihr damit um?

    Ja, das ist es eben was ich mir jetzt auch überlege. Das ich zu viel in diese Leute hineininterpretiert hatte. Und die - wie bei einem beliebigen Event - halt bei diesen "höflich-unverbindlichen" Treffen versuchen, das Beste für sich herauszuholen. z.B. Einige der Eingeladenen sitzen dann tatsächlich bei uns am Tisch und machen sich mit anderen was für die nächsten Wochen aus ohne meinen Mann oder mich einzubeziehen. Das würde sich mit deinem Ansatz erklären.

    Allerdings sind auch langjährige Beziehungen von mir oder meinem Mann darunter, die wir doch jeweils als "gute Freunde" eingestuft haben. Mit denen man Vertrautes austauscht, sich öfter anruft etc. Gemeinsames Kochen, gemeinsame Urlaube, aber halt sehr lange her... und nun benehmen sie sich eben so.
    Was tun mit diesen Leuten.

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    AW: Freunde, Bekannte, wie geht Ihr damit um?

    Ich würde mit diesen Leuten gar nichts tun. Lass sie, wie sie sind und wo sie sind. Lauf ihnen nicht hinterher. Wenn sie mit Euch etwas ausmachen wollen, behandele das als optional, wenn's reinpasst, fein, wenn nicht, hast Du noch einen Plan B. Sie sind Bekannte, sie sind unverbindlich. Ich würde das gar nicht groß thematisieren. Wenn sie was von Dir wollen, werden sie sich schon melden. Sonst halt nicht.

    Und ich würde mir einen neuen, passenderen Zirkel suchen. Vielleicht irgendeinen Sport vereinsmäßig anfangen, der zu Dir passt. Oder einen Stammtisch. Hier gab es mal einen schönen "Historischen Stammtisch", da gab es einen Vortrag und hinterher aß man zusammen, das war ein netter Anknüpfungspunkt.

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