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    AW: Wünsche mir so sehr wieder eine beste Freundin

    Zitat Zitat von 12345Marie54321 Beitrag anzeigen
    [...]ich merke halt, dass ich wie es mein längster Freund damals so nett ausgedrückt hat: keine hohe Priorität in deren Leben habe.
    Signalisiert du denn, dass die Menschen dir wichtig sind? Nicht im Sinne von klammern oder „berechnendem“ Interesse (überspitzt ausgedrückt, „wenn ich dieses und jenes mache/sage, führt das hoffentlich dazu, dass ich derjenigen wichtiger werde“). So hab ich früher in meiner Schulzeit manchmal gedacht, weil ich unbedingt mehr dazugehören wollte. Jetzt kann ich das nicht mehr nachvollziehen, warum ich so war.
    Oder ist es eher so, dass du dich aus Angst, dass die anderen dich als klammernd wahrnehmen, sehr zurückhältst?

    Ich weiß, dass ich in Gruppen/ bei Feiern keine Stimmungskanone bin. Mit vielen Leuten, v.a. wenn ich sie kaum kenne, bin ich nach wie vor sehr ruhig. Stört mich schon manchmal, aber ich weiß, dass ich da auch nicht so einfach aus meiner Haut kann. Mit ein, zwei Leuten ist das anders. Ich bekomme manchmal die Rückmeldung, dass ich sehr gut zuhören kann. Damit meine ich nicht, dass ich für alle der seelische Mülleimer bin. Das würde ich keinesfalls wollen. Ich mag es aber, mich im Gespräch auf mein Gegenüber zu konzentrieren. Auch bei ganz alltäglichen Themen. Beispielsweise bei einem fachlichen Austausch zwischendurch mit einer Kollegin, mit der ich mittlerweile auch privat befreundet bin, z.B. den Laptop zuklappen und wegschieben, auch auf ungesagte Zwischentöne zu hören und nicht schon drüber nachzudenken, was ich gleich antworten will, sondern wirklich zuzuhören. Wenn jemand im Urlaub war und davon erzählt, nicht sofort mit Berichten über eigene Erlebnisse „antworten“, sondern mit ehrlichem Interesse zuhören und nachfragen. Oder wenn jemand einen wichtigen Arzttermin vor sich hat, vorher oder hinterher eine kurze Nachricht zu schreiben (und nein, ich erwarte keine Berichterstattung!).
    Nicht immer nur abwarten, bis andere einen Vorschlag machen, sondern selber auf diejenigen, die mir sympathisch sind, zugehen. Sind eigentlich alles banale Dinge. Und natürlich entwickelt sich nicht mit jedem gleich eine gute Freundschaft. Das ist auch nicht meine Erwartung. Es haben sich langsam und fast beiläufig sehr enge und „tragfähige“ Freundschaften entwickelt. Oft mit Leuten, bei denen ich anfangs so gar nicht mit einem näheren Kontakt gerechnet hätte. Und es ist definitiv nicht so, dass nur die anderen reden und ich zuhöre. Das ist schon sehr ausgewogen.
    Mein Text ist jetzt länger geworden, als ich wollte.

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    AW: Wünsche mir so sehr wieder eine beste Freundin

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Heute habe ich einen großen Freundeskreis und bin gleichzeitig Einzelgänger. So empfinde ich mich selber. Ich gehe meinen Weg nach meinen Vorstellungen, hänge mich nicht an Gruppen und mag Gruppendynamik gar nicht leiden. Ich weiß ja immer im Hinterkopf, dass ich meine Freunde habe. Dadurch fühle ich mich frei. Ich weiß jetzt allerdings nicht, ob mich hier jemand versteht.
    Doch, ich kann das gut nachvollziehen, weil ich auch so ticke. Auch deinem übrigen Text kann ich nur zustimmen.

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    AW: Wünsche mir so sehr wieder eine beste Freundin

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Ich hatte den Wunsch selber nie so extrem, wie du ihn hier beschreibst. Aber ich hatte schon sehr oft großes Glück mit meinen Freundinnen.

    Ich lerne immer wieder besondere Menschen kennen, die besonders liebevoll sind und mir signalisieren, dass sie mit mir eine Freundschaft eingehen möchten. Darüber wundere ich mich schon seit Jahrzehnten. Denn ich weiß, dass es nicht viele Menschen von der Sorte „besonders umsichtig und liebevoll“ gibt. Und ich habe mir das immer wieder bewusst gemacht und dabei inne gehalten, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass gerade mir immer wieder so ein Glück widerfährt

    Ich selber bin lebhaft und nicht immer nur lieb ;-). Offensichtlich passen aber die Charaktere zusammen.

    Ich klammere allerdings nie. Das habe ich in der Schulzeit auch erlebt, dass ich mich von einer Freundin abhängig machte. Daraus habe ich gelernt. Mir wurde später wichtig, mehrere Freundinnen zu haben, damit ich mir nicht verloren vorkommen musste, sollte die Eine mal nicht da sein - warum auch immer.

    Heute habe ich einen großen Freundeskreis und bin gleichzeitig Einzelgänger. So empfinde ich mich selber. Ich gehe meinen Weg nach meinen Vorstellungen, hänge mich nicht an Gruppen und mag Gruppendynamik gar nicht leiden. Ich weiß ja immer im Hinterkopf, dass ich meine Freunde habe. Dadurch fühle ich mich frei. Ich weiß jetzt allerdings nicht, ob mich hier jemand versteht.

    Ich merke im Alltag, dass ich anders bin als die meisten. Ich sage ehrlich, was ich denke, wenn es mir wichtig ist und bemerke dabei immer wieder, dass das schon exotisch ist. Aber das hängt alles damit zusammen.

    Freundinnen finde ich oft auch durch zufällige Begebenheiten oder in Kursen oder auf Urlaubsreisen, die ich auch mal ganz alleine unternehme. Ich plane das nicht. Ich spreche aber die Menschen auch an, wenn es gerade passt und warte nicht, bis jemand auf mich zukommt.
    Naja, ich meine früher war es für mich total undenkbar nicht jede Woche was mit Freunden zu tun, aber mittlerweile komme ich gut allein klar. Also ich finde regelmäßige Treffen schon wichtig, könnte mir aber nicht vorstellen dauerhaft mit jemandem etwas zu tun. Aber mir fehlt die Gewissheit, dass Freunde für mich da sind, wenn ich es brauche. Ich glaub da bin ich sehr anders wie du, vor allem auch weil ich eher schüchtern und absolut nicht direkt bin. Sag ziemlich viel "durch die Blume", damit ich auch ja niemanden verletze.

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    AW: Wünsche mir so sehr wieder eine beste Freundin

    Zitat Zitat von sunflower1976 Beitrag anzeigen
    Signalisiert du denn, dass die Menschen dir wichtig sind? Nicht im Sinne von klammern oder „berechnendem“ Interesse (überspitzt ausgedrückt, „wenn ich dieses und jenes mache/sage, führt das hoffentlich dazu, dass ich derjenigen wichtiger werde“). So hab ich früher in meiner Schulzeit manchmal gedacht, weil ich unbedingt mehr dazugehören wollte. Jetzt kann ich das nicht mehr nachvollziehen, warum ich so war.
    Oder ist es eher so, dass du dich aus Angst, dass die anderen dich als klammernd wahrnehmen, sehr zurückhältst?

    Ich weiß, dass ich in Gruppen/ bei Feiern keine Stimmungskanone bin. Mit vielen Leuten, v.a. wenn ich sie kaum kenne, bin ich nach wie vor sehr ruhig. Stört mich schon manchmal, aber ich weiß, dass ich da auch nicht so einfach aus meiner Haut kann. Mit ein, zwei Leuten ist das anders. Ich bekomme manchmal die Rückmeldung, dass ich sehr gut zuhören kann. Damit meine ich nicht, dass ich für alle der seelische Mülleimer bin. Das würde ich keinesfalls wollen. Ich mag es aber, mich im Gespräch auf mein Gegenüber zu konzentrieren. Auch bei ganz alltäglichen Themen. Beispielsweise bei einem fachlichen Austausch zwischendurch mit einer Kollegin, mit der ich mittlerweile auch privat befreundet bin, z.B. den Laptop zuklappen und wegschieben, auch auf ungesagte Zwischentöne zu hören und nicht schon drüber nachzudenken, was ich gleich antworten will, sondern wirklich zuzuhören. Wenn jemand im Urlaub war und davon erzählt, nicht sofort mit Berichten über eigene Erlebnisse „antworten“, sondern mit ehrlichem Interesse zuhören und nachfragen. Oder wenn jemand einen wichtigen Arzttermin vor sich hat, vorher oder hinterher eine kurze Nachricht zu schreiben (und nein, ich erwarte keine Berichterstattung!).
    Nicht immer nur abwarten, bis andere einen Vorschlag machen, sondern selber auf diejenigen, die mir sympathisch sind, zugehen. Sind eigentlich alles banale Dinge. Und natürlich entwickelt sich nicht mit jedem gleich eine gute Freundschaft. Das ist auch nicht meine Erwartung. Es haben sich langsam und fast beiläufig sehr enge und „tragfähige“ Freundschaften entwickelt. Oft mit Leuten, bei denen ich anfangs so gar nicht mit einem näheren Kontakt gerechnet hätte. Und es ist definitiv nicht so, dass nur die anderen reden und ich zuhöre. Das ist schon sehr ausgewogen.
    Mein Text ist jetzt länger geworden, als ich wollte.
    Also ich bin mir ziemlich sicher, dass ich meinen Freunden signalisiere, dass sie mir wichtig sind. Durch zuhören, nette Geschenke, ich schreibs ihnen auch hin und wieder und ich bin wirklich da, vergesse auch wichtige Termine von ihnen nicht etc... Ich denke mal, dass keiner meiner Freunde sagen würde, dass sie mir nicht wichtig sind. Ich erwarte aber keine Gegenleistung dafür, bin z.B. sehr gern für andere da. Ich übe ja auch einen Sozialberuf aus, weil es mich einfach erfüllt Menschen zu helfen, so auch meinen Freunden ohne Erwartung, dass sie dafür auch da sind. Trotzdem war ich natürlich ziemlich enttäuscht, dass sie mich bei meinem Verlust, der immer noch schmerzt so im Stich gelassen haben.

    Meine Freundschaften gehen alle ziemlich von mir aus, also der Kontakt wird größtenteils von mir gepflegt, ich frage meistens nach Treffen, bin für sie da etc... es sind ziemlich unausgewogene Freundschaften leider, trotzdem merke ich, dass mir eben gewisse Freundschaften wie zu meinen 2 längsten Freunden nicht mehr gut tun, weil es einfach schon Jahre lang so unausgewogen ist.

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    AW: Wünsche mir so sehr wieder eine beste Freundin

    Ich war früher auch sehr schüchtern. Diesen Luxus konnte ich mir irgendwann nicht mehr erlauben. Ich musste mich im Arbeitsleben durch kämpfen. Ich musste einfach. Ich hatte eine Tochter und ich wollte nicht, dass es ihr an irgendetwas fehlt.

    Aber so ist das im Leben. Möchte man wirklich etwas erreichen und sei es, gute Freunde zu finden, muss man im Notfall auch an sich selber arbeiten. Na klar kann man sagen, die Leute sollen mich nehmen wie ich bin und mich so lieben wie ich bin. Nur dann sind es richtige Freunde. Trotzdem ist es passiv. Und man kann nicht einfach mit den Füßen strampeln und sagen ich will! Davon bekommt man diese Freunde, die man sich sehnlichst wünscht, nun einmal nicht.

    Ich empfehle dir, arbeite an deiner Schüchternheit. Entwickle dich weiter. Ich bin mir sicher, dass das nicht schaden kann.

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    AW: Wünsche mir so sehr wieder eine beste Freundin

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Ich war früher auch sehr schüchtern. Diesen Luxus konnte ich mir irgendwann nicht mehr erlauben. Ich musste mich im Arbeitsleben durch kämpfen. Ich musste einfach. Ich hatte eine Tochter und ich wollte nicht, dass es ihr an irgendetwas fehlt.

    Aber so ist das im Leben. Möchte man wirklich etwas erreichen und sei es, gute Freunde zu finden, muss man im Notfall auch an sich selber arbeiten. Na klar kann man sagen, die Leute sollen mich nehmen wie ich bin und mich so lieben wie ich bin. Nur dann sind es richtige Freunde. Trotzdem ist es passiv. Und man kann nicht einfach mit den Füßen strampeln und sagen ich will! Davon bekommt man diese Freunde, die man sich sehnlichst wünscht, nun einmal nicht.

    Ich empfehle dir, arbeite an deiner Schüchternheit. Entwickle dich weiter. Ich bin mir sicher, dass das nicht schaden kann.
    Im Job bin ich komischerweise auch nicht schüchtern. Habe bis vor ein paar Monaten als Ergotherapeutin in einem Altersheim gearbeitet und dort versucht das möglichste für die BewohnerInnen herauszuholen und das zu erreichen, was ihnen gut tut, auch Gruppen wie Gedächtnistraining etc anzubieten und diese dann beim Heimleiter argumentiert. Jedoch wurde das weder von meiner Kollegin noch vom Heimleiter gut geheißen, da sie eher fanden, dass alte Leute zu "dumm" dafür sind und man sie eher wie Kinder behandeln sollte. Heißt wurde schließlich auch aus meiner Gedächtnisgruppe eine Spielegruppe und mein Arbeitsverhältnis nicht weiter verlängert. Ich wurde jedoch in meinem Zutun bestärkt, dass es richtig war seitens der Pflege und den BewohnerInnen, die alle sehr traurig waren, als ich ging.

    Es ist auch einfach so, dass ich ehrlich gesagt gar nicht wüsste, wo ich Freunde kennenlernen sollte. Ab nächster Woche fange ich an arbeiten, wo ich meistens von in der Früh bis 8 abends arbeiten muss und am Wochenende werde ich dann eher mal meine Ruhe haben wollen, bin auch nicht so der Ausgehmensch. Und Kollegen kann ich da leider vergessen, weil wir alle alleine arbeiten und sie schauen, dass sie uns so einteilen, dass wir als TherapeutInnen auch nicht zusammen Pause haben.

    Durch das Studium bin ich generell selbstbewusster geworden und habe mich ziemlich verändert, bin mittlerweile eigentlich auch so, wie ich immer sein wollte und sehr zufrieden mit mir, was ich bis jetzt geschafft habe.

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    AW: Wünsche mir so sehr wieder eine beste Freundin

    Ja, es klingt toll, was du bis jetzt geschafft hast. Das ist doch super schön, dass du einen Beruf hast, der dir Spaß macht.

    Wenn du so von deinem Arbeitsleben schreibst, stelle ich fest, dass wir beide gar nicht so verschieden sind. Ich muss auch immer brennen für das was ich mache. Und natürlich eckt man da mal an mit den Chefs.
    Ich würde an deiner Stelle nur darauf achten, dass ich erst mal entfristet werde, damit sie nicht einfach den Vertrag beenden können. Das ist oft wichtig, dass man diplomatisch bleibt. Gerade wenn man eine abhängige Beschäftigung hat.

    Wie gesagt, ich habe die Freunde, die ich habe, nie gezielt gesucht. Aber ab und zu bin ich eben unter Menschen gegangen, auch wenn ich keinen anderen kannte. In der Gegend, wo wir jetzt leben, waren wir zuerst weit weg von unserer Heimat und kannten hier keinen Menschen. Ich kenne also die Einsamkeit. Ich habe mir auch Gedanken gemacht und mich auch verabredet mit Leuten, die meine Interessen teilen. Aber die richtig guten Freunde habe ich in den Momenten kennen gelernt, als ich nicht damit rechnete.

    Mit Kollegen bin ich nie befreundet gewesen. Wahrscheinlich ist das Konkurrenzdenken da in meinem Bereich auch zu groß. Mich stört das nicht. Mir reicht das vollkommen im privaten Bereich. Und ich denke mir, dass das auch viel besser ist.
    Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn.

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    AW: Wünsche mir so sehr wieder eine beste Freundin

    Zitat Zitat von 12345Marie54321 Beitrag anzeigen
    Es ist auch einfach so, dass ich ehrlich gesagt gar nicht wüsste, wo ich Freunde kennenlernen sollte. Ab nächster Woche fange ich an arbeiten, wo ich meistens von in der Früh bis 8 abends arbeiten muss und am Wochenende werde ich dann eher mal meine Ruhe haben wollen, bin auch nicht so der Ausgehmensch.
    Menschen mit Freundschaftspotential kann man überall kennenlernen.
    Die Freundinnen, die ich seit Jahrzehnten habe: 1. gemeinsam schon eingeschult, damit die langjährigste, 2. unsere Vermieter, 3. ehemalige Kollegin, die macht indessen schon 20 Jahre was anderes, ist aber immer noch meine Freundin, 4. jemand, mit dem ich gelegentlich gemeinsam gewerkübergreifend arbeite - wir sind uns vom Strickmuster her so ähnlich, dass wir uns kennenlernten und von dem Moment an Freundinnen waren...so könnte ich noch eine Weile weitermachen, selbst hier in der Bricom kannst du (und habe ich) Freundinnen finden.

    Mir ist wichtig und das ist vielleicht eine Anregung für dich, dass ich eben keine "ultimativ beste Freundin für immer" haben will, weil ich die Verantwortung für diese Art Freundschaft selbst nicht tragen will.
    Am besten komme ich langfristig mit Menschen zurecht, die selbst viel Eigenleben einbringen, was auch bedeutet, dass sie noch andere Freunde haben müssen, die ihnen mindestens genauso wichtig sind.

    Klammernde Menschen hingegen machen mich extrem schnell nervös und vertreiben mich.

    Ist das vielleicht bei dir einen Gedanken wert, dass dieses "Beste-Freundin-Ding" gar nicht so wahnsinnig erstrebenswert ist? Eben weil das auch eine Verantwortung für die jeweils andere beinhaltet, die schnell in Grenzüberschreitung ausarten kann?
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde

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    AW: Wünsche mir so sehr wieder eine beste Freundin

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Heute habe ich einen großen Freundeskreis und bin gleichzeitig Einzelgänger. So empfinde ich mich selber. Ich gehe meinen Weg nach meinen Vorstellungen, hänge mich nicht an Gruppen und mag Gruppendynamik gar nicht leiden. Ich weiß ja immer im Hinterkopf, dass ich meine Freunde habe. Dadurch fühle ich mich frei. Ich weiß jetzt allerdings nicht, ob mich hier jemand versteht.
    Ich versteh' dich und ich bin exakt genauso - mit der Einschränkung, dass ich nie schüchtern war.
    Offensichtlich bist du gar kein Alien!
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde

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    AW: Wünsche mir so sehr wieder eine beste Freundin

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Ja, es klingt toll, was du bis jetzt geschafft hast. Das ist doch super schön, dass du einen Beruf hast, der dir Spaß macht.

    Wenn du so von deinem Arbeitsleben schreibst, stelle ich fest, dass wir beide gar nicht so verschieden sind. Ich muss auch immer brennen für das was ich mache. Und natürlich eckt man da mal an mit den Chefs.
    Ich würde an deiner Stelle nur darauf achten, dass ich erst mal entfristet werde, damit sie nicht einfach den Vertrag beenden können. Das ist oft wichtig, dass man diplomatisch bleibt. Gerade wenn man eine abhängige Beschäftigung hat.

    Wie gesagt, ich habe die Freunde, die ich habe, nie gezielt gesucht. Aber ab und zu bin ich eben unter Menschen gegangen, auch wenn ich keinen anderen kannte. In der Gegend, wo wir jetzt leben, waren wir zuerst weit weg von unserer Heimat und kannten hier keinen Menschen. Ich kenne also die Einsamkeit. Ich habe mir auch Gedanken gemacht und mich auch verabredet mit Leuten, die meine Interessen teilen. Aber die richtig guten Freunde habe ich in den Momenten kennen gelernt, als ich nicht damit rechnete.

    Mit Kollegen bin ich nie befreundet gewesen. Wahrscheinlich ist das Konkurrenzdenken da in meinem Bereich auch zu groß. Mich stört das nicht. Mir reicht das vollkommen im privaten Bereich. Und ich denke mir, dass das auch viel besser ist.

    Ja, ich bin auch sehr froh, ich mein die Stelle wo ich jetzt anfange ist nur eine Übergangslösung, weil ziemlich schlechte Arbeitsbedingungen sind, aber im Allgemeinen macht mir mein Beruf sehr viel Spaß.

    Ich denke, da hast du recht, dass ich das nächste Mal warte und zumindest bis die Befristung unbefristet wird, still halte und nur mache was gewollt ist, aber naja, ich kam frisch vom Studium, hab in dem Heim die Ergotherapie neu aufgebaut, weil zuvor keine war und wollte was bewirken.

    Das klingt schön, ich würde mir auch wünschen, dass ich Freunde kennenlerne, wenn ich es mir nicht erwarte, naja, vll wenn ich mal einen Freund habe und desen Freunde Freundinnen, viellleicht ja auf diesem Weg. Was waren denn bei dir so unerwartete Momente? :)

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