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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen und Corona

    Zitat Zitat von Starbuck Beitrag anzeigen
    Mein Mann hat übrigens eine völlig andere Einstellung zu Freunden.
    Mit manchen hat er zeitweise kaum Kontakt. Sagt aber, wenn er da nachts anrufen würde, wären sie sofort für ihn da (und umgekehrt).
    hat er das denn schonmal getestet?

    ich habe gerade von männern schon oft genug gehört, man sei so enttäuscht worden, als man mal hilfe gebraucht habe...

  2. Moderation

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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen auf dem Prüfstand

    Zitat Zitat von Suzie Wong Beitrag anzeigen
    Meine Meinung: wer sich für mich interessiert, der fragt. wie es mir geht. Im Gegenzug mache ich es genauso. Oder erwarte ich zuviel?
    Das Problem ist, glaube ich, nicht die Erwartung, sondern die Umstände.

    1. Hast du mitgeteilt (duch konsistentes Verhalten) daß du gefragt werden möchstest? Viele Leute wollen nicht ständig gefragt werden, wie es ihnen geht. Manche Leute fragen jeden, der es nicht offensichtlich ablehnt, andere nur die, die offensichtlich zustimmen. Wenn du eine lange Historie von Konstistenz hast, ist es leichter, aus dem Verhalten der Leute daraus zu schließen, wie sie zu dir stehen.

    2. Lockdown und Isolation verändern das Zeitempfinden. (April? Gab es dieses Jahr einen April?) Je stärker jemand davon betroffen ist, desto weniger merkt er, daß so was wie "melden" mal wieder überfällig sein könnte, weil es keine äußeren Hinweise gibt, die daran erinnern, wie die Zeit vergeht.

    2a Während vielleicht mehr extrovertierte Leute unter Langeweile und Kontaktarmut leiden und sich bei jedem in ihrem Adressbuch regelmäßig melden, ob der sie interessiert oder nicht.

    3. Reziprozität beim "Melden" ist logisch problematisch. Wenn ich mich bei jemandem melde, dann hat er sich ja nicht bei mir gemeldet? Wenn sich jemand bei mir meldet, muß ich mich zurückmelden?

    4. Interesse entsteht mehr durch Kontakt als Kontakt durch Interesse.

    Ich würde als erste Regel lieber aufstellen, "Welche von diesen Leuten will ich weiterhin in meinem Leben" und dann versuchen, die zu halten.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen auf dem Prüfstand

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen


    Ich würde als erste Regel lieber aufstellen, "Welche von diesen Leuten will ich weiterhin in meinem Leben" und dann versuchen, die zu halten.
    Ist halt problematisch, wenn das offenbar nicht auf Gegenseitigkeit beruht.

    Ich habe jedenfalls genug versucht, Leute zu halten, die ich gerne in meinem Leben hätte. Wer nicht will, hat schon gehabt.
    Ich schwanke schon seit Langem zwischen möglichst gut informiert sein und am liebsten gar nichts mehr wissen wollen.

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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen auf dem Prüfstand

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen
    Könnt Ihr bitte mal ein Beispiel nennen : wenn ich ihn/sie brauch(t)e, war er/sie da



    Habt Ihr Freunde auch in alltäglicher Unterstützung, wenns brennt?

    Oder mehr bezogen auf; ich kann anrufen und finde in der Not ein Ohr
    Verständnisfrage

    Du meinst (vor allem) tätige Hilfe? (ich glaube mich da dunkel zu erinnern, dass das schon mal irgendwo Thema war??? Dass keiner hilft, wenn du Arbeit hättest oder so?)

    Also Beisp. helfen beim weißeln oder ein Fahrdienst
    Weniger : langes Telefonat über die besondere Dummheit eines Ex und seiner Neuen (Bsp)

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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen und Corona

    Zitat Zitat von Ullalla Beitrag anzeigen
    Irgendwie verstehe ich das nicht. Wenn ich mich nicht melde und abwarte - und die andere Person sich nicht meldet, sondern abwartet: warum trenne ICH dann die Spreu vom Weizen und warum bin ICH dann nicht die Person, die von der anderen Person aussortiert wird?
    Zitat Zitat von Caramac Beitrag anzeigen
    Ich begreife es auch nicht. Einer muss doch den Anfang machen. Wenn ich mich melde und es kommt keine Antwort - ok. Aber zu meckern, weil jemand sich nicht meldet, obwohl Du es auch nicht getan hast ??? Oder habe ich da etwas missverstanden.
    Zitat Zitat von Stina Beitrag anzeigen
    Magalie, Ich schließe mich den Fragen von Ullala und Caramac an - so ganz leuchtet mir das auch nicht ein.
    Also, ich kann gut verstehen, dass man die Zeit gerade nutzt und Freundschaften reflektiert und hinterfragt - aber auch mir erschließt sich nicht so richtig, was am Nicht-Melden der Freunde schlechter ist als am eigenen.
    Oh je...

    Das hier, das ist Suzies Strang, den ich auf keinen Fall kapern möchte.

    Aber nachdem mir @Ullalla, @Caramac und @Stina Fragen gestellt haben, hier meine Antwort:

    Kurz bevor Corona ausgebrochen ist, hatte sich in meinem Leben etwas ergeben, was zur Zeit nicht ganz einfach ist, damit klar zu kommen. Die meisten Leute in meinem Umfeld haben das mitgekriegt und wissen das auch.

    Die Leute in meinem Umfeld wissen aber auch, dass ich keine Jammertante bin und mit meinem Kram immer ganz gut alleine zurecht komme. Sie wissen allerdings auch, dass ich jemand bin, der für andere da ist, wenn Not am Mann ist.

    Nun denn...
    Es gibt... nein gab... da zwei Menschen, denen ich in den letzten 12 Monaten - unabhängig voneinander - in sehr schwierigen Situationen praktisch und theoretisch geholfen habe und zur Seite stand. Es ging da bei beiden um existentielle Dinge.

    Aus all diesen Gründen habe ich mich, nachdem Corona ausbrach und bei mir parallel ein anderer Film lief, einfach etwas ausgeklinkt, weil ich wissen wollte, wer "da" ist und wer nicht.

    Es waren genau die Kandidaten, bei denen ich es mir vorher hätte denken können...

    Tja.. shit happens...
    Und das ist auch gut so.
    Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln,
    einem Affen zuzunicken und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.

    (Maxim Gorki)

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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen auf dem Prüfstand

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen
    I
    Mir fehlen lebenslang nahe Menschen, die mir eine Suppe kochen, beim Renovieren Hilfe anbieten, mich zum Arzt begleiten oder abholen

    Nicht ständig natürlich, aber dann, wenn es alle Jahre mal vorkommt
    okay...Ich finde einerseits, das ist erste Familienpflicht. Kümmern bei Krankheiten oder Schicksalsschlägen: Verwandte 1. Grades oder Partner.

    Wenn die nicht da sind - dann engste Freunde. Da würde ich von den 4en 2 sofort bitten und bitten können. Die anderen 2 auch, aber die wohnen inzwischen 500 bzw. 600 km weg. Und jeder hat so seine Meriten - also nicht jeder kann und will alles.
    Ich bin mir aber sicher, wenn ich um Hilfe bitten würde, würden alle 4 helfen.

    Ich ihnen auch.

    Aber: Ich mach das nicht. Und die auch nicht. Ich finde, so tätige Helferei, dem sind wir entwachsen. Ich helfe mal spontan wo mit, weil ich grad da bin. Also zufällig.
    Aber so eine Übernahme von Orga, die wir auch einfach delegieren könnten und zwar nicht untereinander, sondern gegen GEld an Profis, das gibt es nicht mehr.
    Das war so um die Jahrtausendwende fertig.

    Ich finde auch, dass weder Fahrdienste, noch Renovieren etc. Freundschaftsaufgaben sind.
    Dafür gibt es Taxis, Handwerker und Lieferdienste.

    Selbstverständlich! würde ich ohne Zögern helfen, wenn ein Mensch in Not ist. Also diese Krankheitsbeispiel, alleinstehend, 40 Fieber, usw. - da helfe ich und zwar immer und überhaupt.

    übrigens auch Menschen, die ich weniger gut kenne. Das ist für mich Notfallhilfe. Da gibt es nix zu rütteln. Das gehört zum Menschsein dazu.

    Aber so die Einstellung, ach ich hab ja Freunde/Bekannte/Kollegen, die Trommel ich zusammen und dann....
    Das hat sich verwachsen. Das ist was sehr studentisches, finde ich.

  7. Inaktiver User

    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen auf dem Prüfstand

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Ich finde auch, dass weder Fahrdienste, noch Renovieren etc. Freundschaftsaufgaben sind.
    Dafür gibt es Taxis, Handwerker und Lieferdienste. [...]
    Aber so die Einstellung, ach ich hab ja Freunde/Bekannte/Kollegen, die Trommel ich zusammen und dann....
    Das hat sich verwachsen. Das ist was sehr studentisches, finde ich.
    Klassisches Chapman'sches Missverständnis...

    "Tätige Hilfsbereitschaft" rangiert offenbar bei Twix' Sprachen der Liebe weit oben, bei Roke ganz unten.

    Das Konzept "Die 5 Sprachen der Liebe" aus der amerikanischen Paartherapie trifft ja nicht nur auf Paarbeziehungen zu, sondern auf alle Beziehungstypen, z.B. auch auf Freunde oder Kollegen.
    Chapman identifiziert fünf Wege, wie Liebe gegeben und empfangen werden kann:
    • Zweisamkeit
    • Lob und Anerkennung
    • Geschenke
    • Tätige Hilfsbereitschaft
    • Zärtlichkeit/Körperkontakt


    Der Grundgedanke der 5 Liebessprachen ist, dass Menschen in Beziehungen ihrer Liebe auf unterschiedliche Art und Weise Ausdruck verleihen. Daraus ergeben sich 5 verschiedene Sprachen, die die Liebe dem Partner gegenüber ausdrücken können.
    Eine übereinstimmende Liebessprache führt dazu, dass beide Teile einer Beziehung sich verstanden und geliebt fühlen und ist eine positive Voraussetzung für eine funktionierende Beziehung. Aber auch unterschiedliche Liebessprachen der Partner müssen kein Hindernis darstellen, solange Verständnis für die Liebessprache des Gegenübers besteht.
    Wenn Partner eine unterschiedliche Liebessprache des Anderen nicht verstehen und eine andere Ausdrucksweise von Liebe haben, kann das dazu führen, dass man ähnlich wie bei verschiedenen Muttersprachen aneinander vorbei redet und keine gemeinsame Kommunikationsgrundlage findet. Das kann dazu führen, dass sich die Partner nicht geliebt fühlen und die Beziehung auseinander bricht.


    Lt. Chapman hat jeder Mensch unter den Sprachen der Liebe 1-2 Muttersprachen, 1-2 Fremdsprachen, die er gut oder sehr gut beherrscht, 1-2 Fremdsprachen, die er mäßig beherrscht und oft auch eine, die er kaum oder gar nicht beherrscht.

    Bei mir steht "tätige Hilfe" auch sehr weit oben, wie offenbar bei Twix auch und bei Roke gar nicht.
    Dafür sind mir "Geschenke" beispielsweise völlig unwichtig, und auch "Zweisamkeit" eher weniger.

    Meine Rangliste:
    1) Zärtlichkeit & tätige Hilfe
    2) Anerkennung
    3) Zweisamkeit
    lange nix
    4) Geschenke

    Geändert von Inaktiver User (09.05.2020 um 14:47 Uhr)

  8. User Info Menu

    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen auf dem Prüfstand

    hm

    Ich finde mich da nicht so wieder.

    Vor allem "Geschenke" (?!) als Parameter für eine zwischenmenschliche Beziehung

    Egal auf welcher Position, das finde ich irgendwie eigenartig. Und es scheint in dem Konzept ja gleichberechtigt zu Zärtlichkeit und Hilfe und Zweisamkeit zu sein.

    ich kenne das mit den Sprachen der Liebe. Aber irgendwie - ich kann das nicht so erklären - mir fehlt da was!

    "Begeisterung"
    "Humor"
    "Vertrauen"
    "Loyalität"
    "Wohlwollen"

    Das wären meine big five.

  9. Inaktiver User

    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen auf dem Prüfstand

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    hm

    Ich finde mich da nicht so wieder.
    Vor allem "Geschenke" (?!) als Parameter für eine zwischenmenschliche Beziehung

    Egal auf welcher Position, das finde ich irgendwie eigenartig. Und es scheint in dem Konzept ja gleichberechtigt zu Zärtlichkeit und Hilfe und Zweisamkeit zu sein.

    ich kenne das mit den Sprachen der Liebe. Aber irgendwie - ich kann das nicht so erklären - mir fehlt da was!

    "Begeisterung"
    "Humor"
    "Vertrauen"
    "Loyalität"
    "Wohlwollen"

    Das wären meine big five.
    Das Konzept beschreibt nicht, was Liebe ausmacht, sondern es geht ausschließlich um die verschiedenen Wege, die eigene Zuneigung durch äußeres Handeln aktiv dem anderen gegenüber auszudrücken, daher der Begriff Sprachen.
    Humor kann zwei Menschen verbinden oder auch nicht, ist aber keine Ausdrucksform per se.
    Loyalität, Wohlwollen, Begeisterung sind Haltungen, die ihren Ausdruck in den 5 Sprachen finden.
    Begeisterung z.B. kann in gemeinsamer Unternehmung (Sprache Zweisamkeit) oder Sex (Sprache Zärtlichkeit, in den bei Chapman alles Körperliche fällt) münden.
    Usw.

    Mit den Geschenken sind meinem Verständnis nach auch viele kleine liebevolle Gesten gemeint, eine Auswahl, bei der man sich in den anderen hineinversetzt, usw. Es geht wenig bis nicht um Materielles. Im Kollegenkreis sind das z.B. diejenigen, die einem öfter mal einfach so ein Raffaello auf den Schreibtisch legen.

  10. Inaktiver User

    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen auf dem Prüfstand

    Zur Strang-Ausgangsfrage:
    Wie oft man sich beim anderen meldet wäre bei Chapman die Ausdrucksform "Zweisamkeit":
    Sie beinhaltet, wie oft man mit dem anderen Kontakt haben und Zeit verbringen möchte.

    Für manche ist häufiger Kontakt und Auf-dem-Laufenden-übereinander-Bleiben während Corona unerlässlich für eine Freundschaft, für andere nicht.
    Dennoch kann die Freundschaft gleich stark sein - nur der Ausdruck ist anders.

    Schwierig wird es in Fällen, wie ebenfalls in diesem Strang geschildert, wenn sich Person A diesen engen Kontakt wünscht und sich von Person B hierbei zurückgewiesen führt. Denn das kann zweierlei bedeuten:
    1.) Person B spricht hier einfach eine andere Sprache, empfindet aber genauso viel für Person A wie diese für sie.
    oder
    2.) Person B empfindet weniger für Person A.

    Gleiches gilt für das eigene Verhalten.

    In solchen Situationen ist mein Impuls, mir Klarheit darüber zu verschaffen, was der Fall ist.

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