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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen auf dem Prüfstand

    Ganz kurz nur und ich bin nicht Twix. Vorwerfen oder überhaupt benennen würde ich es auch nicht. Aber man muss nicht unbedingt stalken, um so etwas zu wissen. Ist man öfter mal mit einer Person über Stunden beieinander und immer wieder wird zwischendurch das Smartphone gezückt und mal eben kurz geantwortet, eine große Diskussion angefangen, die Tochter angerufen, dem Partner 5 Updates geliefert. ..., dann kann man von daueronline sprechen, wenn es jedes Mal der Fall ist. Und aus Erzählungen kann man das auch heraushören. Dafür muss man nicht gleich Profile beobachten.

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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen und Corona

    Zitat Zitat von Chambord Beitrag anzeigen
    Der kollegiale rote Faden reicht mir. Wenn sich alle daran halten würden, gäb es kein Mobbing u.ä. Ungemach zwischen den Leuten.
    Dass es unter Kollegen, die nicht befreundet sind, kein Mobbing gäbe, ist aber eine steile Behauptung. Die stimmt natürlich nicht.

    Ich finde auch, dass das jeder für sich entscheiden soll, wie er es handhabt. Ich habe schon aufgrund von Umzügen über größere Distanzen Freundschaften im Beruf gefunden, sogar auf verschiedenen Hierarchieebenen. Teilweise schon vor Jahrzehnten, mit denen bin ich noch immer befreundet, auch mit einer früheren Mitarbeiterin, die ist eine enge Freundin. Frauen und Männer übrigens. Nie Schwierigkeiten gehabt, im Gegenteil. Das war für mich immer eine Bereicherung.

    Man kann das sicher vorsichtig handhaben, aber ich würde Beruf und Freundschaft für mich nicht ausschließen wollen.

    Warum die Erde rund und auf keinen Fall flach ist?
    Wenn sie flach wäre, hatten Katzen schon längst alles runter geschubst.
    .

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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen und Corona

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Dass es unter Kollegen, die nicht befreundet sind, kein Mobbing gäbe, ist aber eine steile Behauptung. Die stimmt natürlich nicht.
    Mit dem von mir genannten "kollegialen roten Faden" meine ich eben, ein anständiges, kollegiales, menschliches Verhalten, das nicht von Neid, Konkurrenzkampf und dergleichen geprägt ist. Da werden auch keine Informationen zurückgehalten, um der anderen eins reinszuwürgen oder ihr etwas falsch erläutert, damit sie beim nächsten Mal auf die .... nauze fällt oder es wird nicht geholfen, wenn um Hilfe gebeten wird.

    Mir ist bewusst, dass ich einem Traum vielleicht aufsitze. Aber jeder gibt seine Prägung in die Arbeitswelt.

    Und ja, es können Freundschaften entstehen, müssen aber nicht und wenn Freundschaften entstehen bleibt mir nur zu wünschen, dass es auch so bleibt.

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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen und Corona

    Ich empfinde genau einen großen Unterschied zwischen "Freund" und "kenne ich".

    und diesen Unterschied empfinde ich immer. Auch ohne Corona oder so Zeug.

    Die Freunde und ich halten Kontakt. Gegenseitig. Mal mehr, mal lose. Derzeit viel auf Festnetz. Ich bin da irgendwie wie die eine erwähnte Mama von @Palmanova - ich kenne eine Freundin seit '82.....

    Die "kenne ich" Kontakte sind fragiler und nicht so ernsthaft - ich nehme wahrscheinlich kaum wahr, wenn es da bröckelt.

    Daher finde ich mich beim lesen oft in den von vielen hier so beklagten Abtrünnigen wieder.
    Und ich glaube, das liegt einfach am Grad der Bindung, die man zueinander hat.

    So gute, nette Yogabekanntschaften, mit denen ich oft ratsche und lache und auch mal auf einen Kaffee gehe - da würde ich nie auf die Idee kommen, zu fragen wie es Ihnen geht. Und ich fände seltsam, wenn die bei mir diesbezüglich nachfragten.

    Ich kann mir immer nicht so vorstellen, dass solche "Fehleinschätzungen" an Bindung erst durch Krisen offen gelegt werden.
    Oder ist euch jeder nette Alltagskontakt gleich viel wert? Wie enge Freunde?

    Mir nicht. Ich trenne da seelisch total. Und ich glaube, das ist der Unterschied. Wenn dies aufeinander trifft, dann kommt es zu Enttäuschung und Frust.

    Wenn ich von einem meiner Freunde nix höre, melde ich mich. Und frage.
    Was mich auch wundert ist dieses "nix zu berichten" - also ich hab selten was tolles zu berichten. Man redet doch einfach so? Dann halt darüber, dass nix los ist und überhaupt. Oder dass man die Maske aus Wut angezündet hat. Oder wohin man als erstes Zusammen essen geht.

    Mir fällt auch oft auf, dass manche Beziehungen, die dann enttäuschend sind, sehr von "tun" geprägt sind. Also von Utnernehmungen, Hobbys, die man teilt etc.

    Das kenne ich so stark auch nicht. Ich mag z. B. den Menschen treffen. Was wir dann tun ist mir eher egal.

    Und ich denke, je mehr "Tun" eine Beziehung trägt, desto anfälliger ist sie, wenn das wegfällt.

    Verblüfft hat mich beim lesen auch, dass ihr anscheinend so viele Menschen kennt, die ihr vermisst und so.
    Ich habe 4 Freunde. Davon sehe ich im Normalbetrieb 2 regelmäßig(er). 2 alle paar Monate, wenn es gut geht.

    Vielleicht täusche ich mich, aber bei manchen klang es nach viel mehr Menschen.

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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen auf dem Prüfstand

    Ich gehöre auch zu denen, die zwischen Bekannten und Freunden trennen. Meine Sportgruppe liegt zur Zeit auf Eis, weil es keinen Sport gibt. Das Zusammensein war nett, aber ausschließlich durch den gemeinsamen Sport geprägt, worüber soll man da reden, ohne Sport? Sollte ich einmal den Sport wechseln oder woanders hinziehen, werde ich mit ihnen nichts mehr zu tun haben. Symphathisch sind sie mir trotzdem, aber eine Freundschaft ist das eben nicht.

    Freunde sind diejenigen, die immer noch da sind, wenn es einmal nicht gut läuft. So eine Freundschaft verträgt auch Phasen, in denen man weniger mit einander zu tun hat.

    Mir ist es aber schon passiert, dass sich in langjährige Freundschaften Misstöne eingeschlichen haben, manche habe ich mittlerweile unter Bekanntschaften einsortiert. Ich glaube noch nicht einmal, dass das alle gemerkt haben.

    Ob nun Corona oder andere Krisen: es ist zwar manchmal schmerzhaft aber im Endeffekt sehr gut, wenn man weiß was man an jemandem (nicht) hat.
    Geändert von Stina (08.05.2020 um 17:37 Uhr)

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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen auf dem Prüfstand

    Auch entgegen dem Verlegen aus dem Corona- Strang- möchte ich aber genau darauf nun eingehen.

    Denn ich finde- gerade nun in DIESER Zeit seine Freundschaften zu prüfen- total am Ziel vorbei!
    Diese Zeit berührt jeden- auf die eine oder andere Weise.
    Da gibt es Ängste, Nöte, Schwierigkeiten.....mehr gezwungen daheim zu sein, bedeutet doch nicht gleichzeitig, dass ich nun mehr Telefongespräche mit meiner Freundin haben muss!

    Oder soll ich der nun von meinen Ängsten erzählen??
    Will sie das hören? Will ich mich so offen zeigen? Soll das Thema auch unsere Freundschaft belasten?
    Ist es vielleicht gerade total hilfreich, dass ich mich nicht melde und das Gefühl habe, ich muss für mich bleiben?

    Ich selbst habe auch in dieser Zeit sehr sehr wenig telefoniert.
    Mir war einfach nicht danach.
    Weder wollte ich über Corona reden- darüber reden aber alle- noch war mir nach Blabla.........mir war einfach nur nach RUHE.
    Würde mir das eine Freundin vorhalten, wäre ich schon verwundert, denn man mag mir einen Vorwurf machen, wenn ich jetzt andere dafür kontaktiert hätte, aber sie nicht- nur kann sie das a- nicht wissen und b- war es ja gar nicht so.

    Im übrigen denke ich auch- wenn es der Gegenseite SO wichtig ist- soll sie doch anrufen!
    Sich selbst zurücknehmen und dann das Verhalten des anderen ab-werten......ist ja ganz schön einfach entsorgt.

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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen und Corona

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Ich habe 4 Freunde. Davon sehe ich im Normalbetrieb 2 regelmäßig(er). 2 alle paar Monate, wenn es gut geht.
    Vielleicht täusche ich mich, aber bei manchen klang es nach viel mehr Menschen.
    Mir geht es in etwa ähnlich.

    Vielleicht liegt es auch am Alter?

    Jüngere Leute haben ja nen Haufen Freunde oder gute bis sehr gute Bekannte.

    Wie hoch die jeweilige Erwartungshaltung ist, kann ich natürlich nicht beurteilen.

    Zu meinen Leuten (einschl. Familie) habe ich regelmäßigen Kontakt (auch sehen) und von daher ....

    Da wird auch keine Strichliste geführt, wer sich zuletzt gemeldet hat und wer sich als Erster wieder melden muss.

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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen auf dem Prüfstand

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    A
    Da gibt es Ängste, Nöte, Schwierigkeiten.....mehr gezwungen daheim zu sein, bedeutet doch nicht gleichzeitig, dass ich nun mehr Telefongespräche mit meiner Freundin haben muss!

    Oder soll ich der nun von meinen Ängsten erzählen??
    Will sie das hören? Will ich mich so offen zeigen? Soll das Thema auch unsere Freundschaft belasten?
    .
    Das verstehe ich gerade nicht.
    Also, unter der Prämisse, das ist eine echte Freundin.....

    kann man doch anfragen, wenn man nix hört ("how goes?" - sie: "alles Shit. mag nix hören und sehen grad, melde mich, Bussi" Ich: oh je. Kann ich was tun? Sie: erschieß mich")

    Warum sollte man nicht von Ängsten erzählen? Ich erzähle das "alles" - nicht im Sinne der Vollständigkeit, aber inhaltlich.
    Nöte, Sorgen, Zustände - alles gern auch irrational und unverdaut. Und Freuden, Glücksfälle, Jubel Trubel Heiterkeit - und oft "nichts" - das verblüfft mich auch, wenn ich ehrlich bin.

    Redet ihr immer/meistens so "thematisch"?

    Ich kenne und lebe das eher so, dass man halt redet. Über uns, die Männer, das Wetter, die Jobs, die Eltern, die Kinder, die Viecher, die Nägel, den Urlaub, die Wahlen, die Wale .............
    Ich hab da keine Agenda bei Freunden.

    Ich nehme gerade einen Unterschied wahr, dass ich bei Freunden recht familiär agiere.
    Oft lese ich aber eine "offiziellere" Herangehensweise. So wäre ich tatsächlich nicht auf die Idee gekommen, dass ich einer Freundin meinen Corona-Kater nicht mitteilen sollte/dürfte/könnte.

    Weil wenn der das zuviel wäre, sagt die "Schnucki, jetzt reiß dich mal z'am. Hilft nix und mich nervts auch so. Du machst es nur schlimmer! Erzähl mir lieber, was der schöne Ober macht"

    Und ich bin dann nicht verletzt oder so, sondern denk mir "die hat recht"

    Sonst wäre das nicht meine Freundin, sondern eine Passantin in meinem Leben.

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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen und Corona

    Die letzten Postings bringen mich noch einmal zum Nachdenken....ich frage mich tatsächlich gerade, ob ich nicht einfach Freundschaften/Bekanntschaften falsch definiere.
    Oder ob ich zu viel in Bekanntschaften hineininterpretiere, mehr in ihnen sehe als die Bekannten.

    Rokeby, chambord etc.: was genau unterscheidet für euch eine Freundschaft von einer Bekanntschaft?
    Wann wird für euch eine Bekanntschaft zu einer Freundschaft?

    Das soll kein „Hinterfragen“ sein, mehr ein Neujustieren meiner eigenen Sichtweise.
    Ich schwanke schon seit Langem zwischen möglichst gut informiert sein und am liebsten gar nichts mehr wissen wollen.

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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen und Corona

    Zitat Zitat von Starbuck Beitrag anzeigen

    Rokeby, chambord etc.: was genau unterscheidet für euch eine Freundschaft von einer Bekanntschaft?
    Wann wird für euch eine Bekanntschaft zu einer Freundschaft?
    Schwer zu erklären für mich.

    Was unterscheidet eine schöne Affäre von der ganz großen Liebe?

    Erstmal die Zeit oder?

    Ist echt schwer.... für mich ist das auch bisschen was Magisches. Ich liebe meine Freunde ja. Bekannte nicht. Die mag ich im Idealfall.

    Freunde - die nehm ich wie sie sind. Bekannte, die müssen mehr "funktionieren" oder so. Dürfen mich nicht nerven.
    Freunde nerven mich bisweilen total. Ich sie auch. Es ist also nicht so, dass die so problemlos pflegeleicht und passgenau sind. Das sind eher die Bekannten.....

    Es hat viel mit Vertrauen und Zuneigung zu tun. Dass man sich aushalten kann. Dass ich aushalte, dass ich was komplett anders sehe und mache und sie trotzdem total schätze und mag und so.

    Wenn ich merke, mir ist egal, ob wer in manchen Sachen anders tickt wie ich, dann bin ich im Spiel. Das ist für mich immer das Zeichen, dass ich wen liebe. Im erotischen Paar-Sinn, aber auch im unerotischen freundschaftlichen.

    "machen" kann ich das nicht.

    und ja, ich hab manchmal den Eindruck, dass eine sortenreinere Trennung in Bekannter und Freund evtl. einigen Ärger sparen könnte. Das ist aber Typsache!

    Mein Mann z. B. trennt da nicht. Dem sind alle gleich - der ist da oberflächlicher in meinen Augen.

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