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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen und Corona

    Magalie_J, dein Beitrag gefällt mir. Ich denke auch, Corona ist nur der Booster. Etwas, was vorher unbewusst da war, wird beschleunigt.
    Meine Hobbies:

    (lesen, essen/backen/kochen/reisen/walken (ohne Hund))

  2. Moderation

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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen und Corona

    Magalie, Ich schließe mich den Fragen von Ullala und Caramac an - so ganz leuchtet mir das auch nicht ein.
    Also, ich kann gut verstehen, dass man die Zeit gerade nutzt und Freundschaften reflektiert und hinterfragt - aber auch mir erschließt sich nicht so richtig, was am Nicht-Melden der Freunde schlechter ist als am eigenen.
    Suzie hat zwar versucht, das zu erklären, aber so richtig verstehe ich das nicht. Ich bin derzeit auch teilweise schlecht im Melden - aber ich würde denen, bei denen ich mich nicht melde, das umgekehrt dann auch nicht ankreiden. Sondern mich eher fragen, woran das jeweils liegt.

    Zitat Zitat von Unendlichkeit Beitrag anzeigen
    Ich habe bei mir selber gemerkt, dass ich einfach nicht viel zu berichten habe. Den ganzen Tag daheim mit Haushalt und Kindern. Nicht besonders spannend und nicht besonders bemerkenswert. Deshalb habe ich auch nicht so oft mit Freunden telefoniert ... Aus keinem anderen Grund
    Das kenne ich auch - das hält mich aber eher vom regelmäßigen Melden ab, nicht vom einmaligen. Komischerweise kann ich mit meiner engsten Freundin aber trotzdem wöchentlich mindestens eine Stunde am Telefon reden, aber bei anderen habe ich auch das Gefühl, es gibt jetzt aktuell nichts neues.

    Es gibt aber auch andere Freundschaften oder Bekanntschaften, wo es nicht das ist, was mich abhält. Da bin ich gedanklich auch dran, wobei ich da eher kritisch mit mir als mit den jeweiligen Personen bin.
    12 26. We are Family.

    Moderation in Erziehung & Freundschaft

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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen und Corona

    Bei mir sind seit der Corona-Situation auch einige Kontakte ausgedünnt. Meiner Meinung liegt das daran, dass das meiste, was wir in normalen Zeiten gern gemeinsam tun, momentan nicht möglich ist. Bekanntschaften, die viel durch gemeinsame Unternehmungen und Aktivitäten getragen werden, lassen sich nicht in der gleichen Intensität auf die Telefon- und Videoebene verlagern. Da muss ich jetzt durch... und sobald sich die Situation durch bessere Covid19-Behandlungsmöglichkeiten entspannt, werden diese Kontakte hoffentlich wieder mehr aufleben.

    Natürlich telefoniere ich auch ab und zu mit den engeren Freunden. Aber mir geht es (ohne Kinder;-)) ähnlich wie Stina und Unendlichkeit. Es gibt einfach nicht vieles zu berichten. Nach einem Arbeitstag bin ich auch etwas erschöpft und habe nicht ständig Lust, abends noch lange zu telefonieren.
    Ich glaube, dass es auch anderen so geht und deshalb nicht so viel Interaktion läuft dieser Tage.
    Corona schlägt außerdem auf das Gemüt. Angst vor Ansteckung und Folgen, Sorgen um die wirtschaftliche Situation, das geht an den meisten nicht spurlos vorüber. Jedenfalls rede ich mir das ein und schiebe den Gedanken "Er/sie interessiert sich gar nicht mehr für mich" beiseite.

    Ich vermisse das soziale Leben, aber mehr das reale als das digitale.
    Über die Online-Kanäle lasse ich halbwegs regelmäßig von mir hören. Die Tatsache, dass es liebe Menschen gibt und Kontaktmedien vorhanden sind, tut gut und wärmt das Herz.



    Auch bei mir gibt es Freundschaften/Bekanntschaften, wo mich irgendetwas vom Melden abhält. Die Gründe sind verschieden:

    - Man hat lange nichts mehr voneinander gehört und der erste/nächste Schritt zur Wiedervertiefung des Kontakts wäre eine gemeinsame Unternehmung, entweder im kleinen Kreis oder im Zusammenhang mit einer Veranstaltung. Geht gerade nicht.

    - Die andere Person ist fast immer, wenn ich anrufe, gerade sehr beschäftigt. Arbeit (freiberuflich und von zu Hause), Kinder und Hund versorgen, Kochen, Garten, irgendwas ist immer. Nach mehreren Anrufversuchen, die so gelaufen sind, ist mir die Lust, mich zu melden, etwas abhanden gekommen. Das ist kein Vorwurf an sie, aber es lädt nicht zum spontanen Durchklingeln ein.

    - Bei einer Person weiß ich schon vor dem Anruf, wie das Gespräch laufen wird: Zu 90% dreht sich alles um sie und ihre Themen, und meine werden nur am Rand gestreift. Während dieser Lazy-Non-socializing-Cow-Tage erlaube ich mir, auf die Rolle der Fast-ausschließlich-Zuhörerin keine Lust zu haben.

    Irgendwann leben wir wieder auf und dann freue ich mich umso mehr, die Leute wieder live zu treffen in schönen Kontexten und Aktivitäten.
    Geändert von LillyTown (07.05.2020 um 19:44 Uhr)

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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen und Corona

    Ja, Suzie... kam denn vorher schon weniger von den Freunden und jetzt gar nichts mehr?

    Bei mir ist es so, dass ich mich ernsthaft frage, das Freundschaftsthema komplett ad acta legen zu wollen. Bekanntschaften eingehen bzw diese locker gewordenen Freundschaften mehr oder weniger erhalten: ja, ok.

    Aber den Wunsch nach engen Freundschaften nicht mehr verfolgen. Früher oder später (meistens später) geht bei mir eh alles kaputt, weil das Interesse an mir scheinbar nach einigen Jahren dann nachlässt.

    Vielleicht fokussiere ich mich bald auch nur noch auf Partner und Familie.

    Eigentlich schade, denn meine Mutter hat mit Ende 60 einige sehr gute Freundinnen. Teils seit 40 Jahren schon. Aber ich scheine es nicht hinzukriegen.

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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen und Corona

    Zitat Zitat von Suzie Wong Beitrag anzeigen
    Das ist traurig.
    Es gibt schon eine Schnittmenge: bei der ein oder anderen Person bin ich schon enttäuscht. Aber ich denke mir: dann waren wir wohl nicht auf einer Wellenlänge, was das betrifft.
    Ein „alles Gute in dieser Zeit“ reicht schon. Gar nichts - finde ich schwierig und ich möchte jetzt mutig genug sein, meine Konsequenzen zu ziehen.
    Von mir gefettet

    Die beiden letzten Sätze kann ich unterschreiben.
    Inzwischen würde mir ein völlig ausreichen. Ich bin kein großer Telefonierer, und es passiert ja auch kaum noch Erzählenswertes. Da muss man auch keinen Videochat oder ein Telefonat erzwingen.

    Dass manche Mensch komplett abgetaucht sind, daraus werde ich aber definitiv Konsequenzen ziehen.

    Zitat Zitat von Palmanova Beitrag anzeigen
    Ja, Suzie... kam denn vorher schon weniger von den Freunden und jetzt gar nichts mehr?

    Bei mir ist es so, dass ich mich ernsthaft frage, das Freundschaftsthema komplett ad acta legen zu wollen. Bekanntschaften eingehen bzw diese locker gewordenen Freundschaften mehr oder weniger erhalten: ja, ok.

    Aber den Wunsch nach engen Freundschaften nicht mehr verfolgen. Früher oder später (meistens später) geht bei mir eh alles kaputt, weil das Interesse an mir scheinbar nach einigen Jahren dann nachlässt.

    Vielleicht fokussiere ich mich bald auch nur noch auf Partner und Familie.

    Eigentlich schade, denn meine Mutter hat mit Ende 60 einige sehr gute Freundinnen. Teils seit 40 Jahren schon. Aber ich scheine es nicht hinzukriegen.
    Dein Posting könnte 1:1 von mir stammen, inklusive der Mutter bzw. Eltern, die seit über 40 Jahren stabile Freundschaften haben.

    Ein paar Freundinnen habe ich schon. Da klappt das auch mit dem Kontakthalten. Andere, die ich für Freundinnen hielt, haben sich wiederum komplett unsichtbar gemacht ....

    Ich neige momentan auch dazu, mich nicht mehr aktiv um Freundschaften zu bemühen (außer um die schon Bestehenden, wo auch etwas zurück kommt).
    Nicht aus Trotz oder aus Rachegelüsten heraus, sondern weil ich es einfach über habe.
    Ich bin müde und mag nicht mehr.
    Ich schwanke schon seit Langem zwischen möglichst gut informiert sein und am liebsten gar nichts mehr wissen wollen.

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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen und Corona

    Freundschaften....ein sehr bewegendes, bewegliches Thema in meinem Leben.

    An Euch, die Ihr Euch damit beschäftigt: was genau ist eine Freundin, was macht sie dazu ?

    Habt ihr dazu Wünsche oder Bilder im Kopf, Erwartungen? Darf man Erwartungen haben ? Und /Oder nur solche, die das Gegenüber auch hat, damit es passt??

    Was ist mit denen, die keine sonstige Familie und Partner haben?

    Vereinsamen sie nicht?

    Ich kann mich in meiner aktuellen Lebenssituation mit vielen netten Menschen umgeben, aber das sind keine Freunde.
    Sie sind alle bestens versorgt und haben keinen Platz für noch mehr Menschen im Alltag

    Uns verbindet eine warme Sympathie, aber ich weiß aus eigener Erfahrung, wo deren Kapazitätsgrenzen sind

    Wenn ich nun wirklich wieder einmal rigoros wäre, blieben mir sehr sehr wenige Menschen.

    Diese Beziehungen sind alle nicht alltagsfähig!
    Wir stehen uns psychisch bei, wenns nötig wäre (früher oft, heute nicht mehr)
    Lachen viel, kennen uns intensivst, war zum Teil auch ein arbeitssamer Weg, der sich gelohnt hat

    Ich mache mir schon Gedanken, was das mit mir zu tun hat.

    Die meisten meines Umfeldes sind in langjährigen Bindungen oder auch in sehr zahlreicher Weise verbunden

    Heute kann ich mich zwar in kurzen Begegnungen sehr gern auf Menschen einlassen, die ich neu kenne

    Aber die ganze Lebensgeschichte will ich weder erzählen noch erzählt bekommen

    Das ist nicht böse gemeint, ich schaffe das nicht mehr, es ist mir zuviel
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen und Corona

    Zitat Zitat von Suzie Wong Beitrag anzeigen
    Ich gönne mir gerade den Luxus, meine sozialen Beziehungen zu überdenken, auch wenn es ev. schmerzhaft ist. Meine Meinung: wer sich für mich interessiert, der fragt. wie es mir geht. Im Gegenzug mache ich es genauso. Oder erwarte ich zuviel?
    Wäre die Frage, was genau unter "soziale Beziehungen" zu verstehen ist.

    Meine mir wirklich wichtigen Freundinnen treffe ich sogar während der Corona-Phase. Wir fallen uns nicht um den Hals und halten Abstand, aber auf meine Freundin aus Kindertagen kann und will ich nicht verzichten (und sie auch nicht auf mich). Wir haben eine Radtour gemacht (zum 1. Mal bin ich E-Bike gefahren ) und am Abend haben wir mit einer anderen Freundin gegrillt und ich habe bei ihr sogar geschlafen und am Morgen haben wir schön zusammen gefrühstückt und dann bin ich heimgefahren.

    Weitläufige Bekannte sind etwas anderes. Wer sich meldet, schön; gibts nen Pläuschchen; aber so groß die "Melderin" bin ich da auch nicht. Hab da auch keine Schwierigkeiten oder kreide anderen an, sie kümmerten sich nicht um mich.

    Heute war ich mit meiner Sportkameradin zum 1. Mal wieder golfen. Kontakt über WA hatten wir immer mal zwischendurch, getroffen haben wir uns allerdings nicht.

    Mit einigen Kolleginnen habe ich in meinem Lockdown auch Kontakt gehabt, aber eher beruflich bedingt.

    Also "bereinigen" muss ich gar nichts und hoffe, dass der ganze Spuk endlich bald vorbei ist.

  8. Inaktiver User

    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen und Corona

    Twix, Starbucks und Palmova, könnte so ähnlich auch von mir sein.

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    AW: Freundschaft/zwischenmenschl. Beziehungen und Corona

    Es ist mir einfach ein Grundbedürfnis, bei den Leuten, die mich umgeben physisch und in Gedanken, zu wissen, geht es ihnen gut.

    Ich habe eine Anzahl Freundinnen/Bekannte, mit denen ich unregelmäßig, aber guten, verlässlichen Kontakt habe, man sieht sich ab und zu und hört in regelmäßigen Abständen voneinander. In solch einer Zeit finde ich selbstverständlich zu fragen: Mensch, wie geht es dir.
    Ja, ich habe nachgefragt, ich wurde gefragt. Bei zwei/drei kam nichts. Und ich weiß, aus Erfahrung, wenn ich nicht frage, dann kommt nichts. Da nehme ich mir die Freiheit, jetzt zu sagen: we are not on the same page.

    Für mich, ganz klar, interessieren sich Menschen für einander und auch wenn ich Stress habe/überfordert bin; für ein ich hoffe, es geht dir gut in dieser Zeit hat man immer (!) Zeit.
    Meine Hobbies:

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    Zitat Zitat von Suzie Wong Beitrag anzeigen
    Und ich weiß, aus Erfahrung, wenn ich nicht frage, dann kommt nichts. Da nehme ich mir die Freiheit, jetzt zu sagen: we are not on the same page.
    Naja, dann fragste eben auch nicht (mehr). Mitunter kann es ganz einfach sein, ohne groß ein Fass aufzumachen.

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