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  1. Registriert seit
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    AW: Einfach aushalten oder unsensibel?

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Ich will damit nicht negieren, dass es ein Trauma gibt, aber dann hilft eher im Gespräch zu sagen, "darüber will ich nicht sprechen" - und in einer Freundschaft wird die andere dann auch nicht insistieren, Aber sich hinterherr bei einer anderen Freundin bechweren - so klingt es jetdenfalls für mich, hilft nun gar nicht, weil die Betroffene es dadurch immer noch nicht weiß.
    Da hast du Recht.
    Normal reden ist für viele schon schwierig und wenn dann solche Themen aufkommen- wird es noch unmöglicher, sich offen zu zeigen.

    Ich finde solche Situationen immer tragisch, denn keiner wollte was Böses und doch sind hinterher alle getroffen.
    Und letztlich wirklich, weil leider nicht offen miteinander geredet wird- oder zugehört (wir wissen ja nicht, was zwischen den Frauen je geredet wurde).

  2. Moderation
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    AW: Einfach aushalten oder unsensibel?

    @MissMangan, auch in einem weniger optimistischen Szenario als dem, was ich konkret geschildert habe, würde ich den irregeleiteten Impuls, mit jemandem zu sprechen, der die Situation kennt, als Auslöser betrachten.

    Katrin muß sich letztlich fragen, was sie von Nina will, und ihre Reaktion entsprechend skalieren. Wenn sie sicher ist, daß Nina das nur gemacht hat, weil Nina eine fiese Möpp ist, der es besser geht, wenn sie dafür sorgt, daß es anderen schlechter geht, ist Katrins Verhältnis zu Nina nicht zu retten. Wenn sie sich ein Urteil über Nina vorbehält, aber nie wieder mit Nina zu tun haben will, auch nicht! Der *Grund* ist völlig egal. Relevant ist, "was kann mir die Vergangenheit über die Zukunft sagen?" und "Was mache ich damit". Der Rest ist Spökenkiekerei, oder ein unseliges Bedürfnis, sich als Staatsanwalt zu fühlen, der der Jury einen wasserdichten Schuldbeweis vorlegen muß.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  3. Moderation
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    AW: Einfach aushalten oder unsensibel?

    Zitat Zitat von MissMangan Beitrag anzeigen
    Es ist ein schmaler Grat zwischen Rücksicht nehmen und aufpassen müssen, welche Themen man noch ansprechen kann.
    Dafür gibt es den Satz, "Ich kann das grad nicht. Laß uns das Thema wechseln".
    Und: "Oh tut mir leid." +Themawechsel.

    Denn es kann keiner Gedanken lesen. Das ist die wichtigste Erkenntnis im zwischenmenschlichen Bereich. Es kann keiner Gedanken lesen.

    Generell vorsichtig sein sollte man, wenn man über etwas, das einem nie wiederfahren ist, leidenschaftliche Ansichten hat und das Bedürfnis, die mitzuteilen.

    Zitat Zitat von Prilblume Beitrag anzeigen
    Wäre ich Nina, hätte ich mich, da unsensibel, ähnlich verhalten.
    Wäre ich Katrin, hätte ich, da immer noch unsensibel, reagiert mit: "Boah, stell dich nicht so an, echt jetzt. Das hab ich schon zweimal durch, und ich lebe noch."


    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Du meinst, das ein- gar zwei ungeplante Kaiserschnitte- er- und durchlebt- dieselbe "Qualität" haben, wie der Gedanke an einen bevorstehenden möglichen Kaiserschnitt?????
    Nach meiner Erfahrung ist fast immer besser, unangenehmes medizinische Geschehen hinter- als vor sich zu haben. Unwissen und Ungewißheit erzeugen Furcht und amoklaufende Phantasie, bis jeder Moment, wo man seine eigenen Gedanken hört, ein Horror ist. Jemand, der schon mal da war, ist die einzige Person, die das in Perspektive rücken kann. (Wenn sie kann. Nur weil etwas hinter einem liegt heißt nicht, daß man es schon verarbeitet hat. Und wenn sie will. Nur weil man etwas tun kann, ist man nicht verpflichtet, es für jemand anders zu tun, außer es geht akut um Leben und Tod.)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  4. Registriert seit
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    AW: Einfach aushalten oder unsensibel?

    Mir fällt es schwer, hier die Verletzung von K zu sehen. Nina hat doch nicht gesagt: „Gott sei Dank wird es wieder eine normale Geburt, Kaiserschnitt-Mütter verpassen da ja echt was.“ Sondern - so hab ich es gelesen - hat sie die gleiche für sie schlimme „Diagnose“ bekommen, wie ihre Freundin. K wäre also theoretisch die beste Ansprechpartnerin für Sorgen und Fragen und K. hat plötzlich eine Leidensgenossin, die sich einfühlen kann.
    Unsensibel wäre es nur gewesen, wenn schon immer klar war, dass das Thema Geburt für K. in jeder Hinsicht ein Tabu-Thema ist.

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